Archiv der Kategorie: Presse

Aufruf zur „Umkehr zum Frieden“ (Zentraler Gottesdienst in Dresden)

Der zentrale Gottesdienst der Ökumenischen Friedensdekade fand in diesem Jahr am Buß- und Bettag, dem 18.11.2020 in Dresden statt. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland e. V. hatte zusammen mit der ACK Sachsen und dem Stadtökumenekreis Dresden in die Kreuzkirche eingeladen.

Das Motto „Umkehr zum Frieden“ wurde dabei vielfältig aufgenommen. Im entfalteten Kyrie wurden die vier Jahrzehnte der Ökumenischen Friedensdekade bedacht, wie der Kalte Krieg, der Einsatz für soziale Gerechtigkeit hier und weltweit, die Dekade zur Überwindung von Gewalt, und sowie die Herausforderung durch den Klimawandel und die Corona-Pandemie.

In seiner Predigt analysierte Prof. Dr. Ulf Liedke von der Evangelischen Hochschule Dresden Worte des 18. Kapitels im Prophetenbuch Ezechiel, dem das Motto entnommen ist. Er machte als eine der Gefährdungen für den Frieden bei uns die Spaltung der Gesellschaft aus. Ursachen könnten liegen in Verlust- und Unsicherheitserfahrungen angesichts der massiven gesellschaftlichen Umbrüche seit dem Ende der DDR, die als Bedrohung und Negierung der Lebensleistung der Elterngeneration erfahren wurde. Niemand jedoch, das zeige die Weisung des Propheten, werde auf die Vergangenheit festgelegt, „weder auf die eigene noch auf die einer bestimmten Generation. Gott lädt uns ein, dass wir uns mit unserer Geschichte für die Zukunft entscheiden. Er ermöglicht es, aus den Zuschreibungen auszubrechen und den Frieden zu wählen.“

Umkehr zum Frieden bestimmte auch die Fürbitten. Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher waren eingeladen, ihre Bitten und Hoffnungen aufzuschreiben, um sie acht Vertretern der Kirchen des Stadtökumenekreises mit in ihre Gemeinden zu geben. Einige wurden auch im Gottesdienst gesprochen.

Rabbiner Akiva Weingarten von der Jüdischen Gemeinde zu Dresden spendete am Ende des Gottesdienstes den Segen des Aron auf Hebräisch, Superintendent Christian Behr auf Deutsch. In den anschließenden Grußworten bedankte sich Frau Annekatrin Klepsch, die 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, für das Engagement der Anwesenden und hob hervor, dass es notwendig ist, sich für Frieden einzusetzen, „solange unser Staat, die Bundesrepublik Deutschland, zu den größten Waffenexporteuren der Welt gehört und solang auf deutschem Boden Atomwaffen stationiert sind.“ Doch auch gesellschaftliche Konflikte bedrohten den Frieden, umso wichtiger sei es, „Konflikte nicht eskalieren zu lassen, sondern zu lernen, konstruktiv zu streiten im Sinne einer Umkehr zum Frieden“. Die Botschaft, die von den Kirchen der Ökumene und den Religionen für den Erhalt des Friedens ausgehe, sei insofern unverzichtbar, weil damit Menschen ganz unterschiedlichen Glaubens erreicht würden.

Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der ACK Deutschland, gebrauchte in seinem Grußwort das engl. Verkehrsschild des „U-Turn“, gesprochen: You turn, um deutlich zu machen, worum es geht bei der Umkehr zum Frieden: nicht das schnelle Abwälzen auf das You, also auf Du, der/die sich ändern muss, führt uns weiter. „Umkehr zum Frieden fängt bei mir selbst an. Nur wenn ich umkehre, fängt Frieden an. I turn zum U-Turn“, so Miron. Da er selbst krankheitsbedingt nicht anreisen konnte, wurde sein Grußwort von Frau Dr. Verena Hammes, Geschäftsführerin der ACK Deutschland, vorgetragen. Dank gilt dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden e. V., das maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes beteiligt war.

Foto: BESHT Dresden
Mitwirkende beim zentralen Gottesdienst zur Ökumenischen FriedensDekade in der Kreuzkirche in Dresden aus der ACK Deutschland, der ACK Sachsen und dem Stadtökumenekreis Dresden.

Berichte dazu finden Sie auch hier (ACK-Sachsen) und hier (ACK-Deutschland).

Bundeswehr zum Technischen Hilfswerk transformieren (von Ralf Becker, Wethen)

Deutschland und Europa sollen und wollen mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen. Unsere Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer versteht darunter die Ausweitung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr – die gleichzeitig auch der Durchsetzung deutscher Interessen dienen sollen.

Bestehende zivile Alternativen zu dieser Art von Politik sind nachhaltiger und dauerhafter in ihrer Wirkung – das zeigt ein Szenario der Evangelischen Landeskirche in Baden. Das Szenario „Sicherheit neu denken – von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik“ lädt dazu ein, eine Zukunft zu denken, in der wir pro Jahr 80 Mrd. Euro in die zivile Krisenprävention und in die Vereinten Nationen anstatt in die Bundeswehr investieren. Grundlage sind bereits erprobte und realisierte Instrumente ziviler Prävention, gerechtes Wirtschaften, die Förderung nachhaltiger Entwicklung im Nahen Osten und Afrika sowie eine Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit Russland bzw. der Eurasischen Wirtschaftsunion.

So könnte die OSZE zur polizeilichen Sicherheitsorganisation für Europa ausgebaut und die Bundeswehr komplett zum Technischen Hilfswerk transformiert werden. Dank jährlicher Investitionen in Höhe von 33 Mrd. Euro könnten wir die Vereinten Nationen und die OSZE zu starken und wirksamen Institutionen ausbauen. Dann könnten die Vereinten Nationen ihre Aufgaben in der weltweiten Friedenssicherung wirksam wahrnehmen. Und die Ernährungs-, Klima- und Flüchtlingshilfefonds der UNO wären endlich mit genügend Geld ausgestattet.

Es braucht eine gemeinsame Kampagne der Zivilgesellschaft und der Kirchen, um zu einem entsprechenden Paradigmenwechsel in der deutschen Politik zu kommen. Friedensfreund*innen aus der FriedensDekade können diesen Paradigmenwechsel, diese Umkehr zum Frieden, mitgestalten.

Ralf Becker ist im Auftrag der Evangelischen Kirche in Baden Koordinator der Initiative „Sicherheit neu denken“. Diese will einen Paradigmenwechsel in der deutschen Politik hin zu einer rein zivilen Sicherheitspolitik erreichen.

EKD-Friedensbeauftragter Renke Brahms: „Seit 40 Jahren engagieren sich Menschen für eine Umkehr zum Frieden“

Bonn/Wittenberg, 28.10.2020. Zehn Tage am Ende des Kirchenjahres für den Frieden beten, über die Wege zum Frieden nachdenken und Denkanstöße für die Gesellschaft geben. Seit 40 Jahren ist dies das Anliegen der Ökumenischen Friedensdekade. „Seit 1980 engagieren sich Menschen für eine Umkehr zum Frieden und zeigen, wie militärische und kriegerische Gewalt Schritt für Schritt überwunden werden kann“, würdigt Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Ökumenische Friedensdekade.

Umkehr zum Frieden, so lautet das Motto im Jubiläumsjahr, mit dem in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag auf die Vielzahl der verschiedenen Friedensthemen der vergangenen vier Jahrzehnte aufmerksam gemacht werden soll. „Und diese Themen haben nichts von ihrer Aktualität verloren“, ist der EKD-Friedensbeauftragte dabei überzeugt. Immer noch würden die Rüstungsausgaben weltweit weiter steigen, wieder würde eine atomare Aufrüstung den Frieden bedrohen und die Zahl der militärischen Konflikte zunehmen.

„Daneben erleben wir eine Zunahme des Nationalismus und des Rassismus überall in der Welt, in den Gesellschaften spüren wir eine wachsende Polarisierung, die Folgen des Klimawandels werden spürbar“, macht Renke Brahms deutlich. Da sei es sinnvoll, in den Tagen der Friedensdekade innezuhalten und über eine Umkehr zum Frieden nachzudenken und sich dafür stark zu machen, so der EKD-Friedensbeauftragte.

„In diesen 40 Jahren hat die Ökumenische Friedensdekade immer wieder wichtige Denkanstöße gegeben. Die friedliche Revolution in der früheren DDR ist eng verbunden mit der Friedensdekade, auch für die Friedensbewegung im Westen waren die zahn Tage am Ende des Kirchenjahres wichtiger Bestandteil der friedenspolitischen Debatten“, erinnert Renke Brahms.

„Die Kirche bringt sich in friedensethische und friedenspolitische Debatten ein, Christen engagieren sich in Friedens- und Umweltgruppen wie auch in der Flüchtlingshilfe. In der Ökumenischen Friedensdekade ist der Raum, von diesen Erfolgen zu erzählen und sie erlebbar zu machen“, ist der EKD-Friedensbeauftragte überzeugt. Dabei hofft er, dass sich daher auch in diesem Jahr wieder viele Kirchengemeinden an der Ökumenischen Friedensdekade beteiligen.

 

„Wer für Gerechtigkeit sorgen will, muss Frieden fördern und umgekehrt.“ (von Martina Basso, Berlin)

Drei Kinder sollen sich einen Kuchen teilen. Das erste Kind schlägt vor, ihn in drei gleich große Stück zu teilen (Gleichheit). Das zweite Kind möchte mehr als die anderen, weil es als einziges nicht zu Mittag gegessen hat (Grund-Bedürfnisse müssen befriedigt werden). Das dritte Kind möchte mehr, weil es am Kuchen backen maßgeblich beteiligt war (Leistung). Helfen könnte in so einer Situation ein Perspektivenwechsel, sich in die Lage der jeweils anderen zu versetzen: Wie würde ich es sehen, wenn ich in der Lage des anderen Kindes wäre?

Ich nähere mich aus den drei Blickwinkeln, die auch im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg angesprochen werden (Matthäus 20,1-16), dem Begriff „Gerechtigkeit“, nämlich über Gleichheit, (Grund-)Bedürfnisse und Leistung.

Gleichheit: Immer noch bin ich mir wie als Kind sicher, dass alle Menschen gleich sind. Gleich behandelt werden sie allerdings nur vor/von Gott.

(Grund-)Bedürfnisse: Alle haben ein Recht darauf, dass ihre Grundbedürfnisse abgedeckt werden können – was Grundbedürfnisse sind, ist in der jeweiligen Gesellschaft verhandelbar.

Leistung: Konkurriert häufig mit den beiden anderen Punkten. – Wie auch immer unterschiedliche Leistungen bewertet werden: Grundbedingung ist Fairness.

Wie ist das nun mit dem Kuchen? Auch wenn man sich in die Lage des jeweils anderen hineinversetzen kann, muss das nicht unbedingt zu einer für alle zufriedenstellenden Lösung führen, wenn dennoch alle auf ihrer Position beharren. Vielleicht kann Psalm 85 helfen: „dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen, dass Treue auf der Erde wachse und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; dass uns auch der HERR Gutes tue, und unser Land seine Frucht gebe; dass Gerechtigkeit vor ihm her gehe und seinen Schritten folge.“ (V. 11–14). Da ist etwas Entscheidendes festgehalten: keine Gerechtigkeit ohne Frieden, kein Frieden ohne Gerechtigkeit. Gerechtigkeit und Frieden leben von bzw. in Gleichzeitigkeit – im Psalm als Bild ausgedrückt: Sie küssen einander. Nicht nachgeordnet, nicht eines reduziert als Werkzeug zum Erreichen des anderen, nicht eines die Tugend, das andere ein statischer, utopischer Zustand, schreibt Fernando Enns. Wer für Gerechtigkeit sorgen und die sozialen Spannungen ausgleichen will, muss Frieden fördern und bewahren – und umgekehrt. Und das bedarf all unserer Nächstenliebe, Versöhnungsbereitschaft und unserer Bereitschaft zum Perspektivenwechsel – siehe die Kinder und der Kuchen.

Martina Basso ist Pastorin und Leiterin des Mennonitischen Friedenszentrums Berlin sowie Geschäftsführerin der Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden.

 

Für ein humanes und soziales Europa (von Lydia Funck, Diemelstadt-Wethen)

Mit Sorge und ungläubigem Kopfschütteln wurde ich in diesem Jahr Zeitzeugin: Großbritannien verlässt als erster Staat die Europäische Union. 2012 noch mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, scheint nun das Friedens- und Versöhnungsprojekt Europa in Gefahr.

Ein zentrales Thema der Union ist Sicherheit, verstanden vor allem als militärische Sicherheit. Sie plant in den kommenden Jahren, Gelder in besorgniserregender Höhe in Militarisierung zu investieren. Aber ein gemeinsames Handeln im Blick auf die menschenunwürdigen Zustände an den Außengrenzen gelingt nicht. Stattdessen nimmt sie tatenlos überfüllte Flüchtlingscamps in Kauf und verweigert Menschen in Seenot Hilfe.

Ist das noch einer Friedensnobelpreisträgerin würdig? Nein. Hat die EU überhaupt noch eine Zukunft angesichts ihrer aktuellen vielfältigen Krisen? Ich meine: ja – mit einer radikalen Umkehr zum Frieden!

Es gilt, der EU, den Mitgliedsstaaten und den Europäer*innen wieder die einenden Gründungswerte und Grundlage ihrer Stärke und auch ihrer Sicherheit in Erinnerung zu rufen: Einsatz für Versöhnung, Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschen- inkl. der Minderheitenrechte. Und es gilt, lautstark zu bezeugen und aktiv umzusetzen, dass wir uns aufgrund unseres christlichen Glaubens für ein humanes und soziales Europa einsetzen!

Trotz und gerade wegen der aktuellen Herausforderungen, ist es mir als Christin und Europäerin wichtig, gemeinsam zu handeln – grenzüberschreitend, ökumenisch und interreligiös – und umzusetzen, wozu sich die Kirchen Europas 2001 gemeinsam in der Charta Oecumenica verpflichtet haben: sich dafür einzusetzen, dass in Europa Menschenrechte, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität zur Geltung kommen. Lassen wir uns dafür von der Gewaltfreiheit Jesu inspirieren und arbeiten an der Unterstützung von solidarischen Aktionen von und mit Kirchen in Europa und weltweit, um das ­Friedensprojekt Europa mit Leben zu füllen.

Lydia Funck ist Generalsekretärin des europaweiten, ökumenischen, friedenskirchlichen Netzwerks von Church and Peace e. V., www.church-and-peace.org

Eine Frage des „Wandels“ (von Marina Kiroudi, Frankfurt)

Klimawandel spielt eine Rolle in unserem Leben, allein schon, weil er unseren Lebensraum betrifft. Manche nehmen ihn weniger ernst oder weniger gerne wahr, andere dafür sehr bewusst. Ich möchte nur eine Begegnung mit einer jungen orthodoxen Christin, namens Seraphima, herausgreifen. Sie studiert Design und ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen wissen, dass sie ökologisch engagiert ist. Wer sie besser kennt, weiß auch, dass ihr Engagement für die Umwelt etwas mit ihrem Glauben zu tun hat. Sie selbst formuliert es so: In unserer orthodoxen Kirche ist häufig vom Wandel die Rede. Wir bitten in der Feier der Göttlichen Liturgie darum, dass Brot und Wein zu Leib und Blut Christi gewandelt werden, und wir sprechen auch von einer Wandlung der Menschen, die als Bürgerinnen und Bürger dieser Welt gleichzeitig auch zu Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern des Reiches ­Gottes „gewandelt“ werden.

Der Begriff „Wandel“ ist also für uns eigentlich positiv besetzt. Und jetzt müssen wir lernen, dass er durch den Klimawandel eine negative Färbung gewinnt. Als denkende Menschen wissen wir natürlich, dass der Klimawandel ein Ergebnis unseres Lebenswandels ist. Die Menschen sind aufgerufen sich und die Welt zu verwandeln und das bedauerliche Ergebnis ist, dass wir die Welt zerstören. Bei diesem düsteren Szenario der Klimakatastrophe ist Pessimismus allerdings nicht angesagt: Immerhin hat die Schöpfung auch einen Schöpfergott, der sich ihrer und unserer annimmt. Mit ihm müssen wir wieder mehr zusammenarbeiten. Im Studium lernen wir über Synergieeffekte, wenn es darum geht, die vorhandenen Kräfte zu nutzen und zu bündeln. Natürlich gilt das für den Umweltschutz, wo man immer mehr Kooperationspartnerinnen und -partner suchen und entdecken muss. Aber, Synergie gilt eben auch für unsere Beziehung zu Gott. Ganz einfach gesagt: Ich mache mit. Denn Gott macht mit.

Die Theologin Marina Kiroudi arbeitet als orthodoxe Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Sie koordiniert die Mitarbeit der ACK im Gesprächs­forum Ökumenische FriedensDekade.

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Wiederbelebung und Stärkung des Völkerrechts (von Stefanie Wahl, Fulda)

Internationales Recht, das die Kraft des Rechts dem Recht des Stärkeren entgegensetzt, war schon eine Vision der Pazifist*innen Anfang des 20. Jahrhunderts. Mit der Charta der Vereinten Nationen begann eine Ära deren Ziel das friedliche Zusammenleben der Völker und letztlich der Menschen ist.

Der Bruch internationalen Rechts zeigt exemplarisch die Herausforderungen vor denen Friedenspolitik heute steht. Die jüngsten Verstöße reichen von der Invasion des NATO Mitglieds Türkei in Nordsyrien, über die gezielte Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch einen Luftangriff der USA im Irak, bis zur Zurückweisung von Geflüchteten an den EU-Außengrenzen. Der Ausschluss Russlands aus der G8-Vereinigung der großen Industrienationen aufgrund der Annexion der Krim, zeigt die Möglichkeiten aber auch die Folgewirkungen von Sanktionen gegen Völkerrechtsbruch. Viele Palästinenser*innen dagegen resignieren angesichts der anhaltenden Besatzung, weil wichtige UN-Resolutionen ihre Forderungen unterstützen, in ihrem Alltag aber keine Anwendung finden.

Wir erleben immer wieder Situationen, in der Staaten eigene Völkerrechtsbrüche als legitimes Verhalten ansehen. Dies immer wieder als Verstoß gegen den Geist des Friedens und damit gegen die Ächtung des Krieges durch die Charta der Vereinten Nationen zu benennen, ist eine wichtige Aufgabe der Friedensbewegung. Die Erosion etablierter internationaler Regeln schwächt internationale Institutionen und wiegt umso schwerer angesichts der Entwicklung von Kriegen und Konflikten weltweit. Eine Umkehr zum Frieden bedeutet unbedingt die Wiederbelebung und Stärkung des Völkerrechts. Immer wieder aufs Neue müssen wir dafür kämpfen, dass internationales Recht in lokales Recht umgesetzt wird. Dafür lohnt es sich zu streiten. Auch während der FriedensDekade.

Stefanie Wahl ist Bundesvor­sitzende der katholischen Friedens­bewegung pax christi, die für Menschenrechte und Völkerrecht eintritt und so zu einer Kultur des Friedens beitragen möchte. Die Theologin arbeitet als politische Referentin beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Fulda.

 

„Es ist ein Grundrecht sich dem Töten zu verweigern.“ (von Friedemann Müller, Hermannsburg)

In der DDR habe ich selbst den Wehrdienst total verweigert, bin also auch nicht zu den Bausoldaten gegangen. Denn der Dienst als Bausoldat war ein militärischer Ersatzdienst. Ein Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung gab es nicht. Im Ersten Weltkrieg galten Kriegsdienstverweigerer als psychisch krank und mussten fronttauglich gemacht werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie als „Wehrkraftzersetzer“ mit der Todesstrafe bedroht. Unmittelbar nach diesen Kriegen setzten sich dann Friedens- und Frauengruppen für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, festgeschrieben im Grundgesetz der jungen Bundesrepublik Deutschland, ein. Damit war Westdeutschland weltweit das erste Land, welches das Recht auf Verweigerung des Kriegsdienstes zum Grundrecht erklärte (GG Artikel 4,3). Heute wird es in vielen Staaten der Welt, zumindest formal anerkannt.

Dennoch werden nach wie vor in vielen Ländern, wie zum Beispiel der Türkei, Aserbaidschan, Südkorea oder auch den USA Kriegsdienstverweigerer diskriminiert und verhaftet. Hier ist Solidarität gefragt. Auch in Deutschland gibt es, obwohl die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, nach wie vor Kriegsdienstverweiger*innen. 2017 wurden 174 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben gestellt. Längst nicht jeder Antrag wird anerkannt. Anders als in anderen Berufen können Soldat*innen eben nicht einfach ihren Job kündigen. Auch hier muss also das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung durchgesetzt werden.

Kriegsdienstverweigerung ist UMKEHR ZUM FRIEDEN. Es geht darum, der Logik der Gewalt und des Tötens, die Logik der Gewaltfreiheit und Versöhnung entgegen zu setzen. Darüber muss man reden, vor allem aber muss man tun, was als richtig erkannt wird. In meiner Erklärung vom 02.03.1988 zur Verweigerung des Wehrdienstes, die sich in meinen Stasi-Unterlagen befand, schrieb ich: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5,29) und weiter: „In meiner Entscheidung drückt sich meine Hoffnung und Sehnsucht nach Frieden aus und deutet sich der Weg an, den ich dahin sehe. Ich hoffe, dass dies, wenn auch nicht verstanden, so doch akzeptiert wird.“ Als deutliches Zeichen gegen Militarisierung und Krieg gilt es, gerade wenn das Recht des Stärkeren wieder für manche attraktiv geworden ist und Geld wie nie zuvor für Rüstung ausgegeben wird, das Bewusstsein wach zu halten: Es ist ein Grundrecht sich dem Töten zu verweigern.

Friedemann Müller, Dipl.-­Religionspädagoge, viele Jahre als Jugend­referent tätig, ­heute ­Theologischer Studienleiter im Evangelischen Bildungszentrum Hermannsburg

 

Nicht nachlassendes Erinnern und tätiges Erschrecken (von Dagmar Pruin, Berlin)

Das gesellschaftliche Klima in Deutschland ist nicht nur belastet, wie es in vielen auch kirchlichen Verlautbarungen zu lesen ist. Es steht mehr auf dem Spiel und verlangt von uns die Bündelung aller unserer Kräfte, um Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und jeglicher Form von Rassismus entgegenzutreten.

Wer der Friedenskraft der christlichen Religion vertrauen möchte – und das ist die Grundlage all unserer Arbeit – muss sich mit der Gewaltgeschichte unserer Religion auseinandersetzen. Nur so können die Gefährdungspotentiale erkannt werden, die der theologischen Rede vom Frieden innewohnen können und nur dann ist auch ein tragfähiger interreligiöser Dialog möglich.

In den Zeitraum der diesjährigen FriedensDekade fällt der 9. November, der Tag an dem 1938 Jüd*innen ermordet wurden, an dem die Synagogen brannten und die Rollen der Heiligen Schrift auf unseren Straßen zertreten wurden. Dieser Tag erinnert uns daran, dass wir als Christ*innen gerade nicht vor Verführungen gefeit sind – im Gegenteil. Wir sind immer auch ein Teil des Problems, nicht nur der Lösung. Die Erinnerung an den 9. 11., muss zunächst zweckfrei sein, denn es geht darum, den Ermordeten eine Stimme zu geben. Doch ruft dieses Erinnern dann aber auch zur Tat. Denn es zwingt uns zu der Frage, welche Handlungsoptionen bestanden hätten, um das System des Nationalsozialismus zu beenden und führt von daher dann auch folgerichtig in die heraus­fordernde Gegenwart.

Wir wissen, wo wir geschwiegen haben, wir wissen, wo wir den Anfängen nicht gewehrt haben und Ausgrenzungen hingenommen und vorangetrieben haben und wo wir heute schweigen. Wir wissen, dass wir das Ruder heute herumreißen können. Aber das müssen wir jetzt um Gottes Willen auch tun – denn es steht viel auf dem Spiel!

Dagmar Pruin ist Pfarrerin und war bis Ende August Co-Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Sie ist designierte Präsidentin von Brot für die Welt.

 

NEU: Friedensliederbuch herausgegeben

Unter dem Titel „100 Friedenslieder“ ist in diesem Monat ein umfangreiches Liederbuch erschienen, herausgegeben von der Ökumenische FriedensDekade.

Auf insgesamt 146 Seiten sind alle Lieder mit Noten und Akkordsymbolen abgedruckt und erleichtern das Singen und Musizieren. Den Titel des Liederbuchs im DinA5-Format, das mit einem festen Einband und einer hochwertigen Bindung versehen ist, schmückt das bekannte Logo der Ökumenischen FriedensDekade, das einen Schmid zeigt, der auf dem Amboss ein Schwert in eine Pflugschar umarbeitet. Das Liederbuch hat eine Gesamtauflage von 2.000 Stück und wird zum Preis von 9,80 Euro angeboten.
(Bestellung über unsere Website möglich).

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Den Ruf nach Gewaltlosigkeit wach halten (von Maria Krieg, Jena)

40 Jahre Friedensdekade – ein Jubiläum? Ich sehe mich als Jugendliche. Eine Sakristei – Treffpunkt der Jungen Gemeinde, mitten in einer ostdeutschen Stadt in den 1980er Jahren. Einer von uns kam herein, zeigte auf seinen Ärmel: „Ich bin angehalten worden. Der Aufnäher – ich musste ihn da lassen. Er wurde abgeschnitten.“ Das Übliche folgte: Polizeikontrolle, Ausweis, Befragung … Uns wurde das kleine Zeichen der Friedensdekade „heilig“. Ein bisschen aufständisch sein, recht zu behalten in der Seligpreisung „Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Zaghaft, aber doch den Schießwettbewerb in der Schule ablehnen. So erlebte ich den Anfang.

15 Jahre später. Ich stehe vor den Vereinten Nationen in New York. Wie klein ist die Plastik des sowjetischen Künstlers Jewgeni Wutschetitsch und Micha 4,3 „We shall beat our swords into plowshares“ („Wir werden unsere Schwerter in Pflugscharen umschmieden“) von 1957 – auch heute noch Logo der FriedensDekade.

Klein, stetiges Samenkorn des Widerstehens, stetiges Sandkorn im Getriebe der Kriegslogik, das transportiert die Friedensdekade für mich. Den Ruf nach Gewaltlosigkeit wach halten ­gegen den scheinbar unbesiegbaren „­Goliath“: Rüstungsproduktion, Rüstungsexport. Da ist Erinnern an vergessenes Unheil, Ermutigendes bergen, anstößig sein und vernetzt, Aktionen hier und dort, auch in unserer Stadt Jena. Wir schweigen für den Frieden in der Fußgängerzone, ziehen einen alten Kahn aus dem Wasser, um ein Flüchtlingsboot vor die Stadtkirche zu stellen. Wir beten mit einer kleinen Gemeindegruppe in der eiskalten Kirche mitten im November. Zehn Tage Friedensbittandachten. Ich sehe den lebensgroßen Christus in unserer Kirche an. Wenn mit ihm hier nichts für den Frieden getan wird, dann wird hier nichts getan. 40 Jahre FriedensDekade, das sind auch Jahre der Wüstenwanderung. Sie mahnt, erinnert, ermutigt zum Engagement für gerechte Politik, für einen gerechten Frieden. Können wir ihn selbst leben? Wir können umkehren dorthin – täglich.

Maria Krieg ist Pfarrerin im Evangelisch-­Lutherischen Kirchengemeindeverband Lobeda und Mitglied im Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade

Sich ein Herz fassen – Umkehr zum Frieden

Von Pfarrerin Kathleen Niepmann
(
EKD-Referentin Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland)
(pdf-Datei zum Download)

Es ist ein eindrückliches Bild von der tiefen Sehnsucht der Menschen nach Frieden, das der Prophet Micha im Alten Testament zeichnet: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“ (Micha, 4, 2 – 4). Es ist eine der schönsten Prophezeiungen für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und des Glaubens. Und es ist Sinnbild der jährlichen Ökumenischen FriedensDekade, die inzwischen zum 40. Mal vorbereitet wird, in diesem Jahr steht sie unter dem Motto Umkehr zum Frieden.
75 Jahre lang haben wir in unserem Land, gottlob, keinen Krieg erleben müssen. 75 Jahre alt ist auch die UN-Charta der Vereinten Nationen. Die Weltorganisation war ins Leben gerufen worden, um den brüchigen Weltfrieden und ein Leben in Demokratie besser zu sichern. Immer wieder ist mühsam darum gerungen und gestritten worden. Es ging und geht um freundschaftliche Beziehungen zwischen den Staaten und um internationale Zusammenarbeit, um Völkerrecht und Menschenrechte, um friedliche Konfliktbearbeitung und um Entwicklung, Wirtschaft und Kultur. Und längst schon ist deutlich, dass Frieden und internationale Zusammenarbeit, die Rechte künftiger Generationen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen untrennbar miteinander verbunden sind[1].
Mehr als 30 Jahre sind nach dem Ende des Kalten Krieges vergangen. Doch wir erleben: Frieden und Demokratie, Recht und der Respekt vor dem Anderen oder Fremden sind überaus brüchig. Abschottung und Abgrenzung, autoritäres und antidemokratisches Denken erstarken. Verantwortungslose Machtpolitik und die rücksichtlose Durchsetzung eigener Interessen drohen sich durchzusetzen. Hinzukommt mit der Corona-Pandemie eine beispiellose Krise mit einem weltweiten Gesundheitsnotstand, wie es ihn bisher nicht gegeben hat. Weltweite Gegenmaßnahmen mit weitreichenden Folgen für das wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Leben sind gefordert. Das Ziel Leben zu retten, hat dabei Vorrang.[2]

Um Versöhnung und Frieden ringen
Vor diesem Hintergrund bereiten wir im Jahr 2020 die FriedensDekade vor, die in diesem Jahr vom 8. bis 18. November stattfindet und die wie jedes Jahr am Buß- und Bettag ihren Abschluss hat.
Die in den Niederlanden entstandene Idee zur Friedenswoche wurde im Jahr 1980 im damaligen West- und Ostdeutschland gleichzeitig aufgenommen. Seitdem finden sich immer wieder Menschen zur FriedensDekade, wie sie inzwischen heißt, zusammen. Alljährlich laden sie zu mehr als 4000 Veranstaltungen, Gottesdiensten und Friedensgebeten im gesamten Bundesgebiet ein. Es ist gut zu wissen, dass Menschen nicht müde werden und immer wieder offen und öffentlich für Frieden und Versöhnung eintreten.
Zwei Bibelstellen begleiten die diesjährige FriedensDekade mit ihrem Motto Umkehr zum Frieden. Aus dem Ezechielbuch im Alten Testament stammen die Sätze: „Werft von euch alle eure Übertretungen, die ihr begangen habt, und macht euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Denn warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel? Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht Gott der HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.“ (Ezechiel 18,31f).
Das Buch Ezechiel ist unter dem Eindruck der Kriegskatastrophe, der Zerstörung Jerusalems und der Massendeportation nach Babylon im Jahr 597 vor Christus entstanden. Eindrücklich ruft Gott, so heißt es, die Menschen zur Umkehr auf. Die Sätze verschweigen Schuld nicht. Im Gegenteil, „Übertretungen“ werden genannt. Zugleich zeigen die Sätze eine Perspektive auf: „Macht euch ein neues Herz und einen neuen Geist. […] Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.“ Ein Appell zur Umkehr zum Leben, ein Aufruf zur Umkehr zum Frieden: „Fasst euch ein Herz.“
Von der zweiten für die FriedensDekade 2020 gewählten Bibelstelle im Neuen Testament (Römer 12, 9 – 21) seien hier nur die Schlussworte (V. 21) genannt. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Auch hier ein Aufruf, ein Appell. Die Autoren beider Bibelstellen scheinen zu wissen, wovon sie reden und schreiben: Versöhnung und Frieden sind nicht selbstverständlich, sie sind nicht billig zu haben. In allen Konflikten dieser Welt müssen Menschen immer wieder um Versöhnung und Frieden ringen, sich ein Herz fassen, um das Böse mit dem Guten zu überwinden. In der großen Weltpolitik wie im eigenen Alltag und Umfeld. Daran erinnern die Sätze des Ezechielbuches und aus dem Römerbrief.

Nach Neuem Ausschau halten
„Umkehr zum Frieden“: Vor dem Hintergrund der gewählten Bibelstellen verstehe ich das Motto der diesjährigen FriedensDekade im Sinn von Neuausrichtung, und nicht als Umkehr im Sinn von Rückkehr. Umkehr im Sinn von Neuausrichtung heißt sich umsehen, Ausschau nach Neuem halten, neue Wege suchen und damit auf etwas zugehen, was im Grunde schon da ist: Frieden. Ja, Gott stellt uns Christinnen und Christen in die Verantwortung. Er mutet uns zu, für Frieden und Versöhnung einzutreten und Vertrauen zu wagen. In einer Welt, die oft erschreckend ist. Immer wieder müssen wir uns ein Herz fassen, wie Ezechiel schreibt, damit wir das Böse mit dem Guten überwinden, wie es im Römerbrief steht. Dabei dürfen wir uns davon getragen wissen, dass wir das nicht allein schaffen müssen, sondern dass Gott mit uns ist.

 „Die Krankheit des Krieges beenden“
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat im März zu einem globalen Waffenstillstand aufgerufen: „Wir müssen die Krankheit des Krieges beenden und die Krankheit bekämpfen, die unsere Welt verwüstet. Es beginnt damit, dass wir die Kämpfe überall stoppen. Und zwar sofort.“[3]  Und später schrieb er: „Der Weg aus der Coronavirus-Krise muss zu einer besseren Welt führen“[4].
Als Kirchen bekennen wir uns ausdrücklich zur Demokratie des Grundgesetzes und zu einem Europa, das auf Demokratie und Recht gründet[5]. Wir wissen, dass wir selbst diesem Anspruch bis heute an vielen Stellen nicht gerecht werden. Wir wissen, dass es immer wieder Korrekturen und Neujustierungen geben muss[6]. Christinnen und Christen sind aufgefordert, sich ein Herz zu fassen, Vertrauen zu wagen, für den Frieden einzutreten und das Böse mit dem Guten zu überwinden.

Auf dem Weg der Sehnsucht nach einer besseren, gottgefälligen Welt
Dietrich Bonhoeffer formulierte: „Die Wirklichkeit Gottes erschließt sich nicht anders als indem sie mich ganz in die Weltwirklichkeit hineinstellt, die Weltwirklichkeit aber finde ich immer schon getragen, angenommen, versöhnt in der Wirklichkeit Gottes vor. Das ist das Geheimnis der Offenbarung Gottes in dem Menschen Jesus Christus“[7]

Gott stellt uns Menschen in die Verantwortung der Welt. Er lässt uns zugleich wissen: Er geht mit uns. Die Bibelstellen für die diesjährige FriedensDekade sind für mich Wegweiser, die uns die Richtung zeigen, und Geländer, an dem wir uns festhalten können. Der Weg ist holprig und mühsam. Aber es ist der Weg der Sehnsucht nach einem friedlichen Zusammenleben und nach einer besseren, gottgefälligen Welt, auf dem wir gehen dürfen. Mit der alttestamentlichen Prophezeiung des Micha im Herzen, dass Schwerter zu Pflugscharen und Spieße zu Sicheln werden und kein Volk wider das andere das Schwert erhebt.

[1] Vgl. Umkehr zum Leben. Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels, Denkschrift des Rates der EKD, 2009
[2] COVID-19 und die Menschenrechte. Die Krise trifft uns alle, United Nations, April 2020
[3] https://unric.org/de/guterres-aufruf-zu-einem-globalen-waffenstillstand/
[4] Der Weg aus der Coronavirus-Krise muss zu einer besseren Welt führen, Meinungsartikel von António Guterres, veröffentlicht am 2. April 2020 auf theguardian.com
[5] Vgl. Vertrauen in die Demokratie stärken. Ein gemeinsames Wort der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.
[6] Vgl. ebenda.
[7] Dietrich Bonhoeffer, Ethik

NEU: Friedensliederbuch

Neues Liederbuch mit 100 Liedern für den Frieden

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Ökumenischen FriedensDekade haben wir ein einzigartiges „Friedens-Liederbuch“ herausgegeben, das in Kürze fertiggestellt sein wird. 100 Friedenslieder für Kirchengemeinden, Aktionsgruppen und Friedensinitiativen finden sich in dieser wunderbaren Liedersammlung. Noten und Akkordsymbole erleichtern das Singen und Musizieren aller Lieder. Ein „must have“ für Gesangsbegeisterte und Friedensbewegte!

Das Liederbuch (ca. 140 Seiten) im Din A5-Format, gebunden mit festem Einband, kann bereits jetzt über unsere Homepage zum Preis von 9,80 € bestellt werden.

 

„Wenn möglich, bitte wenden!“

Von  Dr. Dorothee Godel (Mai 2020)
(als pdf-Datei)

„Wenn möglich, bitte wenden“. Da habe ich die richtige Abzweigung verpasst und werde kurz darauf von meinem Navigationsgerät freundlich aber wiederholt dazu aufgefordert umzudrehen. Bequemer wäre es, einfach weiter zu fahren und darauf zu setzen, dass irgendwann die nächste Möglichkeit zum Abbiegen kommt. Wenn das allerdings nicht der Fall ist, riskiere ich einen größeren Umweg. Ob ich tatsächlich umdrehe, ist Abwägungssache. Irgendwo zwischen Bequemlichkeit und Festhalten an der einmal eingeschlagenen Richtung, zwischen vorhandenen Möglichkeiten zum Wenden und der Befürchtung, mich ordentlich zu verfahren, entsteht gegebenenfalls die Motivation, umzudrehen.

Coronabedingt sind wir gerade in vielerlei Hinsichten zu Kehrtwenden gezwungen. Das bedeutet viele und teils schwer belastende Einschränkungen. Das zeigt aber auch, dass Änderungen unseres Lebensstils möglich sind. Zum Beispiel in ökologischer Hinsicht, wo sich die zur Zeit vorhandenen Einschränkungen durchaus positiv auswirken. Ob diese und andere, durch den Zwang der Situation bedingten positiven Veränderungen allerdings nachhaltig bleiben werden, ist fraglich.

In der Bibel, im Neuen Testament, gehört „Umkehr“ zu den Erfahrungen, die einen Menschen und sein ganzes Leben betreffen und verändern. Exemplarisch erzählt wird das von Zachäus, einem kleinen aber sehr wohlhabenden Zöllner. Als Jesus nach Jericho kommt, steigt Zachäus, um Jesus über die zusammengelaufene Menschenmenge hinweg sehen zu können, auf einen Maulbeerfeigenbaum. Und dort oben im Maulbeerfeigenbaum wird er von Jesus gesehen. Jesus fordert ihn auf, herunterzusteigen und lädt sich sozusagen bei Zachäus ein. Für den Zöllner ist das eine große Ehre, eine unverdiente Würdigung. Während die anderen wegen seiner Machenschaften mit Fingern auf ihn zeigen, sucht Jesus die Begegnung und das Gespräch. Und diese Erfahrung verändert den kleinen aber sehr wohlhabenden Zöllner Zachäus. „Die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.“ Da erfährt ein Mensch so etwas wie Seelenfrieden, Versöhnung mit sich und seiner Umwelt. Geschenkt in der Gottesbegegnung.

Die Umkehr des Zachäus ist durch die Erfahrung des Anerkanntwerdens, des Angenommenseins motiviert. Offensichtlich ist das eine Erfahrung, die einen Menschen berühren und veranlassen kann, eingefahrene Wege hinter sich zu lassen. Wenn wir von der Umkehr zum Frieden sprechen, die wir in unserer Welt der gewaltsamen Konflikte zwischen Völkern, des innergesellschaftlichen Unfriedens und des zerstörerischen Umgangs mit Gottes Schöpfung so dringend nötig haben, können wir vielleicht an dieser Erfahrung anknüpfen. Denn wir wie alle Menschen leben im Grund aus der Erfahrung geschenkten Anerkanntwerdens und Angenommenseins und wissen darum, dass es sich lohnt, mit sich und der eigenen Umwelt versöhnt zu leben. Angesichts dessen wäre die Aufgabe doch einfach, solche Erfahrungen des Versöhntseins ins Blickfeld zu rücken, uns selbst und anderen zu Herzen gehen zu lassen und dafür zu sorgen, dass wir uns auf solche Erfahrungen des Angenommenseins und Versöhntseins ausrichten.

Frau Dr. Dorothee Godel ist Oberkirchenrätin, Referentin für Fragen der öffentlichen Verantwortung der Kirche in Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Tatorte des Friedens

Von Friedemann Müller (April 2020)

Umkehr zum Frieden – das ist das zentrale Thema der Ökumenischen Friedensdekade überhaupt. Darum geht es den Akteuren der Friedensdekade nun schon 40 Jahre lang. Aktuell ist dieses Anliegen nach wie vor. Und es trifft uns in vielen Dimensionen unseres Lebens: Ganz persönlich umkehren, als Gesellschaft umkehren und als Weltgemeinschaft umkehren hin zum Frieden. Das setzt voraus, dass wir der Friedenshoffnung trauen. Frieden ist möglich. Gemeint ist damit nicht nur die Abwesenheit von physischer und psychischer Gewalt. Frieden ist Schalom, ein lebendiger Prozess des respektvollen Ausgleichs von Interessen, Versöhnung und Handeln im Horizont der Gerechtigkeit. So ist Frieden gleichermaßen persönlich und politisch.

Geboten scheint diese Umkehr zum Frieden allemal. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts spüren wir mehr denn je, die Notwendigkeit gemeinsam zu handeln, das Gegeneinander aufzugeben und Bedingungen zu schaffen, die auch den Kindern dieser Welt eine gute Zukunft versprechen. Frieden ist nachhaltig. Die großen Themen unserer Zeit wie die Verteilungsgerechtigkeit, Migrations-bewegungen, den Klimawandel und auch die Corona-Krise werden wir nur gemeinsam bewältigen. Das wird immer mehr Menschen klar.

Dann gibt es aber die anderen, die auf Rezepte alter Zeiten setzen, die Rüstungsausgaben erhöhen wie nie zuvor, die auf das Recht des Stärkeren setzen, die eine Ich-zuerst-Strategie zur ethischen Leitlinie erklären, die Grenzen dicht machen oder im Handstreich fremdes Land okkupieren, die Gesellschaften polarisieren und Hass säen, kurz, die den Kairos, die Zeichen der Zeit, nicht verstehen. Die Logik aber bleibt, was jemand sät, dass wird man ernten. Wer Frieden will, muss den Frieden vorbereiten. Es gibt keinen anderen Weg. Also Umkehren, Abwenden von allem, was uns hindert am Weg der Gerechtigkeit, am Weg eines fairen Miteinanders, am Weg zu einem lebenswerten Morgen. Dann merken wir, dass es nicht nur die anderen sind, die Umkehr nötig hätten. Es ist auch eine Frage der persönlichen Gestaltung von Beziehungen, des persönlichen Umgangs mit den Ressourcen dieser Welt, des persönlichen Widerstands gegen die zerstörerischen Mächte unserer Zeit.

Umkehr das ist im christlichen Glauben mit dem alten Wort „Buße“ ausgedrückt. Traditionell gehören zur Buße die Einsicht in falsches Handeln, das leidenschaftliche Wollen eines anderen Verhaltens (Reue) und zuletzt die Verhaltensänderung, also das Einüben in ein tatsächlich anderes Verhaltens. Wenn wir so Umkehr zum Frieden verstehen, werden wir uns fragen, was wir als Gesellschaft und einzelne auf dem Weg zum Frieden neu verstehen müssen? Was muss sich dringend ändern? Worin liegt Zukunft? Antworten auf diese Fragen wären ein Anfang.  Buße als „umkehren in die offenen Arme Gottes“ (Martin Luther) zeigt das Ziel dieser Neuausrichtung an, die Verwandlung des Lebens hin zu einem neuen Lebenswandel. Deshalb kann Umkehr zum Frieden nicht stehen bleiben bei Appellen und Situationsanalysen. Sie muss Visionen entwickeln, ein leidenschaftliches Wollen und Tat werden. Die Friedensdekade ist ein guter Ort damit weiter zumachen und Tatorte des Friedens zu schaffen.

Friedemann Müller, geb. 1962, Dipl.-Religionspädagoge, viele Jahre als Jugendreferent tätig, heute Theologischer Studienleiter im Evangelischen Bildungszentrum Hermannsburg

„UMKEHR ZUM FRIEDEN“

Ein Beitrag von Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) – (hier zum Download als pdf-Datei)

Unübersehbar bewegen wir uns in eine Sackgasse: Immer mehr Menschen leiden unter Umweltkatastrophen, Ungerechtigkeit und Krieg, viele Menschen müssen flüchten oder wandern unfreiwillig aus. Zugleich gibt es nicht nur weltweit Proteste, viele Menschen verlassen auch die Unheil bringenden Wege. Das Motto der Ökumenischen FriedensDekade 2020 vermittelt zwei Botschaften: Eine Abkehr von der jetzigen Praxis ist notwendig und radikale Veränderungen sind machbar.

Ein Blick in die Welt ist ernüchternd und frustrierend: Die wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit ist immens und wächst weiter, in sehr vielen Ländern fehlt jungen Menschen eine Perspektive. Die Umweltzerstörung nimmt zu, der Klimawandel schreitet voran und es mangelt auf allen Ebenen vielfach am Willen zur CO2-Reduktion, Müllvermeidung etc. Die Zahl der mit militärischer Gewalt ausgetragenen Konflikte wächst, die meisten Staaten rüsten auf, Atomwaffen werden „modernisiert“ und es werden nahezu ungehemmt Rüstungsgüter in alle Welt exportiert. Weitere Stichworte sind: Nationaler Egoismus und Schwächung internationaler Institutionen; Infragestellung der allgemein gültigen Menschenrechte und sinkende Handlungsmöglichkeiten für die Zivilgesellschaft; Rechtspopulismus, rechte und religiös motivierte Gewalt, Fakenews und Hatespeech nicht nur in sozialen Medien.

Und zugleich gibt es das Wissen um Alternativen und entsprechende Konzepte liegen vor. Im ökumenischen Kontext ist es der Konziliare Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, der auch nach 37 Jahren die Ausrichtung für notwendige Veränderungen beschreibt. Für Staaten sind es die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bzw. die Agenda 2030. Es ist bekannt, was sich ändern muss, die Fridays for Future-Aktivist*innen fordern „nur“ die Umsetzung von dem, was Wissenschaftler*innen empfehlen. Die Kundgebung der EKD-Synode 2019 tritt ein „für eine Ethik, eine Ökonomie und einen Lebensstil des Genug“ und stellt fest: „Eine gerechtere, ressourcen-schonendere und die Würde achtende Weltordnung ist der wichtigste Beitrag für mehr globale Sicherheit und weniger Konflikte. Die wichtigen globalen Herausforderungen lassen sich nicht militärisch lösen, sie bedürfen des politischen Ausgleichs sowie der Berücksichtigung des Rechtes und des Wohles aller Beteiligten.“

Und nicht zuletzt gibt es auch eine erfolgreiche Praxis dieser Alterativen, um nur einige Beispiele zu nennen: gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, CO2-freie Produktion, nachhaltige Landwirtschaft, gewaltfreie, konstruktive Transformation von Konflikten.

Woran hapert es, dass die notwendige „Umkehr zum Frieden“ von einer breiten Bewegung getragen wird und generell mehr Einfluss entfalten kann? Was können wir von den Regierenden erwarten? Was von einer Wirtschaft, die weltweit den Prinzipien der sogenannten freien Marktwirtschaft und dem Ziel der Gewinnmaximierung folgt?

Die Unzufriedenheit mit den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnissen jedenfalls ist groß und wird in vielen Ländern auf der Straße sichtbar: insbesondere in Südamerika, aber auch in etlichen afrikanischen Staaten, in Hongkong, im Iran und Libanon sowie auch in Frankreich. Aber der Protest mündet zumeist nicht in grundlegende Veränderungen. Der Widerstand der jeweils Mächtigen ist zu groß oder neue Regierungen haben kein Interesse an einer radikalen Umkehr, ausgerichtet an den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung. Und wenn eine „Bewegung“ von unten wie im Sudan ein Regime gestürzt, einen Bürgerkrieg beendet und gewaltfreie Konflikttransformation erfolgreich auf den Weg gebracht hat, besteht die Gefahr, dass andere Akteure, darunter auch Staaten, aufgrund ihrer Interessen intervenieren und versuchen, alte Machtverhältnisse wiederherzustellen. Jenseits der Scheinwerfer unter Medien gibt es aber durchaus in vielen Regionen erfolgreiche Veränderungsprozesse, die vor allem von Frauen initiiert und getragen werden.

Der Handlungsdruck ist riesig und gefühlt gibt es genauso viele Rück- wie Fortschritte. Dennoch kann es keine schnellen Lösungen geben. So wenig wie militärische Interventionen zum Frieden führen, so wenig kann den Menschen das Umdenken verordnet werden, das für grundlegende, demokratische Veränderungen notwendig wäre. Letztlich muss der ökumenische Prozess weitergehen: Die langfristige Basisarbeit mit Informationsvermittlung, (Friedens-) Bildung und einer alternativen Praxis, Protest und politischer Lobbyarbeit u.v.a.m., wozu die AGDF-Mitgliedsorganisationen einen Beitrag leisten. Einige Bespiele: Die Friedenswoche Mutlangen setzt sich seit langem für die Abschaffung und Ächtung von Atomwaffen ein, andere AGDF-Mitglieder wie der Bund für die Soziale Verteidigung informieren über Alternativen zum Einsatz militärischer Gewalt.

Die Friedensarbeit ist in Deutschland eng verbunden mit Kriegserfahrungen. Vor 100 Jahren wurde nicht nur der Versailler Vertrag unterzeichnet, es fand auch das erste internationale Workcamp des Service Civil International statt. Und nach Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren setzten Friedensinitiativen verstärkt auf Bildungsarbeit: Angefangen von der Aufklärung über Kriegsursachen und -folgen bis hin zur Gewaltprävention und Methoden gewaltfreier Konfliktbearbeitung. Uns Deutschen reichten u.a. historische Friedenskirchen aus den USA die Hand und schafften die Ausgangsbasis für Versöhnungsprozesse und eine langfristige Friedensarbeit, wie die Geschichte des AGDF-Mitglieds ICJA Freiwilligenaustausch weltweit zeigt.

Eine permanente Aufgabe sind eine Szene übergreifende Kooperation und Vernetzung: Die Aktivist*innen von Fridays for Future können von Friedensorganisationen lernen und umgekehrt oder Eine Welt-Initiativen von Aktivist*innen für eine Agrarwende etc. Dies gilt national und natürlich auch international, oftmals verbunden mit der Herausforderung, trotz strukturellem Machtgefälle auf Augenhöhe zu kooperieren. Da haben wir noch viel miteinander zu lernen.

Das Motto der Ökumenischen Friedensdekade 2020 knüpft an die kontroversen Debatten um die Nachrüstung Anfang der 1980er Jahre an. „Umkehr zum Leben“ war die Losung des Deutschen Evangelischen Kirchentages (1983). Angesichts des NATO-Doppelbeschlusses vom Dezember 1979 zur atomaren „Nachrüstung“ in Zeiten des Kalten Krieges stand die Friedensfrage im Mittelpunkt des Kirchentages. Damals prägten die lila Tücher mit der Aufschrift „Die Zeit ist da für ein Nein ohne jedes Ja zu Massenvernichtungswaffen“ nicht nur das Bild des Abschlussgottesdienstes. Die Friedensbewegung trug mit zum Ende des kalten Krieges und den nachfolgenden erfolgreichen Abrüstungsverträgen bei – die Verträge, die aktuell gekündigt werden oder auslaufen. So unbefriedigend es auch ist: Frieden fällt nicht vom Himmel, vielmehr bedarf es immer wieder vielfältiger Anstrengungen für eine „Umkehr zum Frieden“. Und Christ*innen sind gewiss: über diese langfristig angelegten Arbeit liegt Gottes Segen.

Danke für Ihr Mitwirken!

Allen, die in diesem Jahr mitgeholfen haben, die Ökumenische FriedensDekade mitzugestalten, danken wir ganz herzlich.

Zentraler Gottesdienst in Saarbrücken

Am Sonntag, 17. November 2019, um 18 Uhr fand der zentrale Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade in Saarbrücken statt Im Anschluss an den Gottesdienst wandten sich der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, und der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes, Reinhold Jost, an die Gäste. (zum Bericht gehen)

Friedensbotin im Gespräch

Das Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade freut sich, die „Friedensbotin“ Birgitta Bolte vorstellen zu dürfen. Birgitta Bolte hat sich zur Aufgabe gemacht, das Leben ihrer Familie ökologisch nachhaltig umzukrempeln. Hier lesen Sie ein Interview mit unserer „Friedensbotin“.

Motto 2019: friedensklima

friedensklima, so lautet das Jahresmotto der Ökumenischen FriedensDekade für 2019. Über Hintergründe und biblische Bezugsquellen lesen Sie in unserer Pressemeldung.

Grußwort des EKD-Friedensbeauftragten

Grußwort von Renke Brahms, Leitender Geistlicher der Bremischen Evanglischen Kirche und Friedensbeauftragter der EKD (aus: Bittgottesdienst für den Frieden 2018) Das Grußwort können Sie hier nachlesen.