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Schlagwort: Friedensarbeit

Komm den Frieden wecken – Militärlogik überwinden, Friedenslogik stärken.

Vor 80 Jahren wurde Hiroshima zerstört – ein Mahnmal für die Zerstörungskraft von Atomwaffen. In Mutlangen erinnerte Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) an die Opfer und daran, dass Frieden heute mehr denn je Dialog und Mut erfordert. Er forderte eindringlich ein politisches Umdenken:

Die Dominanz des Militärischen müsse eingehegt werden.

Mutlangen steht wie kaum ein anderer Ort in Deutschland für zivilen Widerstand gegen Atomwaffen. In den1980er Jahren ein Symbol des gewaltfreien Widerstands gegen Atomwaffen, steht heute für mutige Friedensarbeit. Angesichts weltweiter Aufrüstung und wachsender Spannungen, warnt der ehemalige badische Landesbischof vor einer Rückkehr zur Logik der Abschreckung:

„Politisch dominiert gegenwärtig die Überzeugung: Je größer unser militärisches Droh- und Vernichtungspotenzial, umso sicherer sind wir.“

Doch echte Sicherheit entsteht nicht durch Drohung, sondern durch Vertrauen, Rechtsstaatlichkeit und zivile Konfliktlösungen. Die AGDF fordert daher:

  • eine klare Absage an Atomwaffen, Streubomben und Landminen

  • eine defensive Ausrichtung des Militärs

  • die Stärkung von Diplomatie, Entwicklungspolitik und Ziviler Konfliktbearbeitung

Frieden sichtbar machen – im Gespräch, im Handeln, im Alltag

„Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt“, so Cornelius-Bundschuh. Frieden bedeutet ein Leben in Würde, in Sicherheit, mit funktionierenden Institutionen und mit Raum für Dissens. Er ruft dazu auf, gerade auch im Streit um kontroverse Themen wie Ukraine oder Gaza Friedensarbeit aktiv zu gestalten:

„Wir müssen wieder lernen, über Frieden zu streiten – zivil, respektvoll, im Gespräch mit Andersdenkenden.“

Der Blick auf Hiroshima und auf die „Hibakusha“, die Überlebenden des Atombombenabwurfs, lenkt den Fokus auf das einzelne Schicksal:

Jedes Leben zählt. Jeder Mensch verdient Schutz, Würde und Gehör.

Jetzt ist die Zeit – Komm den Frieden wecken in der FriedensDekade 2025

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November 2025 statt. Sie lädt dazu ein, Friedenslogik im Alltag sichtbar zu machen – in Schulen, Gemeinden, Gruppen und Netzwerken. Erzählen Sie von mutigem Dialog, zeigen Sie Haltung, schaffen Sie Räume für neues Denken und verlässliches Miteinander. Materialien, Plakate und Impulse zur Gestaltung sind in unserem Shop erhältlich.

👉 Weitere Beiträge und Ideen zum Mitmachen unter: www.friedensdekade.de

„Komm den Frieden wecken“ – Mitmach-Tipps für Vereine und Initiativen.

Frieden wächst dort, wo Menschen sich organisieren, einmischen und Verantwortung übernehmen – im Kleinen wie im Großen.
Vereine und Initiativen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Friedenskultur: lokal verwurzelt, thematisch vielfältig, mit offenen Armen und klarem Kompass. Die FriedensDekade 2025 lädt dazu ein, dieses Engagement sichtbar zu machen – und gemeinsam neue Zeichen zu setzen.

Wie kann eure Gruppe, euer Verein, eure Initiative den Frieden wecken?

Frieden gestalten – lokal und konkret

In Vereinen und Initiativen kommen Menschen zusammen, die sich für ein besseres Miteinander einsetzen: im Sport, in der Umweltarbeit, in politischen Gruppen, interreligiösen Projekten oder im Bereich Bildung, Kultur und Soziales. Die FriedensDekade 2025 bietet einen Rahmen, um dieses Engagement zu verbinden – mit einer klaren Botschaft: Frieden beginnt mit Haltung. Und wächst durch Beteiligung.

Ob einmalige Aktion oder ein Programmpunkt im Jahreskalender: Schon kleine Beiträge können große Wirkung entfalten. Hier einige Mitmach-Ideen für die FriedensDekade – speziell für Vereine und Initiativen:

Mitmach-Tipps für Vereine und Initiativen zur FriedensDekade

Ob als Projektwoche, einzelne Aktion oder fächerübergreifende Unterrichtseinheit – jede Schule findet ihren Weg, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Hier sind einige Impulse, die sich einfach umsetzen und mit Tiefe gestalten lassen:

1. Friedensreklamation

Worum geht’s?
Initiiert eine „Reklamationsstelle für den Frieden“ in eurer Stadt: ein temporärer Info- oder Aktionsstand, an dem Bürger*innen Beschwerden, Wünsche und Visionen zum Thema Frieden einreichen können – handschriftlich, künstlerisch oder digital.

Mögliche Formate:

  • Eine Friedensklagewand: „Ich reklamiere, dass … Krieg normalisiert wird.“
  • Ein Wunschbaum: „Ich wünsche mir Frieden, wo …“
  • Interviews vor Ort: „Wann warst du zuletzt mutig für den Frieden?“
  • Kooperation mit lokalen Zeitungen oder Schulen zur Veröffentlichung

Warum es wirkt:
Weil es Empowerment schafft – durch Sprache, Beteiligung und Öffentlichkeit.
Und weil es ernst nimmt, dass Frieden auch eine Frage der Gerechtigkeit ist.

2. Friedens-Brunch mit leerem Stuhl

Worum geht’s?
Richtet einen öffentlichen Brunch oder ein Begegnungs-Picknick aus – jede*r bringt etwas mit. In der Mitte: ein leerer Stuhl mit einer Friedensbotschaft. Er erinnert an eine Stimme, die fehlt. An Menschen auf der Flucht. An Schweigen. An Hoffnung.

Mögliche Impulse:

  • Jede*r erzählt kurz, wen sie oder er auf den leeren Stuhl setzt
  • Gemeinsames Schreiben eines „Briefs an die Welt“
  • Beteiligung von Partnerprojekten im Ausland oder aus anderen Stadtteilen
  • Abschluss mit gemeinsamem Lied, Friedenswunsch oder symbolischer Geste

Warum es wirkt:
Weil Essen verbindet.
Weil der leere Stuhl Raum für Geschichten schafft.
Und weil gelebte Nachbarschaft ein Friedensakt ist.

3. Schreib dein Friedenswort – ein Hoffnungsband für Frieden

Worum geht’s?
In vielen spirituellen Traditionen hat das geschriebene Wort besondere Kraft. Dieser Mitmach-Tipp lädt dazu ein, gemeinsam ein „Band der Hoffnung“ zu weben – aus einzelnen Friedensworten, Gebeten, Segenstexten oder persönlichen Botschaften.

So geht’s:

  • Stellt in eurem Gemeindehaus oder im Freien ein Friedensband (aus Stoff, Papier oder Naturmaterialien) auf – sichtbar und einladend.
  • Menschen aus eurer Gemeinschaft (oder darüber hinaus) sind eingeladen, ein Wort, ein Versprechen, ein Friedensgebet oder eine Segensformel darauf zu schreiben.
  • Das Band kann täglich weiterwachsen – über 10 Tage hinweg.
  • Zum Abschluss kann es gesegnet, gemeinsam getragen oder in einer Friedensfeier in die Welt entlassen werden – z. B. in einem Fluss, aufgehängt in Bäumen oder geteilt in kleine Stücke, die weitergetragen werden.

Warum es wirkt:
Weil Sprache Frieden stiften kann.
Weil viele Stimmen gemeinsam ein kraftvolles Zeichen setzen.
Und weil geteilte Hoffnung Menschen verbindet, auch über Glaubensgrenzen hinweg.

4. Werkstatt des Friedens

Worum geht’s?
Verwandelt euer Vereinsgelände, eine Werkstatt oder einen Gemeinschaftsraum für einen Nachmittag in eine Werkstatt des Friedens. Jede*r bringt Werkzeug, Ideen oder ein Projekt mit – und gemeinsam wird gebaut, genäht, gezeichnet oder gepflanzt für den Frieden.

Mögliche Aktionen:

  • Upcycling-Projekte mit Friedensbotschaften (Taschen, Banner, Mobiles)
  • Gemeinsames Bauen eines „Friedensmöbels“ für die Nachbarschaft
  • Bemalen von Steinen, Bänken oder Zäunen mit inspirierenden Zitaten
  • Anlegen eines „Stillen Gartens“ als Ort der Begegnung und Erinnerung

Warum es wirkt:
Weil gemeinsames Tun Gemeinschaft schafft.
Weil es Frieden nicht nur denkt, sondern in die Hände nimmt.
Und weil man mit Hammer, Erde oder Pinsel manchmal mehr sagt als mit Parolen.

5. Friedens-Hackathon

Worum geht’s?
Organisiert einen lokalen oder digitalen Mini-Hackathon – ein kreatives Arbeitswochenende, bei dem Mitglieder eures Vereins gemeinsam an Ideen tüfteln, wie Frieden in eurer Stadt oder eurem Themenfeld sichtbarer werden kann. Ziel: Am Ende steht eine konkrete Aktion, Kampagne oder digitale Lösung.

Beispiele:

  • Eine interaktive Friedenskarte der Stadt mit positiven Orten, Geschichten & Projekten
  • Eine TikTok-Kampagne gegen Rassismus mit Jugendlichen
  • Eine Podcastreihe über Alltagsmut in der Vereinswelt
  • Ein Peace-Point in der Innenstadt: eine Box zum Teilen von Wünschen, Sorgen, Ideen für Frieden

Warum es wirkt:
Weil viele Vereine kreative Ressourcen haben – und Lust auf neue Formen der Zusammenarbeit.
Ein Hackathon bringt Generationen, Perspektiven und Talente zusammen. Und macht Frieden konkret und öffentlich.

Gemeinsam den Frieden wecken – sichtbar, hörbar, spürbar

Die FriedensDekade lebt vom Mitmachen – und vom Mut, sich einzumischen. Vereine und Initiativen sind Orte gelebter Friedensfähigkeit. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Spannungen zunehmen, ist euer Engagement wichtiger denn je.

Nutzt die Materialien der FriedensDekade – von Plakaten bis Social-Media-Vorlagen – um eure Aktion zu begleiten. Und tragt eure Veranstaltung in unseren Aktionskalender ein, damit sie sichtbar wird!

Materialien für eure Friedensaktion

Ein umfangreiches Paket unterstützt Sie bei der Umsetzung:

  • Ideenheft mit Anleitungen & Hintergrundwissen
  • Friedensliederbuch mit Liedern aus aller Welt
  • Plakate, Banner, Aufkleber, Postkarten
  • Online-Materialien für Unterricht und Aktion
  • Texte für Pressearbeit

Alles unter: www.friedensdekade.de/shop

Mitmachen ist einfach – Ihre Aktion zählt

1. Idee finden – Was passt zu eurem Verein, eurer Initiative?

2. Material nutzen – In unserem Shop erhältlich.

3. Aktion anmelden – Für unseren Aktionskalender (optional): kontakt@friedensdekade.de

4. Teilen Sie Ihr Zeichen auf Instagram– unter dem Hashtag #friedensdekade2025

Jetzt mitmachen und gemeinsam den Frieden wecken!

Friedensaktionen 2025 in Deutschland – gemeinsam stark für Frieden

Frieden braucht unsere Stimme. Die Ökumenische FriedensDekade im November ist der zentrale Aktionszeitraum für viele kirchliche und zivilgesellschaftliche Gruppen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit zu setzen. Doch das Thema Frieden ist aktueller denn je – und es gibt das ganze Jahr hindurch zahlreiche Gelegenheiten, sich für eine starke Friedensbewegung 2025 zu engagieren.

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ statt. Zehn Tage lang setzen Gemeinden, Gruppen und Initiativen ein starkes, lautes und vielfältiges Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Ausgrenzung. Doch Frieden ist nicht nur ein Thema für den November – es begleitet uns das ganze Jahr über.

Die Friedensbewegung 2025 ruft bundesweit und im gesamten DACH-Raum zu zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Gedenktagen auf. Es gibt viele Gelegenheiten, sich für Abrüstung, Gerechtigkeit und eine friedlichere Welt stark zu machen. Machen Sie mit – und lassen Sie uns im November zur FriedensDekade gemeinsam erneut Flagge zeigen! Viele der Aktionsmaterialien zur Unterstützung finden sie im Webshop der FriedensDekade.

Hier finden Sie eine Übersicht über bedeutende Friedensaktionen 2025 im DACH-Raum. Ob Demonstration, Gedenktag, Gebet oder Festival: Jede Aktion ist Teil der Bewegung für eine friedlichere Welt. Lassen Sie uns gerne via kontakt@friedensdekade.de wissen, wenn wir relevante Aktionen für das Jahr 2025/26 nicht aufgeführt haben. 

August 2025 – Erinnern heißt handeln: Atomwaffen ächten

Der August steht im Zeichen des Gedenkens an Hiroshima und Nagasaki – und der Forderung, Atomwaffen endgültig zu verbieten.

1. August: 50 Jahre KSZE-Schlussakte
Veranstaltungen erinnern an die Bedeutung dieses Abrüstungs- und Friedensdokuments.

6. & 9. August: Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken
Friedensveranstaltungen in vielen Städten – Mahnung gegen nukleare Aufrüstung und für weltweite Ächtung.

September 2025 – Ulmer Friedenswochen & Antikriegstag

Im September startet die heiße Phase des friedenspolitischen Herbstes. Der Antikriegstag ist Auftakt für viele Aktionen.

1. September: Antikriegstag
Erinnern an den Überfall auf Polen 1939 und klare Botschaften gegen Krieg und Gewalt.

1.–30. September: 21. Ulmer Friedenswochen
Der ganze Monat steht in Ulm im Zeichen des Friedens: Vorträge, Workshops, Konzerte, Ausstellungen.

24. September: 24-Stunden-Lesung Todesursache Flucht St. Andreas Gemeinde Teltow

Oktober 2025 – 2. Friedenskongress in Ordensburg

24.–26. Oktober 2025 2. Friedenskongress
Auf der historischen Ordensburg Liebstedt (Thüringen) findet der 2. Friedenskongress statt – ein Ort für Austausch, Kultur & Impulse rund um Frieden und gesellschaftlichen Wandel.

November 2025 – FriedensDekade: Komm den Frieden wecken!

Der Höhepunkt des Friedensjahres ist die Ökumenische FriedensDekade – getragen von Kirchen, Friedensgruppen, Schulen und Einzelpersonen.

9.–19. November: FriedensDekade 2025
Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ finden deutschlandweit Gottesdienste, Bildungsaktionen, Friedensgebete und Protestveranstaltungen statt.

8.–9. November: Friedensratschlag in Kassel
Treffpunkt für Aktive aus der gesamten Bewegung – Austausch, Vernetzung, Planung.

Dezember 2025 – Friedenslicht und Hoffnung

06.Dezember: Aussendungsfeier des Friedenslicht Unter dem Motto „Ein Funke Mut“ setzt die Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“ auch in diesem Jahr ein leuchtendes Zeichen der Verbundenheit.

Friedensmaterialien im Webshop – Friedenszeichen setzen!

Ob Ostermarsch, Kirchentag, FriedensDekade oder lokale Aktionen: Unser Webshop bietet vielfältige Aktionsmaterialien zur Unterstützung. Plakate, Buttons, Banner, Postkarten und mehr – für Gemeinden, Gruppen oder Einzelne. Machen Sie Ihren Einsatz sichtbar!

Friedensaktionen 2025 bieten zahlreiche Gelegenheiten, aktiv zu werden – lokal, regional, bundesweit. Die Friedensbewegung lebt vom Mitmachen. Und sie wächst, wenn wir gemeinsam laut werden. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Gemeinsam für den Frieden

Wir von der Ökumenischen FriedensDekade freuen uns jederzeit über Hinweise auf neue Friedensaktionen 2025, Veranstaltungen oder bewegende Geschichten. Egal ob im November oder darüber hinaus – sendet uns eure Termine und vernetzt euch mit uns für eine lebendige Friedensbewegung 2025.

Folgt uns auch auf Instagram (@friedensdekade) und markiert uns gerne bei euren Aktionen – so schaffen wir gemeinsam Sichtbarkeit für eine starke Bewegung für Frieden und Gewaltfreiheit!

Vergangen Aktionen 2025

Januar 2025 – Friedenspolitisches Jahr beginnt mit Gedenken und Mahnung

Der Jahresbeginn steht traditionell im Zeichen des Gedenkens an historische Meilensteine der Friedens- und Menschenrechtspolitik. Die Erinnerung mahnt uns, wachsam zu bleiben und uns für eine atomwaffenfreie und gerechte Welt einzusetzen.

22. Januar: Jahrestag des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags (2021)
Erinnerung und Aufruf zur vollständigen weltweiten Umsetzung des Vertrags gegen Atomwaffen.

27. Januar: 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
Gedenkveranstaltungen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus und setzen Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus.

Februar 2025 – Friedensbewegung positioniert sich zur Sicherheitskonferenz

Im Februar richtet sich der Blick nach München. Dort trifft sich die internationale Politik zur Sicherheitskonferenz – begleitet von starken Protesten der Friedensbewegung.

15. Februar: Protest gegen die Münchner Sicherheitskonferenz
Kritische Stimmen fordern Abrüstung, Diplomatie und soziale Sicherheit statt militärischer Aufrüstung.

März 2025 – Zeichen gegen Atomwaffen und neue Mittelstreckenwaffen

Im März stehen Abrüstung und Friedensfasten im Fokus. Aktivist*innen setzen sich für ein atomwaffenfreies Deutschland ein.

8.–9. März: Fastenaktion in Köln
Mit Mahnwachen und gemeinschaftlichem Fastenbrechen wird der Abzug der Atomwaffen aus Deutschland gefordert.

29. März: Demonstration in Wiesbaden
Protest gegen die US-Einsatzzentrale für neue Mittelstreckenwaffen, für ein Europa ohne neue Aufrüstung.

April 2025 – Ostermärsche und Friedenswege: Bewegung auf den Straßen

Der April gehört traditionell den Ostermärschen – zentralen Veranstaltungen der Friedensbewegung. In vielen Städten wird für Abrüstung und gewaltfreie Konfliktlösung demonstriert.

18.–21. April: Ostermärsche bundesweit
Kundgebungen, Demonstrationen und Veranstaltungen mit klarer Botschaft: Abrüstung jetzt!

19. April: Ulmer Ostermarsch
Start um 11 Uhr am NATO-Hauptquartier JSEC, Abschlusskundgebung auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz.

21. April: Internationaler Bodensee-Friedensweg in Bregenz
Unter dem Motto „Was Frieden schafft – Neugier statt Spaltung“ setzen Teilnehmende ein grenzüberschreitendes Zeichen.

26. April: Torgrau Friedensmarsch über die Brücke zum 80. Jahrestag der Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten.

Mai 2025 – Friedensimpulse auf dem Kirchentag und in Bewegung

Im Mai verbinden sich geistliches Engagement, politische Aktionen und friedenspolitische Wanderungen. Der Kirchentag steht 2025 klar im Zeichen des Friedens.

1.–3. Mai: Ökumenisches Friedenszentrum in Hannover (parallel zum Kirchentag)
In den ver.di-Höfen: Vorträge, Diskussionen, Workshops unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“.

3.–22. Mai: „Frieden in Bewegung“ – Friedenswanderung
Grenzüberschreitende Wanderung von Den Haag nach Bremen mit Aktionen entlang der Route.

07. Mai: Friedensdemonstration in Moabit Wir feiern 80 Jahre Kriegsende und fragen: Wie werden wir Friedensfest statt kriegstüchtig?

8. Mai: 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Veranstaltungen und Gedenkfeiern erinnern an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

9. Mai: Europe Rings for Peace – Wir läuten für den Frieden  18:00 Uhr; Europaweit. Am Europatag, mitten in der Europawoche der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025, wird ein kraftvolles Zeichen gesetzt: Glocken aller Art – von Kirchen, Rathäusern, Schulen, Schiffen oder Carillons – läuten gemeinsam für den Frieden in Europa. Ein Klang, der verbindet – über Grenzen, Sprachen und Religionen hinweg.

21. Mai: Friedenskonzert „Friedensfähig Statt Kriegstüchtig 20:00 Uhr Johanneskirche am Feuersee, Stuttgart. mit Konstantin Wecker, Daniela Dan und anderen

21. Mai: 17. Berliner Friedenslauf von Pro Peace 

29. Mai–1. Juni: Jahrestagung des Versöhnungsbundes in Bad Schussenried
Themenschwerpunkt: „Gefährdung der Menschheit – Atomwaffen und Klimakrise“

Juni 2025 – Proteste gegen US-Militärpräsenz in Deutschland

Im Juni richtet sich der Fokus auf Ramstein – mit einer Aktionswoche, die ein starkes Zeichen gegen Drohnenkriege und militärische Eskalation setzt.

22.–29. Juni: 10 Jahre Aktionswoche „Stopp Air Base Ramstein“
Friedenscamp, Mahnwachen und kreative Protestformen gegen den Einsatz der US-Basis für globale Kriegseinsätze.

Beitragsbild für Komm den Frieden wecken der FriedensDekade, das den Titel "Erinnerung an einen Meilenstein der Friedensgeschichte", sowie ein Steinmännchen aus Wasserfarbe.

Komm den Frieden wecken – Erinnerung an einen Meilenstein der Friedensgeschichte

Wenn wir heute sagen „Komm den Frieden wecken“, dann meinen wir nicht nur das persönliche Aufstehen gegen Gewalt und Ungerechtigkeit, sondern auch das kollektive Erinnern: an Ideen, die dem Frieden Raum gaben. An Prozesse, die Vertrauen wachsen ließen. An Abkommen, die aus Misstrauen Verständigung formten. Die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) von Helsinki gehört zu diesen Meilensteinen der Friedensgeschichte, gerade heute,  50 Jahre später. 

In einer Zeit erneuerter Spannungen in Europa erinnert Landesbischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter des Rates der EKD, an die historische Bedeutung dieses Vertragswerks. Am 1. August 1975, also vor einem halben Jahrhundert, wurde in Helsinki ein Dokument unterzeichnet, das die Grundlagen für friedliche Koexistenz in Europa stärkte.

„Dieses Dokument hat eine wichtige Rolle bei der Überwindung der deutschen und europäischen Teilung gespielt und auch zur Vertrauensbildung zwischen dem Westen und dem damaligen Ostblock beigetragen“, unterstreicht Landesbischof Kramer.

Was damals kaum vorstellbar schien, wurde Wirklichkeit: Die Mauer fiel, der Kalte Krieg endete, der Warschauer Pakt wurde aufgelöst. Kramer betont, wie wesentlich der Dialog zwischen den politischen Blöcken für diese Entwicklungen war – gerade weil er nicht auf Harmonie setzte, sondern auf Verbindlichkeit im Ungewissen. Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, so der Friedensbeauftragte, war „ein großes Friedensinstrument in einer spannungsvollen weltpolitischen Phase“.

Verhandelt wurde seit 1973 zwischen insgesamt 35 Staaten, vom NATO-Raum bis zum Warschauer Pakt. In der Schlussakte verpflichteten sich die Unterzeichner unter anderem zur Unverletzlichkeit bestehender Grenzen, zur friedlichen Streitbeilegung, zum Gewaltverzicht und zur Einhaltung von Menschenrechten und Grundfreiheiten. Eben diese Menschenrechte wurden später zur Bezugslinie für Bürgerrechtlerinnen und Dissidenten in vielen Ländern Osteuropas. Kramer erinnert an Persönlichkeiten wie Václav Havel oder Andrei Sacharow, an Bewegungen wie Charta 77 oder Solidarność, und an die Rolle der Schlussakte für die Friedens- und Umweltgruppen in der DDR.

„Die friedliche Revolution von 1989 wäre ohne die KSZE-Schlussakte möglicherweise so nicht geschehen“, sagt Kramer, der selbst in der DDR aufwuchs.

Heute blickt der Friedensbeauftragte auch mit Sorge auf die Gegenwart. Weder das Blutvergießen im ehemaligen Jugoslawien noch die gewaltsame Abtrennung des Kosovo konnte durch KSZE- bzw. OSZE-Prozesse verhindert werden. Auch der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der Bruch des Völkerrechts bei der Annexion der Krim, stellen die europäischen Friedensstrukturen massiv in Frage.

Und doch bleibt Kramer hoffnungsvoll: „Angesichts der großen Spannungen in Europa wäre eine solche Konferenz so wichtig und nötig. Ich hoffe, dass dafür auch wieder die Zeit kommen wird, auch wenn es derzeit nicht danach aussieht. Aber nach der Niederschlagung des Prager Frühlings hat auch keiner an eine KSZE-Schlussakte geglaubt – und nur wenige Jahre später war sie Realität.“

Gerade das macht die Erinnerung an Helsinki 1975 so wertvoll: Sie lädt ein, scheinbar Unmögliches zu denken – und im Kleinen wie im Großen Räume zu schaffen, in denen Frieden wachsen kann.

Den Impuls weitertragen – mitmachen bei der FriedensDekade 2025

„Komm den Frieden wecken“ ist mehr als ein Motto – es ist ein Aufruf, Friedenslogik im Alltag sichtbar zu machen. Die Geschichte der KSZE zeigt: Frieden entsteht, wo Vertrauen wächst. Wo Menschen sich zuhören, aushalten, widersprechen – und dennoch gemeinsam bleiben. Nutzen Sie den Impuls für die inhaltliche Gestaltung Ihrer Veranstaltungen im Rahmen der FriedensDekade. Erzählen Sie von mutigen Dialogen, setzen Sie Zeichen in Ihren Gemeinden, Gruppen oder Schulen.

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November 2025 statt. Materialien, Plakate und Vorschläge zur Gestaltung sind im Shop der FriedensDekade erhältlich.

Mehr zur Aktion, aktuelle Beiträge und Hinweise zum Mitmachen finden Sie auf
👉 www.friedensdekade.de

Die vollständige Pressemitteilung des EKD-Friedensbeauftragten Friedrich Kramer finden Sie hier.

Materialheft 2025 der FriedensDekade. Komm den Frieden wecken.

Jetzt das Gesamtpaket der FriedensDekade 2025 sichern: „Komm den Frieden wecken“

Die ökumenische FriedensDekade 2025 rückt näher, und das neue Materialheft ist bereits Ende Juli an alle Abonnent*innen des Gesamtpakets versandt worden! Unter dem kraftvollen Motto „Komm den Frieden wecken“ bietet das Heft vielfältige Impulse für Ihre Friedensarbeit in Gemeinden, Schulen oder Gruppen.

Noch kein Heft erhalten? Bestellen Sie jetzt schnell vor Ihrem Urlaub und freuen Sie sich auf viele inspirierende Anregungen für Ihre Aktion vor Ort. Unser Versandteam der Caritas-Werkstätten ist aktuell im Urlaub und nimmt den regulären Versand ab Mitte August (dann auch täglich) wieder auf.

Ein erster Blick ins Materialheft 2025

Das Heft ist ein Schatz für alle, die Frieden aktiv gestalten möchten. In fünf Kapiteln finden Sie Inspirationen für Gottesdienste, Workshops, Diskussionen und mehr:

Kapitel 1: Anstöße zum Motto
Lernen Sie unsere Friedensbotschafter*innen 2025, Heidrun Kisters und Marcus Vetter, kennen, entdecken Sie die Bildmeditation zum Plakatmotiv, singen Sie das Themenlied „Komm, Frieden, lass dich wecken“ oder nutzen Sie die Bausteine für einen Friedensgottesdienst am 9. November. Besonders empfehlen wir den Film „War and Justice“ von unserem Friedensbotschafter Marcus Vetter, der eindrucksvoll zeigt, wie Gerechtigkeit und Frieden Hand in Hand gehen.

Kapitel 2: Frieden mit Jugendlichen und Erwachsenen
Von Konfi-Einheiten über Planspiele wie „UN im Klassenzimmer“ bis hin zu Debatten über soziale Verteidigung – hier finden Sie Ideen, um junge Menschen und Erwachsene einzubinden.

Kapitel 3: Weckrufe aus Geschichte und Gegenwart
Tauchen Sie ein in die Geschichte der Täuferbewegung, der Bauernkriege, der Ostermärsche oder des Friedensrufs der Ökumenischen Friedenssynode 2025 in Hannover.

Kapitel 4: Welchen Frieden wecken?
Aktuelle Themen wie Aufrüstung, Wehrpflicht, EU-Militarisierung und Friedensmüdigkeit werden kritisch beleuchtet, mit Impulsen für Diskussionen und Aktionen.

Kapitel 5: Anhang
Finden Sie Medienempfehlungen, einen Rückblick auf die FriedensDekade 2024, Infos zu Spenden und den Inhalt des USB-Sticks 2025.

Ergänzende Materialien für Ihre Friedensarbeit

Neben dem Materialheft bieten wir im Shop zahlreiche Begleitmaterialien, die Ihre Aktionen bereichern: Mutmacherkarten, Glückwunschkarten, Aufkleber, Gebetsleporellos und vieles mehr. Der USB-Stick, der dem Gesamtpaket beiliegt oder einzeln bestellt werden kann, enthält zusätzliche Inhalte für Ihre Arbeit vor Ort. Mit praktischen QR-Codes und Links (z. B. via tinyurl.com) gelangen Sie schnell zu ergänzenden Online-Materialien.

Warum jetzt bestellen?

Das Materialheft ist Ihr Begleiter für die FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025. Mit den vielfältigen Begleitmaterialien gestalten Sie Ihre Aktionen noch sichtbarer und inspirierender. Bestellen Sie jetzt, um rechtzeitig vorbereitet zu sein, denn der Versand startet ab Mitte August wieder täglich!

Gemeinsam für den Frieden

Mit Heidrun Kisters und Marcus Vetter als Friedensbotschafter*innen 2025 setzen wir starke Zeichen für eine friedliche Zukunft. Lassen Sie sich von ihren Impulsen und dem Film „War and Justice“ inspirieren, teilen Sie Ihre Veranstaltungen unter kontakt@friedensdekade.de und folgen Sie uns auf Instagram für aktuelle Anregungen.

Im November wecken wir gemeinsam den Frieden und zeigen, wie viele Menschen und Regionen sich für eine friedliche Zukunft einsetzen!

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