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Autor: Lars Blume

Couragiert widerständig: Zehntausende setzen mit Schulstreik ein Friedenszeichen

Ökumenische FriedensDekade 2026: Das Motto couragiert widerständig als Antwort auf die neue Wehrpflicht-Regelung

Der Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 5. Dezember 2025 mobilisierte Zehntausende Schülerinnen und Schüler in über 80 Städten. Anlass war die Verabschiedung des neuen Wehrdienst-Gesetzes, das ab 2026 eine Musterungspflicht für junge Männer vorsieht. Die massive Beteiligung, in Hamburg demonstrierten Tausende (Quelle u. a.: Hamburger Abendblatt), manifestiert das Motto der kommenden Ökumenischen FriedensDekade 2026: couragiert widerständig.

Das Handeln der Jugendlichen ist ein eindrucksvolles Beispiel für aktiven, gewaltfreien Widerstand und die notwendige Haltung in der aktuellen Sicherheitspolitik.

Die Diskrepanz: Demokratisches Lernen vs. Fehlzeiten-Drohung

Die Proteste stellten die Schulen vor ein Dilemma: Die Schüler*innen übten ihr Demonstrationsrecht aus und lernten dadurch Demokratie aktiv. Dennoch reagierten Schulbehörden, wie in Hamburg, mit Warnungen vor unentschuldigten Fehlzeiten.

Dieser Widerspruch zwischen dem praktischen Erleben von Demokratie und der institutionellen Reaktion wurde von den Streikführern als Einschüchterungsversuch kritisiert. Die Weigerung, dem militärischen Zwang nachzugeben, ist für viele Jugendliche jedoch fundamental. „Was ist schon ein Gespräch mit dem Schulleiter oder unentschuldigte Fehlstunden im Vergleich zu einem halben Jahr in der Kaserne?“, fragte Golo Busche aus Kiel, was die Entschlossenheit dieser Haltung unterstreicht.

Aufkleber gibt es im Friedensdekade Webshop

Kritik und Zivilcourage: Warum die Jugend Widerstand leistet

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) würdigte die Courage der Protestierenden, betonte aber gleichzeitig die Notwendigkeit der Verteidigungsfähigkeit. Die FriedensDekade akzeptiert diese Anerkennung der Courage, lenkt den Fokus aber um: couragiert widerständig bedeutet, diese Energie in die Stärkung ziviler Strukturen zu investieren.

„Wir sollen für Deutschland kriegstauglich werden – doch was ist mit unserem Recht, in Frieden zu leben?“, fragte Phil Werring aus Münster.

Berichte, wie die eines Ex-Soldaten, der wegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit aus der Truppe austrat, unterstreichen die Diskrepanz zwischen dem idealisierten Bild und der Realität. Die Jugendlichen fordern daher mehr Geld für Bildung und Soziales statt für Aufrüstung und sehen in der Wehrpflicht einen falschen Weg.

Motto 2026: Den couragierten Widerstand begleiten

Die Initiative Schulstreik gegen Wehrpflicht hat bereits den 5. März 2026 für den nächsten Streik angekündigt.

Die Ökumenische FriedensDekade 2026 wird diesen couragierten Widerstand begleiten. Unser Auftrag ist es, die Haltung der jungen Menschen zu unterstützen:

Räume der Auseinandersetzung ermöglichen: Wir unterstützen Foren für die Gewissensbildung und die Entscheidungsfindung der Jugendlichen.

Sichtbarkeit von Alternativen stärken: Wir helfen dabei, KDV-Beratung, Friedensbildung und zivile Konfliktlösung sichtbar zu machen.

Gemeinsames Handeln fördern: Wir ermutigen Gemeinden und Schulen, Friedenskompetenz aktiv zu lehren.

Wir stärken den Mut, Nein zur militärischen Logik zu sagen, um das Ja zu Frieden, Recht und Gerechtigkeit neu und gemeinsam zu entdecken. Damit festigen wir das Mosaik des Friedens, das durch die couragierte Haltung jedes Einzelnen in unserem Land entsteht.

Vertiefende Lektüre:

Weitere Informationen zum Schulstreik finden Sie hier:

Bleiben Sie couragiert widerständig!

Der couragierte Widerstand der jungen Generation zeigt uns den Weg: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern braucht unsere aktive Haltung.

Die FriedensDekade braucht Sie!

Um die Arbeit der Ökumenischen FriedensDekade 2026 unter dem Motto couragiert widerständig auch im nächsten Jahr kraftvoll fortsetzen zu können, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung:

Kaufen Sie Materialien: Mit jeder Bestellung in unserem Online-Shop (Karten, Symbole) unterstützen Sie unsere finanzielle Basis und senden aktiv ein Friedenszeichen.

Spenden Sie: Ihre Spende oder Kollekte sichert die Planung und Durchführung unserer bundesweiten Friedensarbeit.

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Für Frieden couragiert widerständig.

PLAKAT-WETTBEWERB ZUM MOTTO „couragiert widerständig“

AUSSCHREIBUNG

Der Verein Ökumenische FriedensDekade e.V. sucht im Rahmen eines Wettbewerbs ein medienübergreifendes Plaktmotiv (Key-Visual), das für das Jahresmotto „couragiert widerständig“ steht. Es ist dann das Erkennungszeichen für die bundesweite 46. Ökumenische FriedensDekade vom 8. – 18. November 2026 mit Gottesdiensten, Friedensgebeten und Informationsveranstaltungen in Kirchen und Gemeinden.

Das Motto „couragiert widerständig“ lädt dazu ein, Haltung zu zeigen, das eigene Gewissen zu klären und mutig für Menschenrechte, internationales Recht und Frieden einzutreten. Es ermutigt zu einer aktiven, gewaltfreien Gegenwehr gegen Unrecht, Hass und Gewalt und schlägt eine Brücke zu Widerstandsbewegungen in demokratischen und autoritären Ländern.

 

Zum Hintergrund des Jahresmottos „couragiert widerständig“

Thematisch wird sich die FriedensDekade 2026 unter anderem mit Beispielen zivilen Ungehorsams, gewaltfreien Trainings, der Bedeutung der Kriegsdienstverweigerung (KDV) sowie der Stärkung von Menschenrechten und internationalem Recht auseinandersetzen. Besondere Impulse liefern zwei Bibelstellen. Zum einen ist es die Geschichte der hebräischen Hebammen Schifra und Pua (Exodus 1,15-21), die einen Kindermord verhindern.

Die zweite für die FriedensDekade 2026 wichtige biblische Botschaft findet sich in 2. Timotheus 1,7. Sie erinnert uns daran, dass Gott uns nicht den „‘Geist der Furcht gegeben hat, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit‘“. Aus dieser Besonnenheit heraus wollen wir zum Handeln ermutigen, junge und alte Menschen, die weltweit „couragiert widerständig“ für eine bessere Welt, für Frieden und Abrüstung eintreten. Mehr Infos zum Motto „couragiert widerstände“ finden Sie auch hier.

Prämierte Entwürfe

Das Gewinnermotiv (1. Platz) wird als Leitmotiv auf Medien der FriedensDekade 2026 eingesetzt. Als Plakat wird es viele Kirchengemeinden und Friedensinitiativen in Deutschland verbinden und auf die FriedensDekade 2026 sowie auf örtliche Veranstaltungen im Rahmen dieser Tage hinweisen. Das Motiv erscheint auch digital z.B. auf der Webseite und in anderen Medien der FriedensDekade wie z. B. als kleiner Aufkleber, als Postkarte, auf dem Arbeitsheft oder in Anzeigen in Gemeindeblättern. Weitere prämierte Motive (Platz 2 und 3) werden als Postkarten gedruckt und auf der Webseite vorgestellt.

Wir freuen uns auf Ihre Entwürfe!

Details zum Wettbewerb

FOLGENDE PREISE WERDEN VERGEBEN

  1. Preis 1.000 €
  2. Preis 500 €
  3. Preis 250 €

EINSENDUNGEN BIS ZUM 26. Januar 2026 AN

Ökumenische FriedensDekade e. V.

An: plakatwettbewerb@friedensdekade.de

Betreff: Plakatwettbewerb – „couragiert widerständig“

Bitte den Entwurf als PDF-Datei senden.

BITTE BERÜCKSICHTIGEN SIE

  • maximal 3 Entwürfe pro Teilnehmer:in
  • Bitte verwenden Sie die grafischen Vorgaben für Text, Logo (Schwerter zu Pflugscharen) und Schrift „Lato“ (Google open font license), wie sie auf der dazu gehörenden zip-Datei vorgegeben sind (Dateipaket steht ab 11.12.2025 zum Download bereit). Sollten Sie diese Ausschreibung ohne zip-Datei erhalten, laden Sie sich bitte die Datei von der FriedensDekade-Webseite herunter oder wenden Sie sich an die angegebene Kontaktadresse.
  • Alle Entwürfe sollten aus zwei Gestaltungsebenen bestehen (dem Motiv und der Typografie), damit wir für verschiedene Medien Formatanpassungen vornehmen können.
  • Bitte geben Sie im E-Mail-Anschreiben an plakatwettbewerb@friedensdekade.de Ihren Namen, Anschrift und Telefonnummer an. Die Entwürfe werden gesammelt und anonym an die Jury weitergegeben. Bewertet wird nach den Kriterien Inhalt, Eigenständigkeit und Technik.
  • Mit der Einsendung gewährleisten Sie, dass die Einreichung frei von Rechten Dritter ist. Teilnehmende am Wettbewerb tragen das diesbezügliche Haftungsrisiko.
  • Mit der Einsendung gehen die Nutzungsrechte an den Verein Ökumenische FriedensDekade e. V..
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

FÜR RÜCKFRAGEN WENDEN SIE SICH BITTE AN:

Wiltrud Rösch-Metzler
Redaktion Ökumenische FriedensDekade
Telefon 07 11 – 2 62 67 20
plakatwettbewerb@friedensdekade.de

„couragiert widerständig.“ Das Motto 2026 im Angesicht der Wehrpflichtdebatte

Ein Impuls von Lars Blume 

Courage als Auftrag: Wie junge Menschen am 5. Dezember 2025 den Geist der FriedensDekade 2026 lebendig machen

Heute, am 5. Dezember 2025, treffen sich zwei entscheidende Perspektiven auf die Zukunft unseres Landes. Im Bundestag wurde die Entscheidung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht verabschiedet. Gleichzeitig leben junge Menschen in über 100 Städten den couragierten Widerstand: Mit dem Schulstreik gegen die Wehrpflicht setzen sie ein machtvolles Zeichen. Ihr Handeln ist eine direkte Bestätigung für das Motto der Ökumenischen FriedensDekade 2026: „couragiert. widerständig.“.

Dieses Motto ist keine leere Formel, sondern ein Aufruf, sich den dominanten Narrativen entgegenzustellen. Die Jugend beweist, dass es heute darum geht, nicht nur den Frieden zu wecken (wie es das Motto des Vorjahres nahelegte), sondern ihn aktiv und öffentlich gegen alle Tendenzen der Militarisierung zu verteidigen.

Das Motto der Ökumenische FriedensDekade 2026 lädt ein, über echte Sicherheit nachzudenken: nicht laut gegen Menschen, sondern klar gegen Gewalt; nicht naiv gegenüber Bedrohungen, sondern mutig für Alternativen der Friedensbildung und des zivilen Engagements.

Mut und Motivation: Was treibt die jungen Menschen wirklich an?

Der Schulstreik zeigt eindrücklich: Die junge Generation ist bereit, Haltung zu zeigen. Doch was sind die tatsächlichen Motive, die heute junge Menschen bewegen, sei es zum Protest oder zum Dienst? Der Journalist Ulrich Schnabel beleuchtet in seinem Artikel „Die neuen Freiwilligen“ in der ZEIT (Nr. 52/2025) die komplexen Motive jener, die sich freiwillig für das Militär entscheiden. Schnabel stellt fest, dass die alten, von Hollywood oder der Netflix-Doku Marines transportierten Klischees vom hypermaskulinen Söldnertypen kaum noch tragen.

Die Forschung identifiziert vier soldatische „Archetypen“, deren Motive sich klar unterscheiden:

Der Freiheitskämpfer: Handelt extrinsisch, für ein höheres Ziel wie die Verteidigung der Demokratie.

Der Freiwillige: Handelt intrinsisch, liebt das Abenteuer, den Umgang mit Waffen und die Kameradschaft.

Der Profi: Sieht das Militär pragmatisch als Arbeitgeber mit Karrierechancen, liebt aber die Uniform und Hierarchie.

Der Söldner: Sieht das Militär rein pragmatisch als Job, dem die Umstände relativ egal sind, Hauptsache, das Geld stimmt.

Trotz dieser Kategorien kommt die Bewerberstudie der Bundeswehr zu einem überraschenden Ergebnis, das unsere These des couragierten Widerstands untermauert: Sowohl jene, die den Dienst wählen, als auch jene, die ihn ablehnen, sind überwiegend von Idealismus, Verantwortungsgefühl und dem Wunsch nach Gemeinschaft und Sinn getrieben. Werte wie Rücksicht, Partnerschaft und Eigenverantwortung sind entscheidender als Härte oder Nationalstolz.

Dieser Befund ist zentral für die Arbeit der FriedensDekade 2026. Denn diese tief verwurzelten Friedenswerte tragen auch die Friedensbewegung und sind die Grundlage für unser Motto „couragiert widerständig.“. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob junge Menschen Mut haben. Die Frage ist: Welche Vision von Sicherheit bietet unsere Gesellschaft und wohin lenkt sich ihre Courage?

Diesen und viele weiterer Artikel finden Sie in unserem Onlineshop

Was bedeutet Widerständigkeit im Kontext der Friedensarbeit?

Widerstand im Sinne des Mottos „couragiert. widerständig.“ ist eine aktive, gewaltfreie Haltung. Wir setzen einen widerständigen Impuls gegen:

Gesellschaftlichen Druck und Polarisierung: Wir stellen uns gegen die Tendenz, Krieg als alternativlos hinzunehmen und Sicherheit primär militärisch zu denken. Die Fokussierung auf die Wehrpflicht lenkt Ressourcen von der dringenden Stärkung ziviler Konfliktlösung ab.

Mangelnde Beteiligung: Wir wenden uns gegen eine Logik, die 18-Jährige mit Fragebögen konfrontiert, aber zu wenig Räume für Friedensbildung und tiefgehende Gewissensarbeit schafft. Die Geschichte des zivilen Ungehorsams, bezeugt durch die hebräischen Hebammen Schifra und Pua (Exodus 1,15-21), wird zum zentralen Thema der FriedensDekade 2026.

Die entscheidende Frage lautet: Welche Zukunft bauen wir mit diesen jungen Menschen? Eine, die sie in Uniform bringt, oder eine, die sie darin unterstützt, Konflikte konstruktiv und auf Basis ihrer mitgebrachten Friedenswerte zu lösen?

Unser Auftrag 2026: Die Courage für den Frieden stärken

Das Motto „couragiert widerständig.“ ist der Kompass für die Ökumenische FriedensDekade 2026 und leitet uns zu unterstützenden Schritten an:

Räume der Auseinandersetzung ermöglichen: Wir unterstützen die Entstehung von Foren und Diskussionsrunden, in denen junge Menschen ihre Fragen stellen, ihre Gewissensentscheidungen begleiten und ihre Haltung entwickeln können.

Sichtbarkeit von Alternativen stärken: Wir helfen dabei, KDV-Beratung, Friedensbildung und Gewissensarbeit sichtbar zu machen und alternative, zivile Wege zur Konfliktlösung zu stärken.

Gemeinsames Handeln fördern: Wir ermutigen Gemeinden und Schulen, Friedenskompetenz aktiv zu lehren. Unser Ziel ist es, den Mut zu stärken, Nein zu sagen, und das Ja zu Frieden, Recht und Gerechtigkeit neu zu entdecken.

Lasst uns gemeinsam eine widerständige Hoffnung pflegen. Eine Zukunft in der, Waffen und Abschreckung nicht als einzige Alternative verstanden werden. Wir laden Sie ein, sich uns anzuschließen und die FriedensDekade 2026 zu einem starken Signal für den Frieden zu machen.

Bleiben Sie couragiert widerständig!

Der couragierte Widerstand der jungen Generation zeigt uns den Weg: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern braucht unsere aktive Haltung.

Die FriedensDekade braucht Sie!

Um die Arbeit der Ökumenischen FriedensDekade 2026 unter dem Motto couragiert widerständig auch im nächsten Jahr kraftvoll fortsetzen zu können, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung:

Kaufen Sie Materialien: Mit jeder Bestellung in unserem Online-Shop (Karten, Symbole) unterstützen Sie unsere finanzielle Basis und senden aktiv ein Friedenszeichen.

Spenden Sie: Ihre Spende oder Kollekte sichert die Planung und Durchführung unserer bundesweiten Friedensarbeit.

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Für Frieden couragiert widerständig.

COURAGIERT WIDERSTÄNDIG

Ökumenische FriedensDekade 2026 legt Motto fest und startet Motivwettbewerb.

Das Motto der 46. Ökumenischen FriedensDekade 2026 steht fest: „couragiert widerständig“. Dieses Thema, das vom Gesprächsforum in Fulda beschlossen wurde, wird die ökumenische FriedensDekade vom 8. bis 18. November 2026 prägen. Gleichzeitig ruft der Verein Ökumenische FriedensDekade e. V. zur Gestaltung eines medienübergreifenden Key-Visuals (Motiv) auf und startet den bundesweiten Plakatwettbewerb.

Die 46. FriedensDekade: Für Zivilcourage und Haltung

Das Motto „couragiert widerständig“ lädt dazu ein, Haltung zu zeigen, dass das eigene Gewissen zu schärfen und zu prüfen und mutig für Menschenrechte, internationales Recht und Frieden einzutreten. Es ermutigt zu einer aktiven, gewaltfreien Gegenwehr gegen Unrecht, Hass und Gewalt. Die FriedensDekade wird vom 8. bis 18. November 2026 mit Gottesdiensten, Friedensgebeten, Konzerten und vielfältigen Veranstaltungen im ganzen Land begangen.

In Zeiten, in denen sich globale Krisen und Konflikte zuspitzen und polarisierende Tendenzen zunehmen, braucht es den Mut, widerständig zu sein“, betont Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V. „Die biblische Botschaft in 2. Timotheus 1,7 erinnert uns daran, dass Gott uns nicht den „Geist der Furcht gegeben hat, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“. Aus dieser Besonnenheit heraus wollen wir zum Handeln ermutigen. Wir stehen ein für junge Menschen, die sich weltweit für Frieden, Menschenrechte und gegen Wehrpflicht einsetzen. Ebenso unterstützen wir die Bildungs- und Sozialarbeit, die couragiert gegen Rassismus und für Chancengleichheit widersteht.

Thematisch wird sich die FriedensDekade 2026 mit Beispielen zivilen Ungehorsams, der Schärfung des eigenen Gewissens, gewaltfreien Trainings, der Bedeutung der Kriegsdienstverweigerung (KDV) sowie der Stärkung von Menschenrechten und internationalem Recht auseinandersetzen. Besondere Impulse liefern die Geschichte der hebräischen Hebammen Schifra und Pua (Exodus 1,15-21) und das Motto selbst, das die Verbindung zwischen innerer Überzeugung und äußerer, mutiger Handlung sucht.

Key-Visual gesucht: Motivwettbewerb gestartet

Für das Motto „couragiert widerständig“ sucht der Verein Ökumenische FriedensDekade e. V. ein prägnantes Key-Visual. Grafiker*innen, Gestalter*innen, Agenturen sowie Privatpersonen und Schüler*innen sind eingeladen, ihre Entwürfe für die grafische Gestaltung des Jahresmottos einzureichen.

Der Wettbewerb ist wie in den Vorjahren mit insgesamt 1.750 € für die besten drei ausgewählten Motive dotiert. Das Gewinnermotiv wird als zentrales Leitbild auf allen Materialien und digitalen Plattformen der FriedensDekade eingesetzt.

  • Einsendeschluss: 26. Januar 2026
  • Jury-Entscheidung: Im Februar 2026

Interessierte finden die Rahmenvorgaben für die Gestaltung sowie Hintergrundtexte zum Jahresmotto „couragiert widerständig“ hier.

 

Aufruf zur Unterstützung: Über 100 Schulstreiks gegen die Wehrpflicht am 5. Dezember!

Diesen Freitag, den 5. Dezember, steht im Bundestag die mögliche Beschlussfassung über die neue Wehrpflicht an. Als Reaktion darauf haben Schüler*innen in über 100 Städten in ganz Deutschland dezentrale Schulstreiks und Protestaktionen organisiert. Unterstützt vom Netzwerk Friedenskooperative. 

Die zentrale Botschaft der Streikenden ist klar: „Wir wollen nicht ein halbes Jahr unseres Lebens in Kasernen eingesperrt sein, zu Drill und Gehorsam erzogen werden und töten lernen. Krieg ist keine Zukunftsperspektive und zerstört unsere Lebensgrundlage.“ Die Proteste sind ein Ausdruck des Widerstands gegen die Militarisierung der Gesellschaft und ein Plädoyer dafür, dass die Betroffenen, die junge Generation, in dieser Debatte gehört werden. „Niemand fragt uns, was wir wollen. Niemand will wissen, was wir dazu denken. Dabei sind wir die Betroffenen! Es sind unsere Leben, über die sie diskutieren und bestimmen wollen.“

Haltung zeigen: Unterstützen Sie die Jugend!

Unabhängig davon, ob Sie selbst noch zur Schule gehen oder nicht: Wir rufen alle auf, die jungen Menschen in ihrem couragierten Handeln zu unterstützen.

Die Debatte um die Wehrpflicht wird oft von Generationen geführt, die selbst nicht mehr betroffen sind. Zeigen Sie Solidarität mit denjenigen, deren Leben direkt beeinflusst wird. Gehen Sie zu den Kundgebungen, tauschen Sie sich mit den Streikenden aus und stärken Sie ihre Stimme gegen den Dienst an der Waffe.

Informationen zu Aktionen

Informationen zu Orten und Uhrzeiten der Schulstreiks sowie weiteren Demonstrationen finden Sie auf der Webseite des Netzwerks Friedenskooperative:

Nein zur Wehrpflicht – Nein zur Militarisierung!

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