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Autor: Lars Blume

PORTRÄT • FRIEDENSBOTIN 2026 Dr. Friederike F. Spengler – Couragiert widerständig seit 1982

Von der Nikolaikirche ins Bischofsamt: Warum die Friedensbotin 2026 den Frieden nicht nur als Ideal kennt, sondern als gelebte Haltung.

Es war ein Novemberabend, der sich ihr eingraviert hat. 1982, Nikolaikirche Leipzig. Friederike Spengler ist 14 Jahre alt, als ihr Vater (damals Präses der Leipziger Synode) sie nicht in ihre Heimatgemeinde mitnimmt, sondern hierher: in eine Kirche, die die DDR-Staatsführung längst zum politischen Risiko erklärt hat. Die Kreissynode hat sich verabredet, den Eröffnungsgottesdienst der Friedensdekade als Teilnehmende zu unterstützen. Ihr Vater gehört zu den Sprechenden der Fürbitten.

Die Staatssicherheit ist bereits eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn da. Großflächig über das Kirchenschiff verteilt, gut sichtbar. Als die Gemeinde nach dem Friedensgebet durch das Eingangstor hinaus in den Novemberabend tritt, ist die gesamte Etage des gegenüberliegenden Hauses hell erleuchtet. Männer mit Ferngläsern stehen hier. Die mit hinauslaufenden Stasileute scannen die Gesichter. „Ich bilde mir heute ein, damals mit anderen gemeinsam hinauf gewunken zu haben“, sagt Spengler. „Vielleicht ist das mehr Wunsch als reale Erinnerung, aber es war das Gefühl des Abends.“


Predigten & Impulse von Dr. Friederike F. Spengler

 

Als Schülerin „politisch unzuverlässig“

Friederike Spengler war ihrer Schule unbequem, auch weil sie in ihrem Jahrgang die Einzige war, die nicht zur Jugendweihe, sondern ausschließlich zur Konfirmation ging, sich nicht der Ideologie der DDR verpflichten wollte. Noch schwieriger wurde es für sie, als sie den militärisch aufgeladenen Unterricht kritisierte und deshalb das Aufsagen von Gedichten und Singen von Liedern mit Militär-verherrlichenden Inhalten ebenso verweigerte wie Sportübungen mit Attrappen von Gewehren und Handgranaten. Als sie sich in der 9. Klasse dem für Mädchen (parallel zum obligatorischen Wehrlager für Jungs) verpflichtendem Kurs für Erste Hilfe und Schutz vor atomaren Angriffen verweigerte und stattdessen bat, die Stunden in einer diakonischen Einrichtung arbeiten zu dürfen, drohte man mit nachhaltigen Konsequenzen. „Ich hatte Gott sei Dank Eltern, die hinter mir standen, und eine Kirchengemeinde, deren Gemeindeleben mir Kraft gab. Sonst hätte ich diesen Weg so nicht gehen können“, sagt sie. Über die Angebote kirchlicher Friedens- und Umweltarbeit kam sie mit Gleichgesinnten zusammen. Deshalb war es auch gar keine Frage, sondern nur folgerichtig, den Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“ an der Jacke zu tragen. Für dieses Symbol habe ich gestritten und gelitten“, sagt sie heute. Wer in der DDR weiß, was dieser Stoff auf dem Ärmel bedeutete, versteht den Preis. Von nun an gab man ihr unumwunden zu verstehen, dass weder Abitur noch Fachschulausbildungen für sie möglich wären. Man hielt Wort.

Zwischen Bekenntnis und Denkschrift

Heute, als Regionalbischöfin in Thüringen und Mitglied der EKD-Synode, ist Friederike Spengler längst eine der markanten Stimmen in der evangelischen Friedensdebatte. Als die EKD bei ihrer Synode in Dresden 2025 ihre neue Friedensdenkschrift vorlegte, die den Rahmen für kirchliche Stellungnahmen zu Krieg und militärischer Gewalt neu absteckt, meldete sie sich zu Wort: Es tue ihr weh, welch marginale Stellung dem Pazifismus in dem Papier eingeräumt werde, sagte sie im Kirchenparlament. Auch, dass die Passage, der Dienst ohne Waffe ist das „deutlichere Zeugnis des gegenwärtigen Friedensgebots unseres Herrn“ nicht mehr länger Teil evangelischer Friedensethik sei, hinterfragte sie. Und sie übte Kritik an der Denkschrift in puncto Stellung zu atomarer Bewaffnung.

Friederike Spengler hatte bereits bei der EKD-Synode 2019 beantragt, Artikel 16 der Confessio Augustana, jenes Bekenntnisstück aus dem Jahr 1530, das Christen die Teilnahme an Kriegen und staatlicher Gewalt erlaubt, kritisch in den Blick zu nehmen, im Wortsinn: „Re-Vision“, sie erneut anzusehen und zeitgemäß zu interpretieren. Eine Kirche, die sich als „Kirche des gerechten Friedens“ verstehe, müsse konsequent vom Frieden her denken – nicht vom Krieg als geregeltem Ausnahmefall. Das ist theologische Grundsatzdiskussion, aber sie hat politische Konsequenzen. Und Spengler ist willens, sie zu ziehen.

Seelsorge als Fundament

Bevor Spengler ab 1989 Theologie studierte, fand sie bei Diakonie und Kirche Ausbildungsmöglichkeiten und arbeitete als Kinderdiakonin und in der Psychiatriepflege. Das sind für sie keine biografischen Fußnoten: Sie haben ihr Menschenbild geprägt und wie sie Kirche denkt. Auch Kirchenleitung. Sie mischt sich in ethische Debatten ein und meldet sich für jene zu Wort, deren Stimme überhört wird. Ihr Amt nutzt sie bewusst als Ökumenikerin, die den konfessionsübergreifenden Dialog ebenso wie für den zwischen Christen und Juden in Thüringen sucht und lebt. Sie unterstützt als Gesicht der EKM bei „Weltoffenes Thüringen“ demokratiefördernde Projekte und Initiativen. In ihrem Ehrenamt ist sie als Vorstandsvorsitzende des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes tätig. Die FriedensDekade 2026 bekommt mit ihr eine Botschafterin, für die Frieden kein bloßes Ideal ist, sondern auch Handwerk.

Der Kreis schließt sich

Wenn Friederike Spengler nun im Jahr 2026 als Friedensbotin auftritt, ist das für sie keine neue Rolle. Es ist Fortsetzung. Die FriedensDekade gehöre „elemtar“ zu ihrer Prägung, sagt sie und diese Formulierung klingt nach innerer Haltung. Wer die Nikolaikirche 1982 erlebt hat, wer für seine Überzeugung Nachteile in Kauf nehmen musste, wer in der EKD-Synode so deutliche Worte sagt, der glaubt man das.

„Martin Luther soll gesagt haben: Wes das Herz voll, des geht der Mund über. So ist es wohl.“– Dr. Friederike F. Spengler, in ihrer Zusage, das Amt der Friedensbotin für die FriedensDekade 2026 zu übernehmen

Ihren 90-jährigen Vater, der sie damals in die Nikolaikirche mitnahm, wird die Nachricht besonders freuen. Er habe immer Wert auf die Bedeutung ihres Vornamens gelegt, sagt sie. Friederike heißt „Friedensfrau“. Als Friedensbotin 2026 wird dieser Name erneut zur Aufgabe.

Zur Person

Dr. Friederike F. Spengler, Jahrgang 1968, ist seit 2019 Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Mitglied der 13. Synode der EKD und der Kirchenleitung der VELKD. Sie studierte Theologie in Jena, Erfurt und Marburg und wurde in Heidelberg promoviert. Sie war Gemeinde- und Schulpfarrerin und bekleidete eine landeskirchliche Pfarrstelle. Zuvor arbeitete sie als Kinderdiakonin, Psychiatriepflegerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Jena. Spengler ist verheiratet und hat drei Kinder.

Starkes Zeichen vor Ort: Machen Sie „Frauen des Friedens“ zu Ihrer FriedensDekade Ausstellung 2026!

Von Bertha von Suttner bis Malala Yousafzai – Jetzt vorbestellen und die Veröffentlichung sichern.

In den Rückmeldungen zum Friedensbrief taucht seit Monaten ein Wunsch immer wieder auf: Könnte man die „Frauen des Friedens“ nicht als Ausstellung vor Ort zeigen? Nicht nur digital lesen, sondern im Gemeindehaus, in der Schule oder im Foyer davor stehen bleiben, ins Gespräch kommen und Haltung zeigen. Diese Idee stammt direkt aus Ihrer Leserschaft. Wir wollen sie gemeinsam umsetzen.

Ehrlich gesagt ist das ein Experiment: Wir gehen erst dann in die finale Gestaltung und Produktion, wenn wir wissen, dass die Idee getragen wird. Mit Ihrer Vorbestellung entscheiden Sie mit, ob es diese Ausstellung im November geben wird. Die Vorbestellung läuft getrennt von unseren übrigen Shop-Artikeln und erfolgt risikofrei auf Rechnung. Kommt bis Mitte September nicht die nötige Mindestanzahl zusammen, verfällt Ihre Bestellung automatisch. Es entstehen keinerlei Kosten. Erreichen wir das Ziel, geht die Ausstellung sofort in Produktion.

Wir wollen dieses Wagnis eingehen, aber dafür brauchen wir jetzt Ihre Vorbestellung!

Ob aus der Idee eine fertige Ausstellung wird, liegt in Ihren Händen. Wir bitten Sie daher: Bestellen Sie schon jetzt, um das Projekt überhaupt erst zu ermöglichen.

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Am einfachsten und schnellsten bestellen Sie die Ausstellung im Vorverkauf separat, ohne weitere Artikel im Warenkorb. So ist eine reibungslose Zuordnung für die spätere Rechnungsstellung garantiert.

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(Der Vorverkaufs-Rabatt von 42,00 € statt 59,00 € wird automatisch berücksichtigt. Sollte das Mindestziel nicht erreicht werden, stornieren wir die Bestellung kostenfrei.)

15 Tafeln, dezentral und flexibel als digitale Drucklizenz

Aus den zwölf Biografien entsteht ein flexibles Ausstellungs-Set als digitale Drucklizenz. Keine schweren Kisten, kein Logistikaufwand. Sie drucken die Plakate vor Ort, vom Gemeindedrucker in A3 bis zur lokalen Druckerei in A1. Die Druckkosten liegen erfahrungsgemäß bei ca. 50 bis 70 Euro für ein A1-Ganzset.

Das Set enthält neben Intro- und Outro-Tafel eine Vorlage für eine 13. Tafel, die Sie beliebig oft gestalten können: für Frauen aus Ihrer Region, Ihrer Kirchengemeinde oder Stadtgeschichte. Dazu eine pädagogische Handreichung mit Bausteinen für Gottesdienste, Schulstunden, Raum-Tipps und Pressemitteilungen.

Diese zwölf Frauen warten auf Ihren Einsatz

Pionierinnen brechen Tabus:
Bertha von Suttner (Österreich), Sophie Scholl (Deutschland), Petra Kelly (Deutschland)

Frieden ist unteilbar:
Wangari Maathai (Kenia), Leymah Gbowee (Liberia), Rigoberta Menchú Tum (Guatemala)

Standhaftigkeit im Alltag leben:
Rosa Parks (USA), Betty Williams (Nordirland), Bärbel Bohley (DDR)

Hoffnungskraft praktizieren:
Dorothy Day (USA), Dorothee Sölle (Deutschland), Malala Yousafzai (Pakistan)

Die Drucklizenz ist bis Anfang September zum Vorverkaufspreis von 42 Euro erhältlich, danach 49 Euro. Am einfachsten bestellen Sie die Ausstellung separat, ohne weitere Artikel im Warenkorb.

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Was Sie mit der Bestellung erhalten:
Eine dauerhafte digitale Nutzungslizenz für einen Standort inklusive 15 hochauflösender Druckvorlagen und pädagogischer Handreichung. Die Ausstellungstafeln selbst werden nicht mit der Lizenz geliefert, sondern von Ihnen vor Ort auf eigene Kosten gedruckt.

Betty Williams – Den anderen nicht zum Feind machen

Biographie einer Friedenspionierin

Zum Jahresmotto 2026 der ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“

„The only force which can break down those barriers is the force of love, the force of truth, soul-force.“ (Die einzige Kraft, die diese Barrieren überwinden kann, ist die Kraft der Liebe, die Kraft der Wahrheit, die Kraft der Seele.)

Betty Williams (Nordirland, 1943–2020) war keine Politikerin. Sie hatte keinen Friedensplan in der Schublade. Sie war Büroangestellte, Mutter und eine Frau aus Belfast. Am 10. August 1976 sah sie drei tote Kinder auf einer Straße. Wenige Tage später standen Tausende Menschen auf den Straßen Nordirlands.

In unserer Reihe „Frauen des Friedens“ zur ökumenischen FriedensDekade 2026 stellen wir Pionierinnen mutiger Widerständigkeit vor. Im Juli zeigte uns Rosa Parks, dass Haltung zeigen Gemeinschaft braucht und aus Gemeinschaft erwächst. Betty Williams vertieft diesen Gedanken: Sie zeigt, dass Friede dort beginnt, wo Menschen aufhören, den anderen als Feind zu sehen.

 

Eine Frau greift zum Telefon

Nach dem Tod der drei Kinder ruft Betty Williams bei der Zeitung Irish News an und gibt ihre Telefonnummer weiter. In kurzer Zeit kommen mehr als 6.000 Unterschriften zusammen. Gemeinsam mit Mairead Corrigan, der Tante der getöteten Kinder, und dem Journalisten Ciaran McKeown gründet sie die Peace People. Es war nicht die Geschichte einer einzelnen Heldin. Es war die Geschichte von Menschen, die auf denselben Moment unterschiedlich reagierten und daraus gemeinsam etwas Neues entstehen ließen.

In den folgenden Monaten beteiligen sich Hunderttausende an den Kundgebungen. Menschen aus katholischen und protestantischen Gemeinschaften stehen nebeneinander auf Straßen, die sonst durch Angst und Feindbilder geprägt sind. Die Bewegung nennt sich nicht „die Katholiken für den Frieden“ und nicht „die Protestanten für den Frieden“. Sie nennt sich: Peace People. Friedensmenschen.

Den anderen nicht zum Feind machen

Betty Williams wusste, dass Demonstrationen allein einen Konflikt nicht lösen. In ihrer Nobelpreisrede spricht sie von den „Barrieren“, die Menschen voneinander trennen: physische, emotionale, ideologische. Diese Barrieren müssten nicht nur politisch, sondern zwischen den Menschen selbst abgebaut werden.

Darin liegt eine tiefe christliche Dimension ihrer Friedensarbeit. Der andere bleibt Mensch. Auch dann, wenn er mir fremd ist. Auch dann, wenn er mich verletzt hat. Jesus formuliert diesen Anspruch radikal: „Liebt eure Feinde.“ Feindesliebe bedeutet nicht, Gewalt zu verharmlosen. Sie bedeutet zunächst, dem anderen seine Menschlichkeit nicht abzusprechen. Wer den anderen wieder als Menschen sieht, kann mit ihm sprechen. Und wer miteinander spricht, kann beginnen, etwas über die Angst und die Hoffnungen des anderen zu verstehen.

1976 erhielten Betty Williams und Mairead Corrigan den Friedensnobelpreis. In Oslo sagte Williams: „The words are simple but the path is not easy.“ Die Worte sind einfach. Der Weg ist es nicht.

Was bleibt

Die Peace People gerieten unter Druck und zerfielen 1978 in ihrer ursprünglichen Form. Betty Williams engagierte sich später international für Kinderrechte. Sie starb am 17. März 2020 in Belfast.

Hat sie den Konflikt in Nordirland beendet? Nein. Aber die Peace People machten etwas sichtbar: dass Menschen auf beiden Seiten Frieden wollten. Dass Nachbarinnen und Nachbarn nicht zwangsläufig Feinde bleiben mussten. Dass der Wunsch nach Frieden nicht bei einem Wunsch bleiben musste.

Betty Williams begann mit einem Telefonanruf. Andere schlossen sich ihr an. Aus diesem ersten Schritt entstand eine Bewegung.

Couragiert widerständig, wie Betty Williams. Für eine Welt, in der Menschen nicht länger als Feinde leben müssen.

 

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Fragen zur Reflexion:

Betty Williams reagierte unmittelbar auf den Tod dreier Kinder. Gab es in Ihrem Leben einen Moment, in dem Sie nicht mehr einfach zuschauen konnten?

Die Peace People brachten Menschen aus unterschiedlichen religiösen und politischen Lagern zusammen. Wo erleben Sie heute Trennlinien, die Menschen voneinander fernhalten?

„Liebt eure Feinde“ gehört zu den radikalsten Forderungen des christlichen Glaubens. Was könnte Feindesliebe heute konkret bedeuten, ohne Unrecht und Gewalt zu verharmlosen?

 

Gebet:

Gott des Friedens, schenke uns den Mut, nicht wegzusehen, wenn Gewalt das Leben bestimmt. Gib uns Mitgefühl für Menschen, die uns fremd geworden sind, und bewahre uns davor, den anderen nur noch als Gegner zu sehen. Lass uns nicht vergessen: Jeder Mensch ist dein Geschöpf. Amen.


Couragiert widerständig, wie Betty Williams.
Für eine Welt, in der Menschen nicht länger als Feinde leben müssen


Quellen und zum Weiterlesen:

Betty Williams: „Nobel Lecture“ (1977), abrufbar unter nobelprize.org
Richard Deutsch: „Mairead Corrigan, Betty Williams“ (1977)
Community of Peace People: www.peacepeople.com

 

 

 

Häufig gestellte Fragen

Wer ist Betty Williams?

Betty Williams (1943–2020) war eine nordirische Friedensaktivistin, Mutter und Büroangestellte aus Belfast. Nach dem traumatischen Erlebnis, den Tod von drei Kindern auf der Straße mitanzusehen, rief sie die „Peace People“ ins Leben und erhielt dafür 1976 gemeinsam mit Mairead Corrigan den Friedensnobelpreis.

Warum war Betty Williams „couragiert widerständig“?

Weil sie sich im tiefen, gewaltsamen Nordirland-Konflikt weigerte, dem Hass und den traditionellen Feindbildern nachzugeben. Sie brachte katholische und protestantische Menschen zusammen auf die Straße und setzte sich unermüdlich dafür ein, den Gegner im anderen wieder als Menschen zu sehen.

Was ist die Initiative „Peace People“?

Die „Peace People“ war eine von Betty Williams, Mairead Corrigan und Ciaran McKeown gegründete Bürgerbewegung, die Hunderttausende Menschen über die konfessionellen Grenzen hinweg vereinte, um ein gewaltfreies und friedliches Zusammenleben in Nordirland zu fordern.

Wo kann ich das Buch und die Langversionen erhalten?

Die vollständige Geschichte dieses Mutes und alle Porträts der Ausstellung finden Sie im gedruckten Buch „Frauen des Friedens“. Die vertiefenden Langversionen der Episoden stehen exklusiv im Mitgliederbereich der Ökumenischen FriedensDekade als PDF zum Download bereit. Sowohl das Buch als auch die Materialien zur Ausstellung können direkt über den Shop der FriedensDekade erworben werden.

 

Greenham Common (1981): Als Frauen den Zaun umarmten

Friedenszeugen – Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert | Folge 5

Aus der Serie „Friedenszeugen – Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert“ zur Ökumenischen FriedensDekade zum Jahresmotto 2026 „couragiert widerständig“.

Web-Version | Juli 2026

Über Beharrlichkeit, Atomwaffen und die Frage, was Sicherheit wirklich bedeutet

Es ist der 27. August 1981. In Cardiff, Wales, brechen 36 Frauen, vier Männer und einige Kinder zu einem Marsch auf. Ihr Ziel: ein Militärstützpunkt in der englischen Grafschaft Berkshire, 190 Kilometer entfernt. RAF Greenham Common. Dort sollen amerikanische Cruise Missiles stationiert werden – Atomraketen, jede einzelne um ein Vielfaches stärker als die Bombe, die Hiroshima zerstörte.

Die Gruppe nennt sich „Women for Life on Earth“. Ihr erster Schritt nach der Ankunft am 5. September 1981: Sie übergeben dem Kommandanten des Stützpunkts einen offenen Brief. Darin schreiben sie:

„Wir sind hier, weil wir glauben, dass das Wettrüsten mit Atomwaffen die größte Bedrohung darstellt, der die Menschheit und unser lebendiger Planet je ausgesetzt war.“¹

Der Kommandant antwortet, sie dürften so lange bleiben, wie sie wollten.

Sie bleiben 19 Jahre.

Diese Episode unserer Serie „Friedenszeugen“ erzählt von Frauen, die aus einem Marsch ein Protestcamp machten. Aus dem Protestcamp entstand eine Bewegung, die ihren Teil dazu beitrug, dass einer der wichtigsten Abrüstungsverträge des 20. Jahrhunderts möglich wurde.

Ein Lager, das nicht geplant war

Ann Pettitt, eine Bäuerin aus Wales, hatte einen Zeitungsartikel gelesen. Darin ging es um amerikanische Atomraketen, die auf britischem Boden stationiert werden sollten. Eine Entscheidung, die getroffen worden war, ohne die Bevölkerung einzubeziehen. Sie rief Freundinnen an. Gemeinsam planten sie einen Marsch – kein Lager, keinen jahrelangen Protest, nur einen Marsch.

Ann Pettitt sagte später:

„Ich kann nicht sagen, dass Greenham das Wettrüsten gestoppt hat, weil ich denke, dass es einer von vielen Faktoren war, die es für die Verantwortlichen unausweichlich machten, Abrüstung ernst zu nehmen. Aber es veränderte die Atmosphäre.“²

Was folgte, war nicht geplant. Als der Marsch sein Ziel erreichte und der Kommandant die Frauen gewähren ließ, entschieden einige: Wir gehen nicht. Wir bleiben. Bis die Raketen verschwinden.

Aus dieser spontanen Entscheidung entstand die längste Friedensbesetzung der britischen Geschichte.

Was am Zaun geschah

Der Zaun um RAF Greenham Common war neun Meilen lang. Er wurde zum Mittelpunkt eines der kreativsten und beharrlichsten Proteste, den Europa im 20. Jahrhundert erlebt hat.

Im Dezember 1982 umarmten mehr als 30.000 Frauen den gesamten Stützpunkt – Schulter an Schulter, Hand in Hand, den Zaun entlang.³ Sie befestigten Fotos ihrer Kinder und Familien am Stacheldraht, dazu Berichte und Bilder aus Hiroshima und Nagasaki. Ihr Protest war persönlich. Sie wollten zeigen: Hinter der Debatte über Atomwaffen stehen Menschen, Familien und zukünftige Generationen.

Sie wurden verhaftet, immer wieder. Geräumt, immer wieder. Jean Hutchinson, eine der letzten Frauen im Camp, war in den 19 Jahren mehr als 15 Mal inhaftiert.⁴ Sie kam jedes Mal zurück.

Was machte diesen Widerstand so schwer zu brechen?

Es gab keine Zentrale, die man schließen konnte. Keine Anführerin, die man ausschalten konnte. Das Camp veränderte sich ständig, neue Frauen kamen hinzu, andere gingen. Wie der Zaun selbst: Man konnte einzelne Abschnitte beseitigen. Der Rest blieb.

Frieden als Schöpfungsbewahrung

Die Frauen von Greenham Common haben selten mit theologischer Sprache argumentiert. Und doch hatte ihr Handeln eine tiefe spirituelle Dimension. Sie stellten das Leben gegen die Logik der Vernichtung.

Atomwaffen sind keine gewöhnlichen Waffen. Sie bedrohen nicht einzelne Menschen, sondern die Lebensgrundlagen ganzer Regionen und Generationen. Wer sich ihnen entgegenstellt, entscheidet sich für das Leben, für die Erde und für kommende Generationen.

In der biblischen Tradition hat das einen Namen: Zeugnis ablegen. Nicht, weil der Erfolg sicher ist, sondern weil Verantwortung nicht vom Ausgang abhängt.

Die Frauen am Zaun wussten, dass die Raketen vielleicht trotzdem kommen würden. 1983 wurden sie tatsächlich stationiert. Die Frauen blieben trotzdem.

Rebecca Johnson, die von 1982 bis 1987 im Lager lebte, beschrieb später, wie sich das Camp entwickelte. Ursprünglich wollten die Frauen eine öffentliche Debatte mit der Regierung erzwingen. Mit der Zeit wurde Greenham aber zu einem Ort, an dem Frauen aus vielen Ländern zusammenkamen und erfuhren, dass sie mit ihrem Engagement nicht allein waren.⁵

Was uns das heute sagt

Greenham Common hat gewirkt, auch wenn die Raketen zunächst kamen. Die Bewegung trug, so der Historiker Martin Shaw, entscheidend zum INF-Vertrag von 1987 bei – dem ersten Vertrag, der eine ganze Klasse von Atomwaffen abschaffte.⁶ Die letzten Cruise Missiles verließen Greenham 1991.

2026 ist der INF-Vertrag Geschichte. Er wurde 2019 aufgekündigt. Neue Atomwaffen werden entwickelt, über neue Stationierungen wird diskutiert und erneut wird Abschreckung als Sicherheitsgarantie präsentiert. Die Fragen, die die Frauen von Greenham 1981 stellten, sind deshalb erstaunlich aktuell.

Was wäre heute ein Äquivalent zum Zaun von Greenham?

Diese Frage stellen wir als FriedensDekade bewusst. Nicht weil wir eine fertige Antwort hätten. Sondern weil sie gestellt werden muss.

Und noch etwas: Greenham Common war bewusst eine Frauenbewegung. In einer Welt, in der Entscheidungen über Krieg und Frieden bis heute überwiegend von Männern getroffen werden, bleibt das mehr als eine historische Randnotiz. Es ist eine Perspektive, die in der Friedensarbeit bis heute wichtig ist.

Eine letzte Wahrheit

Das Lager bestand 19 Jahre. Länger als viele politische Bewegungen, Parteien oder Regierungen.

Es endete am 5. September 2000, genau 19 Jahre nach seinem Beginn.

Was blieb?

Ein Gedenkort. Eine Bewegung, die Frauen weltweit inspirierte. Ein Beitrag zu einem Abrüstungsvertrag, der Geschichte schrieb. Und die Erinnerung daran, dass Beharrlichkeit Geschichte verändern kann – auch wenn ihre Wirkung oft erst Jahre später sichtbar wird.

Ann Pettitt sagte am Ende:

„Es veränderte die Atmosphäre.“

Der Satz wirkt zurückhaltend. Seine Bedeutung ist es nicht.

Couragiert widerständig, wie die Frauen am Zaun von Greenham Common. Für eine Welt, in der Sicherheit nicht auf der Drohung mit Vernichtung beruht, sondern auf dem Mut, Leben zu schützen.

Reflexionsfragen

  1. Die Frauen von Greenham Common blieben 19 Jahre. Was braucht es, damit Beharrlichkeit nicht zur Erschöpfung wird?
  2. Greenham war eine bewusste Frauenbewegung. Was bedeutet das für unser Verständnis von Friedens-Engagement heute?
  3. Der INF-Vertrag, zu dem Greenham beitrug, ist aufgekündigt. Was bedeutet das für die Frage, ob Protest „etwas bringt“?

 

FAQ: Häufige Fragen zu Greenham Common

Was war das Greenham Common Women’s Peace Camp?

Ein Friedenscamp in England, das von 1981 bis 2000 vor dem Militärstützpunkt RAF Greenham Common bestand. Gegründet wurde es von Frauen aus Wales, die gegen die Stationierung amerikanischer Atomraketen protestierten. Es entwickelte sich zur längsten Friedensbesetzung der britischen Geschichte und wurde weltweit zu einem Symbol des gewaltfreien Widerstands.

Haben die Proteste in Greenham 1991 etwas bewirkt?

Ja. Nach Einschätzung zahlreicher Historiker:innen trug die Bewegung zum politischen Klima bei, das den INF-Vertrag von 1987 ermöglichte. Dieser Vertrag beseitigte erstmals eine komplette Kategorie nuklearer Mittelstreckenwaffen. Die letzten Cruise Missiles verließen Greenham 1991. Ob der Protest allein ausschlaggebend war, lässt sich nicht sagen. Dass er Teil dieser Entwicklung war, gilt jedoch als gut belegt.

Warum waren die Proteste in Geenham 1991 eine Frauenbewegung?

Ganz bewusst. Die Gründerinnen sahen Frauen in der damaligen Friedens- und Sicherheitspolitik kaum vertreten. Greenham sollte ein Ort sein, an dem Frauen ihren Protest selbst organisierten und sichtbar machten.

Was bedeutet Greenham Common für heute?

Der INF-Vertrag wurde 2019 aufgekündigt. Neue Atomwaffen werden entwickelt und über neue Stationierungen wird erneut diskutiert. Die Fragen, die die Frauen 1981 am Zaun stellten, sind deshalb bis heute aktuell: Wie entsteht Sicherheit? Welche Risiken sind wir bereit einzugehen? Und welche Verantwortung trägt die Zivilgesellschaft?

Quellenangaben

¹ People’s History Museum: Greenham Common Peace Camp.
phm.org.uk/blogposts/greenham-common-peace-camp/

² Ann Pettitt, zit. nach:
greenhamwomeneverywhere.co.uk/ann-pettit-und-karmen-thomas/

³ Imperial War Museum: The Women Who Took On The British Government’s Nuclear Programme.
iwm.org.uk/history/cold-war/nuclear-threat/the-women-who-took-on-the-british-governments-nuclear-programme

⁴ Jean Hutchinson.
Wikipedia:
en.wikipedia.org/wiki/Jean_Hutchinson

⁵ Rebecca Johnson, zit. nach:
keymilitary.com/article/women-long-wire

⁶ Martin Shaw, zit. nach:
en.wikipedia.org/wiki/Greenham_Common_Women’s_Peace_Camp

 

 

Mission: Miteinander – Wie wir trotz unterschiedlicher Meinungen beieinander bleiben

Ein Impuls von Norina Welteke aus unserem Gesprächsforum zum Jahresthema „couragiert widerständig“

Gesellschaft lebt vom Streit – aber nicht von der Spaltung. Gerade in Zeiten lauter Debatten stellt sich die Frage: Wie können wir Haltung zeigen, ohne den anderen aus dem Blick zu verlieren? Und was braucht es, damit aus Gegeneinander wieder Miteinander wird?

Norina Welteke setzt sich in ihrem Impuls mit diesen Fragen auseinander. Mit einem Blick auf den Philipperbrief erinnert sie daran, dass christlicher Glaube nicht zur Spaltung, sondern zum Frieden, zur Demut und zum achtsamen Miteinander aufruft und dazu ermutigt, couragiert widerständig zu sein.

 

Mission:Miteinander

Eine bekannte Szene: Ein Protestmarsch ist unterwegs durch die Straßen der Stadt. Man hört ihn von Weitem durch Sprechchöre, Trommelschläge und das Kreischen der Trillerpfeifen. Dann tauchen die ersten Banner auf, teilweise mit radikalen Sprüchen und Forderungen, es werden Fahnen in die Luft gestreckt und die Menschen schmücken sich mit entsprechenden Stickern. Begleitet wird der Menschenstrom von Polizeimotorrädern und -autos, zum Schutz der Protestierenden und zum schnellen Eingreifen bei Ausschreitungen. Auf dem zentralen Platz hat sich bereits die Gegendemo postiert. Auch hier: Lärm, Plakate, aufgeheizte Stimmung. Manche Demoteilnehmer gehen jetzt zum gegenseitigen Beschimpfen über und werfen sich abscheuliche Behauptungen an den Kopf. Die beiden Lager werden von den Sicherheitskräften auf Abstand gehalten.

Und nun stellen Sie sich vor, es gäbe eine dritte Gruppe an Demonstrierenden. Doch sie stehen am Rand oder trauen sich sogar zwischen die Streitenden. Sie pfeifen nicht, sie skandieren keine Parolen. Sie halten Banner empor, auf denen steht: Lasst uns reden! Oder: Gemeinsam sind wir stark. Oder: Mission Miteinander! Es sind Menschen aus der ruhigen Mehrheit, aus der Mitte der Gesellschaft, die sich nun zu Wort melden, weil es ihnen um das Wohl der gesamten Gesellschaft geht. Sie verstehen das Anliegen der einen Seite und haben Empathie für die Position der anderen Seite. Sie sind davon überzeugt, dass die unterschiedlichen Argumente gehört werden müssen, dass nur Kompromisse die Gemeinschaft weiterbringen und dass ein Streit in der Sache keinen Bruch in der Beziehung nach sich ziehen muss. Sie wollen die Debatte, doch ihr Herz blutet angesichts der Spaltung und des gegenseitigen Hasses.

Ein Blick in die Bibel bestätigt: Einheit und ein friedvoller Umgang untereinander liegen Gott sehr am Herzen. Beispielhaft sei hier die Passage aus Philipper 2, 2-5 angeführt:

„Nun, dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen! Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus. Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst. Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl. Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.“

Die Bibel ist kein Buch, das eine inhaltliche Debatte ausschließt. Im Gegenteil, sie bietet Hinweise, Argumente und Perspektiven zu unzähligen gesellschaftlich relevanten und hochaktuellen Themen. Doch durch sie wird der Charakter Gottes deutlich, dem wir als Gläubige nacheifern sollen. Jesus hat diesen Charakter vorgelebt, als er für mehr als 30 Jahre in menschlicher Form auf dieser Welt lebte, um uns zu zeigen, auf  welche Art wir das Böse überwinden können: durch das Gute.

Dabei möchte ich deutlich machen, dass die öffentliche Kundgebung von Meinung und Anliegen ein Schatz der Demokratie ist, den es zu schützen gilt. Doch auf welche Weise wollen wir miteinander streiten? Ist es richtig zu fordern, dass ein jeder sich klar zu positionieren hat? Wollen wir diese Polarisierung? Oder sind wir dazu gelangt, die eigene Meinung höher zu priorisieren als die Beziehung zu Menschen?

Lasst uns couragiert widerständig sein! Lasst uns neu vor Augen führen, dass der Gott, der als Einziger alle Faktoren, Argumente, Wahrheiten und Unwahrheiten über alle Zeitalter hinweg überblickt, selbst Demut vorgelebt hat und uns aufruft, dem Frieden nachzujagen, nach Gerechtigkeit zu hungern, seinen Nächsten höher zu achten als sich selbst und nie zu vergessen, dass die absolute Wahrheit niemals bei Menschen sondern alleine bei Gott zu finden ist. Lasst uns dem Hass, der Spaltung, dem Trend des Sich-Aufregens widerstehen. Lasst uns couragiert eingestehen, dass Andere wertvolle Punkte in die Debatte einbringen. Lasst uns mutig die wichtigen und teilweise schmerzhaften Debatten führen und dabei dem Verhalten der Feindschaft widerstehen. Das ist unsere Mission: Miteinander!

 

Zur Autorin

Norina Welteke (27) ist Mitglied im Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade e.V. Sie hat in Berlin, Frankreich und Israel gelebt und zieht nach Halle (Saale), um sich für eine versöhnte Deutsche Einheit einzusetzen.

Aktiv werden & Materialien

Friedensarbeit gestalten: Weiterführende Impulse, Bausteine für Friedensgebete und Aktionsmaterialien zum Jahresthema „couragiert widerständig“ finden Sie in unserem Online-Shop.

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FAQ: Norina Welteke (Mission: Miteinander)

Wer ist Norina Welteke und welche Rolle hat sie bei der FriedensDekade?

Norina Welteke ist Mitglied im Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade e.V. Sie engagiert sich für Versöhnung, Demokratieförderung und einen respektvollen Dialog in polarisierten Debatten.

Was versteht Norina Welteke unter der „Mission: Miteinander“?

In ihrem Impuls beschreibt Norina Welteke mit „Mission: Miteinander“ die Haltung, in gesellschaftlichen Konflikten Brücken zu bauen, anstatt Fronten zu verhärten. Ziel ist es, sachliche Debatten zu führen, ohne den gegenseitigen Respekt und die menschliche Beziehung zueinander zu verlieren.

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