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Schlagwort: FriedensDekade

Frieden im Dialog: Miriam Kähne über Vorstellungskraft als Friedenskraft und die Reise von 300 Sketchbooks durch Mitteldeutschland Kunst, Imagination und der Mut zur Veränderung

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ stellen wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade vor, die seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und die

Bewahrung der Schöpfung eintritt. In regelmäßigen Gesprächen teilen Akteure aus dem Gesprächsforum, dem Redaktionskreis und weiteren Netzwerken ihre Erfahrungen, Visionen und Impulse. Dieses Mal treffen sich Lars Blume und Miriam Kähne, Bildungsreferentin für Frieden und Gerechtigkeit und Initiatorin des weltweiten Kunstprojekts justice.peace.imagination. Ein Gespräch über die Kraft der Vorstellungskraft, handgemachte Sketchbooks aus aller Welt und die Frage, ob Kreativität ein Akt des Widerstands gegen Resignation sein kann – geprägt von Neugier, Tiefe und dem Glauben daran, dass das Morgen noch gestaltbar ist.

Lars: Herzlich willkommen bei „Frieden im Dialog“, einer Serie der Ökumenischen FriedensDekade. Heute spreche ich mit Miriam Kähne. Miriam ist Bildungsreferentin für Frieden und Gerechtigkeit und hat ein weltweites Kunstprojekt ins Leben gerufen: justice.peace.imagination, mit handgemachten Sketchbooks aus aller Welt. Miriam, schön, dass du da bist.

Miriam: Ich freue mich sehr!

Lars: Bevor wir ins Projekt einsteigen, wer bist du, wenn du gerade mal nicht als Bildungsreferentin Projekte jonglierst? Was lässt dich persönlich hoffnungsvoll bleiben?

Miriam: Ich bin Bildungsreferentin für die Themen Frieden und Gerechtigkeit und arbeite auf dem Gebiet der beiden Ev. Landeskirchen von Mitteldeutschland & Sachsen. Was mich – privat wie beruflich – immer wieder hoffnungsvoll stimmt ist, dass alle Systeme, die von Menschen gemacht sind, auch von Menschen anders gemacht werden können. Ab jetzt. Und erst recht ab morgen. Wir müssen uns nur darauf verständigen, welches Morgen wir gestalten möchten.

Lars: „Ab jetzt. Und erst recht ab morgen.“ Das ist ein Satz, den ich mir merke. Und er führt direkt zum Kern deines Projekts. Der Titel sagt ja schon viel: justice, Gerechtigkeit. peace, Frieden. Und dann: imagination, Vorstellungskraft. Warum braucht es ausgerechnet die, um Frieden und Gerechtigkeit greifbar zu machen?

Miriam: bell hooks – die Schreibweise mit kleinen Buchstaben war ihr selbst wichtig, um sich von ihrer Großmutter zu unterscheiden – sagte: „What we cannot imagine cannot come into being“. Wir brauchen also Bilder und Ideen davon, wie die Welt anders als jetzt aussehen könnte, wo es hingehen soll und wie wir so Frieden und Gerechtigkeit gemeinsam umzusetzen können. Ich beobachte, dass unsere Diskurse über Frieden und Gerechtigkeit oft nur kognitiv und in Begriffen geführt werden und selten mal jemand fragt „was meinst du denn damit“? Aber jede:r von uns verbindet mit den Begriffen doch Gefühle, Bilder, Ohnmachtserfahrungen, Wünsche und vieles mehr! Gerechtigkeit und Frieden (und noch stärker Ungerechtigkeit und Un-Frieden) berühren uns! Lasst uns doch mal schauen, wo wir hinkommen, wenn wir das miteinander teilen und sehen, was dann alles möglich wird!

Lars: Mein eigenes Bild dazu ist ein sehr konkretes. Wenn wir Krieg auf die eigene Familie herunterbrechen, wer von uns möchte wirklich seinen Sohn, seine Tochter, seine Schwester, seinen Vater unter lebensgefährlichen Umständen wissen? Wenn wir das ehrlich beantwortet haben, wissen wir eigentlich schon, wo wir stehen. Und genau deshalb brauchen wir dieses Bild, bevor wir den Weg gehen können.

Miriam: Das ist ein sehr direktes und ehrliches Bild. Und ich frage mich: Glaubst du, dass dieses Bild die Menschen wirklich erreicht, auch diejenigen, die Krieg vielleicht eher als abstrakte Notwendigkeit betrachten?

Lars: Das ist eine wichtige Frage. Ich glaube, es braucht genau diese Konkretion. Abstraktion schützt uns vor dem Fühlen. Wenn wir aber ein Gesicht, einen Namen, eine Familie dazudenken, dann wird es schwer, wegzuschauen. Kommen wir zur Form, in der du das alles umsetzt. In einer Zeit, in der fast alles digital läuft, schickst du analoge Notizbücher um die Welt. Was macht den Reiz dieser kleinen Bücher aus?

Miriam: Ehrlich gesagt war ich mir gar nicht ganz bewusst, dass Sketchbook-Art „so ein Ding“ ist in der Künstler:innen-Community weltweit. Ich hatte von einem Projekt gehört (The Sketchbook Project), das ich bei einer USA-Reise in Brooklyn besuchen wollte. Die schickten seit Jahren tausende leere Sketchbooks in die Welt. Leider war das Haus kurz vor meinem Besuch abgebrannt und ich konnte das „Original“ nicht kennenlernen. Aber ich fand die Idee klasse! Und ich glaube, sie eignet sich aus mehreren Gründen perfekt für „Justice.Peace.Imagination“: 1. Es entsteht ein Raum, in dem Menschen ernsthaft nach ihren Erfahrungen und Ideen gefragt werden. Und ich habe von sehr vielen die Rückmeldung erhalten, dass sie dadurch eine große Selbstwirksamkeit anstatt Ohnmacht erfahren haben. 2. Die Seiten sind weiß. Jede:r füllt sie mit dem ganz Eigenen. Mit den eigenen Ideen, eigenen Erfahrungen, eigener künstlerischer Handschrift, ohne Vorgabe, mit dem, was ganz tief aus dem Innersten kommt. 3. Menschen, die sich künstlerisch ausdrücken, sind geübt darin, ihre Vorstellungskraft ernst zu nehmen und können andere dadurch inspirieren.

Lars: Diese weißen Seiten sind fast schon ein Symbol. Das kenne ich auch aus dem gemeinsamen Singen. Ich bin musikalisch unterwegs und wenn Menschen zusammen singen, passiert etwas, das ich mit Worten kaum beschreiben kann: Die Stimmen werden eins. Du wächst mit den anderen zusammen. Das ist kein Konzept, das ist eine Erfahrung. Und ich glaube, diese Sketchbooks funktionieren genauso. Parallel zu dieser sehr physischen Welt gibt es das Projekt auch online. Wie ergänzen sich diese beiden Welten für dich?

Miriam: Das wird sich zeigen. 😉 Vor allem wollte ich den internationalen Künstler:innen die Möglichkeit geben, selbst die Ausstellung zu entdecken, sich in einer internationalen Plattform zu zeigen und wie alle anderen Künstler:innen auch, die das möchten, während der Ausstellung über ihre Kunst und ihren Prozess zu sprechen. Inzwischen ist über Insta außerdem eine community unter den Künstler:innen entstanden, sodass wir monatliche globale Kunsttreffs („90 art minutes“) entwickeln, in dem eine Person eine Gestaltungs-Art beibringt. Alle gestalten bei sich vor Ort und vorher wird kommuniziert, welche Materialien benötigt werden. Alle Infos dazu wird es auf dem Insta-Kanal geben. Es gibt eine Vielzahl von kurzfristigen Nutzmöglichkeiten des online-Raums, auch Gruppen können ihn nutzen, um die Sketchbooks zu entdecken und ich denke, dass sich da zwischen März und November noch einiges Kreatives entwickeln wird! Aber wie siehst du das eigentlich? Du bist ja für die Online-Redaktion bei der FriedensDekade zuständig. Wie erlebt man diesen Spagat von innen?

Lars: Das ist eine sehr lebendige Spannung. Ich bin für die Online-Redaktion bei der FriedensDekade zuständig und trotzdem bin ich ein großer Fan analoger Produkte. Wir haben das ja schon zusammen erlebt: Mit der digitalen Vorausstellung zu justice.peace.imagination im Rahmen der FriedensDekade 2025 haben wir gemeinsam erste Erfahrungen gesammelt, wie sich so ein Format online anfühlt und was es leisten kann. Und dieses Jahr machen wir den nächsten Schritt mit erstmals digitalen Versionen des Friedenskompasses 2026. Es ist nicht immer einfach, aber ich glaube: Es braucht beides. Der Mittelweg ist es. Digital öffnet Türen und analog schafft Tiefe.

Lars: Du hattest ja zwei Fragen zusammen beantwortet, die ich trotzdem beide kurz einleiten möchte. Zum einen: Warum war es dir wichtig, dass Menschen nicht nur schauen, sondern selbst aktiv werden? Und zum anderen: Kann ein Sketchbook manchmal mehr vermitteln als ein klassischer pädagogischer Vortrag über Frieden?

Miriam: Je nachdem, was das Ziel ist, muss der Weg dorthin natürlich passen. Und ich empfinde schon, dass es Kontexte gibt, wo zu Frieden und Gerechtigkeit nicht noch mehr Worte gesprochen werden müssen, sondern alles gesagt ist. Und vor allem bestimmte Leute bereits genug Raum in diesem Diskurs eingenommen haben und wir anderen Menschen mehr Gehör schenken sollten. Das war auch eine Frage, die mich geleitet hat während der Einladung von Künstler:innen: Welche Stimmen sind denn interessant zu fragen und werden im momentanen Diskurs nicht laut genug gehört? Ich bin eine große Freundin von ganzheitlicher Bildung und wünsche mir außerdem, dass die Bildungsarbeit Menschen zum Aktivwerden motiviert, zum eigenen Mitgestalten unserer Welt. Und dazu eignet sich die Kunst auf jeden Fall! Denn ein Bild spricht andere Dimensionen des Menschseins an als ein Vortrag.

Diese Dynamik möchten wir auch mit den begleitenden Bildungsangeboten aufgreifen. Alle zu völlig unterschiedlichen Themen rund um Justice.Peace.Imagination, aber alle gleich darin, dass sie keine PowerPoint-Präsentation verwenden dürfen. Es sind aktivierende Formate geplant, die Menschen ins Gespräch, ins Kreativwerden und/oder ins Imaginieren bringen.

Lars: Kein PowerPoint, das gefällt mir sehr! Gerade beim Thema Krieg und Frieden nutzen wir so viele Worte. Manchmal zu viele. Kunst ist ein anderer Kanal, kein besserer, aber ein notwendiger. Ich freue mich, sagen zu können, dass ich selbst bei einigen Bildungsveranstaltungen im Rahmen der Ausstellungsreise dabei sein werde. Ohne Folien, dafür mit echtem Dialog. Genau das, wofür dieses Format steht. Ich freue mich sehr darauf, mit Menschen vor Ort zu diesen Themen ins Gespräch zu kommen. Das Motto der FriedensDekade 2026 lautet „couragiert widerständig“. Inwiefern ist das Wiederentdecken der eigenen Fantasie für dich ein Akt des Widerstands?

Miriam: Erstmal merke ich schon, dass es Mut erfordert, sich heute hinzustellen und dafür zu einzustehen, dass die Vorstellungskraft eine wirkliche Kraft ist, die der Katalysator für echte Veränderung sein kann. Wir leben in einer Zeit, in der die vielen Krisen eng miteinander verzahnt sind, hohe Komplexität aufweisen und ehrlicherweise von uns verlangen, dass wir uns radikal alles anders vorstellen. Dass wir Wege finden, die bisher nicht gegangen wurden, weil die Herausforderungen noch nie derartig waren. Unser kollektives Vorstellungsvermögen ist in dieser Zeit massiv gefragt und wir bräuchten viel mehr Mutige, die in den Widerstand gegen „weiter so“ gehen.

Lars: Für mich bedeutet „couragiert widerständig“ auch Widerstand gegen die Spaltung unserer Gesellschaft. Im Brückenbauen, im Verbinden hinter dem, was uns verbindet. Wir sind alle Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Ideen. Aber die meisten von uns wollen doch eine Welt, in der es unseren Familien gut geht. Das ist mehr, als uns manchmal bewusst ist. Und das ist ein Anfang. Du hast jetzt so viele dieser Bücher in den Händen gehabt. Gibt es eine Geschichte, eine Seite, die dich besonders berührt hat?

Miriam: Ja, sehr viele. Es war nicht selten, dass ich beim Anschauen eines Hefts weinen musste über die Tiefe und die Ehrlichkeit der Bilder, die mir begegnet sind. Mich berühren die Worte der dementen Frau, deren Wortschnipsel echte Weisheit sind und von einer künstlerischen Wegbegleiterin zusammengefügt wurden. Das Heft eines Strafgefangenen, der in seinem ganz eigenen Stil und seinen Worten Frieden beschreibt. Das Sketchbook eines Mannes, der das letzte Gespräch mit seinem Vater kurz vor seinem Tod dokumentiert hat und mit Kerzenwachs und Haaren gestaltet hat. Es sind einzelne Hefte von Menschen mit Erkrankungen dabei, die es geschafft haben, die Ungerechtigkeitserfahrungen in Gerechtigkeits-Bilder zu verwandeln und eine Welt zu zeichnen, in der wir alle gerne leben.

Einige Hefte von Frauen zeigen ganz konkrete Situationen und thematisieren politische Veränderungen, die umsetzbar wären. Und wenn ich anfange zu berichten, fallen mir so viele weitere ein, die alle erwähnt werden sollten. Am besten ist es, sie sich selbst mit viel Zeit anzuschauen! Die vielen so unterschiedlichen Darstellungen von unserer Welt wie sie möglich ist und schon in den Köpfen existiert fesselt mich immer von Neuem.

Lars: Ich merke, wie ich beim Zuhören ganz still werde. Kerzenwachs und Haare. Das letzte Gespräch mit dem Vater. Das ist kein Kunstprojekt mehr, das ist Menschsein in seiner reinsten Form. Ich freue mich sehr darauf, diese Bücher selbst in die Hand zu nehmen. Ich hatte dich auch gefragt: Wenn du selbst eine Seite gestalten müsstest, die Frieden zeigt, welche Farben, welche Motive würden wir dort finden?

Miriam: Das finde ich eine wirklich coole Frage über die ich auch viel nachgedacht habe, aber ich glaube, die will ich nicht beantworten.

Lars: Das respektiere ich vollständig. Und ich finde, das ist selbst schon eine Aussage. Manche Bilder gehören uns allein. Weil wir aber im Dialog sind, wage ich es für mich: Mein Friedensbild wäre kein großes Motiv. Es wäre ein Abendessen. Ein Tisch. Menschen, die ich liebe. Lachen. Sicherheit. Kein Warten auf schlechte Nachrichten. Vielleicht ist das der einfachste und ehrlichste Frieden, den ich kenne. Jetzt steht die Vernissage in Magdeburg bevor, am 26. März geht es los. Was ist das für ein Gefühl?

Miriam: Mich bewegt es sehr, dass sich so viele Menschen aus der ganzen Welt von der Projektidee anstecken ließen! Und ich freue mich, das am 26.3. zu feiern. Und wenn ich nun in der Planung höre, dass Menschen aus ganz Deutschland den Weg nach Magdeburg machen und genauso wie wir auf den Beginn der Ausstellung hinfiebern, fühlt es sich an als ob da eine Gemeinschaft von Menschen entstanden ist, die wie ich hoffen, dass „da noch was geht“ in unserer Gesellschaft und weltweit.

Dass die Ohnmachtsgefühle, die wir durch die multiplen Krisen erleben, nicht das letzte Wort sind und dass Kreativität ein Ventil sein kann, dass uns anstößt, auch andere Wege auszuprobieren. Darauf bin ich sehr neugierig. Und auch darauf, wie Menschen, die die vielen Sketchbooks noch nicht in der Hand hatten, darauf reagieren, wie sie mit den Bildern in Interaktion gehen, welche Reaktionen sie darauf zeigen, welche Hefte eher herausgezogen werden, usw.

Ich freue mich darauf, dass die Sketchbooks nun dahin kommen, wofür sie gestaltet wurden.

Lars: Und genau dafür steht die FriedensDekade. Diese Gemeinschaft, die du beschreibst, die gibt es. Wir sind nicht allein damit. Im November endet die Tour in der Dresdner Frauenkirche, genau zur FriedensDekade. Was bedeutet dir dieser Ort als Abschluss?

Miriam: Ich freue mich sehr auf den Projekt-Abschluss während der Friedensdekade in Dresden. Und wie für alle anderen Ausstellungsorte sind wir auch hier schon in der Planung, um dem ganz speziellen Ort gerecht zu werden und den Ausstellungsrahmen an den Ort anzupassen, damit die Sketchbooks den Menschen begegnen können.

Ich habe familiär eine enge Beziehung zu Dresden und bin jedes Mal persönlich berührt, in der wieder aufgebauten Frauenkirche sein zu können. Für mich persönlich ist sie ein Symbol des Friedens. Und ich finde, dass unsere Ausstellung dort ganz hervorragend hin passt, sehe das aber auch im Kontext der vielen andere Orte (kleine Kirchengemeinden auf dem Land, die etwas Kreatives gegen die Rechten in ihrem Ort machen wollen, Jugendkirchen in Kooperation mit Kunstschulen, Ortsvereine, Think Tank-Orte uvm.), die den Weg der Ausstellung zeichnen und alle ihre ganz besonderen Elemente dort hinein bringen.

Lars: Letzte Frage, Miriam. Wenn die letzte Besucherin die Ausstellung in Dresden verlässt, was sollte sie im Idealfall im Kopf oder im Herzen mit nach Hause nehmen?

Miriam: Ich wünsche mir, dass Menschen, die die Ausstellung (und auch die Veranstaltungen, die damit zusammen gehören) besucht haben, motiviert sind, unsere Welt zu einem friedlicheren und gerechteren Ort zu gestalten. Dass sie Bilder gefunden haben von einer Welt, in der sie und wir alle gerne leben möchten. Dass sie begreifen (und zwar nicht nur kognitiv, sondern das auch fühlen und erlebt haben), dass die jetzigen multiplen Krisen nicht das letzte Wort sind, sondern wir zahlreiche Optionen haben, wie es morgen weitergehen kann.

Toll wäre es, wenn sie ihre Idee mit anderen teilen konnten und sich bei sich vor Ort in einer Gemeinschaft von anderen Motivierten wiederfinden.

Lars: Miriam, vielen Dank. Für dieses Gespräch, für das Projekt und für deinen Mut, die Vorstellungskraft ernst zu nehmen. Wer die Ausstellung besuchen oder an den Bildungsveranstaltungen teilnehmen möchte, findet alle Infos in den Shownotes. Die Ausstellung startet am 26. März in Magdeburg und wandert bis November durch Mitteldeutschland bis zur Frauenkirche in Dresden. Bis zur nächsten Folge, bleibt im Dialog.

 

Termine der Ausstellung (Auswahl)

  1. März, Magdeburg-Buckau (Volksbad, Karl-Schmidt-Str. 56): Vernissage justice.peace.imagination. Ab 14 Uhr Sketchbooks ansehen, 16:30 Uhr Eröffnung mit persönlichen Geschichten und Musik von Michael Nickel. Anmeldung erbeten. → friedensdekade.de

2.–8. April, Naumburg (Peter und Paul Kirche, Salzstr. 26): Ausstellung justice.peace.imagination.

21.–26. April, Erfurt (Landeskirchenamt, Michaelisstr. 39): Ausstellung justice.peace.imagination.

27.–30. April, Erfurt (Offene Arbeit, Allerheiligenstraße 9): Ausstellung justice.peace.imagination.

8.–18. November, Dresden (Frauenkirche): Ausstellung justice.peace.imagination – zur FriedensDekade 2026. Ein besonderer Ort für ein besonderes Projekt.

Für alle Termine und Orte schauen Sie gerne auf der Projektseite zu justice.peaece.imagination vorbei.

Ausstellungsorte und Daten Ausstellung: justice.peace.imagination

Ein Friedenswald wächst in Wattenscheid: Gemeinschaft pflanzt, was bleibt

April – Schöpfung

Tiny Forest · Friedensdekade · Miyawaki · Wattenscheid · Bochum · Gemeinschaft · Schöpfung

Eine Geschichte, die erfunden wurde und doch stimmt

Es gibt eine Geschichte von einem Mann, der allein beginnt, Bäume zu pflanzen. Still, geduldig, Jahr für Jahr, ohne zu wissen, ob er die Wirkung seines Tuns je erleben wird. Jean Giono hat sie 1953 geschrieben, als kurze Erzählung, als bewusste Fiktion. Und doch trifft sie etwas Wahres: dass aus kleinen, unscheinbaren Anfängen etwas entstehen kann, das weit über einen einzelnen Menschen hinausreicht. Eine ganz eigene Interpretation der Geschichte von Jean Giono finden Sie im neuen Mitgliederbereich:

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In Wattenscheid ist es kein Einzelner.

Wenn der Regen entscheidet: Die verschobene Pflanzung

Eigentlich sollte der Wald schon längst stehen. Während der FriedensDekade 2025 im November war alles vorbereitet: Menschen, Pflanzen, die Idee. Dann kam der Regen. Der Boden wurde zu nass, zu schwer, unzugänglich. Die Pflanzung musste verschoben werden. Was sich zunächst wie ein Scheitern anfühlte, gehört heute zur Geschichte dieses Ortes.

Frühjahr 2026: Der Tiny Forest entsteht

Denn im März war es soweit. In Wattenscheid entstand ein Friedenswald, ein sogenannter Tiny Forest, dicht bepflanzt nach der japanischen Miyawaki-Methode, mitten im Stadtteil. Das Flowful Kollektiv begleitete die Pflanzung: ein Team, das Wissen und Erlebnis verbindet und Gruppendynamik in den Vordergrund stellt und so seit Jahren solche Orte mit und für Gemeinden und Gemeinschaften entwickelt.

Und wieder war der Regen da. Viel Regen. Nasse Erde, rutschige Wege, Stellen der Fläche, die sich unter den Füßen aufgaben. Keine einfachen Bedingungen. Und doch: Es wurde gepflanzt. Rund 100 Schülerinnen des Märkischen Gymnasiums und der Gertrudisschule kamen am Freitag, mehr als 150 Bürgerinnen am Samstag. Sie gruben, setzten, reichten sich Pflanzen weiter. Keiner ist gegangen.

Es war kein perfekter Tag. Aber vielleicht gerade deshalb ein besonders ehrlicher.

Denn Frieden wächst nicht unter Idealbedingungen. Frieden wächst, wenn Menschen trotzdem kommen. Wenn sie bleiben. Wenn sie gemeinsam ins Tun kommen, auch wenn der Boden nachgibt und die Jacke durchnässt ist.

Was aufhält, trägt am Ende bei

Der Regen, der die Pflanzung im November unmöglich gemacht hatte, half nun den jungen Bäumen beim Anwachsen. Die Wurzeln fanden Halt, die Erde gab nach, das Leben bekam Raum. Manchmal braucht es genau diese Wendung: dass das, was uns aufhält, am Ende zum Wachstum beiträgt.

Ein Friedenswald ist mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Er ist ein Ort, an dem sichtbar wird, was möglich ist, wenn Menschen Verantwortung teilen, wenn sie nicht nur über Frieden sprechen, sondern ihn praktisch werden lassen. Jeder Spatenstich, jede gesetzte Pflanze ist ein konkretes Zeichen.

Frieden zeigt sich auch darin, wie wir füreinander sorgen

Dieser Friedenswald wurde nicht nur gepflanzt. Er wurde getragen.

Der Eine-Welt-Laden Wattenscheid sorgte mit fairen Getränken, warmer Suppe, Kaffee und Brotzeit dafür, dass an diesem nassen, kalten Tag eine Atmosphäre entstehen konnte, in der Gemeinschaft wächst. Sie haben nicht gegraben, und doch wesentlich dazu beigetragen, dass dieser Tag das wurde, was er war.

Nicht allein, sondern gemeinsam: Friedensarbeit vor Ort

Bei Giono ist es ein Einzelner, der beginnt. Still, ausdauernd, unbeirrt. In Wattenscheid sind es viele, aus dem Stadtteil, für den Stadtteil. Ein Friedenswald wächst nicht über Nacht. Aber er wächst.

Wo entsteht der nächste Friedenswald zur FriedensDekade 2026?


Mehr zur Pflanzaktion in Wattenscheid:

Tageschau-Beitrag zur Pflanzung des Friedenswaldes

Animationsfilm „Der Mann, der Bäume pflanzte“ (Film nach Jean Giono)

In unserem neuen Mitgliederbereich erhalten Sie unsere interpretation der Kurzgeschichte „Der Mann, der Bäume pflanzt“ nach Jean Giono als Druckversion mit einer Einladung zur Reflexion.

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Das Fundament für 2026: Warum wir heute „couragiert widerständig“ sein müssen

Ein Impuls von Lars Blume, zur Ausrichtung unseres Onlinematerials für die FriedensDekade.

Das Motto der kommenden FriedensDekade, „couragiert widerständig“, ist kein leeres Schlagwort. Es ist eine Antwort auf eine Zeit, in der die Sprache der Aufrüstung lauter wird und die Hoffnung auf diplomatische Lösungen oft im Lärm der Konflikte untergeht. Wir haben uns entschieden, dieses Jahr ein digitales Fundament zu bauen, das zeigt: Widerstand für den Frieden ist möglich, er hat Tradition und er ist tief in der menschlichen Seele verwurzelt.

Ihre Stimme zählt: Gestalten Sie mit!

Dieser Artikel ist ein erster Impuls – kein fertiges Konzept. Bis Ende Januar läuft unsere Umfrage, in der Sie den inhaltlichen Rahmen unserer digitalen Arbeit 2026 aktiv mitbestimmen können. Welche Themen und Formate wünschen Sie sich? Welche Schwerpunkte sind Ihnen wichtig?

Ihre Erfahrungen, Ihre Ideen, Ihre Schwerpunkte sind gefragt. Nur gemeinsam können wir Material schaffen, das wirklich trägt, in Gemeinden, in der Bildungsarbeit, in sozialen Medien.

Drei zentrale Säulen für 2026

Unsere Onlineredaktion wird das Motto im kommenden Jahr durch drei zentrale Säulen beleuchten, deren Ausgestaltung Sie noch bis Ende Januar mitbestimmen können:

1. Friedenszeugen: Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert

Oft wird behauptet, man könne gegen die „große Politik“ nichts ausrichten. Unsere Serie zu historischen Beispielen beweist das Gegenteil. Wir blicken auf Momente, in denen Menschen durch ihren Mut Kriege verhinderten, verkürzten oder den Weg zum Frieden ebneten.

Der Protest in der Rosenstraße 1943, wo Berliner Frauen die Freilassung ihrer jüdischen Männer erzwangen. Der weltweite Widerstand gegen den Vietnamkrieg, der eine Supermacht zum Umdenken zwang. Die Friedliche Revolution in Deutschland, die ohne einen Schuss Mauern zum Einsturz brachte. Das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“, das Ost und West verband, lange bevor die Mauer fiel.

Diese Geschichten sollen uns daran erinnern: Wir sind nicht ohnmächtig. Gewaltfreier Widerstand hat Geschichte geschrieben und kann es wieder tun.

Welche Beispiele fehlen aus Ihrer Sicht? Welche Momente sollten wir unbedingt erzählen? Schreiben Sie uns gerne unter kontakt@friedensdekade.de

2. Worte, die bleiben: Klassiker der Friedensbewegung

„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“ Solche Sätze sind mehr als Slogans, sie sind das konzentrierte Gewissen einer Gesellschaft. In einer minimalistischen Serie speziell für soziale Medien beleuchten wir die großen Friedensaufrufe und Sprüche, die heute Klassiker sind.

Wir fragen: Was bedeutet dieser Satz heute? Wie wurde er zum Symbol einer couragiert widerständigen Haltung? Diese reduzierten Grafiken und prägnanten Texte sollen dazu einladen, die schlichte, aber radikale Wahrheit hinter diesen Worten neu zu entdecken und sie in die digitale Welt von heute zu tragen, teilbar, merkfähig, wirksam.

Welche Friedensworte haben Sie geprägt? Welche Sätze sollten nicht vergessen werden? Teilen Sie Ihre Vorschläge per E-Mail mit uns: kontakt@friedensdekade.de

3. Biographien: Menschen, die vorangingen

In unserer dritten Säule rücken wir Menschen in den Fokus, die durch ihr Leben Zeugnis für den Frieden ablegten. Von Bertha von Suttner, der ersten Friedensnobelpreisträgerin, über Martin Luther King bis hin zu weniger bekannten Friedensstifterinnen und -stiftern: Wir erzählen von Menschen, die couragiert widerständig waren, oft gegen alle Widerstände, oft unter persönlichen Opfern.

Diese Biographien sollen inspirieren und ermutigen: Wenn sie es konnten, können wir es auch. Friedensarbeit hat Gesichter, Namen, Geschichten; sie ist menschlich, nahbar, möglich.

Wessen Lebensgeschichte sollte erzählt werden? Welche Friedenspioniere fehlen in der öffentlichen Wahrnehmung? Senden Sie uns Ihre Vorschläge: kontakt@friedensdekade.de

 

Jetzt mitmachen – bis Ende Januar!

Dieser Artikel ist der erste Schritt auf dem Weg zum Jahresmotto 2026. Die konkrete Ausrichtung unserer digitalen Arbeit liegt noch nicht fest – sie entsteht im Dialog mit Ihnen. Bis Ende Januar haben Sie die Möglichkeit, durch unsere Umfrage aktiv mitzugestalten:

  • Welche thematischen Schwerpunkte sind Ihnen wichtig?
  • Sollten wir 2026 eine Serie zu spirituellen Wurzeln des Widerstands entwickeln?
  • Wie können wir das Material so gestalten, dass es in Ihrer Arbeit wirklich hilfreich ist?

Ihre Expertise, Ihre Erfahrungen aus der Friedensarbeit, Ihre theologischen Perspektiven, all das möchten wir einfließen lassen. Nur so entsteht Material, das wirklich trägt und inspiriert.

Zur Umfrage: Link

Konkrete Vorschläge für historische Momente, Friedenszitate oder Biographien? Wenn Sie bestimmte historische Situationen, Friedenssprüche oder Namen von Friedenspionieren vorschlagen möchten, wenden Sie sich gerne direkt per E-Mail an: kontakt@friedensdekade.de

Unser Ziel für 2026

Wir wollen Material schaffen, das nicht nur informiert, sondern ermutigt. Material, das in Gemeinden geteilt wird, das in der Bildungsarbeit Impulse gibt, das in sozialen Medien Hoffnung verbreitet. Material, das zeigt: Eine Gesellschaft, die couragiert widerständig für den Frieden eintritt, ist die stärkste Kraft der Welt.

Lassen Sie uns gemeinsam dieses digitale Fundament bauen: mit Ihren Ideen, Ihrer Erfahrung, Ihrem Mut.

Couragiert widerständig. Gemeinsam gestalten wir 2026!

Ein göttlicher Exodus: Papst-Botschaft als Kompass für „couragiert widerständig“

Die Weihnachtsansprache 2025 von Papst Leo XIV. ist mehr als ein Gruß, sie ist eine theologische Grundlegung für den Frieden in stürmischen Zeiten.

In seiner Weihnachtsansprache an die Römische Kurie hat Papst Leo XIV. Worte gewählt, die wie eine Blaupause für die kommende Arbeit der Ökumenischen FriedensDekade wirken. Wer die Rede liest, erkennt schnell: Frieden ist für diesen Papst kein passiver Zustand, sondern ein aktiver, oft unbequemer Weg. Es ist ein Weg, der Mut erfordert, oder, wie wir es für 2026 formulieren: ein Weg, der couragiert widerständig gegangen werden muss.

Der Widerstand gegen die „Logik des Egoismus“

Ein zentraler Pfeiler der päpstlichen Rede ist der Aufruf zur Umkehr von einer Gesellschaft, die auf Individualismus baut. Der Papst wird hier sehr deutlich:

„Die Liebe des Vaters […] befähigt uns im Heiligen Geist, Zeichen einer neuen Menschheit zu sein, die nicht mehr auf der Logik des Egoismus und Individualismus beruht, sondern auf gegenseitiger Liebe und Solidarität.“

Hier liegt der erste Anknüpfungspunkt für unser Motto: Widerstand leistet heute bereits derjenige, der sich der herrschenden Logik von „Ich zuerst“ entzieht. Es braucht Courage, in einer Welt, die zunehmend von Aggressivität und Wut (auch in der digitalen Welt) geprägt ist, konsequent auf Solidarität zu setzen. Der Papst fordert uns auf, diese Logik zu durchbrechen – ein zutiefst widerständiger Akt im Sinne des Evangeliums.

Mut zur Niedrigkeit: Das Vorbild Dietrich Bonhoeffer

Besonders bemerkenswert ist, dass Papst Leo XIV. den evangelischen Märtyrer Dietrich Bonhoeffer zitiert, um das Geheimnis von Weihnachten zu erklären:

„Gott schämt sich der Niedrigkeit des Menschen nicht, er geht mitten hinein […]. Gott […] liebt das Verlorene, das Unbeachtete, Unansehnliche, das Ausgestoßene, das Schwache und Zerbrochene.“

Dieser Bezug ist für die ökumenische Friedensarbeit von unschätzbarem Wert. Er zeigt: Gott selbst ist der erste, der „couragiert“ handelt. Er verlässt die Sicherheit des Himmels (der Papst nennt dies den „göttlichen Exodus“) und begibt sich dorthin, wo es wehtut – in die menschliche Not.

Couragiert widerständig zu sein bedeutet für uns im Jahr 2026 genau das: Nicht wegzusehen, wenn Menschen ausgegrenzt werden, sondern „mitten hinein“ zu gehen, auch wenn es den eigenen Komfort oder die eigene Sicherheit kostet.

Keine „kleinen Gärtner“: Der weite Horizont des Friedens

Ein weiterer Aspekt der Rede ist die Warnung vor einer kirchlichen und gesellschaftlichen Selbstbezogenheit. Der Papst erinnert uns daran, dass wir eine universale Aufgabe haben:

„Wir sind keine kleinen Gärtner, die sich um ihren eigenen Garten kümmern, sondern wir sind Jünger und Zeugen des Reiches Gottes, die berufen sind, in Christus Sauerteig einer universalen Geschwisterlichkeit […] zu sein.“

Dieser „Sauerteig“ verändert den ganzen Teig. Friedensarbeit darf nicht im geschützten Raum der eigenen Gemeinde stehen bleiben. Couragierter Widerstand ist laut Papst Leo XIV. ein prophetisches Zeichen. Es geht darum, Sauerteig für eine Geschwisterlichkeit zu sein, die keine Grenzen von Religionen, Kulturen oder Sprachen kennt.

Fazit: Weihnachten als Startschuss für 2026

Die Ansprache macht deutlich: Mission und Gemeinschaft sind untrennbar mit dem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden verbunden. Papst Leo XIV. ruft uns dazu auf, Baumeister einer Kirche zu sein, die auf die „großen kirchlichen, pastoralen und sozialen Herausforderungen der heutigen Zeit ausgerichtet ist“.

Für die Ökumenische FriedensDekade 2026 bedeutet das: Wir nehmen den Rückenwind aus dem Vatikan mit. Wir lassen uns ermutigen, Sauerteig zu sein. Wir bleiben dran – couragiert in der Liebe und widerständig gegen alles, was das menschliche Miteinander vergiftet.

Machen Sie mit!

Die Worte des Papstes zeigen: Jede Hand wird gebraucht. Gestalten Sie die Friedensgebete und Texte für das Jahr 2026 mit. In unserer Schreibwerkstatt (30.01.–01.02.2026) bringen wir das Motto „couragiert widerständig“ aufs Papier und in die Welt.

Mitmachen bei der FriedensDekade 2025: Frieden lebendig werden lassen

Vom Friedenslauf bis zum Gebet: So wird das Motto „Komm den Frieden wecken“ überall im Land erfahrbar.

Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ lädt die FriedensDekade 2025 vom 9. bis 19. November Menschen in ganz Deutschland dazu ein, aktiv zu werden und Friedenszeichen zu setzen. Ob im Gottesdienst, in der Schule, in Vereinen oder auf öffentlichen Plätzen, überall entstehen kreative Aktionen, die Frieden sichtbar, hörbar und erlebbar machen. Machen Sie mit! Planen Sie Ihre eigene Aktion, teilen Sie Ihre Idee und werden Sie Teil eines Netzwerks, das Hoffnung, Dialog und Gemeinschaft stärkt.

Friedensaktionen, die bewegen: Beispiele aus den vergangenen Jahren FriedensDekade

Wie vielfältig Engagement für den Frieden aussehen kann, zeigen Aktionen aus den letzten FriedensDekaden:
In Einbeck organisierten Schülerinnen und Schüler der Goetheschule 2024 einen Friedenslauf zugunsten von Brot für die Welt – begleitet von Quiz, Kuchenverkauf und einem starken Gemeinschaftsgefühl. In Hannover gestalteten Jugendliche 2023 gemeinsam mit einem Chor einen Jugendgottesdienst, der Jung und Alt gleichermaßen berührte. In Halle lud ein Chor- und Diskussionsabend zu Musik, Andacht und Austausch über gewaltfreie Kommunikation ein.
Und 2024 brachte die App „Peace&Pray“ Friedensimpulse, Lieder und Gebete direkt aufs Smartphone – für Gruppen, Gemeinden und Einzelpersonen. Diese Beispiele zeigen: Jede Aktion zählt und jede Idee kann wachsen, wenn sie geteilt wird.

Komm den Frieden wecken: So machen Sie mit

Mitmachen bei der FriedensDekade ist ganz einfach. Gemeinden, Schulen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, ihre eigenen Beiträge zum Motto „Komm den Frieden wecken“ zu gestalten.
Nutzen Sie die vielfältigen Materialien, die Sie über den Online-Shop oder als kostenlosen Download erhalten. Von Plakaten und Postkarten bis hin zu Themenheften und Arbeitsmaterialien – alles, was Sie für Ihre Aktion benötigen, steht bereit.

Tipp: Bestellen Sie Ihr Materialpaket rechtzeitig, damit es pünktlich vor Beginn der FriedensDekade 2025 bei Ihnen eintrifft.

Planen Sie anschließend Ihre eigenen Veranstaltungen: Friedensgottesdienste, Lesungen, Friedensläufe, Diskussionsrunden oder kreative Aktionen im öffentlichen Raum. Lassen Sie sich von unseren Mitmachtipps inspirieren und gestalten Sie Ihre FriedensDekade individuell.

Teilen Sie Ihre Aktion zur FriedensDekade 2025

Damit der Friede weitergetragen wird, laden wir Sie ein, Ihre Aktion mit uns zu teilen. Berichten Sie von Ihren Erfahrungen, senden Sie Fotos oder Beschreibungen Ihrer Veranstaltungen und tragen Sie Ihre Aktionen per E-Mail an kontakt@friedensdekade.de ein. So entsteht ein bundesweites Netzwerk, das zeigt, wie vielfältig und lebendig Frieden gestaltet werden kann.

Gemeinsam den Frieden wecken

Jede Friedensgeste, jedes Gebet, jede Aktion stärkt das gemeinsame Ziel: Frieden im Alltag sichtbar zu machen. Die FriedensDekade lebt von diesem Engagement und von Menschen, die Verantwortung übernehmen und Hoffnung weitergeben. Alle Informationen, Materialien und Termine finden Sie auf der Übersichtsseite zur FriedensDekade 2025. Bestellen Sie jetzt Ihre Materialien, im Online-Shop oder laden Sie unsere kostenfreien Downloads runter. Folgen Sie uns auf Instagram für Impulse und Inspiration und tragen Sie sich in unseren Newsletter ein.

Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken: in unseren Gemeinden, Schulen und Herzen.

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