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Friedensdekade 2026 für Kurzentschlossene

Mitmach-Aktion 2026 | AGDF-Kooperation

Dem Frieden auf die Spur kommen: Das Friedensgespräch zu zweit

In der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade geht es um Mut, Haltung und die Bereitschaft aufzubegehren – für mehr Gerechtigkeit, solidarisches Miteinander und die Beendigung von Gewalt. In Kooperation mit dem Projekt „Friedensgespräche. Wertschätzend + kontrovers“ der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) laden wir dazu ein, dem Frieden konkret im Alltag und im persönlichen Gespräch zu zweit zu begegnen.


Gemeinsam auf dem Weg: 60 Minuten für Zivilcourage und Frieden

Am 8., 15. und 18. November 2026 machen sich Menschen überall im Land auf den Weg, um dem Frieden im Tandem auf die Spur zu kommen. Direkt im Anschluss an die Gottesdienste finden sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer paarweise zusammen und brechen von der Kirchentür auf – hinein in ihr gemeinsames Thema: „Couragiert widerständig für den Frieden – wie geht es mir damit?“

Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Zwei Menschen sind miteinander eine Stunde unterwegs – zeitgleich mit vielen anderen Paaren bundesweit. Sie erzählen einander von ihren Bedenken, Ängsten, Erlebnissen und Hoffnungen. Und vielleicht treffen sie unterwegs Entscheidungen, die das eigene Handeln und die Welt nachhaltig verändern.

So läuft der Friedensspaziergang ab:

  • Paare bilden: Suchen Sie sich eine Person, die Sie vielleicht noch nicht so gut kennen.
  • Gehen & Lauschen (40 Min.): Im 5-Minuten-Wechsel spricht eine Person zu einer Impulsfrage und bestimmt den Weg, während die andere aufmerksam zuhört, folgt und die Zeit im Blick behält.
  • Schweigen (5 Min.): Ein gemeinsamer, stiller Spaziergang zum Nachspüren.
  • Austauschen & Vernetzen (15 Min.): Reflektieren des Erlebten und die Einladung, Teil der Friedensgespräche-Gemeinschaft zu werden.

📥 Downloads & Materialien zum Friedensgespräch

Wir stellen Ihnen alle Leitfäden und Materialien kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung. Drucken Sie die Handreichung aus, lesen Sie sie miteinander und machen Sie sich gemeinsam auf den Weg!

  • 📄 Handreichung für den Spaziergang

    Leitfaden für Teilnehmer*innen (PDF, 3.86 MB)

    Herunterladen →

  • 📄 Hinweise für Pfarrpersonen & Gottesdienst-Teams

    Ablauf- und Orga-Tipps für die Gemeinde (PDF, 4.23 MB)

    Herunterladen →

  • 📄 Aktions-Flyer zur FriedensDekade 2026

    Flyer zum Ausdrucken und Auslegen (PDF, 3.81 MB)

    Herunterladen →

Was ist „FRIEDENSGESPRÄCHE. WERTSCHÄTZEND + KONTROVERS“?

Das Projekt Friedensgespräche der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) lädt Menschen ein, wieder in Begegnung zu gehen und sich gemeinsam an die großen Themen unserer Zeit zu wagen – neugierig, respektvoll und einfühlsam. Es bietet methodische Werkzeuge, um auch bei kontroversen Themen sprachfähig zu bleiben und Zivilcourage im Alltag zu stärken.

👉 Weitere Informationen & Hintergründe zur Kooperation:
Besuchen Sie die offizielle Aktionsseite der AGDF unter friedensdienst.de/couragiert-widerstaendig-friedensgespraech-der-friedensdekade.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Friedensspaziergang

Wann finden die Friedensgespräche im Rahmen der FriedensDekade 2026 statt?

Die Spaziergänge eignen sich besonders für die Sonntage am 8. und 15. November 2026 sowie für den Buß- und Bettag am 18. November 2026 – jeweils direkt im Anschluss an die Gottesdienste.

Wie funktioniert das Zeit- und Gesprächsprinzip?

Über 40 Minuten hinweg wechseln sich die beiden Personen alle 5 Minuten ab: Eine Person redet frei zur Impulsfrage, die andere hört wertschätzend zu. Danach folgen 5 Minuten Schweigen und 15 Minuten freier Austausch

DOROTHY DAY – DEN ANDEREN NICHT AUFGEBEN

Biographie einer Friedenspionierin
Zum Jahresmotto 2026 der ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“

„Die größte Aufgabe ihrer Zeit sei es, eine Revolution des Herzens anzustoßen, sagte Dorothy Day:
‚a revolution which has to start with each one of us‘ – eine Revolution, die bei jedem und jeder Einzelnen beginnen muss.“²

Dorothy Day (USA, 1897–1980) war keine Theologin. Sie hatte kein fertiges Programm in der Schublade. Sie war Journalistin, Mutter und eine Frau, die noch mit sechzig Jahren im Gefängnis saß, weil sie sich einer städtischen Übung verweigerte.¹

In unserer Reihe „Frauen des Friedens“ zur ökumenischen FriedensDekade 2026 stellen wir Pionierinnen mutiger Widerständigkeit vor. Dorothy Day steht für eine Generation und Haltung, die zeigt, dass radikaler Pazifismus und tätige Nächstenliebe untrennbar zusammengehören.

New York, die Jahre der Suche

Dorothy Day wird 1897 in Brooklyn geboren. Ihre Familie ist nicht besonders kirchlich. Als junge Frau zieht es sie nach New York und in die linken Zeitungsredaktionen. Sie schreibt für sozialistische Blätter, bewegt sich in Kreisen von Schriftstellerinnen, Anarchisten und Gewerkschafterinnen und lebt ein Leben als Bohemienne.¹

1917 steht sie zum ersten Mal vor dem Weißen Haus. Gemeinsam mit den Suffragetten demonstriert sie für das Frauenwahlrecht. Sie wird verhaftet – offiziell wegen „Behinderung des Verkehrs“ – und tritt im Occoquan Workhouse in einen Hungerstreik.⁶ Es ist ihre erste Verhaftung. Es wird nicht die letzte sein.

Politisch ist Dorothy Day zu diesem Zeitpunkt längst wach. Spirituell sucht sie noch. 1926 wird ihre Tochter Tamar geboren. Die Geburt verändert etwas in ihr. Zum ersten Mal empfindet sie eine Dankbarkeit, für die ihr die Sprache der politischen Linken keine Worte bietet. Sie beginnt zu beten. Allein. 1927 lässt sie sich katholisch taufen. Für manche ihrer früheren Weggefährtinnen und Weggefährten ist das ein Bruch. Für Day selbst ist es keiner. Sie versteht ihren Glauben nicht als Abkehr von ihrem Engagement, sondern als dessen Fundament.¹


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Ein Mann klopft an ihre Tür

Im Dezember 1932 klopft ein französischer Wanderphilosoph namens Peter Maurin an ihre Tür. Maurin ist kein klassischer Lehrer. Er lebt einfach, fährt in Zügen mit und schreibt seine Gedanken in kurzen Versen auf – den „Easy Essays“.⁴ Er erzählt Dorothy Day von einer Vorstellung, die zunächst einfach klingt: Glaube müsse sich zeigen. In einer geteilten Mahlzeit. In einem geteilten Dach. In geteilter Arbeit.

Day hört zu. Aus Gesprächen wird ein Plan. Am 1. Mai 1933 verkaufen Dorothy Day und Peter Maurin auf dem Union Square in New York die erste Ausgabe einer Zeitung: The Catholic Worker. Der Preis: ein Cent.⁵ Aus der Zeitung wird eine Bewegung. Es entstehen Häuser der Gastfreundschaft, in denen Menschen ohne Obdach nicht als „Fälle“, sondern als Gäste an einem gemeinsamen Tisch sitzen. Dazu kommen landwirtschaftliche Gemeinschaften. Maurins Idee einer einfachen und geteilten Lebensform wird praktisch erprobt.⁵ Der Aufbruch ist schnell. Das Bleiben wird die eigentliche Aufgabe. Dorothy Day leitet die Zeitung fast fünfzig Jahre lang. Und sie bleibt dabei näher an der Suppenküche als am Schreibtisch.¹


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Eine Parkbank und die Sirenen

Dorothy Days Friedensarbeit bleibt nicht bei Worten. Zwischen 1955 und 1960 verweigert sie sich gemeinsam mit anderen Menschen konsequent den städtischen Zivilschutzübungen für den Atomkrieg, der sogenannten „Operation Alert“. Wenn in New York die Sirenen heulen, sollen die Menschen in Schutzräume gehen. Dorothy Day setzt sich stattdessen auf eine Parkbank und wartet, wohl wissend, dass sie verhaftet werden wird.³

Ihr Argument ist einfach: Eine Übung macht einen Atomkrieg nicht überlebbar. Sie trägt aber dazu bei, Menschen daran zu gewöhnen, dass ein solcher Krieg überhaupt vorstellbar und hinnehmbar ist. Für die Übung im Jahr 1957 verbringt Dorothy Day rund einen Monat im Gefängnis. Sie ist zu diesem Zeitpunkt fast sechzig Jahre alt.³

Es bleibt nicht bei diesem Protest. Über Jahrzehnte stellt sie sich gegen Krieg, atomare Aufrüstung und später gegen den Vietnamkrieg. Dabei stößt sie auch in der eigenen Kirche auf Widerstand. Sie verliert Leserinnen und Leser. Spenden bleiben aus. Ihr Ansehen leidet. Sie macht weiter.

1973, mit 75 Jahren, steht sie noch einmal in einer Streikpostenkette. Diesmal in Kalifornien, an der Seite der United Farm Workers von Cesar Chavez. Es geht um die Rechte von Erntearbeiterinnen und Erntearbeitern, viele von ihnen Migrantinnen und Migranten ohne Absicherung. Dorothy Day wird erneut verhaftet und verbringt knapp zwei Wochen im Gefängnis. Es ist ihre letzte Verhaftung.²

Gastfreundschaft als Widerstand

Für Dorothy Day gehören Friedensarbeit und die Arbeit mit armen Menschen zusammen. Wer Gewalt zwischen Staaten ablehnt, kann die Gewalt gegen Menschen am Rand der Gesellschaft nicht einfach übersehen.

Ihre Häuser der Gastfreundschaft sind deshalb keine Nebensache. Sie sind ein Teil ihrer Friedensarbeit. Vielleicht sogar ihr Kern. Dorothy Day zitiert gern eine Zeile aus Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“: Liebe in der Tat sei „a harsh and dreadful thing“ – eine harte und schreckliche Sache. Denn in Gedanken ist Liebe leicht. Schwieriger wird sie, wenn ein konkreter Mensch vor der Tür steht. Ein Mensch ohne Wohnung, der Hilfe braucht, dessen Geschichte man nicht kennt oder der schwierig ist. Dann kostet Gastfreundschaft Zeit, Geld, Geduld und manchmal ein Stück Sicherheit.

Für Dorothy Day liegt genau darin ihre politische Bedeutung: Der Mensch vor der Tür bleibt ein Mensch. Auch wenn er fremd ist. Auch wenn seine Geschichte kompliziert ist. Auch wenn es einfacher wäre, ihn draußen zu lassen.

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Nennt mich keine Heilige

Dorothy Day stirbt am 29. November 1980 in New York, in einem der Häuser, die sie selbst mitgegründet hatte. Bis heute bestehen weltweit mehr als 150 Catholic-Worker-Gemeinschaften, die in ihrer Tradition arbeiten.

Seit dem Jahr 2000 läuft in der katholischen Kirche ein Verfahren, das sie eines Tages zur Heiligen erklären könnte. Dorothy Day selbst hätte dieser Gedanke vermutlich nicht gefallen: „Don’t call me a saint. I don’t want to be dismissed that easily.“ Nennt mich keine Heilige. Ich möchte nicht so leicht abgetan werden. In diesem Satz steckt mehr als Bescheidenheit. Wer einen Menschen zur Heiligen macht, kann ihn auch auf Abstand halten. Man bewundert ihn, stellt ihn auf ein Podest und bleibt selbst dort stehen, wo man ist. Dorothy Day wollte das nicht. Ihre Radikalität sollte nicht unerreichbar sein. Sie sollte nachahmbar bleiben.

Was Dorothy Day uns heute sagt?

Hat sie die Kriege beendet, gegen die sie protestierte? Nein. Atomwaffen gibt es weiterhin, Menschen arbeiten unter prekären Bedingungen, Menschen werden ausgegrenzt.

Aber ihr Leben macht etwas sichtbar: Frieden beginnt nicht erst dort, wo Regierungen Verträge unterschreiben. Er beginnt auch dort, wo Menschen sich entscheiden, den anderen nicht aufzugeben. Bei Dorothy Day kann das eine Parkbank sein, eine Zeitung für einen Cent, eine Mahlzeit, eine offene Tür, eine Streikpostenkette oder ein Gefängnis. Es sind kleine Dinge, verglichen mit den großen politischen Fragen ihrer Zeit. Und doch wurden daraus über Jahrzehnte Häuser, Gemeinschaften und eine Bewegung. Dorothy Day begann nicht mit einem fertigen Plan. Sie begann mit dem, was vor ihr lag.


Couragiert widerständig, wie Dorothy Day.
Für eine Welt, in der Nächstenliebe eine politische Kraft bleibt und niemand allein gelassen wird.


Fragen zur Reflexion

Widerspruch wagen: Dorothy Day ließ sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder verhaften, weil sie ihre Überzeugungen nicht für sich behielt. Wofür würden Sie heute öffentlich einstehen, auch wenn es unbequem wird?

Keine Podeste: Sie wehrte sich dagegen, als Heilige verehrt zu werden, weil sie fürchtete, man könnte sich dadurch aus der Verantwortung nehmen. Wo neigen wir dazu, Vorbilder auf ein Podest zu heben, statt ihrem Beispiel zu folgen?

Gastfreundschaft leben: Für Dorothy Day gehörten Gastfreundschaft und Pazifismus zusammen. Wo könnte diese Verbindung in Ihrem Alltag sichtbar werden?

Gebet

Gott des Friedens, gib uns den Mut, für andere einzustehen, auch wenn es unbequem wird.
Öffne unsere Türen und unsere Herzen für Menschen, die unsere Hilfe brauchen.
Lass uns Frieden nicht nur wünschen, sondern leben.
Amen.

Quellen und zum Weiterlesen

  • Dorothy Day: „The Long Loneliness“ (1952)
  • Dorothy Day: „Loaves and Fishes“ (1963)
  • Robert Ellsberg (Hg.): „The Duty of Delight: The Diaries of Dorothy Day“ (2008)
  • John Loughery und Blythe Randolph: „Dorothy Day: Dissenting Voice of the American Century“ (2020)
  • Catholic Worker Movement: www.catholicworker.org

Häufig gestellte Fragen

Wer war Dorothy Day?

Dorothy Day (1897–1980) war eine US-amerikanische Journalistin, Aktivistin, Mutter und Mitbegründerin der Catholic Worker Movement, die radikalen Pazifismus mit tätiger Nächstenliebe verband.

Warum war Dorothy Day „couragiert widerständig“?

Weil sie sich zeitlebens konsequent über alle parteipolitischen Grenzen hinweg für die Ärmsten der Armen einsetzte, atomare Zivilschutzübungen durch zivilen Ungehorsam boykottierte und Kriege sowie atomare Aufrüstung scharf kritisierte.

Was bewirkte das Catholic Worker Movement?

Es schuf durch die gleichnamige Ein-Cent-Zeitung und zahlreiche Häuser der Gastfreundschaft eine weltweite Bewegung, die praktische Hilfe im Alltag mit kompromissloser System- und Rüstungskritik verknüpft.

Wo kannichdie Langversionen erhalten?

Das vertiefende Materialien als PDF finden Sie direkt in unserem neuen Mitgliederbereich.

Mitmach-Tipps für Vereine und Initiativen.

Mitmachen bei der FriedensDekade 2026: Vereine, Initiativen & Zivilgesellschaft

Frieden wächst dort, wo Menschen sich organisieren, einmischen und Verantwortung übernehmen – im Kleinen wie im Großen. Vereine und Initiativen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Friedenskultur: lokal verwurzelt, thematisch vielfältig, mit offenen Armen und klarem Kompass. Die Ökumenische FriedensDekade 2026 lädt vom 8. bis 18. November 2026 unter dem Motto „couragiert widerständig“ dazu ein, dieses Engagement sichtbar zu machen und gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Aufrüstung, Kriegsrhetorik und gesellschaftliche Spaltung zu setzen.


Wie kann Ihre Initiative den Frieden gestalten?

In Vereinen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen kommen Menschen zusammen, die sich für ein solidarisches Miteinander einsetzen: im Sport, in der Umweltarbeit, in menschenrechtlichen Bündnissen, interreligiösen Projekten oder im sozialen Bereich. Die FriedensDekade bietet den Rahmen, dieses Engagement zu bündeln – mit einer klaren Haltung.

Ob einmalige Aktion oder ein Programmpunkt im Jahreskalender: Schon kleine Beiträge entfalten große Wirkung. Hier sind konkrete Mitmach-Ideen und Formate, die Vereine und Initiativen direkt umsetzen können:

1. Lokales Friedensgespräch organisieren

    • Worum geht’s? Organisieren Sie einen offenen Diskussionsabend in Ihrem Vereinsheim, im Gemeindehaus oder im öffentlichen Raum. Als inhaltliche und methodische Unterstützung dient hier hervorragend die offizielle AGDF-Handreiche zum Friedensgespräch. Sie liefert fundierte Anstöße, um über aktuelle Herausforderungen der Friedenspolitik und zivile Konfliktbearbeitung ins Gespräch zu kommen.
    • Warum es wirkt: Weil Vereine geschützte und offene Räume für den demokratischen Diskurs bieten und Argumente schärfen.


Ausstellung Frauen des Friedens

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2. Ausstellung „Frauen des Friedens“ zeigen

  • Worum geht’s? Präsentieren Sie die offizielle Ausstellung „Frauen des Friedens“ als visuelles und inhaltliches Herzstück Ihrer Aktion. Sie erzählt eindrucksvoll von Frauen, die sich für Frieden und Menschenrechte eingesetzt haben.
  • Mögliche Formate: Perfekt als Rahmenprogramm in Foyers, Stadthallen, Rathäusern oder Vereinsräumen – zum Beispiel als gedrucktes A1-Ausstellungs-Set im Online-Shop der FriedensDekade.
  • Warum es wirkt: Weil starke Biografien inspirieren und ein eindrückliches, visuelles Zeichen für Zivilcourage setzen.


Buch Frauen des Friedens

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Passend zur Ausstellung bietet das Begleitbuch tiefgehende Einblicke, Porträts und biografische Hintergründe von beeindruckenden Frauen, die couragiert für Frieden und Gerechtigkeit eingestanden sind. Eine ideale Lektüre zur Vorbereitung, für Büchertische oder als Geschenk.

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3. Friedensreklamation & Klagewand

  • Worum geht’s? Initiiert eine „Reklamationsstelle für den Frieden“ in eurer Stadt – einen temporären Info- oder Aktionsstand, an dem Bürger*innen Beschwerden, Wünsche und Visionen zum Thema Frieden einreichen können (handschriftlich, künstlerisch oder digital).
  • Mögliche Formate: Eine Friedensklagewand („Ich reklamiere, dass …“), ein Wunschbaum oder Interviews vor Ort („Wann warst du zuletzt couragiert widerständig?“).
  • Warum es wirkt: Weil es Empowerment schafft – durch Sprache, Beteiligung und Öffentlichkeit.

4. Friedens-Brunch mit leerem Stuhl

  • Worum geht’s? Richtet einen offenen Brunch oder ein Begegnungs-Picknick aus. In der Mitte steht ein leerer Stuhl mit einer Friedensbotschaft – als Erinnerung an Stimmen, die fehlen, an Menschen auf der Flucht oder an den Wunsch nach weltweiter Verständigung.
  • Mögliche Impulse: Austausch darüber, wen man auf den leeren Stuhl setzen würde, oder das gemeinsame Schreiben eines offenen Briefes.
  • Warum es wirkt: Weil Essen verbindet und der leere Stuhl einen geschützten Raum für tiefgehende Gespräche schafft.

5. Ein „Band der Hoffnung“ knüpfen

  • Worum geht’s? In vielen Traditionen hat das geschriebene Wort eine verbindende Kraft. Gemeinsam wird ein sichtbares Band aus Stoff, Papier oder Naturmaterialien gestaltet.
  • So geht’s: Legen Sie an einem zentralen Ort ein Band aus, auf dem Mitglieder und Passanten Friedensworte, Zitate oder persönliche Botschaften festhalten können. Über die zehn Tage der Dekade wächst das Band an.
  • Warum es wirkt: Weil viele Stimmen gemeinsam ein sichtbares, ästhetisches und kraftvolles Zeichen für den Zusammenhalt setzen.

Materialien für Ihre Aktion

Damit Ihre Vorbereitung reibungslos gelingt, stellt die FriedensDekade ein umfassendes Medien- und Materialpaket bereit:

  • Das offizielle Materialheft 2026: Bietet fundierte Hintergrundtexte, Praxisbausteine und Methoden zur Zivilcourage. Direkt im Online-Shop bestellen.
  • Aktionsmittel: Plakate mit Freiflächen für eigene Hinweise, Postkarten, Aufkleber, Banner und Friedens-Streichhölzer runden die Öffentlichkeitsarbeit ab.
  • Öffentlichkeitsarbeit & Vorlagen: Textbausteine für Vereinsbriefe oder die Lokalpresse sowie Grafiken finden Sie im Download-Bereich.

In 4 Schritten dabei sein

  1. Idee finden: Wählen Sie aus, ob Sie ein Friedensgespräch (mittels der AGDF-Handreiche), die Ausstellung „Frauen des Friedens“ oder eine kreative Mitmach-Aktion umsetzen möchten.
  2. Material nutzen: Sichern Sie sich das Materialheft, die Ausstellung oder das Buch „Frauen des Friedens“ im Online-Shop.
  3. Termin eintragen: Machen Sie Ihre Veranstaltung regional und bundesweit bekannt. Tragen Sie den Termin im Kalender unseres Partners ein (Thema: FriedensDekade) unter friedenskooperative.de/termine/eintragen oder senden Sie eine E-Mail an kontakt@friedensdekade.de.
  4. Vernetzen & Teilen: Abonnieren Sie den Friedensbrief und teilen Sie Ihre Aktionen auf Instagram und LinkedIn unter dem Hashtag der Dekade.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Mitmachen & Initiativen 2026

Welche zentralen Formate können Vereine und Initiativen für die FriedensDekade 2026 umsetzen?

Empfohlen werden die Ausrichtung eines lokalen Friedensgesprächs (unter Nutzung der AGDF-Handreiche), das Zeigen der Ausstellung „Frauen des Friedens“, eine Friedensreklamation als Aktionsstand, ein Friedens-Brunch mit leerem Stuhl oder das Knüpfen eines „Bands der Hoffnung“.

Wo finde ich die offizielle Handreiche für ein lokales Friedensgespräch?

Die offizielle AGDF-Handreiche zum Friedensgespräch unter dem Motto „couragiert widerständig“ steht direkt unter friedensdienst.de zur Verfügung.

Wie und wo ist die Ausstellung „Frauen des Friedens“ erhältlich?

Die gedruckte Ausstellung in DIN A1 kann direkt über den Online-Shop der FriedensDekade bestellt werden.

Wie kann ich eine eigene Veranstaltung im Aktionskalender eintragen?

Aktivitäten und Veranstaltungen können im Kalender unseres Partners (Thema: FriedensDekade) unter friedenskooperative.de/termine/eintragen eingetragen oder per E-Mail an kontakt@friedensdekade.de gemeldet werden.

Couragiert widerständig ein Zeichen setzen!
Jetzt Materialien im Shop entdecken → www.friedensdekade.de/shop

Frieden im Dialog – mit der Friedensbotin 2026 Dr. Friederike F. Spengler

„Alles ist möglich, denn Frieden ist möglich!“
Die Friedensbotin Dr. Friederike F. Spengler 2026 über Prägung, Zivilcourage und Hoffnung

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ stellen wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade vor, die seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eintritt. In regelmäßigen Gesprächen teilen Menschen aus dem Gesprächsforum, dem Redaktionskreis und weiteren Netzwerken ihre Erfahrungen, Visionen und Impulse. Dieses Mal steht Dr. Friederike F. Spengler Rede und Antwort, Regionalbischöfin im Bischofssprengel Erfurt und Friedensbotin der FriedensDekade 2026.Ein Gespräch über eine Kindheit zwischen Kirchengemeinde und sozialistischer Schule, über Friedensgebete als Tankstelle für die Seele und über die Frage, was zehn Tage im November bewirken können.Ein Novemberabend 1982 in der Leipziger Nikolaikirche: Draußen steht die Staatssicherheit mit Ferngläsern, drinnen sitzt die 14-jährige Friederike Spengler. Es ist die Geburtsstunde einer friedenspolitischen Prägung, die sich bis heute durch ihr Leben zieht. Wer als Schülerin den Wehrunterricht verweigert und für das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ berufliche Nachteile in Kauf nimmt, weiß, was das Motto der FriedensDekade 2026 bedeutet: couragiert widerständig. Heute bringt Dr. Friederike F. Spengler als Regionalbischöfin im Bischofssprengel Erfurt diese Haltung in Kirche und Gesellschaft ein.

Eröffnungsgottesdienst & Ausstellung

Der regionale Eröffnungsgottesdienst in Dresden findet am 08.11.2026 um 11:00 Uhr in der Frauenkirche zu Dresden statt. Im Anschluss beginnt die Vernissage der Wanderausstellung „justice.peace.imagination“, die in der Frauenkirche während der gesamten FriedensDekade vom 8. bis 18. November zu sehen ist.


Teil 1: „Alles ist möglich, denn Frieden ist möglich!“

Lars Blume: Herzlich willkommen bei „Frieden im Dialog“, einer Serie der Ökumenischen FriedensDekade. Heute spreche ich mit Dr. Friederike F. Spengler, unserer Friedensbotin 2026. Frau Dr. Spengler, schön, dass Sie dabei sind. Ich beginne mit Ihrem Namen, der ja fast schon ein Programm ist. Ihr Name bedeutet „die friedreiche Regentin“ und Ihr Vater hat immer großen Wert auf diese Bedeutung gelegt. Wenn Sie heute auf Ihren Weg blicken: War der Einsatz für den Frieden von Anfang an Ihre Berufung, oder hat sich das erst im Laufe Ihres Lebens entwickelt?

Dr. Friederike F. Spengler: Rückblickend bin ich meinem Elternhaus und der Kirchengemeinde sehr dankbar für mein Aufwachsen in friedensfördernder Umgebung. Sowohl die Erziehung als auch die Ausgestaltung des kirchlichen Lebens haben meinen Glauben geprägt. Als ich aus dem evangelischen Kindergarten in die sozialistische Schule kam, die sich die Formung von Kindern und Jugendlichen zu staatstreuen Persönlichkeiten à la DDR-Prägung der 70er Jahre auf die Fahne geschrieben hatte, merkte ich sehr schnell, dass ich es hier mit einer ganz anderen Wirklichkeit zu tun haben würde.

Und da das Bildungsprogramm militärische Themen direkt didaktisch ins Unterrichtsmaterial übernahm, konnte man diesen auch nicht ausweichen. Vom Schulbeginn an wurde damals versucht, die Loyalität der Kinder gegenüber einer Armee zu wecken, deren Ziel und Aufgaben angeblich darin bestünde, uns Kinder vor den Feinden unseres modernen, menschenfreundlichen Staates zu schützen. Dies unhinterfragt anzunehmen, diente die Aufnahme in sämtliche Unterrichtsinhalte: In Mathe wurde der Flächeninhalt von Truppenübungsplätzen und die Schusslinie von Panzern errechnet, in Deutsch rankten sich Lesebeispiele, Gedichte und Diktatthemen um das Thema „Wenn ich groß bin, werde ich Soldat“ und im Musikunterricht erlernten wir gesungene Lobeshymnen auf die Ehre, das Land zu verteidigen, in dem wir den Vorzug hatten, leben zu dürfen.

Lars Blume: Flächenberechnung für Truppenübungsplätze, Diktate über den Soldatenberuf, Lieder im Musikunterricht: Frieden kam im Stundenplan nicht vor. Wie sehr das ein Kinderleben prägt, lässt sich kaum ermessen.

Dr. Friederike F. Spengler: Da viele dieser Texte glaubens-relativierenden bzw. gottleugnenden Charakter hatten, musste ich bereits sehr zeitig feststellen, dass sich mein Glaube mit dem, was ich sagen und singen sollte, nur schwer oder überhaupt nicht vereinbaren ließ. Da ich ein sehr fröhliches und selbstbewusstes, aktives Kind war, gelang es den Lehrenden trotz äußerst unschöner Versuche nicht („Jetzt dürft ihr alle einmal lachen: die Friederike glaubt noch an den lieben Gott!“), mich zur Außenseiterin zu machen. Spätestens zur Pause auf dem Schulhof war ich wieder Teil der Gruppe. Natürlich hat es nicht immer und durch alle Schuljahre so solidarische MitschülerInnen gegeben, aber immer wieder. Und das Interesse, Dinge anders zu sehen, davon überzeugt zu sein und dafür auch öffentlich und laut einzutreten, erweckte durchaus Neugier.
Mit zunehmendem Alter verstärkten sich konfrontative Situationen, weil meine Verweigerung, etwa gegenüber dem Aufsagen von militär-verherrlichenden und gottleugnenden Liedern und Gedichten oder Übungen mit Attrappen von Gewehren und Handgranaten, konkreter wurde. So griff man von Schulseite auf die immer deutlichere Aussicht auf verweigerte Bildungs- und Berufswege zurück. Das wog schwerer, deutlich schwerer. Ich wollte damals Ärztin werden und dazu brauchte ich das Abitur und dann auch einen Studienplatz. Abzuwägen, was diesem Ziel eventuell zu opfern sei, war dennoch nicht mein Weg.

Lars Blume: Sie wollten Ärztin werden und sind trotzdem bei Ihrer Haltung geblieben. Das beeindruckt mich.

Dr. Friederike F. Spengler: Ich war so von Herzen dabei, wenn es um Jesu Weg in der Nachfolge des Gewaltverzichts ging; hatte so viel gute und mir als Kind zuträglichen Gewissensbildung erfahren, dass mir klar war, dass ich eben nur das lernen und werden würde können, was unter Festhalten und klarem Stehen zu diesen Inhalten möglich sein würde. Die Hoffnung, auch mit diesem Bekenntnis, die Bildung zu erfahren, die ich anstrebte, habe ich allerdings nie verloren. Nach dem Abschluss der zehnten Klasse habe dann die mir einzig möglichen Ausbildungen im Bereich der Kirche aufgenommen. Heute bin ich dankbar für die Erfahrungen, die mir dadurch und daraus erwachsen sind! Aber das sage ich natürlich im Rückblick und nach den Erfahrungen einer deutsch-deutschen Wiedervereinigung und den damit einhergehenden neuen Möglichkeiten.

Lars Blume: Dass Sie heute dankbar zurückblicken, ist deutlich zu spüren. Und dann ist da dieser Abend in Leipzig. 1982 in der Nikolaikirche: Sie sind 14 Jahre alt, die Stasi sitzt im Kirchenschiff, Männer mit Ferngläsern stehen gegenüber. Sie sagen, Sie hätten hinaufgewunken, oder wollten es zumindest. Was hat dieser Abend in Ihnen ausgelöst und was hat er Ihnen über das Zusammenspiel von Glaube und Zivilcourage beigebracht?

Dr. Friederike F. Spengler: Ich war stark angesprochen! Ich habe diesen Abend, ebenso wie viele Veranstaltungen der Kirchengemeinde, in der ich lebte, als äußerst bestärkend erlebt. Die Hoffnung, von der gesprochen wurde, die besungen und um die es in Liturgie und Fürbitte ging, war förmlich mit Händen zu greifen. Was ich hier erlebte, da habe ich in meiner Euphorie nur gedacht: „Alles ist möglich, denn Frieden ist möglich! Und wer oder was soll mir, sollte uns dabei etwas anhaben?“ Friedensgebete wurden für mich zu einer Tankstelle für die Seele. Und bis heute halte ich mich fest daran, dass Gott Frieden verheißen hat und er deshalb bereits Realität ist. Ihn zu finden und auszubreiten, ist unsere Aufgabe.

Lars Blume: „Tankstelle für die Seele“, das Bild bleibt hängen. Die Männer mit den Ferngläsern kommen in Ihrer Antwort mit keinem Wort vor, im Mittelpunkt steht die Hoffnung. Das sagt viel. Ich möchte noch auf die Jahre danach schauen. Sie haben damals nicht nur die Jugendweihe verweigert, sondern auch Schulübungen mit Handgranaten-Attrappen abgelehnt, wohlwissend, dass Ihnen dadurch Abitur und Ausbildung verbaut wurden. Was raten Sie jungen Menschen heute, die spüren, dass Haltung ihren Preis hat?

Dr. Friederike F. Spengler: „Wenn Du von etwas ganz und gar überzeugt bist, wenn Dich etwas ergriffen hat und bestimmt, dann geh Deinen Weg. Geh ihn couragiert und widerständig. Das heißt auch: Ringe immer wieder um die Wahrheit und Deine eigene Haltung. Suche Dir Vertraute, die mit Dir darum ringen. Misstraue denen, die ihre Überzeugung zum Dogma erheben und für unhinterfragbar halten. Prüfe Dich und Deine Überzeugungen regelmäßig im Gespräch mit Gott. Tue, was er segnet.“

Teil 2: „Frieden beginnt zunächst bei jedem selbst“

Lars Blume: „Tue, was er segnet.“ Ein Satz, den man nicht so schnell vergisst. Wer Sie in Radio-Interviews oder bei Predigten erlebt, merkt schnell: Frieden ist bei Ihnen keine abstrakte Theologie, sondern etwas, das sich im Umgang mit Menschen bewährt. Durch Ihre Arbeit als Kinderdiakonin und in der Psychiatriepflege wissen Sie, wo menschliche Verletzlichkeit beginnt. Welchen Blick auf die Grundlagen des Zusammenlebens haben Sie aus Ihrer Zeit in der Diakonie und Pflege mitgenommen, und warum ist Frieden für Sie vor allem gelebtes Handwerk?

Dr. Friederike F. Spengler: Frieden beginnt dort, wo Menschen in ihrem Alltag, im Umgang mit anderen, diesen üben. Frieden beginnt zunächst bei jedem selbst. Und dann darf und soll er sich nach außen zeigen. Deshalb möchte ich den Begriff „Pazifismus“ – so unterschiedlich er auch verstanden werden kann – unbedingt schützen und in der kirchlichen Friedensethik weiterhin eingetragen wissen. „Pacere“ – „Frieden machen“, das ist ein höchst produktiver und kreativer Prozess, ist ein sich leidenschaftlich Einsetzen und zwar ausschließlich mit friedlichen Mitteln. Bei Jesus erkenne ich genau das. Er hat sich selbst in allen Situationen auf Gottes Wort verlassen und sich daran orientiert und konnte so zum Frieden der Welt werden, Frieden zwischen Himmel und Erde stiften. Frieden als Handwerk, das entdecke ich in vielen diakonischen und caritativen Angeboten. Auch im Hospizwesen, in dem ich mich für Thüringen engagiere. Wenn Menschen andere in ihrer letzten Lebensphase begleiten, ist Friede der Weg und das Ziel. Das ist echt faszinierend: Da sind Sterbende, die ihren Weg gehen müssen, aber dabei nicht allein sind. Hospizliche Begleitung sucht den Weg zu befrieden, damit Frieden gefunden wird.

Lars Blume: Frieden als Handwerk: Das kennen viele Ehrenamtliche in unseren Gemeinden und Hospizgruppen aus eigener Erfahrung. Von der Begleitung am Lebensende zur Kirchenpolitik. Bei der EKD-Synode in Dresden ging es auch um die neue Friedensdenkschrift und den Platz von Pazifismus und „Dienst ohne Waffe“ darin. Was bedeutet es für Sie, als Kirche konsequent vom Frieden her zu denken, wenn Aufrüstung den öffentlichen Diskurs dominiert?

Dr. Friederike F. Spengler: Ich habe gerade in dieser Sache wohl ein anderes Kirchenbild. Nach dem, was die Kirche(n) auch im Zweiten Weltkrieg, jedenfalls zu großen Teilen, getan bzw. nicht getan hatte/hatten, standen Einsicht, Schuldbekenntnisse und die grundlegende Neuausrichtung in der weltweiten Ökumene. Vor allem seit dem Statement der Gründungsversammlung des Ökumenische Rat der Kirchen 1948 „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!“ ist die Friedensbotschaft als Auftrag neu im Fokus. Dieser war in seiner Interpretation und Ausgestaltung nie unumstritten und musste von FriedensaktivistInnen immer wieder eingefordert und belebt werden.

Lars Blume: Zur Einordnung für alle, die nicht so tief in der Kirchengeschichte stecken: Der Ökumenische Rat der Kirchen wurde 1948 in Amsterdam gegründet, wenige Jahre nach Kriegsende.

Dr. Friederike F. Spengler: Dann, in den Erfahrungen des „kalten Krieges“ zwischen Ost und West, dem einsetzenden Wettrüsten und der atomaren Bedrohung, die teilweise so unmittelbar und nah gefürchtet werden musste, war es wiederum die Friedensbewegung, die ihr klares, couragiertes und widerständiges „NEIN!“ laut werden ließ und sich gleichzeitig aktiv für bzw. mit friedensfördernde(n) Maßnahmen einsetzte.

Seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zeigt sich erneut und vielen sehr erschreckend die Bedrohung des Friedens. Für mich ergibt sich daraus aber keine Abkehr von der Friedensbotschaft, sondern ein umso vehementeres dafür Einsetzen: voller Energie z.B. für zivile Friedenseinsätze, für friedliche Konfliktforschung; alle Anstrengungen für diplomatische Lösungen einzusetzen und uns als Kirchen für die friedensfördernde Kraft der Religionen einzusetzen. Damit hätten wir mehr als genug zu tun. Und das aus gutem Grund!
Aber, so denke ich jedenfalls, wenn wir die neue Friedensdenkschrift der EKD dem Verteidigungsminister vorstellen, der gerade die militärische Stärke unserer Armee ausbauen will und wir von ihm Lob und Anerkennung erhalten, dann beschleicht mich mehr als ein ungutes Gefühl…

Lars Blume: Das sind offene Worte. Sie zeigen, wie intensiv in unserer Kirche und in der Ökumene um den Weg zum Frieden gerungen wird. Genau dafür ist die FriedensDekade ein Dialograum. Und damit sind wir beim Motto 2026: „couragiert widerständig“. Wo erleben Sie diese Haltung in Ihrem Alltag als Regionalbischöfin, fernab von Synoden und offiziellen Erklärungen?

Dr. Friederike F. Spengler: Da gibt es – Gott sei Dank – viele Beispiele dafür! Gerade in der derzeitigen gesamtgesellschaftlichen Situation und in der parteipolitischen in Thüringen und Sachsen-Anhalt erlebe ich eine starke Besinnung als Kirche „Kirche für andere“ zu sein. Der Einsatz für Nächstenliebe als gelebter Ausdruck von Menschenwürde in konkreter Umsetzung durch Kirchengemeinden und unsere Diakonie ist dabei ein starkes und unübersehbares Zeichen. Wir haben Engagierte in der Arbeit der „Friedensreiter“ und in den „#verständigungsorten“, die dem friedlichen Austausch zwischen sehr unterschiedlichen Positionen dienen. Sich gegen den Trend der Verrohung und Egoismen mit „Herz statt Hetze“ so positionieren, gehört ebenso dazu. Ich besuche Initiativen und Gemeinden, wo das so selbstverständlich gelebt wird, dass mir das Herz aufgeht!
Mit den jüdischen Landesgemeinden stehen wir regelmäßig im Austausch, besuchen uns und führen gemeinsame Veranstaltungen durch. Das halte ich gerade jetzt für extrem wichtig und ein klares Signal gegen jede Form von Antisemitismus, der ja stets eine Kriegserklärung gegen Jüdinnen und Juden war und ist. Wir sind als Kirche in Mitteldeutschland im interreligiösen Dialog unterwegs, gerade dabei ist die „Friedens-Frage“ eine leitende Frage. Und in den vergangenen Jahren waren und sind wir zunehmend Motor und/oder Teil gesellschaftlicher Bündnisse, etwa „Weltoffenes Thüringen“ und „Weltoffenes Sachsen-Anhalt“.

 

Teil 3: „Frieden ist ein Name Gottes!“

Lars Blume: „Herz statt Hetze“ und Bündnisse für Weltoffenheit: Klarheit zeigen Sie nicht nur in der Theorie. Als die AfD ihren Parteitag in Erfurt abhielt, haben Sie Ihre Stimme genutzt, um öffentlich und unmissverständlich zu Gewaltfreiheit, Mäßigung und dem Schutz der Würde aller Menschen aufzurufen. Als Regionalbischöfin in Thüringen stehen Sie mittendrin in den Spannungsfeldern einer polarisierten Gesellschaft. In gesellschaftlich und politisch aufgewühlten Zeiten prallen oft sehr unterschiedliche Meinungen aufeinander. Wie sehen Sie die Rolle der Kirche in solchen Spannungsfeldern? Wo verläuft für Sie die Grenze zwischen Mäßigung, dem Aufruf zur Gewaltfreiheit und dem Auftrag, Räume für echten Dialog zu öffnen?

Dr. Friederike F. Spengler: Da ich schon sehr viel dazu unter der vorhergehenden Frage aufgeführt habe, hier ein ganz konkretes Beispiel für friedensstiftendes und -formendes Engagement von Kirche, wenn es um zivilen Ungehorsam bzw. widerständiges Verhalten im öffentlichen Raum geht: Für das Wochenende des Bundesparteitags der AfD am 3./4. Juli d.J. in Erfurt, waren wir als Kirche Teil des Bündnisses „zusammenstehen“. Als sich aber sehr viele Jugendliche – auch aus dem Umfeld von Kirche – mit Sitzblockaden dem Parteitag entgegensetzen wollten, haben kirchliche Mitarbeitende hunderte Jugendliche in Gruppen in die Kirche eingelassen, dort mit einer Andacht zum Frieden gerufen, zu unbedingter Gewaltfreiheit verpflichtet und ihre Absprachen tätigen lassen. Was ich dabei selbst erlebt habe, war überwältigend: Junge Leute, die sehr friedfertig ihren stillen Protest aufgenommen haben! Da hat Kirche Jesu Friedensbotschaft lebendig weitergegeben: „Selig sind, die Frieden stiften, Kinder Gottes werden sie heißen“.

Lars Blume: Junger Menschen, die friedfertig ihren stillen Protest aufnehmen: Das ist ein starkes Bild und ein guter Übergang zur FriedensDekade. Sie sagten selbst, dass die FriedensDekade elementar zu Ihrer eigenen Prägung gehört. Was antworten Sie Menschen, die angesichts der aktuellen Weltlage skeptisch fragen: Was bringen zehn Tage Gebete, Diskussionen und Kerzen im November?

Dr. Friederike F. Spengler: Diese zehn Tage öffnen Jahr für Jahr ein Fenster, um das Friedenslicht mitten in die trauer- und gedenkschweren Novemberwochen hineinzulassen. Die Friedensgebete orientieren alle Beteiligten neu, geben Angst, Sehnsucht, Mutlosigkeit und dem Gefühl der Vergeblichkeit eine Neuausrichtung. Die Friedensdekade verleiht mit ihren Themen der Unsicherheit Worte und macht Mut, die Hoffnung hochzuhalten, aus der wir leben: Frieden ist ein Name Gottes! Frieden ist möglich! Um Frieden zu beten, täglich und weltweit, ist ein stellvertretender Dienst der Kirchen für die ganze Erde. Und, wer eine Kerze in der Hand hält, kann weder Steine werfen noch seine Fäuste sprechen lassen. So ist sogar schon einmal eine Revolution friedlich ausgegangen…

Lars Blume: „Wer eine Kerze in der Hand hält, kann weder Steine werfen noch seine Fäuste sprechen lassen.“ Diesen Satz nehme ich mit. Zu Beginn haben Sie von Ihrem Elternhaus erzählt. Sie sind in einem Elternhaus aufgewachsen, das Ihnen viel Mut und Rückenwind mitgegeben hat. Wenn Sie heute als Friedensbotin 2026 auf diesen Rückhalt und Ihre familiären Wurzeln blicken: Welcher Gedanke oder welcher Wunsch begleitet Sie dabei am meisten?

Dr. Friederike F. Spengler: Ich wünsche mir, dass wir der Generation unserer Kinder und Enkel den Schatz des Friedens vor Augen stellen. Die Zeugen des letzten Krieges auf deutschem Boden sterben nach und nach aus. Wie leicht könnte dabei auch das Wissen um die Schrecken des Krieges verblassen. Wenn ich sehe, dass die Bundeswehr auf volksfestartigen Messen Kinder über Panzer krabbeln lässt, wird mir schlecht. Wir brauchen Friedensbilder und keine neue Faszination an Militärtechnik. Unseren Kindern den Wert des Friedens und den Willen zum Frieden wie einen Samen ins Herz zu legen, ist Auftrag von uns allen, ganz gleich, ob sie Kinder haben oder nicht. Und ich bete darum, dass dieser Same aufgehen wird.

Lars Blume: „Wir brauchen Friedensbilder.“ Das nehme ich gern wörtlich, für meine letzte Frage. Wenn Sie ein Bild malen müssten, das Ihre Hoffnung auf Frieden im Jahr 2026 darstellt: Welche Motive oder Farben würden wir dort finden?

Dr. Friederike F. Spengler: Ein Bild hätte das Motiv der Arche (Gen 8) im Zentrum. Tiere und eine Menschenfamilie sind nach totbringenden Fluten gerettet und betreten das Land, dass ihnen zum Leben dienen wird. Und Gott macht mit den Menschen einen Friedensbund auf ewig, den er mit dem Regenbogen besiegelt. Und jedes Mal, wenn ich einen Regenbogen am Himmel sehe, werde ich daran erinnert. Das hat eine große Kraft!
Ein anderes Bild ist das des namenlosen Kindes, welcher der Evangelist Johannes bei der „Speisung der Fünftausend“ (Joh 6) auftreten lässt. Es bringt alles, was die Familie an Nahrung dabeihatte – fünf Brote und zwei Fische – und bringt es zu Jesus. Und dieser lässt die Tagesration für einen Menschen austeilen unter so vielen und siehe, alle werden satt! Das ist Frieden in Wort und Tat.

Lars Blume: Frau Spengler, vielen Dank für dieses Gespräch und für Ihre offenen Antworten. Bis zur nächsten Folge, bleiben Sie im Dialog.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wann findet die Ökumenische FriedensDekade statt?

Die Ökumenische FriedensDekade findet traditionell in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Im Jahr 2026 ist dies vom 8. bis 18. November.

3. Wie kann ich mich an der FriedensDekade beteiligen?

Materialien, Kerzen und Aktionsmittel finden Sie im Online-Shop. Ihre Aktionen und Geschichten senden Sie gern an kontakt@friedensdekade.de.

4. Wo finde ich weitere Informationen und Initiativen?

Mehr erfahren Sie über die „Friedensreiter“ (Projekt der EKM und der Ökumenischen Akademie Ostthüringen) sowie über die Initiative #VerständigungsOrte von EKD und Diakonie unter www.verständigungsorte.de.

 

Musik, Klang und Zivilcourage: Chöre und Musikgruppen gestalten die FriedensDekade 2026

Unter dem Motto „couragiert widerständig“ lädt die FriedensDekade 2026 dazu ein, gesellschaftlicher Spaltung und Machtlosigkeit aktive Mitgestaltung entgegenzusetzen. Chöre, Posaunenchöre, Bands und Musikgruppen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie geben dem Frieden eine Stimme, schaffen emotionale Resonanzräume und verknüpfen musikalische Traditionen des Widerstands mit dem aktuellen Engagement – weit über den klassischen Gottesdienst hinaus.

Dranbleiben & Vernetzen: Abonnieren Sie unseren Friedensbrief für regelmäßige Updates und besuchen Sie uns auf Instagram und LinkedIn, um Ihre Aktionen zu teilen.

1. Das Herzstück: Das Mottolied & der Bläsersatz aus dem Materialheft

Für die musikalische Arbeit in Chören, Bands und Posaunenchören liefert das offizielle Materialheft 2026 im Shop das direkte Fundament:

Das offizielle FriedensDekade-Lied 2026: Das Mottolied „couragiert widerständig“ (Text: Lothar Veit, Musik: Fritz Baltruweit) finden Sie direkt in Kapitel 1 auf Seite 6 des Materialhefts. Es eignet sich perfekt als eindringliche Ballade mit Solostimme und gemischtem Chor für Ihre Projekte. Hier geht es zum Artikel

Der neue Bläsersatz mit „Bella Ciao“-Verknüpfung: Landesposaunenwart Reinhard Gramm hat ein spezielles Arrangement verfasst, das das Mottolied bewusst mit dem Motiv von „Bella Ciao“ verwebt. Dieser Bläsersatz steht als kostenfreier Download für Posaunenchöre bereit. Hier gehts zu den Infos.

Das Friedens-Liederbuch: Zusätzlich steht eine umfassende Sammlung von 100 Friedensliedern für Kirchengemeinden und Initiativen zur Verfügung (herausgegeben zum 40-jährigen Jubiläum, Preis: 9,80 €). Liederbuch bestellen

2. Musik im öffentlichen Raum: Aktionen hörbar machen

Friedensarbeit braucht Präsenz und Sichtbarkeit im Alltag. Nutzen Sie Ihre musikalische Reichweite für hörbare Zeichen vor Ort:

Öffentliches Friedenssingen („Sing-In“): Laden Sie zu einem offenen Singkreis auf den Marktplatz, vor das Rathaus oder auf den Kirchplatz ein – niederschwellig, generationenübergreifend und kraftvoll.

Musikalische Friedensimpulse („Peace Spots“): Kurze, überraschende musikalische Einsätze an zentralen Orten wie Foyerbereichen, Schulen oder Gemeindezentren.

Konzerte & musikalische Andachten: Verknüpfen Sie Gesang, Instrumentalstücke und Taizé-Gesänge mit Phasen der Stille, um einen heilsamen Klangraum im Stadtteil zu öffnen.

3. Musik und Gesang im Gottesdienst gestalten

Für die liturgische Feier und den Bittgottesdienst bietet der offizielle EKD-Entwurf erprobte musikalische Bausteine und Liedvorschläge aus dem Evangelischen Gesangbuch (EG):

Zum Eingang: Das Lied „Komm in unsre stolze Welt“ (EG 428, St. 1–4) holt die realen Verhältnisse der Welt in den Gottesdienst.

Nach dem Eingangsgebet: Das meditative „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG Regionalteile, z. B. Nr. 576 oder 697 / GL 365).

Nach dem Bekenntnis: Der gregorianische Gesang „Oculi nostri ad Dominum Deum“ (EG Ausgabe Württemberg Nr. 787.6).

Zur Lesung / Predigt: Wahlweise „Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen“ (EG Württemberg Nr. 658, St. 1–4) oder „Die Erde ist des Herrn“ (EG Württemberg Nr. 659, St. 1–4).

Zum Ausgang: Das kraftvolle „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (Musik: Matthias Nagel, in: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder plus, Strube Verlag München, Nr. 202).

Links & Materialbestellung

Materialheft & Medien bestellen: Das gedruckte Materialheft 2026 im Shop bestellen sowie das Friedens-Liederbuch erhalten Sie direkt über die Website der FriedensDekade.

Gottesdienst-Bausteine als PDF: Der vollständige Entwurf zum Bittgottesdienst steht im Webshop der Friedensdekade bereit

Weitere Downloads: Unter www.friedensdekade.de/download finden Sie ergänzende Vorlagen und Notenmaterialien.

Materialien bestellen & Aktionen eintragen

Shop: Das Materialheft, das Leporello, den Friedenskompass, die Postkarten, die Ausstellung (Druckset oder Drucklizenz) und die Streichhölzer bestellen Sie unter: www.friedensdekade.de/shop

Downloads & Vorlagen: Vorlagen für Gemeindebrief und Presse unter: www.friedensdekade.de/download

Aktionskalender: Tragen Sie Ihre Veranstaltungen und Gottesdienste bei unserem Patner der Friedenskopperative ein (Thema Frieden) alternativ an kontakt@friedensdekade.de

 


Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Musik & Mitmachtipps 2026

Welche musikalischen Bausteine bietet das offizielle Materialheft der FriedensDekade 2026?

Das offizielle Materialheft enthält in Kapitel 1 auf Seite 6 das Mottolied „couragiert widerständig“ von Lothar Veit (Musik: Fritz Baltruweit) als Ballade mit Solostimme und gemischtem Chorsatz.

Welche Noten und Arrangements stehen Posaunenchören und Musikgruppen zusätzlich zur Verfügung?

Landesposaunenwart Reinhard Gramm hat einen speziellen Bläsersatz verfasst, der das Mottolied mit dem Motiv von „Bella Ciao“ verwebt und als kostenfreier Download bereitsteht. Ergänzend gibt es das Friedens-Liederbuch mit 100 Friedensliedern.

Wie können Chöre und Musikgruppen musikalische Aktionen außerhalb des Gottesdienstes gestalten?

Durch öffentliche Friedenssingen („Sing-In“) auf Marktplätzen, kurze musikalische Friedensimpulse („Peace Spots“) an zentralen Orten sowie musikalische Andachten und Konzerte im öffentlichen Raum.

Welche Liedvorschläge aus dem Gesangbuch enthält der offizielle Gottesdienstentwurf?

Empfohlen werden unter anderem „Komm in unsre stolze Welt“ (EG 428), „Meine Hoffnung und meine Freude“, der gregorianische Gesang „Oculi nostri ad Dominum Deum“ sowie zum Ausgang „Verleih uns Frieden gnädiglich“

Jetzt couragiert widerständig mitmachen
Material entdecken → www.friedensdekade.de/shop

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