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Autor: Thomas Oelerich

In alle Unsicherheiten der Welt hinein für den Frieden beten (von Bischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter der EKD)

In alle Unsicherheiten der Welt hinein für den Frieden beten und nach Gewissheit bei Gott suchen, dazu hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer (Magdeburg), aus Anlass der Ökumenischen FriedensDekade, die am 12. November beginnt, aufgerufen.

„Nach zwei Jahren Pandemie, nach fast zwei Jahren Krieg gegen die Ukraine sind viele unserer Sicherheiten erschüttert“, betont Landesbischof Kramer. Und auch die Art, wie der Streit darüber geführt wird, was der richtige Weg sei, wie andere Gedanken und Meinungen abgewertet und beschimpft würden, erschrecke die Menschen. „Dieser laute Streit im Schwarz-weiß-Modus und in der Haltung der Selbstgerechtigkeit zerrt an den Nerven und vergiftet viele Gespräche. Gerüchte, Lügen, Halbwahrheiten, wer kann das alles noch unterscheiden? Was ist noch sicher? Nichts mehr sicher, oder?“, gibt der EKD-Friedensbeauftragte zu bedenken.

Doch gerade in diese Unsicherheit hinein sei es bitter nötig, dass für den Frieden gebetet und nach Gewissheit bei Gott gesucht werde, ist Landesbischof Friedrich Kramer überzeugt. „Und die Ökumenische FriedensDekade ist eine gute Gelegenheit, über diese Fragen nachzudenken, vermeintliche Gewissheiten in Frage zu stellen, Wege zum Frieden zu suchen und für den Frieden in unserer Gesellschaft und in der Welt zu beten“, unterstreicht der EKD-Friedensbeauftragte. Er hoffe daher, dass in vielen Kirchengemeinden in Deutschland die FriedensDekade zum Anlass genommen werde für Gottesdienste, Gespräche, Friedensgebete und Veranstaltungen. „Dazu lade ich die Gemeinden herzlich ein, die zehn Tage vor dem Buß- und Bettag dafür zu nutzen“, so der Landesbischof.

In den Gebeten für den Frieden seien Christinnen und Christen mit vielen Menschen in aller Welt verbunden. „Wir sollen als Kinder des Lichtes nüchtern und wachsam sein und in aller Finsternis und Kriegstrunkenheit vom Licht zeugen und im Licht bleiben“, betont der EKD-Friedensbeauftragte. Waffen und Krieg seien das alte Leben, das bei Gott keine Zukunft habe. „Christen wird in der Heiligen Schrift eine andere Rüstung empfohlen: der Panzer des Glaubens und der Liebe und der Helm der Hoffnung. Glaube, Hoffnung und Liebe, an diesen Geistesgaben, die schützen können, wird sich zeigen, wie wir im Licht bleiben“, so Friedrich Kramer.

Und da mache die Ökumenische FriedensDekade deutlich: „Wir tun dies nicht allein, sondern wir stärken und trösten uns, machen uns gegenseitig Mut. Wir grenzen nicht
aus, selbst wenn wir verschiedene Positionen haben, sondern helfen einander, Kinder des Lichtes zu sein“, betont der EKDFriedensbeauftragte. Doch dies auch in der Gewissheit, dass am Ende nur Gott Frieden machen könne. „Und darum beten wir, nicht nur in der FriedensDekade, zu Gott, dass sein Tag des Friedens anbricht in unserem Leben“, so Landesbischof Friedrich Kramer.

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich die Ökumenische FriedensDekade für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. In den zehn Tagen vor dem Buß
und Bettag gibt es dazu bundesweit zahlreiche Veranstaltungen. In diesem Jahr wird die FriedensDekade vom 12. bis zum 22. November begangen, sie steht in diesem
Jahr unter dem Motto „Sicher nicht oder?“

Bonn/Magdeburg, 8. November 2023/dj

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Pressemeldung der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD

App „Peace & Pray“ mit täglichem Impuls zur Ökumenischen FriedensDekade

Ein Audio-Impuls, ein Friedenslied sowie Friedensgebete für jeden Tag der Ökumenischen FriedensDekade, das bietet die App „Peace & Pray“, die ab sofort kostenfrei in den Apple- und Google-Appstores geladen werden kann. Sie ist nutzbar für Einzelne, aber auch für Gruppen, die schnell einen Impuls zum Motto der diesjährigen Aktion „Sicher nicht – oder?“ oder ein Lied zurückgreifen möchten.

Zahlreiche namhafte Impulsgeberinnen und -geber aus der römisch-katholischen wie evangelischen Kirche sind in diesem Jahr mit dabei. Dazu gehören der Bischof des Bistums Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, Dr. Simone Wisotzki vom Leibniz-Institut – Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Gemeindediakon Andreas Horn und Pfarrerin Marina Horack-Werz von der Protestantischen Landeskirche der Pfalz, Judith Baumann von der Evangelischen Jugend Sachsen, die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, Pfarrer Scott Moore von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow, der Dresdner Kinder- und Jugendseelsorger Przemek Kostorz, die Referentin Weltkirche des Bistums Mainz sowie der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Friedrich Kramer.

Die Friedenslieder dazu haben das Gießener Vocalensemble unter der Leitung von Propsteikantorin Marina Sagorski sowie der Figuralchor Dillenburg unter der Leitung von Propsteikantorin Petra Denker eingespielt. Organisiert wird „Peace & Pray“ von den Friedensbeauftragten der evangelischen Landeskirchen von Sachsen, Mitteldeutschland, der Pfalz, Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck.

In diesem Jahr findet die Ökumenische FriedensDekade vom 12. bis 22. November bundesweit statt. Sie lädt dabei in ökumenischer Verbundenheit zum Friedensgebet ein. Das Motto der diesjährigen Aktion lautet „Sicher nicht – oder?“. Mit dieser Frage werden aktuelle Unsicherheiten in den Blick genommen: Krieg, Klimawandel sowie die Auswirkungen der Pandemie auf das Zusammenleben in der Gesellschaft.

Die App kann hier runtergeladen werden:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.agonweb.peaceandpray&gl=DE
https://apps.apple.com/de/app/peace-and-pray/id1581985740

Bonn, 6. November 2023/dj

 

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Pressemeldung der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD

Zentraler Gottesdienst am 22. November 2023 um 18.00 Uhr in Cottbus

Seit über 40 Jahren engagiert sich die Ökumenische FriedensDekade für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Der Einsatz und das Gebet für den Frieden sind anhaltend notwendig und von entscheidender Bedeutung.

Sehr herzlich möchten wir zum diesjährigen bundesweiten Gottesdienst anlässlich der Ökumenischen FriedensDekade einladen. Der Gottesdienst findet statt am

Mittwoch, dem 22. November 2023, um 18.00 Uhr
in der Klosterkirche in Cottbus (Klosterplatz 10, 03046 Cottbus)

Im Anschluss an den Gottesdienst folgt ein Empfang in der Klosterkirche. Der Gottesdienst wird in diesem Jahr vorbereitet von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Cottbus mit dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB) und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Er steht unter dem diesjährigen Motto der Ökumenischen FriedensDekade „sicher nicht – oder?“.

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Aus der Einladung der Ökumenischen Centrale der ACK in Frankfurt

Gebet für alle (von Peter Herrfurth, Magdeburg)

Alarmsirenen überall in Israel.

Es wird angegriffen. Es wird verteidigt.

Es wird geschossen, bombardiert, entführt und getötet.

Es wird beschuldigt und gejubelt, geklagt und erklärt.

Es wird solidarisiert und gratuliert.

Es wird gelitten.

Es wird gestritten um Land und um Heimat.

Doch es ist alles Gottes Land.

Im Osten, im Westen,

im Norden, im Süden. Überall.

Jeder Stein, jedes Tal, jeder Berg.

Wir sind Gäste.

Aber benehmen uns, als hätten wir Menschen alles selbst gemacht und dürften alles auch einfach so kaputtmachen.

 

Ich bete für alle, die im Nahen Osten jetzt Gewalt leiden an Körper und Seele.

Ich bete für alle, die durch Angriffe verletzt werden.

Ich bete für die Getöteten und ihre Angehörigen.

Ich bete für alle, die in Bunker und an geschützte Orte geflüchtet sind.

Ich bitte für alle, die das Dröhnen der Raketen und Drohnen nicht ertragen.

Ich bete für die Kinder in Israel und Palästina.

Ich bete für alle, die weinen.

Ich bete für alle, die um Freunde und Familie bangen.

Ich bete gegen die Angst, den Hass, die Gewalt:

Ich bete

Schalom alejchem! Salem aleikum! Friede sei mit dir! Amen

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Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Mitglied im Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade

„Peace and pray“– App zur Ökumenischen Friedensdekade (12.-22.11.2023)

„Peace and pray“ bietet für jeden Tag der Ökumenischen Friedensdekade vom 12. bis 22. November 2023 einen Audio-Impuls zum Motto, ein Friedenslied sowie die Friedensgebete zum Hören und Nachlesen. Die App kann ab Ende Oktober 2023 kostenfrei in den Apple- und Google-Stores geladen werden. Sie ist für Einzelne ebenso nutzbar wie für Gruppen, die schnell auf einen Impuls oder ein Lied zurückgreifen möchten.

Impulse und Lieder kommen in diesem Jahr u. a. von Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Bischöfin Dr. Beate Hofmann (Kassel), Ministerpräsident Bodo Rammelow (Erfurt), Dr. Simone Wisotzki (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Landesbischof Friedrich Kramer (Magdeburg) , den Notenläufern (Auerbach), Kai Schmerschneider (Dresden), dem Gießener Vocalensemble und dem Figuralchor Dillenburg.

Organisiert wird „Peace and pray“ von den Friedensbeauftragten aus den Landeskirchen Sachsen, Mitteldeutschland, Pfalz, Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck.

Die FriedensDekade auf dem Handy oder Tablet: zum Hören, Mitbeten, Teilen, Engagieren.

Die App geht Ende Oktober online.

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Die App zur FriedensDekade ist eine Initiative der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS) und der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM). Ermöglicht wurde die Entwicklung und Bereitstellung dieser App durch eine finanzielle Förderung durch den Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD.

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