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Schlagwort: Friedenszeichen

Mit Chören den Frieden wecken – Musik und Singen für die FriedensDekade 2025

Gemeinsam den Frieden wecken – Mitmach-Tipps der FriedensDekade

Die FriedensDekade 2025 ruft auf: „Komm den Frieden wecken!“
In sechs Etappen geben wir konkrete Impulse, wie Sie als Gruppe, Einrichtung oder Einzelperson ein sichtbares Friedenszeichen setzen können – mit Ihrer Stimme, Ihrer Kreativität, Ihrer Präsenz vor Ort. Los geht es mit Musikgruppen und Chören – denn der Frieden braucht Klang.

Musikgruppen und Chöre als Brückenbauer für den Frieden

Musik schafft Verbindung. Gesang bewegt. Friedenslieder machen Hoffnung hörbar. Ob Gospelchor, Schulband, Singkreis, Bläsergruppe oder Vokalensemble – wenn Sie mit Ihrer Musik ein Zeichen setzen wollen, sind Sie Teil eines großen Ganzen. Die FriedensDekade 2025 lädt Chöre und Musikgruppen herzlich ein, sich kreativ und sichtbar am Motto „Komm den Frieden wecken“ zu beteiligen.

Die Kraft von Musik liegt nicht nur im Klang, sondern im Moment der Begegnung. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung und globaler Krisen kann gemeinsames Singen für den Frieden ein tiefes Gefühl von Zusammenhalt und Verantwortung stiften. Wie unsere letztjährige Friedensbotin 2024 Monika Hofmann es so passend zusammengefasst hat: „Frieden ist wie das Erlernen eines Instrumentes und das Zusammenspiel in der Gruppe. “

Auch in 2025 hat die FriedensDekade ein Friedenslied, diesmal von Eugen Eckert. Hier geht es zum Artikel und allen Materialen.

Friedenslieder, Aktionen, Begegnung – Ihre Musik zählt

Friedensmusik muss nicht groß sein – nur ehrlich.

Hier sind einige Inspirationen, wie Sie als Chor oder Musikgruppe mitmachen können:

1. Offenes Friedenssingen im öffentlichen Raum

Laden Sie zu einem offenen Singkreis auf einem Platz, in einem Park oder vor dem Gemeindehaus ein. Singen Sie gemeinsam Friedenslieder – mit Liedblättern, live begleitet oder auch a cappella. Besonders einladend wirken solche Formate, wenn sie bewusst niedrigschwellig und generationenübergreifend gestaltet sind.

2. Musikalischer Friedensimpuls

Flashmob neu gedacht: Organisieren Sie „Peace Spots“: kurze, überraschende musikalische Friedensimpulse an zentralen Orten – z. B. im Eingangsbereich einer Stadtverwaltung, in einer Schulpause, auf dem Wochenmarkt. Ideal geeignet sind kurze Refrains oder Kanons, die Zuhörende sofort mit einbeziehen.

3. Singende Friedensandacht oder Klangmeditation

Gestalten Sie eine musikalisch geprägte Andacht oder einen Singkreis mit Liedern und Raum für Stille. Ein ruhiger, spiritueller Klangraum kann in diesen Zeiten besonders heilsam wirken.

4. Friedenslieder aufnehmen und digital teilen

Produzieren Sie einfache Handyaufnahmen Ihres Friedenslieds und teilen Sie diese unter dem Hashtag #friedensdekade2025. So entsteht ein digitaler Friedenschor über Grenzen hinweg.

5. Singen Sie das Friedenslied 2025 von Eugen Eckert „Komm, Frieden lass Dich wecken“

Ein einfaches Lied, das Hoffnung und Mut macht. Ideal in den Gottesdienst und jegliches andere Format zu integrieren. Die Liedtexte und Aufnahmen, finden Sie hier.

Liedmaterial & Anregungen – Singen für den Frieden leicht gemacht

Sie suchen passende Friedenslieder für Ihren Chor oder Singkreis?
Dann werfen Sie einen Blick in unser umfangreiches Friedensliederbuch mit über 100 Liedern aus aller Welt. Ob bekannt oder neu, einstimmig oder mehrstimmig, spirituell oder politisch – das gemeinsame Singen öffnet Herzen und Räume für den Frieden.

Warum Ihre Musik für den Frieden wichtig ist

Die FriedensDekade ist dezentral, offen und lebendig.
Jede musikalische Geste – ob als kleines Singen oder großes Konzert – trägt dazu bei, Friedensarbeit hörbar und sichtbar zu machen. Lassen Sie Ihre Musik erklingen für eine friedensfähige Gesellschaft. Ihr Beitrag als Chor oder Musikgruppe macht Mut – in der Kirche, auf der Straße, in der Schule oder im Netz.

Umfangreiches Material – einfach zugänglich

Ein umfangreiches Materialpaket unterstützt Sie:

Materialheft mit Andachten, Gottesdienstvorschlägen, Hintergrundtexten

Plakate mit Freifläche für eigene Hinweise

Postkarten, Aufkleber, Banner zum Motto

Impulse & Online-Texte für die Vorbereitung und das Einstimmen

Alle Materialien stehen im Shop bereit: www.friedensdekade.de/shop

Materialien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit finden Sie unter www.friedensdekade.de/download einen Textvorschlag für Ihren Gemeindebrief oder lokale Zeitung können sie hier herunterladen und auf Ihre Bedürfnisse und Formate anpassen.

Musik als Friedensbotschaft – Aktionen & Mitmachideen

Ob im Gottesdienst, auf dem Marktplatz oder digital über Ländergrenzen hinweg: Musik schafft Verbindung, berührt Herzen – und sendet klare Friedenssignale.

Jugendgottesdienst in Hannover (2023):
Gemeinsam mit einem Schulchor gestaltete eine Klasse einen Jugendgottesdienst im Rahmen der FriedensDekade. Pop- und Friedenslieder, persönliche Gebete und Gedanken machten die Feier zu einem bewegenden Erlebnis für Jugendliche und Erwachsene.
Mitmachen & übertragen: Ideal für Schulen oder Jugendgruppen – musikalisch gestaltete Friedensandachten können leicht in Gemeinden oder Schulgottesdienste integriert werden.

Chor- und Diskussionsabend in Halle (2023):
Ein Konzert mit Friedensliedern wurde mit einer Andacht und Gespräch zur gewaltfreien Kommunikation verbunden. Der Abend ermöglichte Austausch, Beteiligung und neue Perspektiven.
Mitmachen & übertragen: Musik mit Gesprächsrunden zu Frieden und Gewaltfreiheit kombinieren – auch als Wohnzimmerkonzert oder in Gemeindezentren gut umsetzbar.

Offenes Singen für Demokratie & Frieden in Ahlen (2024):
Rund 100 Menschen kamen auf dem Marienplatz zusammen, um gemeinsam Friedens- und Demokratielieder zu singen. Eine einfache, kraftvolle Aktion gegen Hass und Ausgrenzung.
Mitmachen & übertragen: Ob mit zwei oder zweihundert Stimmen – öffentliches Singen auf Marktplätzen oder vor dem Rathaus geht überall.

Musikalische Friedensbitten (verschiedene Orte):
In zahlreichen Gemeinden werden Friedensgebete musikalisch begleitet – durch Taizé-Gesänge, Improvisationen oder klassische Kirchenlieder. Auch kleine Gruppen können Gebet und Musik kreativ verbinden.
Mitmachen & übertragen: Eine schöne Möglichkeit für Chöre, Musikgruppen oder Einzelpersonen, Friedensgebete musikalisch zu vertiefen – z. B. in Abendandachten.

„Singen für den Frieden“ – Mainz (2025):
Im Vorfeld der FriedensDekade versammelten sich Chöre, Einzelpersonen und Initiativen auf dem Mainzer Markt zum gemeinsamen Singen. Lieder wie „We shall overcome“ und „Verleih uns Frieden gnädiglich“ klangen über den Platz – begleitet von Statements und Gebeten.
Mitmachen & übertragen: Friedenslieder im öffentlichen Raum singen – z. B. mit dem Kirchenchor, einer Schulklasse oder einem offenen Singkreis.

Jede Stimme zählt – machen Sie mit!

Ihre Beteiligung – so einfach geht’s

1. Idee finden – Was passt zu Ihrer Gruppe?

2. Material nutzen – Alles steht online bereit oder gibt es im Shop.

3. Aktion melden – Mail an kontakt@friedensdekade.de für unseren Aktionskalender (optional).

4. Ihr Zeichen teilen – #friedensdekade2025 auf Social Media.

Die FriedensDekade 2025 bietet Raum für vielfältige, dezentrale Friedensaktionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – von Schule über Gemeinde bis Verwaltung. Jede einzelne Aktion macht sichtbar, dass es Menschen gibt, die sich nicht mit Kriegsrhetorik abfinden. Viele kleine Zeichen werden zu einem starken Ruf nach Frieden – für Sie, für Gemeinden, für unsere Gesellschaft.

Jetzt mitmachen und Frieden wecken:
Material entdecken → www.friedensdekade.de/shop

Mitmachen bei der FriedensDekade 2025 – „Komm den Frieden wecken“

Warum Ihre Aktion zählt – gemeinsam Zeichen setzen

Seit 45 Jahren bringt die Ökumenische FriedensDekade Menschen zusammen, die sich für Gewaltfreiheit, Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen. Entstanden aus zwei friedensbewegten Strömungen in Ost und West – dem konziliaren Prozess der Kirchen in der DDR und der westdeutschen Initiative „Frieden schaffen ohne Waffen“ – wirkt sie heute als gemeinsamer Raum für Gebet, Aktion und politisches Nachdenken. Diese friedensbewegte Tradition ist ein lebendiges Erbe, das bis heute trägt. Und sie zeigt: Frieden beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – in Kirchen, Schulen, Verwaltungen, Vereinen oder ganz persönlich.

Dezentrale Friedensarbeit – Ihr Beitrag macht den Unterschied

Die Ökumenische FriedensDekade lädt im November 2025 erneut dazu ein, gemeinsam kraftvolle Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Verständigung zu setzen. Das Jahresmotto „Komm den Frieden wecken“ ist ein Weckruf inmitten globaler Krisen und ein starkes Hoffnungszeichen: Wir sind viele – in Deutschland, Österreich, der Schweiz und darüber hinaus–, die sich nicht der aktuellen Kriegsrhetorik beugen, sondern dem Frieden eine Stimme geben.

Ob in Kirchengemeinden, Schulen, Chören, Vereinen, Initiativen, Kommunen, Verwaltungen oder als Einzelpersonen – jede Aktion zählt. Jede Friedensgeste wirkt. Denn gemeinsam senden wir ein klares Signal an Politik und Gesellschaft: Wir wollen keine weitere Militarisierung, sondern den Aufbruch zu einer friedensfähigen Zukunft.

Ab Ende Juni veröffentlichen wir alle zwei Wochen spezifische Mitmach-Tipps:

23. Juni: Chöre und Musikgruppen

01. Juli: Kirchengemeinden

11. Juli: Schulen & Klassen

9. August: Vereine & Initiativen

23. August: Kommunen & öffentliche Verwaltungen

6. September: Einzelpersonen – kleine Zeichen mit großer Wirkung

Warum mitmachen? In einer Zeit, in der weltweit und auch in Europa Konflikte zunehmen, Politiker in Dauerstreit verfallen und viele Menschen sich ohnmächtig fühlen, ist die FriedensDekade ein Raum des Aufatmens. Sie gibt Mut, verbindet, stärkt das Miteinander und zeigt: Friedensarbeit beginnt im Kleinen – mit einem Gedanken, einem Gespräch, einem geschriebenen Wort, einer Geste vor Ort.

Viele kleine Friedenszeichen ergeben gemeinsam ein starkes Bild: Ein Licht im Fenster, ein Lied auf dem Marktplatz, eine Schulaktion, ein Friedensgebet in der Kirche, ein Banner am Gemeindehaus – diese Taten machen Hoffnung. Sie sind stärkende Wegmarken in einem schwierigen Jahr, wirken verbindend über gesellschaftliche Grenzen hinweg und zeigen: Wir bleiben dran.

Die FriedensDekade ist dezentral organisiert. Das bedeutet: Alle können ihre eigenen Ideen, Veranstaltungen oder Gebetsformate eigenständig umsetzen – ob klein oder groß, einmalig oder mehrtägig. Der Einstieg ist niedrigschwellig. Wer mitmacht, trägt dazu bei, Friedenszeichen vor Ort sichtbar zu machen.

Umfangreiches Material – einfach zugänglich

Ein umfangreiches Materialpaket unterstützt Sie:

Materialheft mit Andachten, Gottesdienstvorschlägen, Hintergrundtexten

Plakate mit Freifläche für eigene Hinweise

Postkarten, Aufkleber, Banner zum Motto

Impulse & Online-Texte für wöchentliche Nutzung

Liederblätter und Ideen für Friedenssingen oder Gebete

Alle Materialien stehen im Shop bereit: www.friedensdekade.de/shop

Materialien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit finden Sie unter www.friedensdekade.de/download einen Textvorschlag für Ihren Gemeindebrief oder lokale Zeitung können sie hier herunterladen und auf Ihre Bedürfnisse und Formate anpassen.

Konkrete Inspiration – Aktionen aus den Vorjahren

Friedenslauf an der Goetheschule Einbeck (2024): Schülerinnen und Schüler liefen zugunsten des Vereins „Brot für die Welt“. Der Lauf wurde begleitet von Quiz und Verkauf selbstgebackener Kuchen, während die ganze Schulgemeinschaft mitwirkte.

Jugendgottesdienst in Hannover (2023): Eine Schule organisierte zusammen mit einem Chor einen Gottesdienst im Rahmen der Dekade für Jugendliche und Erwachsene

Chor- und Diskussionsabend in Halle (2023): Konzert, Andacht und Gespräch zur gewaltfreien Kommunikation luden zum Austausch ein

App „Peace&Pray“ (2024): Material für Gruppen und Gemeinden, unter anderem Audioimpulse und Friedenslieder via App

Ob große Schulaktion oder leises Gebet – jede Form bereichert das Gesamtbild.

Ihre Beteiligung – so einfach geht’s

  1. Idee finden – Was passt zu Ihrer Gruppe?

  2. Material nutzen – Alles steht online bereit oder gibt es im Shop.

  3. Aktion melden – Mail an kontakt@friedensdekade.de für unseren Aktionskalender (optional).

  4. Ihr Zeichen teilen – #friedensdekade2025 auf Social Media.

Die FriedensDekade 2025 bietet Raum für vielfältige, dezentrale Friedensaktionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – von Schule über Gemeinde bis Verwaltung. Jede einzelne Aktion macht sichtbar, dass es Menschen gibt, die sich nicht mit Kriegsrhetorik abfinden. Viele kleine Zeichen werden zu einem starken Ruf nach Frieden – für Sie, für Gemeinden, für unsere Gesellschaft.

Jetzt mitmachen und Frieden wecken:
Material entdecken → www.friedensdekade.de/shop

Frieden – Schreiben gegen die Ohnmacht und für das Miteinander

Eine Online-Schreibwerkstatt von der Evangelischen Allianz Deutschland mit Amelie Rick und Norina Welteke

Frieden – ein gefühlt hohles Wort, wenn wir um uns blicken. Wo ist der Frieden in
dieser Welt? Konflikte brechen auf, dauern an, fordern unzählige Menschenleben. Wo ist Frieden in diesem Land? Politiker streiten unablässig, werden von den Medien bloßgestellt, Unmut wartet an jeder Straßenecke. Wo ist Frieden in meinem Leben? Nachrichten stürmen auf mich ein, meine Worte werden als verletzend wahrgenommen, meine Identität wird infrage gestellt. Wie sollen wir mit all dem umgehen, was unseren äußeren und inneren Frieden ins Wanken bringt?

Mit der kreativen Schreibwerkstatt „Frieden – Schreiben gegen die Ohnmacht und für das Miteinander“ bietet die Evangelische Allianz in Deutschland e. V. in Zusammenarbeit mit der Schreibpädagogin Amelie Rick im zweiten Durchlauf die Möglichkeit, sich schreibend mit dem Frieden auseinanderzusetzen und miteinander und mit Gott ins Gespräch zu gehen. Gemeinsam begeben sich Norina Weltke (Mitglied des Gesprächsforums der ökumenischen FriedensDekade) und Amelie Rick gemeinsam mit den Teilnehmenden auf die Suche nach verschiedenen Aspekten des Friedens aus wissenschaftlicher und biblischer Sicht.

Mehr Informationen und Anmeldung unter norina.welteke@ead.de

FriedensDekade 2025: „Komm den Frieden wecken“

Friedensarbeit beginnt oft im Kleinen – manchmal mit einem Gedanken, einem Gespräch, einem geschriebenen Wort.
Diese Schreibwerkstatt möchte Ohnmacht verwandeln: in Ausdruck, Begegnung und Hoffnung.


Die FriedensDekade 2025 lädt unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ dazu ein, solche Räume zu schaffen – auf Papier, in Herzen, im Miteinander.

Entdecken Sie weitere Aktionen, Impulse und Materialien im Shop der FriedensDekade und auf Instagram.


Teilen Sie Ihre Gedanken, Ihre Zeichen des Friedens – wir freuen uns auf Ihre Stimme.

Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung: Gewissen braucht Orientierung

Kriegsdienstverweigerung im Fokus: – EAK ruft junge Menschen am internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung (15.05) zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Standpunkt auf

In einer Zeit globaler Unsicherheit, wachsender Spannungen und hitziger Debatten um Wehrpflicht und Landesverteidigung erinnert die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung (15. Mai) daran: Junge Menschen brauchen Raum, um ihr Gewissen zu befragen – und Unterstützung bei dieser tiefgreifenden Entscheidung.

„Die eigene Haltung zum Wehrdienst oder zur Kriegsdienstverweigerung gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die einem jungen Menschen begegnen kann“, betont Gregor Rehm, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche der Pfalz und Vorstandsmitglied der EAK. Die EAK sehe es als ihre zentrale Aufgabe, junge Menschen auf diesem Weg zu begleiten.

Gewissensbildung braucht Gespräch, Material und Mut

Die Auseinandersetzung mit Fragen wie „Würde ich im Ernstfall zur Waffe greifen?“ oder „Was bedeutet es, heute für Frieden einzustehen?“ ist keine abstrakte Übung – sondern hochaktuell. In den vergangenen Monaten erhielt die EAK zahlreiche Anfragen zur Kriegsdienstverweigerung: von jungen Menschen, aber auch von aktiven Soldat:innen und Reservist:innen.

Diese zunehmende Unsicherheit ist auch eine Reaktion auf aktuelle politische Entwicklungen. Besonders der Beschluss des Bundesgerichtshofs vom Januar 2025 hat für Irritation gesorgt: Darin wird erwogen, das im Grundgesetz verankerte Recht auf Kriegsdienstverweigerung (Art. 4, Abs. 3) im Kriegsfall einzuschränken. Eine „bedenkliche Tendenz“, so Martin Tontsch, Mitglied im EAK-Vorstand und Mitarbeiter der Arbeitsstelle Kokon der bayerischen Landeskirche.

Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung muss geschützt werden

Im Fokus stand beim BGH-Fall die drohende Auslieferung eines ukrainischen Kriegsdienstverweigerers. In der Ukraine ist dieses Recht im Kriegsfall ausgesetzt – mit Konsequenzen: Wer verweigert, riskiert Haft. Für die EAK ist klar: Das ist nicht akzeptabel.

Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht, gerade auch im Krieg“, erklärt Wolfgang M. Burggraf, Geschäftsführer der EAK. Verfolgten Verweigerern müsse Asyl gewährt werden – auch in Deutschland. Deshalb unterstützt die EAK auch die europaweite #ObjectWarCampaign, die sich für Deserteur:innen und Verweigerer aus Russland, Belarus und der Ukraine einsetzt.

Gewissensentscheidung braucht Orientierung – und gute Materialien

Um junge Menschen bei der Gewissensbildung zu unterstützen, hat die EAK Anfang Mai die neue Broschüre „Wehrdienst? Mein Weg!“ veröffentlicht – ein praxisnahes Heft, das informiert, reflektiert und ermutigt. Es richtet sich gezielt an Schüler:innen, Konfirmand:innen, junge Erwachsene und Multiplikatoren.

Kriegsdienstverweigerung bleibt notwendig – und aktuell

Die Frage nach dem eigenen Beitrag zum Frieden ist aktueller denn je. In Zeiten, in denen wehrhafte Demokratie mit militärischer Stärke gleichgesetzt wird, braucht es Menschen, die mutig für gewaltfreie Wege einstehen – und junge Menschen, die sich trauen, auf ihr Gewissen zu hören.

Setzen Sie ein Zeichen und nutzen Sie die Materialien in unserem Onlineshop. Auf Instagram gibt es regelmäßig aktuelle Einblicke, Impulse und Stimmen aus der Friedensarbeit – nicht nur am 15. Mai.

Wenn Glocken für den Frieden läuten – ein Klang, der verbindet – Ein Impuls von Peter Herrfurth

Ein Impulstext zum Jahresmotto der Ökumenischen FriedensDekade in 2025

Wenn Glocken für den Frieden läuten – ein Klang, der verbindet

Sie rufen zum Gebet, begleiten Trauer und Freude, und manchmal setzen sie ein stilles, unüberhörbares Zeichen: Friedensglocken. Landesjugendpfarrer Peter Herrfurth erzählt in seinem Impuls vom Schicksal tausender Kirchenglocken im Krieg – und von der Hoffnung, die in ihrem Klang liegt. Am Europatag lädt er ein, innezuhalten, wenn um 18 Uhr europaweit die Glocken läuten: Europe rings for Peace.

Friedensläuten

Ein Impuls von Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg, zuerst erschienen auf MDR Sachsen-Anhalt.

45.000 Glocken wurden im 2. Weltkrieg eingeschmolzen, dazu kamen nochmal ca. 35.000 Glocken aus den von Deutschland besetzen Gebieten. Die meisten wurden per Bahn nach Hamburg geschafft, bis sie unwiederbringlich im Schmelzofen landeten. Material für Kriegsgerät und Munition. Weitere 10.000 Glocken überlebten das Kriegsende und konnten von den Glockenfriedhöfen wieder zurückgebracht werden. Auch in Hettstedt, Oranienburg und Ilsenburg lagerten Glocken als Kriegsrohstoff.

Dabei sind Glocken Instrumente des Friedens. Ich durfte vor genau 25 Jahren die neue Kirchenglocke für Hermsdorf bei Magdeburg mitgestalten. Sie hat einen Durchmesser von einem Meter. 750 kg Bronze. Eine Friedenstaube ist auf der Glockenwandung zu sehen, dazu die Worte: „Friede sei mit euch“.

Die Vorgängerglocke war schon 1917 im ersten Weltkrieg vom Turm geholt worden. Ein Zimmermann hatte damals mit Bleistift auf einem Balken notiert: „Nun klinge heut zum letzten Mal, geliebtes Glöcklein du. Und bring uns nach der schweren Zeit nun endlich Fried und Ruh!“

Glocken läuten zum Gebet, zu Gottesdiensten, wenn Menschen gestorben sind oder – was besonders schön ist – wenn Menschen geboren werden.

Heute ist Europatag  – und heute abend um 18 Uhr werden mehr als 1.000 Glocken in Europa läuten. Europe rings for Peace!

Ein Zeichen. Ohne Worte. Jeder versteht es. Jeder hört es. Ein Klang. Ein Friedensläuten.

Und ich werde aufstehen und zuhören. Und ich werde im Stillen beten: Friede sei mit euch! Amen.


Friedenszeichen hören – und selbst zum Klangträger werden

Friedensarbeit beginnt oft leise. Ein Klang wie das Läuten von Glocken kann verbinden, erinnern, heilen. Am Europatag ist das Friedensläuten ein gemeinsames Zeichen über Ländergrenzen hinweg – und eine Einladung, selbst zum Träger des Friedens zu werden: durch Zuhören, Beten, Handeln.


Die FriedensDekade 2025 lädt unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ dazu ein, solche Zeichen des Friedens hörbar und sichtbar zu machen – in Gemeinden, Schulen, auf Straßen und Plätzen.

Entdecken Sie Impulse, Materialien und Aktionen in unserem Shop – und teilen Sie Ihre Friedenszeichen mit uns auf Instagram. Gemeinsam lassen wir den Ruf nach Frieden weiterklingen.

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