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Schlagwort: Frieden

Komm den Frieden wecken – Friedensarbeit lebt von Freiwilligkeit, nicht von Pflicht

FriedensDekade setzt auf Freiwilligkeit statt Pflichtdienst

Die Diskussion um einen Pflichtdienst ist zurück auf der politischen Agenda. Doch statt über Zwangsdienste zu streiten, fordert die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ein anderes Umdenken: Freiwilligendienste müssen gestärkt werden – als echte Alternative und als Ausdruck von Friedenslogik.

Jan Gildemeister, Geschäftsführer der AGDF, macht deutlich:
„Die Bundesregierung denkt über Pflichtdienste nach, investiert aber nicht ausreichend in Freiwilligendienste. Dabei brauchen wir gerade jetzt mehr Räume für freiwilliges Engagement, nicht weniger.“

Die AGDF kritisiert, dass die Haushaltsmittel für 2025 und 2026 nicht ausreichen, um zugesagte Verbesserungen umzusetzen. Vor allem fehle der entscheidende Schritt: ein Rechtsanspruch auf Förderung eines Freiwilligendienstvertrages.

Freiwilligkeit statt Zwang. Warum das zählt.

Freiwilligendienste bieten jungen Menschen Orientierung, Kompetenzen und die Chance, etwas für die Gesellschaft zu tun. Besonders das Freiwillige Internationale Jahr sei ein starkes Zeichen für Dialog, Verständigung und Frieden über Grenzen hinweg.

„Freiwilligkeit entspricht dem Wunsch der meisten jungen Menschen, deren Stimmen in der Pflichtdienst-Debatte kaum gehört werden“, betont Gildemeister.
Gleichzeitig tragen Freiwilligendienste entscheidend zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Demokratie bei.

Die Alternative – eine Rückkehr zur Wehrpflicht – sei weder praktisch noch rechtlich tragfähig:

  • Das Grundgesetz setzt hohe Hürden für staatliche Pflichtdienste.
  • Die Bundeswehr benötigt aktuell nur einen Bruchteil eines Jahrgangs – Wehrgerechtigkeit wäre nicht gegeben.
  • Strukturen für Hunderttausende Dienstleistende gibt es nicht.

„Echte Sicherheit entsteht nicht durch Zwang, sondern durch Vertrauen, Verantwortung und Engagement“, fasst die AGDF zusammen.

Frieden wecken durch Freiwilligkeit

Die Debatte um Pflichtdienst oder Freiwilligendienst berührt eine Grundfrage: Wie wollen wir Frieden gestalten?
Die FriedensDekade 2025 lädt dazu ein, genau hier anzusetzen: Frieden sichtbar machen im Alltag, Freiwilligkeit stärken und Räume schaffen, in denen Menschen Verantwortung übernehmen.

Jetzt ist die Zeit: Komm den Frieden wecken in der FriedensDekade 2025.
Sie findet vom 9. bis 19. November 2025 statt und ermutigt dazu, Friedenslogik in Schulen, Gemeinden, Vereinen und Netzwerken lebendig werden zu lassen. Materialien, Plakate und Impulse zur Gestaltung sind in unserem Shop erhältlich. Mit unseren Mitmach-Tipps für Kirchengemeinden, Schulen, Chöre, Vereine, Kommunen und Einzelpersonen zeigt die FriedensDekade 2025, wie Frieden im Alltag, im Miteinander und im gemeinsamen Gestalten sichtbar werden kann.“

Mehr Informationen und die ausführliche Pressemitteilung der AGDF finden Sie hier.

 

Blauer Hintergrund, ein weisses Sybol einer Kirche. Dazu der Text Zentraler Gottesdienst der FriedensDekade 2025 in Chemnitz

„Komm den Frieden wecken“ – Zentraler Gottesdienst der FriedensDekade 2025 in Chemnitz

PRESSEMITTEILUNG

Zentraler Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade 2025 in Chemnitz – im 45. Jahr ein starkes Zeichen für Frieden.

Chemnitz, 18. August 2025. Der zentrale Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade 2025 findet am Mittwoch, 12. November 2025, um 18:00 Uhr in der Jakobikirche Chemnitz statt. Damit wird einer der Höhepunkte der Ökumenischen FriedensDekade in der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 gefeiert, ein Ort, der in diesem Jahr wie kaum ein anderer für kulturelle Begegnung und Verständigung steht.

Die Ökumenische FriedensDekade begeht 2025 ihr 45-jähriges Bestehen. Seit 1980 bringt sie Menschen zusammen, die sich für Gewaltfreiheit, Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen. Das Motto des Jubiläumsjahres „Komm den Frieden wecken“ lädt ein, in einer von Krisen geprägten Zeit mutige Hoffnungszeichen zu setzen.

„Mitten in einer Zeit, in der Kriegsrhetorik wieder lauter wird, wollen wir zeigen: Frieden ist keine Illusion, sondern ein Auftrag für jede und jeden von uns“, betont Jan Gildemeister, Vorstandsvorsitzender des Vereins Ökumenischen FriedensDekade e.V.

Der Ökumenische Gottesdienst wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam mit der Stadtökumene Chemnitz und der ACK in Sachsen vorbereitet. Im Anschluss an den Gottesdienst wird im Rahmen des Ökumenepreises der ACK 2025 der Jurypreis an das Projekt „BRÜCKENBAUER CHEMNITZ – Harmonie der Menschlichkeit“ verliehen. Mit dem Jurypreis wird das Engagement im interreligiösen Bereich gewürdigt, das in besonderer Weise den ökumenischen Gedanken fördert und ein friedensstiftendes Miteinander in der Gesellschaft stärkt.

„Der Gottesdienst und die Preisverleihung sind ein starkes Doppelzeichen. Wir feiern den gemeinsamen Glauben und würdigen zugleich das Engagement vieler Menschen, die mit ihren Ideen und Projekten Brücken bauen“, sagt Pastor Jens Haverland, Referent der ACK in Deutschland und Geschäftsführer des Gesprächsforums der Ökumenischen FriedensDekade.

Die Ökumenische FriedensDekade findet in diesem Jahr vom 9. bis 19. November 2025 statt. Sie ist ein Raum für Gebet, Engagement und öffentliche Aktionen gegen Gewalt und Krieg und ein Ort der Ermutigung, gerade dann, wenn Frieden fern scheint.

Weitere Informationen: www.friedensdekade.de

Pressekontakt:
Jan Gildemeister
Vorsitz FriedensDekade / AGDF
E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Tel.: 0228 / 24 999 -13

Die Termine zur FriedensDekade 2025 in Chemnitz: Komm den Frieden wecken!

Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St.Andreas Chemnitz/Gablenz lädt zu folgenden Terminen ein:

Sonntag, 09. November
Familienkirche mit Eröffnung der FriedensDekade
10 Uhr Andreaskirche

Montag, 10. November
Friedensgebet
8 Uhr Andreaskirche

Dienstag, 11. November
Martinsfest mit Friedensgebet
17 Uhr Andreaskirche

Mittwoch, 12. November
zentraler Gottesdienst zur FriedensDekade
18 Uhr Jakobikirche

Donnerstag, 13. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Freitag, 14. November
Gemeindeabend zur FriedensDekade
19 Uhr Saal der Andreasgemeinde

Samstag, 15. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Sonntag, 16. November
Gottesdienst mit Friedensgebet
10 Uhr Andreaskirche

Montag, 17. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Dienstag, 18. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Mittwoch, 19. November
Buß-und Bettagsgottesdienst mit Abschluss der FriedensDekade
10 Uhr Trinitatiskirche (Hilbersdorf)

 

Komm den Frieden wecken – Militärlogik überwinden, Friedenslogik stärken.

Vor 80 Jahren wurde Hiroshima zerstört – ein Mahnmal für die Zerstörungskraft von Atomwaffen. In Mutlangen erinnerte Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) an die Opfer und daran, dass Frieden heute mehr denn je Dialog und Mut erfordert. Er forderte eindringlich ein politisches Umdenken:

Die Dominanz des Militärischen müsse eingehegt werden.

Mutlangen steht wie kaum ein anderer Ort in Deutschland für zivilen Widerstand gegen Atomwaffen. In den1980er Jahren ein Symbol des gewaltfreien Widerstands gegen Atomwaffen, steht heute für mutige Friedensarbeit. Angesichts weltweiter Aufrüstung und wachsender Spannungen, warnt der ehemalige badische Landesbischof vor einer Rückkehr zur Logik der Abschreckung:

„Politisch dominiert gegenwärtig die Überzeugung: Je größer unser militärisches Droh- und Vernichtungspotenzial, umso sicherer sind wir.“

Doch echte Sicherheit entsteht nicht durch Drohung, sondern durch Vertrauen, Rechtsstaatlichkeit und zivile Konfliktlösungen. Die AGDF fordert daher:

  • eine klare Absage an Atomwaffen, Streubomben und Landminen

  • eine defensive Ausrichtung des Militärs

  • die Stärkung von Diplomatie, Entwicklungspolitik und Ziviler Konfliktbearbeitung

Frieden sichtbar machen – im Gespräch, im Handeln, im Alltag

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt“, so Cornelius-Bundschuh. Frieden bedeutet ein Leben in Würde, in Sicherheit, mit funktionierenden Institutionen und mit Raum für Dissens. Er ruft dazu auf, gerade auch im Streit um kontroverse Themen wie Ukraine oder Gaza Friedensarbeit aktiv zu gestalten:

„Wir müssen wieder lernen, über Frieden zu streiten – zivil, respektvoll, im Gespräch mit Andersdenkenden.“

Der Blick auf Hiroshima und auf die „Hibakusha“, die Überlebenden des Atombombenabwurfs, lenkt den Fokus auf das einzelne Schicksal:

Jedes Leben zählt. Jeder Mensch verdient Schutz, Würde und Gehör.

Jetzt ist die Zeit – Komm den Frieden wecken in der FriedensDekade 2025

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November 2025 statt. Sie lädt dazu ein, Friedenslogik im Alltag sichtbar zu machen – in Schulen, Gemeinden, Gruppen und Netzwerken. Erzählen Sie von mutigem Dialog, zeigen Sie Haltung, schaffen Sie Räume für neues Denken und verlässliches Miteinander. Materialien, Plakate und Impulse zur Gestaltung sind in unserem Shop erhältlich.

👉 Weitere Beiträge und Ideen zum Mitmachen unter: www.friedensdekade.de

„Komm den Frieden wecken“ – Mitmach-Tipps für Vereine und Initiativen.

Frieden wächst dort, wo Menschen sich organisieren, einmischen und Verantwortung übernehmen – im Kleinen wie im Großen.
Vereine und Initiativen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Friedenskultur: lokal verwurzelt, thematisch vielfältig, mit offenen Armen und klarem Kompass. Die FriedensDekade 2025 lädt dazu ein, dieses Engagement sichtbar zu machen – und gemeinsam neue Zeichen zu setzen.

Wie kann eure Gruppe, euer Verein, eure Initiative den Frieden wecken?

Frieden gestalten – lokal und konkret

In Vereinen und Initiativen kommen Menschen zusammen, die sich für ein besseres Miteinander einsetzen: im Sport, in der Umweltarbeit, in politischen Gruppen, interreligiösen Projekten oder im Bereich Bildung, Kultur und Soziales. Die FriedensDekade 2025 bietet einen Rahmen, um dieses Engagement zu verbinden – mit einer klaren Botschaft: Frieden beginnt mit Haltung. Und wächst durch Beteiligung.

Ob einmalige Aktion oder ein Programmpunkt im Jahreskalender: Schon kleine Beiträge können große Wirkung entfalten. Hier einige Mitmach-Ideen für die FriedensDekade – speziell für Vereine und Initiativen:

Mitmach-Tipps für Vereine und Initiativen zur FriedensDekade

Ob als Projektwoche, einzelne Aktion oder fächerübergreifende Unterrichtseinheit – jede Schule findet ihren Weg, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Hier sind einige Impulse, die sich einfach umsetzen und mit Tiefe gestalten lassen:

1. Friedensreklamation

Worum geht’s?
Initiiert eine „Reklamationsstelle für den Frieden“ in eurer Stadt: ein temporärer Info- oder Aktionsstand, an dem Bürger*innen Beschwerden, Wünsche und Visionen zum Thema Frieden einreichen können – handschriftlich, künstlerisch oder digital.

Mögliche Formate:

  • Eine Friedensklagewand: „Ich reklamiere, dass … Krieg normalisiert wird.“
  • Ein Wunschbaum: „Ich wünsche mir Frieden, wo …“
  • Interviews vor Ort: „Wann warst du zuletzt mutig für den Frieden?“
  • Kooperation mit lokalen Zeitungen oder Schulen zur Veröffentlichung

Warum es wirkt:
Weil es Empowerment schafft – durch Sprache, Beteiligung und Öffentlichkeit.
Und weil es ernst nimmt, dass Frieden auch eine Frage der Gerechtigkeit ist.

2. Friedens-Brunch mit leerem Stuhl

Worum geht’s?
Richtet einen öffentlichen Brunch oder ein Begegnungs-Picknick aus – jede*r bringt etwas mit. In der Mitte: ein leerer Stuhl mit einer Friedensbotschaft. Er erinnert an eine Stimme, die fehlt. An Menschen auf der Flucht. An Schweigen. An Hoffnung.

Mögliche Impulse:

  • Jede*r erzählt kurz, wen sie oder er auf den leeren Stuhl setzt
  • Gemeinsames Schreiben eines „Briefs an die Welt“
  • Beteiligung von Partnerprojekten im Ausland oder aus anderen Stadtteilen
  • Abschluss mit gemeinsamem Lied, Friedenswunsch oder symbolischer Geste

Warum es wirkt:
Weil Essen verbindet.
Weil der leere Stuhl Raum für Geschichten schafft.
Und weil gelebte Nachbarschaft ein Friedensakt ist.

3. Schreib dein Friedenswort – ein Hoffnungsband für Frieden

Worum geht’s?
In vielen spirituellen Traditionen hat das geschriebene Wort besondere Kraft. Dieser Mitmach-Tipp lädt dazu ein, gemeinsam ein „Band der Hoffnung“ zu weben – aus einzelnen Friedensworten, Gebeten, Segenstexten oder persönlichen Botschaften.

So geht’s:

  • Stellt in eurem Gemeindehaus oder im Freien ein Friedensband (aus Stoff, Papier oder Naturmaterialien) auf – sichtbar und einladend.
  • Menschen aus eurer Gemeinschaft (oder darüber hinaus) sind eingeladen, ein Wort, ein Versprechen, ein Friedensgebet oder eine Segensformel darauf zu schreiben.
  • Das Band kann täglich weiterwachsen – über 10 Tage hinweg.
  • Zum Abschluss kann es gesegnet, gemeinsam getragen oder in einer Friedensfeier in die Welt entlassen werden – z. B. in einem Fluss, aufgehängt in Bäumen oder geteilt in kleine Stücke, die weitergetragen werden.

Warum es wirkt:
Weil Sprache Frieden stiften kann.
Weil viele Stimmen gemeinsam ein kraftvolles Zeichen setzen.
Und weil geteilte Hoffnung Menschen verbindet, auch über Glaubensgrenzen hinweg.

4. Werkstatt des Friedens

Worum geht’s?
Verwandelt euer Vereinsgelände, eine Werkstatt oder einen Gemeinschaftsraum für einen Nachmittag in eine Werkstatt des Friedens. Jede*r bringt Werkzeug, Ideen oder ein Projekt mit – und gemeinsam wird gebaut, genäht, gezeichnet oder gepflanzt für den Frieden.

Mögliche Aktionen:

  • Upcycling-Projekte mit Friedensbotschaften (Taschen, Banner, Mobiles)
  • Gemeinsames Bauen eines „Friedensmöbels“ für die Nachbarschaft
  • Bemalen von Steinen, Bänken oder Zäunen mit inspirierenden Zitaten
  • Anlegen eines „Stillen Gartens“ als Ort der Begegnung und Erinnerung

Warum es wirkt:
Weil gemeinsames Tun Gemeinschaft schafft.
Weil es Frieden nicht nur denkt, sondern in die Hände nimmt.
Und weil man mit Hammer, Erde oder Pinsel manchmal mehr sagt als mit Parolen.

5. Friedens-Hackathon

Worum geht’s?
Organisiert einen lokalen oder digitalen Mini-Hackathon – ein kreatives Arbeitswochenende, bei dem Mitglieder eures Vereins gemeinsam an Ideen tüfteln, wie Frieden in eurer Stadt oder eurem Themenfeld sichtbarer werden kann. Ziel: Am Ende steht eine konkrete Aktion, Kampagne oder digitale Lösung.

Beispiele:

  • Eine interaktive Friedenskarte der Stadt mit positiven Orten, Geschichten & Projekten
  • Eine TikTok-Kampagne gegen Rassismus mit Jugendlichen
  • Eine Podcastreihe über Alltagsmut in der Vereinswelt
  • Ein Peace-Point in der Innenstadt: eine Box zum Teilen von Wünschen, Sorgen, Ideen für Frieden

Warum es wirkt:
Weil viele Vereine kreative Ressourcen haben – und Lust auf neue Formen der Zusammenarbeit.
Ein Hackathon bringt Generationen, Perspektiven und Talente zusammen. Und macht Frieden konkret und öffentlich.

Gemeinsam den Frieden wecken – sichtbar, hörbar, spürbar

Die FriedensDekade lebt vom Mitmachen – und vom Mut, sich einzumischen. Vereine und Initiativen sind Orte gelebter Friedensfähigkeit. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Spannungen zunehmen, ist euer Engagement wichtiger denn je.

Nutzt die Materialien der FriedensDekade – von Plakaten bis Social-Media-Vorlagen – um eure Aktion zu begleiten. Und tragt eure Veranstaltung in unseren Aktionskalender ein, damit sie sichtbar wird!

Materialien für eure Friedensaktion

Ein umfangreiches Paket unterstützt Sie bei der Umsetzung:

  • Ideenheft mit Anleitungen & Hintergrundwissen
  • Friedensliederbuch mit Liedern aus aller Welt
  • Plakate, Banner, Aufkleber, Postkarten
  • Online-Materialien für Unterricht und Aktion
  • Texte für Pressearbeit

Alles unter: www.friedensdekade.de/shop

Mitmachen ist einfach – Ihre Aktion zählt

1. Idee finden – Was passt zu eurem Verein, eurer Initiative?

2. Material nutzen – In unserem Shop erhältlich.

3. Aktion anmelden – Für unseren Aktionskalender (optional): kontakt@friedensdekade.de

4. Teilen Sie Ihr Zeichen auf Instagram– unter dem Hashtag #friedensdekade2025

Jetzt mitmachen und gemeinsam den Frieden wecken!

Geschichten, die den Frieden erzählen – Marcus Vetter ist Friedensbotschafter 2025

Marcus Vetter ist Friedensbotschafter 2025

Komm den Frieden wecken- ein Anstoß

Wie erzählt man Frieden in einer Welt voller Kriegserzählungen? Der Filmemacher Marcus Vetter hat eine eindrucksvolle Antwort darauf gefunden. Mit bewegenden Dokumentationen über Hoffnung, Versöhnung und Gerechtigkeit stellt er unbequeme Fragen – und lässt mutige Menschen zu Wort kommen, die trotz Verlust und Gewalt neue Wege gehen. Als Friedensbote der FriedensDekade 2025 erinnert er uns daran, dass Frieden kein Zustand ist, sondern eine Entscheidung – immer wieder neu.

Geschichten, die weiterwirken – Marcus Vetter über Hoffnung, Verantwortung und die Kraft des Erzählens

Ich bin Dokumentarfilmer und habe 2008 den Film DAS HERZ VON JENIN über den palästinensischen Vater, Ismael Khatib, in Jenin (Westbank) gedreht, dessen 8jähriger Sohn von einem israelischen Soldaten erschossen wurde, und der sich trotz seiner Trauer entschloss, die Organe seines Sohnes an israelische Kinder zu spenden. In einer solchen Situation nicht Rache zu üben, sondern eine Botschaft des Friedens zu vermitteln, hat mich damals zutiefst beeindruckt. Ich habe mich deshalb entschlossen, selbst aktiv zu werden, um Kindern und Jugendlichen in Jenin, der Heimatstadt der Familie, etwas Hoffnung und Perspektive zu geben. Hunderte freiwillige Helfer aus aller Welt folgten meinem Ruf und kamen nach Jenin, um dort zusammen mit Ismael Khatib ein altes Kino zu renovieren, das während der ersten Intifada geschlossen wurde. Der Film CINEMA JENIN – DIE GESCHICHTE EINES TRAUMS erzählt dieses eigentlich unmögliche Unterfangen. Das Kino wurde im Sommer 2011 feierlich eröffnet und fünf Jahre lang betrieben, bevor es im Dezember 2016 abgerissen und durch ein Einkaufszentrum ersetzt wurde.

Egal wie schwierig es ist, den Teufelskreis von Gewalt und Rache zu durchbrechen, egal wie aussichtslos es scheint, diese Geschichten werden überleben und andere ermutigen, es ihnen gleich zu tun. So hat zum Beispiel das palästinensische Kino in Jenin, es ermöglicht, die Geschichte von Yael Armanet zu erzählen, einer Israelin, die ihren Mann Chernobroda bei einem Selbstmordattentat durch einen Palästinenser aus Jenin verloren hat. Inspiriert von Ismael Khatibs Geschichte hatte sich Yael in den Kopf gesetzt, die Familie des Selbstmordattentäters in Jenin zu besuchen, um Antworten auf das Geschehene zu bekommen. Es entstand der berührende Film NACH DER STILLE von Jule Ott und Stefanie Bürger

Ben Ferenzc, der jüngste Ankläger der Nürnberger Prozesse war einer derjenigen, die 1998 in Rom den Internationalen Strafgerichtshof ins Leben gerufen haben. Sie alle waren von dem Gedanken beseelt, dem Prinzip Rache etwas entgegenzusetzen und erschufen ein internationales Gericht, das Staatschefs persönlich zur Rechenschaft ziehen sollte. Der Dokumentarfilm WAR AND JUSTICE erzählt die 25-jährige Geschichte des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) in seiner Mission die schwersten Verbrechen an der Menschheit zu beenden. Diesen Film habe ich zusammen mit einem der Volontäre in Palästina, Michele Gentile, gedreht. Bei einer Preisverleihung des Films DAS HERZ VON JENIN sah Luis Moreno Ocampo, der erste Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, den Film und lud mich danach zu sich nach Den Haag ein.

Und hier schließt sich der Kreis. Als ich Michele 2009 kennenlernte, kam er gerade als Zeitsoldat aus Afghanistan zurück. Ismaels Geste hat uns alle beeinflusst. Er hat uns zusammengeführt. Nach Cinema Jenin haben Michele und ich an vielen Filmprojekten gearbeitet, unter anderem 15 Jahre an diesem Film WAR AND JUSTICE. Der Film hilft einem, seine Einstellung zum Krieg zu überdenken. Denn so einleuchtend und zwingend die Argumente auch sein mögen, dass sich eine Gesellschaft oder eine Staatengemeinschaft als ultima ratio für Krieg entscheidet, uns muss dabei immer bewusst sein, dass wir damit riskieren, die Zukunft von Generationen in Trümmern zu legen. Für Ben Ference war der Krieg selbst, „das größte Kriegsverbrechen“.

Wir sollten deshalb immer dazu bereit, unsere Haltung zum Krieg zu überdenken.

Heute dreht Michele einen Film über die Deutsch-Vietnamesin Hong, die sich in den Kopf gesetzt hat, als eine der ersten deutschen Frauen den K2 zu besteigen und zwar nicht einfach so – sondern um auf dem Gipfel eine Anti-Kriegsflagge zu hissen. Gesponsert wurde der Aufstieg von einer Taiwanesischen Mobilfunkfirma. Doch als das milliardenschwere Unternehmen erfährt, dass der Aufstieg unter dem Vorzeichen einer Friedensmission geschehen soll, steigen sie aus dem Projekt aus. Hong muss die erhaltene Unterstützung zurückzahlen. Doch Michele und Hong geben nicht auf. Hong nimmt einen Kredit auf. Und am 15. Juni 2025 flogen beide nach Pakistan, um den gefährlichen Aufstieg zu beginnen.

Es gibt tausende solcher Geschichten, und wie einst Mahmoud Darwish, die literarische Stimme Palästinas, sagte: „Wir leiden an einer unheilbaren Krankheit: Hoffnung.“ Und das ist auch gut so…. Wer für Micheles Film spenden möchte – darf sich gerne mit mir in Verbindung setzen: Marcus.Vetter@t-online.de

Marcus Vetter, geboren 1967 in Stuttgart, arbeitet als freier Regisseur, Autor und Produzent sowie beim SWR. www.marcus-vetter.com

Ein Blick, der weiterführt – Filme, die verbinden

Marcus Vetters Geschichten wirken über Leinwände hinaus. Sie zeigen, was möglich ist, wenn wir den Mut haben, nicht zurückzuschlagen, sondern weiterzudenken. Solche Perspektiven brauchen Sichtbarkeit – in der Gesellschaft und in unseren Herzen.
Folgen Sie uns auf Instagram für mehr Geschichten wie diese – und entdecken Sie im Onlineshop der FriedensDekade Materialien, mit denen auch Sie den Frieden wecken können.

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