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Schlagwort: Friedensarbeit

Eine Taube fliegt samt Konfetti aus einem Megafon. Darunter die Aufschrift: Jetzt Materialien bestellen.

Komm den Frieden wecken: Jetzt Materialien zur FriedensDekade bestellen

Damit Sie, Ihre Gemeinde, Schule oder Initiative gut vorbereitet sind.

Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken!“ lädt die FriedensDekade 2025 vom 9. bis 19. November dazu ein, Frieden bewusst hörbar, sichtbar und erlebbar zu machen.
Damit Ihre Aktionen, Gottesdienste und Projekte pünktlich starten können, stehen Ihnen ab sofort zahlreiche Materialien zur Verfügung – zum kostenlosen Download oder im Shop zum Bestellen.

FriedensDekade: Materialien, die inspirieren und verbinden

Ob für den Einsatz in Gemeinden, Schulen, Gruppen oder auf der Straße – die Materialien der FriedensDekade 2025 unterstützen Sie dabei, das Motto „Komm den Frieden wecken“ kreativ und lebendig umzusetzen.

Im Online-Shop finden Sie:

  • Plakate, Postkarten und Minifaltblätter – ideal zum Weitergeben oder Auslegen.

  • Themenhefte und Arbeitsmaterialien – mit Hintergrundtexten, Bibelbezügen und Impulsen für Gottesdienste, Unterricht und Gruppenarbeit.

  • Das Materialpaket 2025 – das Herzstück der FriedensDekade-Ausstattung! Es enthält eine umfassende Sammlung an Druckmaterialien, Inspirationen und digitalen Ressourcen.
    Hier gehts es direkt zum Materialpaket.

Bestellen Sie Ihr Materialpaket rechtzeitig, damit es pünktlich vor Beginn der FriedensDekade bei Ihnen eintrifft.

Die kostenlosen Downloads zur FriedensDekade für Ihre Planung:

Viele Inhalte stehen Ihnen auch digital und kostenfrei zur Verfügung. Unter friedensdekade.de/downloads finden Sie:

  • Logos, Themenplakate und Bildmotive zur FriedensDekade 2025

  • Vorlagen für Einladungen und Aushänge

  • Impulse für Andachten, Predigten und kreative Aktionen

So können Sie ganz einfach mit der Planung beginnen und Materialien individuell an Ihre Zielgruppe anpassen.

Gemeinsam den Frieden wecken – Ihr Beitrag zählt

Die FriedensDekade lebt vom Mitmachen. Jede Gemeinde, Schule oder Initiative, die Materialien nutzt, Aktionen plant oder Friedenszeichen setzt, trägt dazu bei, dass die Botschaft des Mottos „Komm den Frieden wecken“ weit hörbar wird. Bestellen Sie jetzt Ihre Materialien, im Online-Shop um rechtzeitig zur FriedensDekade 2025 startklar zu sein, oder nutzen Sie unsere kostenfreien Downloads. Detaillierte Infos und Termine zur FriedensDekade 2025 „Komm den Frieden wecken“ finden Sie hier.

Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Eine Taube flattert begleitet von Konfetti aus einem Megafon- das Motiv zum Motto der Friedensdekade 2025 Komm den Frieden wecken.

Komm den Frieden wecken: Die FriedensDekade 2025 im Überblick

Zwischen Erinnerung, Kreativität und Engagement: zehn Tage, in denen Frieden gehört wird.

„Komm den Frieden wecken!“ – unter diesem Motto steht die 45. Ökumenische FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025. In einer Zeit, die von Kriegen, Klimakrise und sozialer Spaltung geprägt ist, ruft die Friedensbewegung dazu auf, Frieden aktiv zu gestalten: durch Dialog, gewaltfreie Lösungen und gelebte Versöhnung.

Die FriedensDekade hat eine lange Tradition: Seit den 1980er-Jahren verbindet sie Kirchengemeinden, Schulen und Initiativen über die damalige innerdeutsche Grenze hinweg. Besonders in der DDR war sie ein wichtiger Raum, um trotz staatlicher Einschränkungen Friedensfragen sichtbar zu machen und Gemeinschaft zu erleben.

2025 steht das Motto im Zeichen des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs. Es erinnert uns daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern täglich erkämpft werden muss.

Warum „Komm den Frieden wecken“?

Das Motto lädt uns ein, Frieden nicht passiv zu erwarten, sondern bewusst zu aktivieren. In der Bildmeditation „Komm den Frieden wecken“ werden Fragen gestellt wie: Welche Farbe hätte ich als Konfettistreifen? Wo würden Lichtpunkte des Lebens notwendig? Bilder, die dazu anregen, die Welt mit anderen Augen zu sehen und eigene Sehnsüchte für Frieden ins Bild zu bringen.

So wird das Motto konkret: Wir sind nicht nur Betrachter:innen, sondern Mitschöpfer:innen. Frieden beginnt da, wo wir unsere Innenräume öffnen, uns auf das Staunen einlassen und bereit sind, neue Perspektiven zuzulassen.

Biblisch gerahmt verweist es auf Gottes Verheißung (z. B. Römer 13,11–12: „Die Stunde ist da“) und politisch mahnt es gegen allzu einfache Antworten: Aufrüstung schafft keinen Frieden. Stattdessen braucht es zivile Konfliktbearbeitung, soziale Gerechtigkeit und Menschen, die bereit sind, aktiv zu werden – im Kleinen wie im Großen.

Mitmachen bei der FriedensDekade 2025: Ideen, Materialien und Aktionen

Mitmachen kann jede:r: Gemeinden, Schulen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen sind eingeladen, Teil der FriedensDekade 2025 zu sein. Die Mitmachmöglichkeiten sind vielfältig und reichen vom kleinen Friedenszeichen bis zur größeren Aktion.

Sie können auf verschiedene Weise mitmachen:

  • Nutzen Sie die kostenlosen Plakate, Postkarten und Minifaltblätter, die Sie hier herunterladen oder im Online-Shop bestellen können.

  • Planen Sie eigene Veranstaltungen: von Friedensgottesdiensten über Lesungen bis hin zu Straßenaktionen. Inspiration finden Sie in unseren spezifischen Mitmachtipps.

  • Teilen Sie Ihre Erfahrungen: Berichten Sie von Friedensprojekten in Ihrer Gemeinde oder Initiative und tragen Sie Ihre Veranstaltungen per E-Mail an kontakt@friedensdekade.de ein.

So entsteht ein lebendiges Netzwerk, in dem Frieden nicht abstrakt bleibt, sondern im Miteinander erfahrbar wird.

Zentrale Veranstaltungen der FriedensDekade 2025 und Terminübersicht

Ein Höhepunkt der FriedensDekade 2025 ist der zentrale Gottesdienst in Chemnitz. Hier verbinden sich Musik, Geschichte und gesellschaftliches Engagement zu einem eindrucksvollen Zeichen für Frieden und Gemeinschaft. Mehr Informationen finden Sie hier.

Darüber hinaus laden wir alle ein, eigene Veranstaltungen zu gestalten:
Besuchen Sie die Terminübersicht, lassen Sie sich inspirieren und tragen Sie Ihre eigene Aktion bei. Gemeinsam gestalten wir zehn Tage, in denen Frieden nicht nur Thema ist, sondern erfahrbar wird.

„Komm, Frieden, lass dich wecken“ – der Ohrwurm zur FriedensDekade 2025

Zur FriedensDekade 2025 schenkt Liedermacher Eugen Eckert ein neues Lied: „Komm, Frieden, lass dich wecken“. Es ist Einladung und Gebet zugleich: ein Ohrwurm, der Herz und Verstand verbindet und die Botschaft des Mottos musikalisch erfahrbar macht.

Das Lied will Mut machen, Frieden zu ersehnen, zu singen und gemeinsam hörbar werden zu lassen. So wird das Motto „Komm den Frieden wecken“ nicht nur gedacht, sondern auch geklungen. Mehr zum Lied und den Noten finden Sie hier.

Gemeinsam den Frieden wecken – Ihr Beitrag zählt!

Die FriedensDekade 2025 ist Einladung und Herausforderung zugleich: Frieden beginnt im Kleinen, in Gemeinden, in Schulen, auf Straßen und in Gesprächen. Wenn viele Menschen mitmachen, entsteht ein starkes Signal für Gerechtigkeit, Versöhnung und Hoffnung.

 

Blauer Hintergrund mit zentriertem weißen Kreis, aus dem der Militärpfarrer Carl-Jörg Richter schaut.

Frieden im Dialog: Militärpfarrer Claus-Jörg Richter über Friedenstüchtigkeit und seelsorgerliche Verantwortung

Ein Gespräch zwischen Militär und Friedensethik

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ stellen wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade vor, die seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eintritt. In regelmäßigen Gesprächen teilen Akteure aus dem Gesprächsforum, dem Redaktionskreis und weiteren Netzwerken ihre Erfahrungen, Visionen und Impulse. Dieses Mal trifft Lars Blume auf Militärpfarrer Claus-Jörg Richter. Ein Gespräch, das im Spannungsfeld zwischen Militär und Friedensethik steht und seltene Einblicke in die seelsorgerliche Begleitung von Soldatinnen und Soldaten gibt – geprägt von Verantwortung, Gewissen und der Suche nach Sinn.

Claus-Jörg Richter und Lars Blume im Dialog

In der Reihe Frieden im Dialog treffen sehr unterschiedliche Stimmen aufeinander. Dieses Mal ist es ein Gespräch, das in einem besonderen Spannungsfeld steht: Frieden und Militär. Militärpfarrer Claus-Jörg Richter begleitet Soldatinnen und Soldaten in Auslandseinsätzen, er hört ihre Ängste, ihre Zweifel, ihre Hoffnungen. Seine Antworten auf unsere Fragen geben einen seltenen Einblick in die seelsorgerliche Perspektive innerhalb der Bundeswehr.

Im Dialog mit Lars Blume wird deutlich, wie sehr die Themen Verantwortung, Gewissen und die Suche nach Sinn die Arbeit eines Militärpfarrers prägen. Lars bringt seine eigenen friedensethischen Fragen und Erfahrungen ein. So entsteht ein Gespräch, das keine einfachen Antworten gibt, sondern den Raum für ehrliche Auseinandersetzung öffnet.

 

Lars Blume: Herr Richter, das Motto der FriedensDekade 2025 lautet „Komm den Frieden wecken“. Was bedeutet es für Sie als Militärpfarrer?

Claus-Jörg Richter: „Als Militärpfarrer verstehe ich mich als Seelsorger. Eingebunden bin ich in die Militärseelsorge, die mit ca. 100 Dienststellen im Inland und 4 Dienststellen im Ausland für die Soldaten und deren Angehörigen da sein will. Nachdem das Wort ‚Kriegstüchtigkeit‘ aufgetaucht ist, bewegt mich vielmehr auch der Gedanke: Wie können wir ‚friedenstüchtig‘ sein bzw. werden?“

Lars Blume: Das finde ich sehr spannend. In meiner Arbeit in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in 8 Kohleregionen in verschiedenen Ländern habe ich erfahren dürfen, wie zentral es ist, Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Erst wenn Vertrauen da ist, haben Worte und Taten Gewicht, ein Punkt, den Sie mit Ihrer Frage nach „Friedenstüchtigkeit“ berühren. Wie erleben Sie Friedensarbeit in einem militärischen Umfeld?

Claus-Jörg Richter: „Ich kann jetzt nur von meinem Umfeld in Sigonella/Sizilien sprechen. Wir sind hier Gast in einem europäischen Land. Auf der einen Seite gibt es einen sog. militärischen Auftrag, eingebunden in die Zusammenarbeit mit anderen Nationen der NATO. Auf der anderen Seite ist Sizilien im Vergleich zu Norditalien sehr arm. Diese Armut ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Um diese Not ein wenig zu lindern, rufen wir vom Evangelischen Militärpfarramt zweimal jährlich zu einer Lebensmittelspendenaktion auf. Ebenso nehmen wir Kleiderspenden entgegen. Diese Spenden liefern wir an eine kirchliche Sozialstation. Das ist der Beitrag der Soldaten und ihrer Angehörigen. Wir nehmen teil an und richten auch aus die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag oder an den Tagen, an denen die jeweiligen Nationen ihre Gedenktage der Gefallenen der beiden letzten Kriegen begehen. Das tun wir unter Einbeziehung der jeweiligen einheimischen Bevölkerung. Soldaten stellen da immer eine Abordnung bereit. In meinen Ansprachen nehme ich auch immer Bezug auf den friedensethischen Aspekt. Bei den sich anschließenden Zusammenkünfte finden wertvolle und wertschätzende Begegnungen statt zwischen Menschen, deren Großväter sich bekämpften.“

Lars Blume: Diese Begegnungen zwischen den Generationen erinnern mich an meine Arbeit in Vietnam, wo ich gelernt habe: Erst muss Vertrauen wachsen, dann können Worte und Handlungen Wirkung entfalten. Auch hier zeigt sich: Friedensarbeit braucht Zeit, Geduld und oft kleine Schritte im Alltag. Welche Rolle spielt Ihr eigener Glaube in dieser Arbeit?

Claus-Jörg Richter: „Diese Frage lässt mich ein wenig schmunzeln und ich erinnere mich an die 80-er Jahre und die Friedensbewegung. Was war ich ein glühender Verfechter, angetrieben von den Gedanken von Martin Luther King und Mahatma Gandhi. Dorothe Sölle und Franz Alts Buch über die Bergpredigt hatten mich sehr inspiriert.“

Lars Blume: Ich kann das gut nachvollziehen. In meiner Zeit in der Entwicklungszusammenarbeit habe ich erfahren, wie wichtig eine innere Haltung ist; Geduld, Achtsamkeit, die Bereitschaft zuzuhören. Das finde ich, übertragbar auf Ihre Arbeit, sehr wertvoll.

Sie haben viel vom Dialog gesprochen. Gab es Situationen, in denen Sie erlebt haben, dass Dialog tatsächlich Frieden ermöglicht hat?

Claus-Jörg Richter: „Frieden kann nur im Dialog mit dem fremden Gegenüber (Bereitschaft und Interesse bei beiden Seiten vorausgesetzt) gesucht und auch gefunden werden. So paradox das klingt: Erst wenn der Frieden (auch militärisch) gesichert ist, können diese Gespräche stattfinden. Ich sage das auf dem Hintergrund meiner Erfahrung als Seelsorger in Afghanistan. In einem gesicherten Umfeld konnte ich respektvolle Gespräche mit muslimischen Geistlichen auch über den Frieden führen.“

Lars Blume: Genau das habe ich in Asien und Afrika erlebt: Ohne einen sicheren Rahmen gibt es keine echten Begegnungen. Und selbst wenn dieser Rahmen da ist, bleibt es komplex und vielschichtig, es ist ein ständiges reflektieren, zuhören und die Bereitschaft das eigene Handeln anzupassen.

Wie gestalten Sie den Alltag, um Friedensimpulse zu setzen, auch wenn Spannungen auftreten?

Claus-Jörg Richter: „Wie in jedem anderen Zusammenleben und Zusammenarbeiten auch, treten manchmal Meinungsunterschiede und Spannungen auf. Da verstehe ich mich als Mediator, Vermittler, dass zwei Parteien wieder zusammenfinden können. Dieses Zusammenfinden wird beschlossen mit: Jetzt reicht einander wieder die Hand. Das ist ein offenes Zeichen für die christliche Botschaft der gegenseitigen Vergebung und Versöhnung, auch wenn das manchmal nicht so bewusst ist.“

Lars Blume: Ich kenne das aus Transformationsprozessen in Kohleregionen: Kleine Zeichen der Versöhnung, gemeinsame Rituale oder einfache Gesten können enorme Wirkung entfalten. Selbst in angespannten Situationen ist es oft ein Perspektivwechsel, der den Dialog ermöglicht. Wie kann man Friedensimpulse auch dort setzen, wo Gewalt und Krisen präsent sind?

Claus-Jörg Richter: „Pausen. Tief durchatmen. Kühlen Kopf bewahren. Das Gebet.“

Lars Blume: Das ist ein inspirierender Ansatz und wenn ich darüber nachdenke sehr wertvoll. In der Natur und beim bewussten Durchatmen finde ich häufig Lösungen, die friedlicher und nachhaltiger sind, als wenn ich sofort handel.

Wie nehmen die Soldaten die Verantwortung für Frieden wahr?

Claus-Jörg Richter: „Im sog. Lebenskundlichen Unterricht wird auch die friedensethische Frage behandelt. Den Soldaten ist es sehr bewusst, dass sie sich auch unter Einsatz des Lebens für friedenserhaltende und friedensfördernde Maßnahmen einsetzen. Über das sog. ‚scharfe Ende‘ wird auch gesprochen. Ein Soldat brachte es einmal auf den Punkt: ‚Auch unter Einsatz militärischer Mittel stehe ich ein für die Durchsetzung und Aufrechterhaltung eines vorläufigen Friedens, der dann mit diplomatischen Mitteln weiter vorangetrieben wird. Dabei sehe ich manchmal das Dilemma, ein größeres Übel mit einem kleineren Übel zu bekämpfen.‘“

Lars Blume: Das zeigt die Komplexität, die wir in vielen relevanten Fragen zur Zeit erleben: Entscheidungen sind selten schwarz-weiß, schwierige Abwägungen begleiten jede friedensethische Handlung. Und trotzdem schöpfen Sie Hoffnung, woher kommt sie?

Claus-Jörg Richter: „Ich bin getragen von Gottes Zusage, ‚die Welt nicht mehr zu verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.‘ (Genesis 8,21) Leider bereiten Statements und Aktionen mancher Staatenlenker Kopfschütteln. Ich halte dem entgegen: ‚Ihr habt nicht das letzte Wort.‘ Ferner, schon vor Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine habe ich eingeladen zu einem wöchentlichen Friedensgebet. Das ist im Zusammenhang zu sehen mit der Friedensspiritualität, von der auch der erwähnte Debattenbeitrag spricht. Hoffnung schöpfe ich aus dem nicht nachlassenden Gebet und der Hoffnung, dass Gottes unverfügbare Geistkraft Menschen zum Frieden bewegen kann.“

Lars Blume: Für mich ist das ein schönes Bild: Hoffnung entsteht durch konstante Praxis, sei es Gebet, Zuhören oder Engagement in Gemeinschaften und sie kann weit über die eigene Handlung hinaus wirken. Was möchten Sie Menschen mitgeben, die glauben, sie könnten nichts für Frieden tun?

Claus-Jörg Richter: „Eine Person alleine kann die Welt nicht retten. Dazu braucht es eine Bewegung sehr vieler Gleichgesinnter. Und wenn ich alleine die Welt nicht retten kann, so kann ich doch in meinem nächsten Umfeld versuchen, mit jedem Menschen in Frieden zusammenzuleben. Einer der Hauptschlüssel sind Vergebung und Versöhnung. Vorgeschaltet ist das große Wort der Gnade. Also gnädig mit sich selbst und dem anderen umgehen. Ich bin überzeugt, dass das dann weitere Kreise zieht.“

Lars Blume: Herzlichen Dank, Herr Richter. Gerade jetzt, wo über Wehrpflicht und ‚Kriegstüchtigkeit‘ debattiert wird, ist es entscheidend, die Frage zu stellen: Wie werden wir ‚friedenstüchtig‘? Die FriedensDekade 2025 kann dafür Räume eröffnen – für Dialog, Diplomatie und die Kraft der Worte. Frieden braucht mehr als Waffen: er braucht Begegnung, Zuhören und gegenseitige Anerkennung.

Frieden im Dialog: Stimmen, Aktionen und Materialien der FriedensDekade entdecken

Zum Weiterlesen und Mitgestalten laden wir Sie herzlich ein: Entdecken Sie weitere Beiträge der Serie „Frieden im Dialog“, stöbern Sie in den Materialien der FriedensDekade in unserem Online-Shop und teilen Sie Ihre eigenen Geschichten und Aktionen mit uns unter kontakt@friedensdekade.de. Folgen Sie uns auf Instagram und melden Sie sich für den Newsletter an, um aktuelle Impulse zu erhalten, und unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende – jeder Beitrag stärkt die Friedensarbeit.

Denn: Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Gemeinsam können wir den Frieden wecken!

Komm den Frieden wecken: Mitmach-Tipps für Einzelpersonen – Kleine Zeichen mit großer Wirkung

Die FriedensDekade 2025 zeigt: Kleine Gesten, große Wirkung für Frieden.

Die FriedensDekade 2025 lädt unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ dazu ein, auch im Alltag sichtbare Zeichen für Verständigung, Respekt und eine friedliche Zukunft zu setzen. Nicht nur Kommunen oder Initiativen tragen dazu bei – jede und jeder Einzelne kann durch kleine Gesten und kreative Ideen den Frieden stärken.

Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie als Einzelperson die FriedensDekade 2025 konkret mitgestalten können. Die Vorschläge sind alltagsnah, leicht umsetzbar und entfalten durch ihre Symbolkraft eine große Wirkung.

1. Friedensgruß in die Nachbarschaft – Freundlichkeit wirkt ansteckend

Nehmen Sie sich während der FriedensDekade vor, täglich bewusst freundlich zu begegnen – ob Nachbarn, Kolleginnen oder Fremden.
Ein Lächeln, ein Gruß oder ein gutes Wort können Barrieren abbauen und ein Klima der Verbundenheit schaffen. So wächst Frieden direkt vor der eigenen Haustür.

2. „HÖR“-Methode im Alltag – Konflikte neu gestalten

Hören – Öffnen – Rückfragen.
In Streitgesprächen bewusst innezuhalten und einmal die HÖR-Methode anzuwenden, verändert die Dynamik: Zuhören statt vorschnell reagieren, Fragen statt Urteile. So entsteht Dialog statt Eskalation, und somit ein konkreter Beitrag zu mehr Frieden im Alltag.

3. Friedensminute täglich um 18:00 – Verbundenheit spüren

Stellen Sie sich jeden Tag einen Wecker um 18:00 Uhr.
Eine Minute Stille, ein Atemgebet oder ein kurzes Lied und schon entsteht eine gemeinsame Friedensminute. Teilen Sie den Impuls mit Freund*innen oder Nachbarn, um das Gefühl der Verbundenheit zu verstärken. Kleine Routinen tragen Frieden in die Gesellschaft.

4. Mini-Friedensbotschaften in der Stadt – Überraschende Begegnungen

Schreiben Sie kleine Zettel oder bemalen Sie Steine mit positiven Botschaften.
„Frieden beginnt mit einem Lächeln“ oder „Hör zu, statt zu streiten“, oder gemalte Friedenszeichen: verstecken Sie diese Botschaften in Büchern, Parks, Bushaltestellen oder Cafés. Solche unerwarteten Funde berühren und regen zum Nachdenken an.

5. Friedens-Samenbomben verteilen – Hoffnung wachsen lassen

Gestalten Sie kleine Samenbomben mit Sonnenblumensamen oder anderen Friedensblumen.
Verteilen Sie sie an Freund*innen oder in der Nachbarschaft, gepaart mit einer kleinen Notiz: „Pflanze Frieden – lass ihn wachsen.“ Eine kreative und nachhaltige Art, Frieden sichtbar zu machen und gleichzeitig der Natur etwas zurückzugeben.

Ihr persönliches Engagement weckt den Frieden.

Frieden entsteht dort, wo Menschen bewusst hinschauen und handeln. Jede Geste, ob ein Gruß, ein stiller Moment oder eine kreative Botschaft, trägt dazu bei, dass das Motto der FriedensDekade 2025 sichtbar wird: „Komm den Frieden wecken.“

Als Einzelperson können Sie kleine Impulse setzen, die große Wirkung entfalten, Verbundenheit im Alltag spürbar machen und so Erinnerung und Hoffnung kreativ weitertragen.

Materialien und Unterstützung für ihr Friedensengagement

Die FriedensDekade bietet Ihnen vielfältige Materialien, wie Plakate, Postkarten und kreative Arbeitshilfen um Ihr persönliches Zeichen für den Frieden zu verstärken. Alle Materialien finden Sie im Online-Shop: www.friedensdekade.de/shop
Teilen Sie Ihr Engagement mit uns auf Instagram.

Fazit: Komm den Frieden wecken – im Alltag, in Ihrer Nachbarschaft, in unserer Gesellschaft

Die FriedensDekade 2025 macht sichtbar: Frieden wächst, wenn wir ihn denken, gestalten und teilen. Auch kleine Schritte können Großes bewegen. Werden Sie Teil dieser Bewegung und setzen Sie Ihr Zeichen für Verständigung, Hoffnung und Frieden.

Mit diesen fünf Tipps endet unsere Reihe „Mitmach-Tipps zur FriedensDekade 2025“. Zuvor haben wir gezeigt, wie Kirchengemeinden, Schulen, Chöre, Vereine und Initiativen, sowie Kommunen und Verwaltungen den Frieden wecken können. Alle Beiträge finden Sie hier.

Blauer Hintergrund mit weißem Symbol einer Preisplakette. FriedensDekade für den Bremer Friedenspreis 2026 nominiert.

FriedensDekade für den Bremer Friedenspreis 2026 nominiert

Die Ökumenische FriedensDekade ist für den Internationalen Bremer Friedenspreis 2026 in der Kategorie „Ermutigende Initiativen“ nominiert. Diese Auszeichnung der Stiftung die schwelle ist ein wichtiger Preis für Friedensarbeit in Deutschland. Schon die Nominierung ist für uns eine große Ehre und zugleich eine Ermutigung, den Weg konsequent weiterzugehen.

Entscheidung durch die Spendengemeinschaft

Besonders an diesem Preis ist: Nicht eine Jury allein entscheidet, sondern die Spenderinnen und Spender der Stiftung die schwelle. Nur durch ihre Stimmen hat die FriedensDekade eine Chance, den Preis zu gewinnen.

  • Alle, die im Jahr 2025 mindestens 30 Euro an die Stiftung die schwelle gespendet haben, dürfen mitwählen.

  • Im November 2025 wird die Auswahlliste mit allen nominierten Initiativen verschickt.

  • Bis zum 10. Januar 2026 können Stimmen abgegeben werden – per Post oder E-Mail an info@dieschwelle.de.

  • Die Preisverleihung selbst findet im Frühjahr 2026 in Bremen statt.

Warum die Stimme für die FriedensDekade wichtig ist

Seit 45 Jahren ist die FriedensDekade ein starkes Zeichen gegen Krieg und Gewalt. Mit Materialien, Gottesdiensten, Bildungsformaten und dem 10 tägigen Aktionszeitraum bringt sie Menschen in Gemeinden, Schulen, Vereinen, Chören und Kommunen zusammen und macht deutlich: Frieden beginnt im Alltag.

Ein gutes Abschneiden beim Bremer Friedenspreis wäre nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein deutliches Signal: Der Ruf nach Frieden findet Unterstützung und Resonanz.

So können Sie uns unterstützen

Wenn Sie bereits Spender*in der Schwelle sind: Bitte geben Sie Ihre Stimme der FriedensDekade.

Wenn Sie noch nicht dazugehören: Mit einer Spende ab 30 Euro bis Ende 2025 werden Sie Teil der Spendengemeinschaft – und können dann selbst für die FriedensDekade stimmen.

Spendenkonto der Stiftung die schwelle:
IBAN: DE67 4306 0967 4028 9726 00
BIC: GENODEM1GLS
GLS Bank

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Wir freuen uns sehr über die Nominierung aber noch mehr über jede Unterstützung, die uns hilft, beim Bremer Friedenspreis sichtbar zu werden. Denn nur gemeinsam mit der Spendengemeinschaft der schwelle kann die FriedensDekade diesen Preis für den Frieden nach Hause tragen.

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