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Schlagwort: Gewaltfreiheit

Friedensaktionen 2025 in Deutschland – gemeinsam stark für Frieden

Frieden braucht unsere Stimme. Die Ökumenische FriedensDekade im November ist der zentrale Aktionszeitraum für viele kirchliche und zivilgesellschaftliche Gruppen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit zu setzen. Doch das Thema Frieden ist aktueller denn je – und es gibt das ganze Jahr hindurch zahlreiche Gelegenheiten, sich für eine starke Friedensbewegung 2025 zu engagieren.

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ statt. Zehn Tage lang setzen Gemeinden, Gruppen und Initiativen ein starkes, lautes und vielfältiges Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Ausgrenzung. Doch Frieden ist nicht nur ein Thema für den November – es begleitet uns das ganze Jahr über.

Die Friedensbewegung 2025 ruft bundesweit und im gesamten DACH-Raum zu zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Gedenktagen auf. Es gibt viele Gelegenheiten, sich für Abrüstung, Gerechtigkeit und eine friedlichere Welt stark zu machen. Machen Sie mit – und lassen Sie uns im November zur FriedensDekade gemeinsam erneut Flagge zeigen! Viele der Aktionsmaterialien zur Unterstützung finden sie im Webshop der FriedensDekade.

Hier finden Sie eine Übersicht über bedeutende Friedensaktionen 2025 im DACH-Raum. Ob Demonstration, Gedenktag, Gebet oder Festival: Jede Aktion ist Teil der Bewegung für eine friedlichere Welt. Lassen Sie uns gerne via kontakt@friedensdekade.de wissen, wenn wir relevante Aktionen für das Jahr 2025/26 nicht aufgeführt haben. 

August 2025 – Erinnern heißt handeln: Atomwaffen ächten

Der August steht im Zeichen des Gedenkens an Hiroshima und Nagasaki – und der Forderung, Atomwaffen endgültig zu verbieten.

1. August: 50 Jahre KSZE-Schlussakte
Veranstaltungen erinnern an die Bedeutung dieses Abrüstungs- und Friedensdokuments.

6. & 9. August: Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken
Friedensveranstaltungen in vielen Städten – Mahnung gegen nukleare Aufrüstung und für weltweite Ächtung.

September 2025 – Ulmer Friedenswochen & Antikriegstag

Im September startet die heiße Phase des friedenspolitischen Herbstes. Der Antikriegstag ist Auftakt für viele Aktionen.

1. September: Antikriegstag
Erinnern an den Überfall auf Polen 1939 und klare Botschaften gegen Krieg und Gewalt.

1.–30. September: 21. Ulmer Friedenswochen
Der ganze Monat steht in Ulm im Zeichen des Friedens: Vorträge, Workshops, Konzerte, Ausstellungen.

24. September: 24-Stunden-Lesung Todesursache Flucht St. Andreas Gemeinde Teltow

Oktober 2025 – 2. Friedenskongress in Ordensburg

24.–26. Oktober 2025 2. Friedenskongress
Auf der historischen Ordensburg Liebstedt (Thüringen) findet der 2. Friedenskongress statt – ein Ort für Austausch, Kultur & Impulse rund um Frieden und gesellschaftlichen Wandel.

November 2025 – FriedensDekade: Komm den Frieden wecken!

Der Höhepunkt des Friedensjahres ist die Ökumenische FriedensDekade – getragen von Kirchen, Friedensgruppen, Schulen und Einzelpersonen.

9.–19. November: FriedensDekade 2025
Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ finden deutschlandweit Gottesdienste, Bildungsaktionen, Friedensgebete und Protestveranstaltungen statt.

8.–9. November: Friedensratschlag in Kassel
Treffpunkt für Aktive aus der gesamten Bewegung – Austausch, Vernetzung, Planung.

Dezember 2025 – Friedenslicht und Hoffnung

06.Dezember: Aussendungsfeier des Friedenslicht Unter dem Motto Ein Funke Mut setzt die Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“ auch in diesem Jahr ein leuchtendes Zeichen der Verbundenheit.

Friedensmaterialien im Webshop – Friedenszeichen setzen!

Ob Ostermarsch, Kirchentag, FriedensDekade oder lokale Aktionen: Unser Webshop bietet vielfältige Aktionsmaterialien zur Unterstützung. Plakate, Buttons, Banner, Postkarten und mehr – für Gemeinden, Gruppen oder Einzelne. Machen Sie Ihren Einsatz sichtbar!

Friedensaktionen 2025 bieten zahlreiche Gelegenheiten, aktiv zu werden – lokal, regional, bundesweit. Die Friedensbewegung lebt vom Mitmachen. Und sie wächst, wenn wir gemeinsam laut werden. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Gemeinsam für den Frieden

Wir von der Ökumenischen FriedensDekade freuen uns jederzeit über Hinweise auf neue Friedensaktionen 2025, Veranstaltungen oder bewegende Geschichten. Egal ob im November oder darüber hinaus – sendet uns eure Termine und vernetzt euch mit uns für eine lebendige Friedensbewegung 2025.

Folgt uns auch auf Instagram (@friedensdekade) und markiert uns gerne bei euren Aktionen – so schaffen wir gemeinsam Sichtbarkeit für eine starke Bewegung für Frieden und Gewaltfreiheit!

Vergangen Aktionen 2025

Januar 2025 – Friedenspolitisches Jahr beginnt mit Gedenken und Mahnung

Der Jahresbeginn steht traditionell im Zeichen des Gedenkens an historische Meilensteine der Friedens- und Menschenrechtspolitik. Die Erinnerung mahnt uns, wachsam zu bleiben und uns für eine atomwaffenfreie und gerechte Welt einzusetzen.

22. Januar: Jahrestag des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags (2021)
Erinnerung und Aufruf zur vollständigen weltweiten Umsetzung des Vertrags gegen Atomwaffen.

27. Januar: 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
Gedenkveranstaltungen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus und setzen Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus.

Februar 2025 – Friedensbewegung positioniert sich zur Sicherheitskonferenz

Im Februar richtet sich der Blick nach München. Dort trifft sich die internationale Politik zur Sicherheitskonferenz – begleitet von starken Protesten der Friedensbewegung.

15. Februar: Protest gegen die Münchner Sicherheitskonferenz
Kritische Stimmen fordern Abrüstung, Diplomatie und soziale Sicherheit statt militärischer Aufrüstung.

März 2025 – Zeichen gegen Atomwaffen und neue Mittelstreckenwaffen

Im März stehen Abrüstung und Friedensfasten im Fokus. Aktivist*innen setzen sich für ein atomwaffenfreies Deutschland ein.

8.–9. März: Fastenaktion in Köln
Mit Mahnwachen und gemeinschaftlichem Fastenbrechen wird der Abzug der Atomwaffen aus Deutschland gefordert.

29. März: Demonstration in Wiesbaden
Protest gegen die US-Einsatzzentrale für neue Mittelstreckenwaffen, für ein Europa ohne neue Aufrüstung.

April 2025 – Ostermärsche und Friedenswege: Bewegung auf den Straßen

Der April gehört traditionell den Ostermärschen – zentralen Veranstaltungen der Friedensbewegung. In vielen Städten wird für Abrüstung und gewaltfreie Konfliktlösung demonstriert.

18.–21. April: Ostermärsche bundesweit
Kundgebungen, Demonstrationen und Veranstaltungen mit klarer Botschaft: Abrüstung jetzt!

19. April: Ulmer Ostermarsch
Start um 11 Uhr am NATO-Hauptquartier JSEC, Abschlusskundgebung auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz.

21. April: Internationaler Bodensee-Friedensweg in Bregenz
Unter dem Motto „Was Frieden schafft – Neugier statt Spaltung“ setzen Teilnehmende ein grenzüberschreitendes Zeichen.

26. April: Torgrau Friedensmarsch über die Brücke zum 80. Jahrestag der Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten.

Mai 2025 – Friedensimpulse auf dem Kirchentag und in Bewegung

Im Mai verbinden sich geistliches Engagement, politische Aktionen und friedenspolitische Wanderungen. Der Kirchentag steht 2025 klar im Zeichen des Friedens.

1.–3. Mai: Ökumenisches Friedenszentrum in Hannover (parallel zum Kirchentag)
In den ver.di-Höfen: Vorträge, Diskussionen, Workshops unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“.

3.–22. Mai: „Frieden in Bewegung“ – Friedenswanderung
Grenzüberschreitende Wanderung von Den Haag nach Bremen mit Aktionen entlang der Route.

07. Mai: Friedensdemonstration in Moabit Wir feiern 80 Jahre Kriegsende und fragen: Wie werden wir Friedensfest statt kriegstüchtig?

8. Mai: 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Veranstaltungen und Gedenkfeiern erinnern an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

9. Mai: Europe Rings for Peace – Wir läuten für den Frieden  18:00 Uhr; Europaweit. Am Europatag, mitten in der Europawoche der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025, wird ein kraftvolles Zeichen gesetzt: Glocken aller Art – von Kirchen, Rathäusern, Schulen, Schiffen oder Carillons – läuten gemeinsam für den Frieden in Europa. Ein Klang, der verbindet – über Grenzen, Sprachen und Religionen hinweg.

21. Mai: Friedenskonzert „Friedensfähig Statt Kriegstüchtig 20:00 Uhr Johanneskirche am Feuersee, Stuttgart. mit Konstantin Wecker, Daniela Dan und anderen

21. Mai: 17. Berliner Friedenslauf von Pro Peace 

29. Mai–1. Juni: Jahrestagung des Versöhnungsbundes in Bad Schussenried
Themenschwerpunkt: „Gefährdung der Menschheit – Atomwaffen und Klimakrise“

Juni 2025 – Proteste gegen US-Militärpräsenz in Deutschland

Im Juni richtet sich der Fokus auf Ramstein – mit einer Aktionswoche, die ein starkes Zeichen gegen Drohnenkriege und militärische Eskalation setzt.

22.–29. Juni: 10 Jahre Aktionswoche „Stopp Air Base Ramstein“
Friedenscamp, Mahnwachen und kreative Protestformen gegen den Einsatz der US-Basis für globale Kriegseinsätze.

Beitragsbild für Komm den Frieden wecken der FriedensDekade, das den Titel "Erinnerung an einen Meilenstein der Friedensgeschichte", sowie ein Steinmännchen aus Wasserfarbe.

Komm den Frieden wecken – Erinnerung an einen Meilenstein der Friedensgeschichte

Wenn wir heute sagen „Komm den Frieden wecken“, dann meinen wir nicht nur das persönliche Aufstehen gegen Gewalt und Ungerechtigkeit, sondern auch das kollektive Erinnern: an Ideen, die dem Frieden Raum gaben. An Prozesse, die Vertrauen wachsen ließen. An Abkommen, die aus Misstrauen Verständigung formten. Die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) von Helsinki gehört zu diesen Meilensteinen der Friedensgeschichte, gerade heute,  50 Jahre später. 

In einer Zeit erneuerter Spannungen in Europa erinnert Landesbischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter des Rates der EKD, an die historische Bedeutung dieses Vertragswerks. Am 1. August 1975, also vor einem halben Jahrhundert, wurde in Helsinki ein Dokument unterzeichnet, das die Grundlagen für friedliche Koexistenz in Europa stärkte.

„Dieses Dokument hat eine wichtige Rolle bei der Überwindung der deutschen und europäischen Teilung gespielt und auch zur Vertrauensbildung zwischen dem Westen und dem damaligen Ostblock beigetragen“, unterstreicht Landesbischof Kramer.

Was damals kaum vorstellbar schien, wurde Wirklichkeit: Die Mauer fiel, der Kalte Krieg endete, der Warschauer Pakt wurde aufgelöst. Kramer betont, wie wesentlich der Dialog zwischen den politischen Blöcken für diese Entwicklungen war – gerade weil er nicht auf Harmonie setzte, sondern auf Verbindlichkeit im Ungewissen. Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, so der Friedensbeauftragte, war „ein großes Friedensinstrument in einer spannungsvollen weltpolitischen Phase“.

Verhandelt wurde seit 1973 zwischen insgesamt 35 Staaten, vom NATO-Raum bis zum Warschauer Pakt. In der Schlussakte verpflichteten sich die Unterzeichner unter anderem zur Unverletzlichkeit bestehender Grenzen, zur friedlichen Streitbeilegung, zum Gewaltverzicht und zur Einhaltung von Menschenrechten und Grundfreiheiten. Eben diese Menschenrechte wurden später zur Bezugslinie für Bürgerrechtlerinnen und Dissidenten in vielen Ländern Osteuropas. Kramer erinnert an Persönlichkeiten wie Václav Havel oder Andrei Sacharow, an Bewegungen wie Charta 77 oder Solidarność, und an die Rolle der Schlussakte für die Friedens- und Umweltgruppen in der DDR.

„Die friedliche Revolution von 1989 wäre ohne die KSZE-Schlussakte möglicherweise so nicht geschehen“, sagt Kramer, der selbst in der DDR aufwuchs.

Heute blickt der Friedensbeauftragte auch mit Sorge auf die Gegenwart. Weder das Blutvergießen im ehemaligen Jugoslawien noch die gewaltsame Abtrennung des Kosovo konnte durch KSZE- bzw. OSZE-Prozesse verhindert werden. Auch der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der Bruch des Völkerrechts bei der Annexion der Krim, stellen die europäischen Friedensstrukturen massiv in Frage.

Und doch bleibt Kramer hoffnungsvoll: „Angesichts der großen Spannungen in Europa wäre eine solche Konferenz so wichtig und nötig. Ich hoffe, dass dafür auch wieder die Zeit kommen wird, auch wenn es derzeit nicht danach aussieht. Aber nach der Niederschlagung des Prager Frühlings hat auch keiner an eine KSZE-Schlussakte geglaubt – und nur wenige Jahre später war sie Realität.“

Gerade das macht die Erinnerung an Helsinki 1975 so wertvoll: Sie lädt ein, scheinbar Unmögliches zu denken – und im Kleinen wie im Großen Räume zu schaffen, in denen Frieden wachsen kann.

Den Impuls weitertragen – mitmachen bei der FriedensDekade 2025

„Komm den Frieden wecken“ ist mehr als ein Motto – es ist ein Aufruf, Friedenslogik im Alltag sichtbar zu machen. Die Geschichte der KSZE zeigt: Frieden entsteht, wo Vertrauen wächst. Wo Menschen sich zuhören, aushalten, widersprechen – und dennoch gemeinsam bleiben. Nutzen Sie den Impuls für die inhaltliche Gestaltung Ihrer Veranstaltungen im Rahmen der FriedensDekade. Erzählen Sie von mutigen Dialogen, setzen Sie Zeichen in Ihren Gemeinden, Gruppen oder Schulen.

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November 2025 statt. Materialien, Plakate und Vorschläge zur Gestaltung sind im Shop der FriedensDekade erhältlich.

Mehr zur Aktion, aktuelle Beiträge und Hinweise zum Mitmachen finden Sie auf
👉 www.friedensdekade.de

Die vollständige Pressemitteilung des EKD-Friedensbeauftragten Friedrich Kramer finden Sie hier.

FriedensDekade: Frieden im Dialog mit Heidrun Kisters

Frieden im Dialog 2025: Heidrun Kisters über Friedenslogik, Vernetzung und das Motto „Komm den Frieden wecken“

Frieden im Dialog: Friedenslogik und gelebtes Engagement

Ein Gespräch mit Heidrun Kisters und Lars Blume über Friedensarbeit, Vernetzung und die Kraft kleiner Schritte für eine friedensfähige Welt.

Perspektiven für eine friedensfähige Welt

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ möchten wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade sichtbar machen. In regelmäßigen Gesprächen kommen Personen aus dem Gesprächsforum, Redaktionskreis oder anderen Netzwerken zu Wort, teilen ihre Perspektiven und geben Einblicke in die Arbeit, die die FriedensDekade so lebendig macht. Ob persönliche Geschichten, Visionen oder die Auseinandersetzung mit dem Wandel in der Friedensarbeit, dieser Dialog lädt ein, gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie Frieden gestaltet werden kann.

Heute im Gespräch: Heidrun Kisters, Friedensbotschafterin der FriedensDekade 2025, und Lars Blume, der die Öffentlichkeitsarbeit der ökumenischen FriedensDekade gestaltet. Heidrun engagiert sich seit den 1980er Jahren für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, inspiriert durch die Proteste gegen die Stationierung von Atomraketen im Hunsrück. Gemeinsam sprechen sie über die Kraft der Friedenslogik, die Bedeutung von Vernetzung und wie das Motto „Komm den Frieden wecken“ 2025 Menschen inspirieren kann.

Die Rolle der Friedensbotschafterin

Lars: Heidrun, du bist Friedensbotschafterin der FriedensDekade 2025. Was bedeutet das für dich persönlich?

Heidrun: Ich sehe mich in einer Reihe vieler Mitstreiter*innen, die seit vielen Jahren in der Friedensarbeit aktiv sind. Durch Öffentlichkeit und Präsenz können wir uns gegenseitig stärken und Mut machen.

Lars: Das klingt nach einer großen Verantwortung, aber auch nach einer Chance, andere zu inspirieren.

Heidrun: Genau, es ist eine Möglichkeit, Menschen zu zeigen, dass Friedensarbeit im Alltag beginnt. Lars, wie erlebst du diese Rolle der FriedensDekade, Menschen zusammenzubringen und sichtbar zu machen, was möglich ist?

Lars: Für mich ist die FriedensDekade eine Plattform, die Vielfalt und Kreativität in der Friedensarbeit sichtbar macht. Durch unsere Materialien, die regionalen Veranstaltungen in den Gemeinden und Gemeinschaften, unsere Präsenz auf den Kirchentag oder die peace-and-pray-App schaffen wir Räume, in denen Menschen ihre Ideen einbringen können. Es geht darum, Hoffnung und Handlungsmöglichkeiten zu verbinden.

Heidrun: Das klingt spannend! Wie schafft ihr es, diese Vielfalt an Menschen und Ideen unter ein Motto wie „Komm den Frieden wecken“ zu bringen?

Lars: Das Motto ist so kraftvoll, weil es offen ist. Es lädt ein, Frieden aktiv zu gestalten, sei es durch Gebete, Aktionen oder Dialoge. Wir versuchen, mit Materialien und Formaten wie Workshops und den verschiedenen Materialien Menschen zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden.

Das Motto „Komm den Frieden wecken“

Lars: Apropos Motto: Was weckt der Satz „Komm den Frieden wecken“ in dir?

Heidrun: In einer Gesellschaft, die sich zunehmend militarisiert, wird es immer schwieriger, die Friedenslichter zu erkennen. Dort, wo sie erloschen sind, müssen wir sie wieder anzünden.

Lars: Dieses Bild des „Anzündens“ ist stark. Für mich ist es ein Aufruf, Hoffnung und Handeln zu verbinden.

Heidrun: Absolut. Ich sehe es als Einladung, wachsam zu bleiben. Lars, wie plant ihr in der FriedensDekade, dieses „Anzünden“ konkret zu fördern, besonders in einer Zeit, in der viele Menschen von Krisen überwältigt sind?

Lars: Wir setzen auf konkrete, zugängliche Formate: Friedensgebete, Schreibwerkstätten. Als FriedensDekade schaffen wir einen deutschlandweiten Rahmen, der vor Ort und durch viele eigenständige Initiativen und Aktionen in der Zeit der FriedensDekade und darüber hinaus gefüllt wird. Unsere Materialien sind so gestaltet, dass Gemeinden, Schulen oder Einzelpersonen sie leicht nutzen können. Es geht darum, Menschen zu zeigen, dass sie mit kleinen Schritten etwas bewirken können.

Heidrun: Das ist wichtig, diese Niedrigschwelligkeit. Es ermutigt Menschen, anzufangen.

Friedenslogik versus Sicherheitslogik

Lars: Du sprichst oft von einer Friedenslogik als Gegenmodell zur Sicherheitslogik. Was heißt das konkret für dein Denken und Handeln?

Heidrun: Für mich heißt das konkret, dass ich im Konflikt nicht auf Stärke und Durchsetzung baue, sondern versuche, die Interessen meines Gegenübers im Blick zu haben und eine einvernehmliche Lösung zu suchen.

Lars: Das ist eine klare Abgrenzung zur oft dominierenden Sicherheitslogik, die auf Abschreckung setzt.

Heidrun: Genau. Friedenslogik bedeutet, Vertrauen zu schaffen statt Misstrauen. Lars, wie versucht die FriedensDekade, diese Friedenslogik in ihren Projekten sichtbar zu machen?

Lars: Wir setzen auf Dialog und Begegnung. Unsere Materialien fördern gewaltfreie Ansätze, etwa durch Workshops zu Konflikttransformation oder Gebete, die Verbundenheit schaffen. Aktuell prüfen wir, wie wir mit einem kleinen Bildungsangebot die Strukturen vor Ort noch mehr unterstützen können.

Die Diskussion um „Kriegstüchtigkeit“

Lars: Die aktuelle gesellschaftliche Diskussion dreht sich oft um „Kriegstüchtigkeit“. Wie bewertest du das, und welche Alternativen möchtest du sichtbar machen?

Heidrun: Diese Terminologie macht mir Angst. Wir dürfen uns nie daran gewöhnen. Stattdessen sollten wir alles daran setzen, durch Diplomatie Krisen und Kriege zu beenden. Auch in unseren Köpfen darf sich das Freund-/Feind-Denken nicht festsetzen. Gesellschaftliche Prozesse der Versöhnungsarbeit und Völkerverständigung müssen gestärkt werden, anstatt in diesen Bereichen immer mehr finanzielle Mittel einzusparen.

Lars: Diese Angst teile ich. Die FriedensDekade versucht, solche Alternativen sichtbar zu machen.

Heidrun: Das ist so wichtig. Lars, wie geht ihr in eurer Öffentlichkeitsarbeit mit dieser militaristischen Sprache um? Wie schafft ihr es, eine positive Botschaft dagegenzusetzen?

Lars: Wir versuchen, die Narrative zu ändern, indem wir Geschichten von gewaltfreier Arbeit teilen; sei es auf friedensdekade.de, bei Veranstaltungen oder über soziale Medien. Das Motto „Komm den Frieden wecken“ ist unser Gegenentwurf: Es ruft zur aktiven Gestaltung von Frieden auf, statt sich in Angst oder Abschreckung zu verlieren.

Heidrun: Das ist ein starker Ansatz. Es geht darum, Hoffnung sichtbar zu machen.

Die Kraft der Vernetzung

Lars: Deine Arbeit ist tief vernetzt in lokale Gruppen wie ATTAC, Omas gegen Rechts oder das Frauenforum. Warum ist Vernetzung so wichtig für den Frieden?

Heidrun: Friedensarbeit ist sehr komplex. Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung sind untrennbar miteinander verbunden. Ein solidarisches Miteinander ist Voraussetzung für eine resiliente demokratische Gesellschaft. Wenn sich hier Hass und Hetze festsetzen, hat auch der Frieden nach außen keine Chance.

Lars: Diese Verbindung von Themen ist zentral für die FriedensDekade.

Heidrun: Genau. Lars, wie nutzt ihr in der FriedensDekade Netzwerke, um diese Themen zusammenzubringen? Arbeitet ihr auch mit  anderen Bewegungen?

Lars: Ja, wir suchen aktiv die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Bewegungen und sind in der Friedensbewegung, auch aufgrund unser 45 jährigen Tradition tief verwurzelt. Beim Kirchentag 2025 in Hannover zum Beispiel habe ich mit internationale Partner über die Verbindung von Frieden und Klimagerechtigkeit diskutiert. Netzwerke wie „Church and Peace“ helfen uns, diese Themen international zu verankern.

Heidrun: Das klingt nach einem guten Ansatz. Vernetzung schafft Synergien, die uns alle stärker machen.

Erfahrungen aus den 1980er Jahren

Lars: Dein Engagement begann in den 1980er Jahren mit den Protesten gegen die Atomraketen im Hunsrück. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit prägen dich bis heute?

Heidrun: Friedensarbeit braucht einen langen Atem, gute Vernetzung und immer wieder Austausch mit Mitstreiter*innen. Die Situation in den 80er Jahren war hier im Hunsrück sehr besonders. In dieser ländlichen Gegend bleibt politisches und gesellschaftliches Engagement nicht anonym. Das ist eine große Chance auch heute noch.

Lars: Diese Nähe und Persönlichkeit der Arbeit ist inspirierend.

Heidrun: Ja, sie gibt Kraft. Lars, wie schafft ihr es in der FriedensDekade, diese persönliche Ebene zu bewahren, obwohl ihr vor allem dezentral agiert aber zentral aufgestellt seid?

Lars: Wir setzen auf lokale Aktionen, die von Gemeinden oder Einzelpersonen gestaltet werden. Unsere Materialien sind so flexibel, dass sie an lokale Kontexte angepasst werden können. Gleichzeitig nutzen wir Plattformen wie den Kirchentag oder unsere Website, um diese lokalen Geschichten im DACH-Raum zu teilen.

Heidrun: Das ist eine gute Balance. Es zeigt, dass globales Engagement immer bei den Menschen vor Ort beginnt.

Hoffnung und Kraft trotz Rückschläge

Lars: Woher nimmst du die Hoffnung und Kraft, dich trotz Rückschlägen weiter zu engagieren?

Heidrun: Es gibt immer wieder Phasen der Resignation in dieser bedrohlichen weltpolitischen Situation. Und dann entdecke ich immer wieder, dass ich nicht alleine da stehe. Der Kontakt und Austausch mit „Gleichgesinnten“ gibt mir dann Kraft und neuen Mut.

Lars: Dieser Austausch ist so wertvoll.

Heidrun: Ja, er ist lebensnotwendig. Lars, wie schafft ihr es in der FriedensDekade, Menschen in solchen Momenten der Resignation zu erreichen und zu ermutigen?

Lars: Wir versuchen, Begegnungsräume zu schaffen, sei es durch Veranstaltungen, gemeinsam Schweigen aber auch durch digitale Formate wie dieses hier. Diese Räume geben Menschen die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu merken, dass sie Teil einer größeren Bewegung sind.

Heidrun: Das klingt ermutigend. Solche Räume sind essenziell, um nicht aufzugeben.

Wünsche an junge Menschen

Lars: Was wünschst du dir von jungen Menschen oder kommenden Generationen mit Blick auf Frieden und Gerechtigkeit?

Heidrun: Ich würde mir zunächst mal für junge Menschen wünschen, dass wir ihnen eine lebenswerte Welt hinterlassen und ihre Zukunft nicht durch Kriege und Klimakatastrophe bedroht wird. Von den jungen Menschen wünsche ich mir, dass sie sich nicht blenden lassen von der „Heil versprechenden“ Konsumwelt und achtsam mit den Sozialen Medien umgehen. Auch hier ist die Gesellschaft gefordert, mehr in die Bildung zu investieren, um soziale Werte zu vermitteln.

Lars: Das ist ein starker Aufruf. Wir versuchen, junge Menschen durch Workshops oder unsere Onlinepräsenz einzubinden.

Heidrun: Das ist ein guter Anfang. Lars, wie erreicht ihr junge Menschen konkret, und wie stellt ihr sicher, dass sie sich in der FriedensDekade gehört fühlen?

Lars: Wir setzen auf Formate, die niedrigschwellig sind, wie Kunstprojekte, Diskussionen in Schulen oder unsere Social-Media-Kanäle. Mit dem Versuch in 2025 Bildungsformate zu etablieren, die wir zunächst in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt testen, hoffen wir auch vor Ort direkt mit Menschen ins Gespräch zu kommen und so eine unterstützende Stimme zu der Arbeit vor Ort leisten zu können. Wichtig ist, ihnen zu zeigen, dass jede Stimme zählt.

Heidrun: Das ist entscheidend. Junge Menschen brauchen das Gefühl, dass sie etwas bewegen können.

Ein Sinnbild für Hoffnung

Lars: Gibt es ein Zitat, ein Bild oder eine Erfahrung, das für dich zum Sinnbild für Hoffnung oder friedliche Veränderung geworden ist?

Heidrun: Folgendes Zitat ist für mich in den letzten Jahren sehr wichtig geworden: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.“ Václav Havel (1936-2011).

Lars: Das ist ein unglaublich kraftvolles Zitat.

Heidrun: Ja, es gibt mir Orientierung. Lars, gibt es ein Zitat oder eine Erfahrung, die dich in deiner Arbeit für die FriedensDekade antreibt?

Lars: Für mich ist es die Erfahrung, wie Menschen bei den Veranstaltungen in den 10 Tagen der FriedensDekade zusammenkommen und spüren, dass sie Teil von etwas Größerem sind. Ein Satz, der mich begleitet, ist von Dietrich Bonhoeffer: „Der Friede muss gewagt werden.“ Er erinnert mich daran, dass Friedensarbeit Mut braucht.

Heidrun: Das passt perfekt zu unserem Anliegen. Es geht darum, diesen Mut immer wieder aufzubringen.

Den Einzelnen ermutigen

Lars: Zum Abschluss: Was würdest du Menschen sagen, die das Gefühl haben: „Ich allein kann doch eh nichts bewirken“?

Heidrun: Mit dieser Aussage werde ich tatsächlich oft konfrontiert. Dazu fällt mir dann das obige Zitat ein. Letztendlich muss sich jede und jeder dann den eigenen Weg suchen und dies mit den eigenen Ansprüchen und dem Gewissen vereinbaren.

Lars: Das ist ein starker Gedanke.

Heidrun: Ja, es geht um den eigenen Weg. Lars, wie ermutigt ihr in der FriedensDekade Menschen, diesen ersten Schritt zu machen, auch wenn sie sich klein fühlen?

Lars: Wir zeigen, dass jeder Schritt zählt,  sei es ein Gebet, eine kleine Aktion oder ein Gespräch. Unsere Materialien bieten konkrete Anleitungen, und unsere Plattformen wie friedensdekade.de oder Instagram zeigen Geschichten von Menschen, die mit kleinen Taten Großes bewirken. Es geht darum, zu zeigen: Du bist nicht allein.

Heidrun: Das ist genau die Botschaft, die wir brauchen. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass „Komm den Frieden wecken“ 2025 eine Bewegung wird!

Zum Weiterlesen und Mitgestalten

Materialien der FriedensDekade: Entdecken Sie unsere Angebote im Online-Shop.

Teilen Sie Ihre Geschichten: Senden Sie Ihre Aktionen oder Pläne für 2025 an kontakt@friedensdekade.de.

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Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Mit Schulen den Frieden wecken – Projekte und Impulse für die FriedensDekade 2025

Gemeinsam den Frieden wecken – Mitmach-Tipps der FriedensDekade

Die FriedensDekade 2025 ruft auf: „Komm den Frieden wecken!“
In sechs Etappen geben wir konkrete Impulse, wie Sie als Gruppe, Einrichtung oder Einzelperson ein sichtbares Friedenszeichen setzen können – mit Ihrer Stimme, Ihrer Kreativität, Ihrer Präsenz vor Ort. Heute richten wir uns an Schulen und Klassen, denn die Friedensbildung beginnt dort, wo junge Menschen täglich zusammenkommen, Fragen stellen – und Haltung entwickeln.

Friedensbildung an Schulen – Verantwortung im Klassenzimmer

Schulen sind mehr als Lernorte: Sie sind Lebensräume. Orte der Begegnung, des Austauschs und des Zusammenhalts. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Polarisierung, Konflikte und Zukunftssorgen viele Kinder und Jugendliche beschäftigen, bietet die FriedensDekade einen Rahmen, um sich kreativ, kritisch und aktiv mit dem Thema Frieden auseinanderzusetzen – im Klassenzimmer, auf dem Schulhof oder digital.

Friedensbildung stärkt demokratische Werte, soziale Kompetenzen und fördert die Fähigkeit, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Und sie zeigt: Jede*r kann etwas bewegen – im Kleinen wie im Großen.

Mitmach-Tipps für Schulen und Klassen – Vielfalt, Tiefe, Wirkung

Ob als Projektwoche, einzelne Aktion oder fächerübergreifende Unterrichtseinheit – jede Schule findet ihren Weg, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Hier sind einige Impulse, die sich einfach umsetzen und mit Tiefe gestalten lassen:

1. Friedens-Tag an der Schule
Ein ganzer Tag im Zeichen des Friedens: Klassen gestalten Workshops, Ausstellungen, Theaterstücke oder Musikbeiträge. Denkbar sind z. B. Themenstationen zu gewaltfreier Kommunikation, globalem Lernen, Friedenssymbolen oder Antidiskriminierung. Der Tag kann mit einer gemeinsamen Friedensaktion enden – etwa dem Pflanzen eines „Baums des Friedens“, einem Open Mic auf dem Pausenhof oder einem Schul-Rundgang mit Friedenszitaten.

2. Kreativwerkstatt: Frieden sichtbar machen
Ob Wandzeitung, Podcast, Videobeitrag, Schulradio oder Instagram-Reel – Schülerinnen setzen sich kreativ mit dem Motto „Komm den Frieden wecken“ auseinander. Wichtig: Inhalte dürfen von ihnen selbst entwickelt und gestaltet werden. So wird aus Lernen eigenes Handeln.
Besonders wirkungsvoll sind Beiträge, die lokal wirken: Interviews mit Passantinnen, Statements aus der Schulgemeinschaft, Umfragen oder Straßenaktionen.

3. Friedensbrief-Projekt – Schreiben statt Schweigen
Klassen schreiben Friedensbriefe – an Politiker*innen, an fiktive Personen in Kriegsgebieten, an zukünftige Generationen oder an sich selbst. Diese Briefe können ausgestellt, in einer Lesung geteilt oder auch postalisch verschickt werden. In Kombination mit Deutsch- oder Ethikunterricht entsteht so ein tiefgreifender Zugang zum Thema Verantwortung, Empathie und Zukunft.

4. Klassenaktion: Eine Stunde für den Frieden
Eine symbolische Stunde pro Woche wird bewusst dem Frieden gewidmet – durch Gesprächsrunden, Lesungen, Achtsamkeitsübungen, Gruppenspiele oder gemeinsame Meditation. Lehrkräfte begleiten den Prozess als Ermöglichende. So entstehen Rituale des Innehaltens und Verbindens.

5. Friedensprojekt über Fächer hinweg
Frieden ist ein Querschnittsthema: In Geschichte kann z. B. über Friedensverträge gesprochen werden, in Biologie über Konfliktvermeidung im Tierreich, in Mathe über weltweite Militärausgaben. Nutzen Sie das Thema als verbindende Klammer für eine projektbasierte Lernwoche – inkl. Präsentationen, Ausstellungen oder einer Abschlussveranstaltung.

Warum Friedensbildung in Schulen zählt

Friedensbildung ist Demokratiebildung. Sie stärkt Kinder und Jugendliche darin, eigene Haltungen zu entwickeln, kritisch zu denken und mit anderen friedlich zusammenzuleben. Gerade in Schulen kann der Samen für eine friedensfähige Gesellschaft gelegt werden. Die FriedensDekade 2025 bietet einen inspirierenden Anlass, diesen Weg zu gehen – mit vielfältigem Material, guter Sichtbarkeit und einem starken Netzwerk.

Materialien für Ihre Schulaktion

Ein umfangreiches Paket unterstützt Sie bei der Umsetzung:

Ideenheft mit Anleitungen & Hintergrundwissen

Friedensliederbuch mit Liedern aus aller Welt

Plakate, Banner, Aufkleber, Postkarten

Online-Materialien für Unterricht und Aktion

Texte für Elternbriefe oder Pressearbeit

Alles unter: www.friedensdekade.de/shop

Mitmachen ist einfach – Ihre Aktion zählt

1. Idee finden – Was passt zu Ihrer Schule oder Klasse?

2. Material nutzen – Online oder im Shop erhältlich.

3. Aktion anmelden – Für unseren Aktionskalender (optional): kontakt@friedensdekade.de

4. Teilen Sie Ihr Zeichen – unter dem Hashtag #friedensdekade2025

Jetzt mitmachen und gemeinsam den Frieden wecken!

„Komm, Frieden lass dich wecken“ Eugen Eckert schenkt der FriedensDekade 2025 ein Lied

Das neue Lied zur FriedensDekade 2025

Wenn Worte fehlen und Argumente verhärten – dann kann Musik Türen öffnen, Brücken bauen und Herzen berühren.

Zur FriedensDekade 2025 ist ein neues Lied entstanden, das tief bewegt und Mut macht. Sein Refrain lautet:

„Komm, Frieden, lass dich wecken“ – ein eindringlicher Ruf, der sich wie ein Gebet, eine Klage und eine Vision durch das ganze Lied zieht.

Text: Eugen Eckert
Melodie: Go Tell It on the Mountain (Spiritual)

Ein Lied mit Tiefe und Resonanz

Das Lied besteht aus mehreren Strophen und einem sich wiederholenden Refrain. Es folgt der klassischen Spiritual-Melodie von „Go tell it on the mountain“ – einer Melodie, die in ihrer Einfachheit, Klarheit und spirituellen Tiefe sofort ins Ohr geht. Sie ist leicht zu lernen und eignet sich gut für gemeinsames Singen – in Gottesdiensten, Friedensgebeten, Schulandachten oder auf der Straße.

Das Lied besteht aus mehreren Strophen und einem sich wiederholenden Refrain. Es folgt der bekannten Spiritual-Melodie von „Go Tell It on the Mountain“ – eingängig, kraftvoll, spirituell. Die Melodie ist leicht zu lernen und eignet sich hervorragend für das gemeinsame Singen – in Gottesdiensten, Friedensgebeten, Schulandachten oder auf der Straße.

Jede Strophe greift aktuelle Erfahrungen und Herausforderungen auf:

Krieg, Leid und Angst – Ausdruck globaler Erschöpfung und Sorge.

Zerstörung und Trümmer – sinnbildlich für zerbrochene Verhältnisse, auch zwischen Menschen.

Flucht und Vertreibung – eine zentrale humanitäre Realität unserer Zeit.

Technologischer Krieg – etwa durch Drohnen, die Entmenschlichung im Konflikt sichtbar machend.

Machtmissbrauch und Selbstgerechtigkeit – mit Blick auf die Leidtragenden.

Zwischen den Strophen kehrt immer wieder der Refrain ein – wie ein kollektives Innehalten, ein Aufatmen:

Komm, Frieden, lass dich wecken
Hilf uns heraus aus Krieg und Leid
Beende allen Streit

Das Lied bleibt nicht bei der Klage stehen. Es lädt ein, Hoffnung zu säen, Veränderung zu wagen und dem Gott der Versöhnung zu vertrauen.

Das Lied endet nicht in Resignation. Es will nicht nur klagen – sondern ermutigen: Hoffnung säen, auf Veränderung setzen, auf den Gott der Versöhnung vertrauen.

Ein geistlicher Impuls

Der Liedtext ist theologisch geprägt, ohne belehrend zu sein. Die Hoffnung auf Frieden wird nicht als bloße Sehnsucht formuliert, sondern als konkreter Auftrag: durch Gebet, Handeln, Vergebung, Zuhören. Es ist ein Lied, das berührt – und bewegt.

Material und Begleitangebote

Da das Lied auf einer öffentlichen Melodie basiert, sind passende Notenformate weit verbreitet. Ein Gitarrenarrangement in D-Dur findet sich beispielsweise auf Plattformen wie SheetMusicPlus oder MuseScore. Den Liedtext finden Sie hier zum download genau wie die MP3-Aufnahme zum Reinhören und Üben

Das Video zum Lied Komm Frieden lass dich wecken von Eugen Eckert finden Sie auf Youtube.

Der Autor: Eugen Eckert

Eugen Eckert, geboren 1954 in Frankfurt, ist evangelischer Pfarrer, Sozialpädagoge und einer der wichtigsten Liedermacher des Neuen Geistlichen Liedes im deutschsprachigen Raum. Er hat über 1.000 Liedtexte verfasst, viele davon mit der Band Habakuk eingespielt. Seine Texte sind geprägt von Tiefe, gesellschaftlicher Verantwortung und spiritueller Offenheit.

Mit „Komm, Frieden, lass dich wecken“ gelingt ihm eine berührende Verbindung von biblischer Vision, gesellschaftlichem Realismus und musikalischer Zugänglichkeit.

Warum dieses Lied – und warum jetzt?

Weil es Zeit ist.
Weil unsere Welt Stimmen braucht, die den Frieden wachrufen.
Weil Musik dort verbindet, wo Worte oft trennen.
Weil Singen gegen das Verstummen hilft.

„Komm, Frieden, lass dich wecken“ – dieses Lied ist Einladung, Ausdruck, Klage und Vision zugleich. Machen Sie es zum Teil Ihrer FriedensDekade 2025.

Jetzt mitmachen und den Frieden wecken!

Die FriedensDekade lebt vom Mitmachen. Sie wird getragen von engagierten Menschen, Gruppen und Gemeinden. Werden auch Sie Teil davon!

Materialien entdecken → www.friedensdekade.de/shop

Egal ob Friedenslied, Gebetsabend, Banneraktion, Podcast oder Straßentheater – jede Aktion zählt. Zeigen Sie Haltung, geben Sie Hoffnung weiter, setzen Sie ein Zeichen für Verständigung und Gewaltfreiheit. Gerade in unruhigen Zeiten braucht es Menschen, die mutig und kreativ aufstehen.

Starten Sie am besten gleich – mit Musik!

Unsere erste Mitmach-Empfehlung richtet sich an Chöre und Musikgruppen: Singen Sie Komm, Frieden, lass dich wecken in Ihren Gemeinden, bei Konzerten oder öffentlichen Aktionen. Das Lied eignet sich ideal für gemeinsames Singen – kraftvoll, eingängig und hoffnungsvoll. Friedensarbeit beginnt mit einem Lied. Lassen Sie es laut werden. Machen Sie mit – und helfen Sie, den Frieden zu wecken. Alle Mitmachtipp zur FriedensDekade finden Sie im nachstehenden Artikel: 

Mitmachen bei der FriedensDekade 2025 – „Komm den Frieden wecken“

 

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