Friedenskompass 2026 – Schritt 3 & 14: Rüstungskritik
Der virtuelle Begleiter zum Friedenskompass 2026
Herzlich willkommen im digitalen Raum der ökumenischen FriedensDekade. Im gedruckten Friedenskompass 2026 finden Sie Gebete für eine Welt, die ohne Waffen auskommt. Diese Webseite ergänzt das Heft um die „irdische Komponente“ – den Widerstand gegen die Spirale der Aufrüstung und die Forderung nach zivilen Alternativen zur militärischen Logik.
Einordnung Jan Gildemeister, Vorstand der ökumenischen FriedensDekade
„Gegen die Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen gilt es ebenso widerständig zu sein, wie gegen die ungebremste Aufrüstung und das Festhalten an der höchst problematischen nuklearen Abschreckung.“
– Jan Gildemeister, Vorstand der Ökumenischen FriedensDekade
Rüstungskritik ist kein abstraktes Thema. Jan Gildemeister macht deutlich, dass die Frage, wohin eine Gesellschaft ihre Ressourcen lenkt, unmittelbar mit Sicherheit und Gerechtigkeit für alle Menschen zusammenhängt. Couragiert widerständig zu sein bedeutet hier, die Prioritäten der Politik zu hinterfragen und sich nicht mit der Logik der Abschreckung abzufinden. Den gesamten Leitimpuls von Jan Gildemeister lesen Sie hier.
Rüstungskritik im Sinne der FriedensDekade 2026 bedeutet den „couragierten Widerstand“ gegen die Logik des Krieges, um Raum für Diplomatie und Verhandlungslösungen zu schaffen. Basierend auf der Osteransprache 2025 erinnert uns der Aufruf zur Abrüstung daran, dass wahrer Friede nicht durch Waffenstarre, sondern durch das mutige Aufeinander-Zugehen und den bedingungslosen Vorrang ziviler Konfliktlösungen wächst.
„Frieden wird niemals mit Waffen geschaffen, sondern indem man die Hände ausstreckt und die Herzen öffnet.“
-Papst Franziskus, Ostern 2025
Bildmeditation zum Thema aus der Ausstellung „Justice. Peace. Imagination“
Die digitale Ausstellung Justice. Peace. Imagination entstand zur FriedensDekade 2025 als künstlerisches Projekt, das Friedensfragen in Bildern sichtbar macht. Künstlerinnen und Künstler, Jugendliche und Engagierte haben Werke geschaffen, die von Sehnsucht und Widerstand erzählen, von Verletzlichkeit und Hoffnung, von Gerechtigkeit und Versöhnung.
Für den Friedenskompass 2026 begleiten ausgewählte Bilder aus dieser Ausstellung die elf Schritte des Jahresmottos „couragiert widerständig“.
Als Bildmeditationen laden sie ein, innezuhalten, genauer hinzusehen und Frieden im eigenen Herzen und im gemeinsamen Weg neu zu entdecken.
Das aussdrucksstarke Bild von Bärbel Benkert spricht von einem tiefen, stillen Wandel, vom Ablegen der Schwere und vom Hineinwachsen in etwas Lebendiges.
„Die Rüstung ablegen“ heißt hier: sich dem Frieden anvertrauen, nicht als Flucht, sondern als bewusste Entscheidung, nicht länger im Widerstand, sondern in Verbindung zu leben.
So wird der Lebensbaum zum Gegenbild der Waffe. Er steht für Verwurzelung statt Verteidigung, für das leise, beharrliche Wecken des Friedens in uns selbst.
Ein innerer Akt der Entwaffnung, der den Mut der Liebe sichtbar macht.
Symbolisch stark: Ein Baum steht gegen die Pistole, Verwurzelung statt Verteidigung – genau der Kern von Abrüstung und der inneren Bereitschaft, Rüstung abzulegen.
Meditationsimpuls:
Welche Schutzschicht darf ich heute ablegen, um dem Leben freier zu begegnen?
Ein Blick ins Archiv
Bertha von Suttner – Die Waffen nieder!
1889 veröffentlichte eine 46-jährige mittellose Adlige einen Roman, der Europa aufwühlte. Bertha von Suttner zeigte Krieg nicht als Heldengeschichte, sondern so, wie er ist: als sinnloses Leid. Sie wurde als „hysterisch“ und „unpatriotisch“ beschimpft, Kaiser Wilhelm II. nannte sie die „Friedensfurie“. Sie ließ sich nicht beirren. 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis. Die erste Folge der couragierten Rebellinnen finden Sie hier.
Den Frieden wecken durch Abrüstung
Text vom 22. Oktober 2025
Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ wurde 2025 ein bundesweiter Abrüstungsappell gestartet. Der Archivtext dokumentiert, warum der Ruf nach Abrüstung gerade in Zeiten zunehmender Militarisierung ein unverzichtbares Zeichen der Hoffnung und des zivilen Widerstands ist. Den gesamten Impuls finden Sie hier.

Der Friedenskompass 2026
Diese Webseite ist die Ergänzung zum gedruckten Heft. Der Friedenskompass 2026 enthält alle liturgischen Bausteine und theologischen Vertiefungen für die regelmäßige Gestaltung von Friedensgebeten in Ihrer Gemeinde oder Gruppe.
Fahnen, Postkarten und Aufkleber mit dem historischen Symbol Schwerter zu Pflugscharen finden sie auch in unserem Webshop.
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