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Schlagwort: FriedensDekade 2025

Bildungsformate: Kaffee, Schokolade und Frieden erleben.

Was haben Ihr Morgenkaffee oder ein Stück Schokolade mit Frieden zu tun? Die Antwort liegt in ihren Geschichten: vom Anbau über Ernährungssicherheit und gerechte Löhne bis hin zu globalen Konflikten. Um dies spürbar und verständlich zu machen, starten wir in diesem Herbst gemeinsam mit dem Ostdeutschen Förderkreis von Oikocredit ein Pilotprojekt und Sie können dabei sein.

Schon am 5. September haben wir in Jena-Lobeda den Auftakt gefeiert. 20 junge Teilnehmende erlebten, wie Kakao als ein Symbol globaler Ungleichheit wirkt. Jetzt geht es weiter: bis März 2026 erproben wir gemeinsam, wie Bildung, Dialog und Erlebnisformate eine Haltung des friedenschaffenden Konsums fördern können.

Erlebnisformat „Ressourcen, Konflikt & Flucht“

Dieses interaktive Format macht sichtbar, wie Ressourcenknappheit, globaler Handel und Konflikte zusammenhängen – und welche Verantwortung wir tragen. Es eignet sich als kraftvoller Einstieg in Diskussionsabende in Gemeinden, Schulen, Initiativen. Wenn Sie mitmachen möchten, bieten wir Ende September und Anfang Oktober zwei Online‐Workshops an. Dort bekommen Sie alle Materialien und Anleitung an die Hand, um das Format selbst durchzuführen. Melden Sie sich gerne vorab an unter kontakt@friedensdekade.de.

Walk & Talk in Berlin im Herbst 2025

Kommen Sie mit uns auf Spurensuche – mitten in der Stadt:

Berlin-Moabit – Spur der Schokolade: 15. Oktober 2025, Start mit Meditation um 19:00 Uhr, dann Walk & Talk
Reformations-Campus e.V., Wiclefstraße 32, 10551 Berlin
Anmeldung: kontakt@friedensdekade.de oder spontan dazukommen

Berlin-Marzahn – Spur des Kaffees: 25. Oktober 2025, 15:00 Uhr
Ev. Kirchengemeinde Marzahn, Alt Marzahn 61, 12685 Berlin
Anmeldung: kontakt@friedensdekade.de oder einfach hingehen

Berlin-Tempelhof – Spur der Schokolade: 12. November 2025, 18:00 Uhr
Ev. Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg, Götzstraße 24 b, 12099 Berlin
Anmeldung: kontakt@friedensdekade.de oder spontan mitmachen

Einladung an Gemeinden 2026

Sie möchten eines dieser Bildungsformate auch in Ihrer Gemeinde oder Schule umsetzen? Von Februar bis März 2026 suchen wir Orte und Gruppen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die das Format vor Ort erproben und mitgestalten möchten. Später möchten wir weitere Bundesländer dazugewinnen, vielleicht bald auch Sie. Melden Sie sich, wir freuen uns auf Ihre Ideen: kontakt@friedensdekade.de.

Machen Sie mit – Frieden braucht Sie

Ob Erlebnisformat oder Walk & Talk – jede Aktion setzt ein Zeichen. Nutzen Sie unsere Mitmachtipps auf der Website oder stärken Sie Ihr Format mit Materialien aus dem Webshop der FriedensDekade.

Gemeinsam wecken wir den Frieden; nachhaltig, erfahrbar, bewegend.

Frieden im Dialog 2025: Eugen Eckert über Musik, Gemeinschaft und „Komm, Frieden, lass dich wecken“

Frieden im Dialog: Musik als Brücke für Frieden und Gerechtigkeit

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ stellen wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade vor, die seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eintritt. In regelmäßigen Gesprächen teilen Akteure aus dem Gesprächsforum, Redaktionskreis oder anderen Netzwerken ihre Visionen und geben Einblicke in die lebendige Arbeit der FriedensDekade. Heute sprechen wir mit Eugen Eckert, Liedermacher, Theologe und langjähriger Friedensarbeiter, über die Kraft der Musik, die Bedeutung von Gemeinschaft und das Motto „Komm den Frieden wecken“ für die FriedensDekade 2025.

Im Gespräch: Eugen Eckert und Lars Blume

Lars Blume: Herzlich willkommen zu unserem Gespräch „Frieden im Dialog“. Heute freue ich mich sehr, Eugen Eckert bei uns zu haben – Liedermacher, Theologe und seit Jahrzehnten engagierter Friedensarbeiter. Eugen, schön, dass du hier bist. Vielleicht fangen wir gleich persönlich an: Wer ist Eugen Eckert, abseits der Lieder, die so viele Menschen kennen?

Eugen Eckert: Vielen Dank, Lars. Ich wurde religiös und musikalisch durch die evangelisch-methodistische Gemeinde in Frankfurt geprägt. Dort, in unserer Nachbarschaft, war das Singen ein lebendiger Teil des Glaubens. Später, unter dem Einfluss der Studentenbewegung, habe ich mich von der konservativen Frömmigkeit entfernt und die politische Dimension der Theologie entdeckt. Der Wechsel in die progressive hessen-nassauische Landeskirche war folgerichtig, besonders im Hinblick auf Friedensfragen. Musik blieb für mich ein lebenswichtiger Ausdruck, auch wenn das damalige Evangelische Kirchengesangbuch eher nüchtern war. Ereignisse wie die Zerschlagung des Prager Frühlings 1968 oder persönliche Erlebnisse mit der Bundeswehr haben mich zusätzlich geprägt. Der Kirchentag 1975 in Frankfurt öffnete mir Türen, um theologischen Tiefgang, musikalische Kreativität und friedensbewegte Positionen zu verbinden.

Lars Blume: Du begleitest Singkreise und bringst Menschen durch Musik zusammen. Wie hast du selbst die Kraft des gemeinschaftlichen Singens erlebt?

Eugen Eckert: Für mich ist das gemeinsame Singen eine universale Sprache. Sie überwindet Konflikte, Hindernisse und Missverständnisse. In unseren Singkreisen spüre ich die enorme Energie, Freude und Verbundenheit, die entsteht, wenn Menschen zusammenkommen. Wir singen nicht auf, wir erfahren Gemeinschaft und damit eine Art von Frieden, den wir miteinander teilen.

Lars Blume: Eugen Eckert, du hast seit Jahrzehnten Lieder geschrieben, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen. Was bewegt dich persönlich so stark, diese Themen musikalisch zu begleiten?

Eugen Eckert: 1982 haben wir mit der Band HABAKUK die Ökumenische Messe „Aus Liebe zum Menschen“ für den Frieden geschrieben. Begegnungen mit Augenzeugen der Atombombenabwürfe oder tragische Ereignisse wie der Tod der Familie Jürges durch einen Flugzeugabsturz haben mich zutiefst erschüttert. Außerdem habe ich im Theologiestudium gelernt, dass die Zukunft der Menschheit von Lösungen in den Bereichen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung abhängt. Musik wurde für mich ein Werkzeug, um all das in einer verständlichen, erfahrbaren Form zu verbinden.

Lars Blume: Was bedeutet für dich persönlich Frieden, gerade im Kontext der jungen Generation, die wir mit der FriedensDekade erreichen wollen?

Eugen Eckert: Für mich heißt es, das Friedensfeuer nicht nur für uns zu entfachen, sondern für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, damit sie in einer Welt ohne Waffengewalt aufwachsen. Es ist wichtig, dass wir ihnen zeigen: Frieden ist möglich und lebbar. Die aktuelle Diskussion um die Wehrpflicht in Deutschland zeigt, wie wichtig das Engagement der FriedensDekade 2025 ist. Es erinnert uns daran, dass Demokratie und Frieden ständige Aufmerksamkeit brauchen.

Lars Blume: Du hast viele Lieder geschrieben, Eugen. Wie ist dein neues Lied „Komm, Frieden, lass dich wecken“ entstanden?

Eugen Eckert: Die Melodie ist vielen aus dem Gospel „Go, tell it on the mountain“ vertraut. Sabine Müller-Langsdorf, unsere Friedenspfarrerin, gab mir das Thema „Komm den Frieden wecken“ für die FriedensDekade 2025. Ich wollte einen packenden Refrain mit nachdenklichen, manchmal provozierenden Strophen verbinden. Ich denke, das ist gelungen.

Lars Blume: Du bist oft dabei, wenn Lieder einstudiert werden. Welche Wirkung siehst du, wenn Menschen gemeinsam singen?

Eugen Eckert: Die Wirkung ist enorm. Sicherlich nicht so kraftvoll wie bei der „Singenden Revolution“ in Estland, Lettland und Litauen: Zwei Millionen Menschen hielten 1989 eine 600 Kilometer lange Menschenkette von Tallinn über Riga nach Vilnius und sangen gegen Unterdrückung. In unseren Singkreisen entsteht ein kleineres, aber spürbares Friedensfeld. Die Freude, das Miteinander und die Verbundenheit sind deutlich spürbar.

Lars Blume: Welche Reaktionen hast du bisher auf „Komm, Frieden, lass dich wecken“ bekommen?

Eugen Eckert: Die erste Reaktion kam von Sabine Müller-Langsdorf selbst: Sie sang den Text laut zur Melodie und war begeistert. Auch auf YouTube gab es positive Rückmeldungen. Ich bin gespannt, was noch folgt.

Lars Blume: Welche Tipps würdest du Chören und Gemeinden geben, die das Lied einüben möchten?

Eugen Eckert: Mit Spaß und Begeisterung singen, niemals verbissen. Nicht jeder Ton muss perfekt sein, es geht darum, frei aus dem Herzen zu singen und zu spüren. Im übertragenen Sinne können wir auch von Fußballfans lernen, wie kraftvoll und ansteckend gemeinsames Singen sein kann. Es geht darum, die Freude weiterzugeben und gemeinsam ein Friedenssignal zu setzen.

Lars Blume: Eugen, gibt es ein Lied, das dich persönlich am stärksten berührt, wenn es um Frieden geht?

Eugen Eckert: Am meisten berührt mich „War“ von Edwin Starr. Es beschreibt die zerstörerische Kraft von Krieg, die Tränen unzähliger Mütter und das Leid Unschuldiger – eine klare, unmissverständliche Friedensbotschaft.

Lars Blume: Was wünschst du dir, dass nach dem letzten Refrain von „Komm, Frieden, lass dich wecken“ bleibt?

Eugen Eckert: Eine Vision jenseits der weltweiten Aufrüstung. Ein „Gleichgewicht des Schreckens“ ist keine Friedensvision. Ich wünsche mir, dass Menschen die Hoffnung auf eine neue, friedliche Welt bewahren, wie der Prophet Jesaja es beschreibt: Freude über das, was geschaffen wird, kein Weinen, kein Klagen, Häuser, Weinberge, Früchte – ein Leben in Frieden.

Lars Blume: Vielen Dank, Eugen Eckert, für diesen lebendigen Dialog und die Einblicke in deine Arbeit. Die FriedensDekade lebt von genau diesem Austausch – von Musik, Gemeinschaft und dem Mut, Frieden wachzurufen. Ich hoffe, dass wir alle inspiriert werden, unser eigenes Friedensfeuer weiterzutragen.

Zum Weiterlesen und Mitgestalten

  • Weitere Beiträge der Serie „Frieden im Dialog“ finden Sie hier.
  • Materialien der FriedensDekade: Entdecken Sie unsere Angebote im Online-Shop.
  • Teilen Sie Ihre Geschichten: Senden Sie Ihre Aktionen an kontakt@friedensdekade.de.
  • Folgen Sie uns: Bleiben Sie über unseren Instagram-Account auf dem Laufenden.
  • Unterstützen Sie uns: Jede Spende hilft, die Friedensarbeit zu stärken.

Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Frieden im Dialog: Die Serie der FriedensDekade 2025

Die Serie „Frieden im Dialog“ ist ein zentraler Bestandteil der FriedensDekade 2025, die seit über 45 Jahren Menschen dazu ermutigt, Frieden aktiv zu fördern. In regelmäßigen Gesprächen mit Akteurinnen der Friedensbewegung, Künstlerinnen, Theolog*innen und engagierten Einzelpersonen beleuchten wir die Kraft kleiner Schritte, die Bedeutung von Vernetzung und die Rolle von Spiritualität in der Friedensarbeit. Die Dialoge bieten Raum für persönliche Geschichten, gesellschaftliche Analysen und kreative Ansätze, um Frieden in einer von Krisen geprägten Welt zu wecken. Unser Ziel: Menschen inspirieren, sich einzubringen – sei es durch Friedensgebete, Kunstprojekte, Workshops oder Dialoge vor Ort.

Die FriedensDekade steht für Hoffnung, Mut und die Überzeugung, dass jede Stimme zählt. Mit „Frieden im Dialog“ möchten wir diese Botschaft verstärken und Menschen dazu ermutigen, Teil einer Bewegung zu werden, die Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung miteinander verbindet.

Alle Beiträge der Serie „Frieden im Dialog“

Claus-Jörg Richter über Militärseelsorge, Verantwortung und „Friedenstüchtigkeit“

Militärpfarrer Claus-Jörg Richter gibt Einblicke in seine Arbeit mit Soldatinnen und Soldaten, spricht über Verantwortung, Gewissen und Versöhnung – und fragt, wie wir „friedenstüchtig“ werden können.

Eugen Eckert über Musik, Gemeinschaft und „Komm, Frieden, lass dich wecken“

Liedermacher und Theologe Eugen Eckert erzählt, wie Musik Frieden erfahrbar macht und wie sein Lied „Komm, Frieden, lass dich wecken“ die FriedensDekade 2025 bereichert.

Heidrun Kisters über Friedenslogik, Vernetzung und das Motto „Komm den Frieden wecken“

Friedensbotschafterin Heidrun Kisters spricht über die Kraft der Friedenslogik, die Bedeutung von Vernetzung und wie das Motto „Komm den Frieden wecken“ Menschen inspiriert, Frieden im Alltag zu gestalten.

Miriam Meyer über neue Stimmen und gelebte Spiritualität

Miriam Meyer, Vertreterin von „Church and Peace“, verbindet lokale Friedensarbeit mit spirituellen Impulsen und zeigt, wie junge Stimmen die FriedensDekade bereichern.

Sebastian Schmidt über Kunst als Weckruf

Sebastian Schmidt, Gewinner des Motivwettbewerbs 2025, spricht über die Entstehung des Plakatmotivs mit der Friedenstaube und dem Megafon und die Kraft von Kunst in der Friedensarbeit.

Wiltrud Rösch-Metzler über Engagement, Gespräche und Veränderung

Wiltrud Rösch-Metzler, Leiterin des Redaktionskreises, diskutiert, wie die FriedensDekade gesellschaftliche Spaltung überwindet und Menschen ermutigt, aktiv zu werden.

Warum „Frieden im Dialog“?

In einer Welt, die von Konflikten, Polarisierung und Krisen geprägt ist, bietet „Frieden im Dialog“ einen Raum für Hoffnung, Austausch und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die Serie zeigt, wie vielfältig Friedensarbeit sein kann – von Musik über Kunst bis hin zu spirituellen und gesellschaftlichen Ansätzen. Die FriedensDekade 2025 unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ ruft dazu auf, wachsam zu bleiben und Frieden aktiv zu gestalten – lokal, national und international.

Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Friedensaktionen 2025 in Deutschland – gemeinsam stark für Frieden

Frieden braucht unsere Stimme. Die Ökumenische FriedensDekade im November ist der zentrale Aktionszeitraum für viele kirchliche und zivilgesellschaftliche Gruppen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit zu setzen. Doch das Thema Frieden ist aktueller denn je – und es gibt das ganze Jahr hindurch zahlreiche Gelegenheiten, sich für eine starke Friedensbewegung 2025 zu engagieren.

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ statt. Zehn Tage lang setzen Gemeinden, Gruppen und Initiativen ein starkes, lautes und vielfältiges Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Ausgrenzung. Doch Frieden ist nicht nur ein Thema für den November – es begleitet uns das ganze Jahr über.

Die Friedensbewegung 2025 ruft bundesweit und im gesamten DACH-Raum zu zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Gedenktagen auf. Es gibt viele Gelegenheiten, sich für Abrüstung, Gerechtigkeit und eine friedlichere Welt stark zu machen. Machen Sie mit – und lassen Sie uns im November zur FriedensDekade gemeinsam erneut Flagge zeigen! Viele der Aktionsmaterialien zur Unterstützung finden sie im Webshop der FriedensDekade.

Hier finden Sie eine Übersicht über bedeutende Friedensaktionen 2025 im DACH-Raum. Ob Demonstration, Gedenktag, Gebet oder Festival: Jede Aktion ist Teil der Bewegung für eine friedlichere Welt. Lassen Sie uns gerne via kontakt@friedensdekade.de wissen, wenn wir relevante Aktionen für das Jahr 2025/26 nicht aufgeführt haben. 

August 2025 – Erinnern heißt handeln: Atomwaffen ächten

Der August steht im Zeichen des Gedenkens an Hiroshima und Nagasaki – und der Forderung, Atomwaffen endgültig zu verbieten.

1. August: 50 Jahre KSZE-Schlussakte
Veranstaltungen erinnern an die Bedeutung dieses Abrüstungs- und Friedensdokuments.

6. & 9. August: Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken
Friedensveranstaltungen in vielen Städten – Mahnung gegen nukleare Aufrüstung und für weltweite Ächtung.

September 2025 – Ulmer Friedenswochen & Antikriegstag

Im September startet die heiße Phase des friedenspolitischen Herbstes. Der Antikriegstag ist Auftakt für viele Aktionen.

1. September: Antikriegstag
Erinnern an den Überfall auf Polen 1939 und klare Botschaften gegen Krieg und Gewalt.

1.–30. September: 21. Ulmer Friedenswochen
Der ganze Monat steht in Ulm im Zeichen des Friedens: Vorträge, Workshops, Konzerte, Ausstellungen.

24. September: 24-Stunden-Lesung Todesursache Flucht St. Andreas Gemeinde Teltow

Oktober 2025 – 2. Friedenskongress in Ordensburg

24.–26. Oktober 2025 2. Friedenskongress
Auf der historischen Ordensburg Liebstedt (Thüringen) findet der 2. Friedenskongress statt – ein Ort für Austausch, Kultur & Impulse rund um Frieden und gesellschaftlichen Wandel.

November 2025 – FriedensDekade: Komm den Frieden wecken!

Der Höhepunkt des Friedensjahres ist die Ökumenische FriedensDekade – getragen von Kirchen, Friedensgruppen, Schulen und Einzelpersonen.

9.–19. November: FriedensDekade 2025
Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ finden deutschlandweit Gottesdienste, Bildungsaktionen, Friedensgebete und Protestveranstaltungen statt.

8.–9. November: Friedensratschlag in Kassel
Treffpunkt für Aktive aus der gesamten Bewegung – Austausch, Vernetzung, Planung.

Dezember 2025 – Friedenslicht und Hoffnung

06.Dezember: Aussendungsfeier des Friedenslicht Unter dem Motto Ein Funke Mut setzt die Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“ auch in diesem Jahr ein leuchtendes Zeichen der Verbundenheit.

Friedensmaterialien im Webshop – Friedenszeichen setzen!

Ob Ostermarsch, Kirchentag, FriedensDekade oder lokale Aktionen: Unser Webshop bietet vielfältige Aktionsmaterialien zur Unterstützung. Plakate, Buttons, Banner, Postkarten und mehr – für Gemeinden, Gruppen oder Einzelne. Machen Sie Ihren Einsatz sichtbar!

Friedensaktionen 2025 bieten zahlreiche Gelegenheiten, aktiv zu werden – lokal, regional, bundesweit. Die Friedensbewegung lebt vom Mitmachen. Und sie wächst, wenn wir gemeinsam laut werden. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Gemeinsam für den Frieden

Wir von der Ökumenischen FriedensDekade freuen uns jederzeit über Hinweise auf neue Friedensaktionen 2025, Veranstaltungen oder bewegende Geschichten. Egal ob im November oder darüber hinaus – sendet uns eure Termine und vernetzt euch mit uns für eine lebendige Friedensbewegung 2025.

Folgt uns auch auf Instagram (@friedensdekade) und markiert uns gerne bei euren Aktionen – so schaffen wir gemeinsam Sichtbarkeit für eine starke Bewegung für Frieden und Gewaltfreiheit!

Vergangen Aktionen 2025

Januar 2025 – Friedenspolitisches Jahr beginnt mit Gedenken und Mahnung

Der Jahresbeginn steht traditionell im Zeichen des Gedenkens an historische Meilensteine der Friedens- und Menschenrechtspolitik. Die Erinnerung mahnt uns, wachsam zu bleiben und uns für eine atomwaffenfreie und gerechte Welt einzusetzen.

22. Januar: Jahrestag des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags (2021)
Erinnerung und Aufruf zur vollständigen weltweiten Umsetzung des Vertrags gegen Atomwaffen.

27. Januar: 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
Gedenkveranstaltungen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus und setzen Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus.

Februar 2025 – Friedensbewegung positioniert sich zur Sicherheitskonferenz

Im Februar richtet sich der Blick nach München. Dort trifft sich die internationale Politik zur Sicherheitskonferenz – begleitet von starken Protesten der Friedensbewegung.

15. Februar: Protest gegen die Münchner Sicherheitskonferenz
Kritische Stimmen fordern Abrüstung, Diplomatie und soziale Sicherheit statt militärischer Aufrüstung.

März 2025 – Zeichen gegen Atomwaffen und neue Mittelstreckenwaffen

Im März stehen Abrüstung und Friedensfasten im Fokus. Aktivist*innen setzen sich für ein atomwaffenfreies Deutschland ein.

8.–9. März: Fastenaktion in Köln
Mit Mahnwachen und gemeinschaftlichem Fastenbrechen wird der Abzug der Atomwaffen aus Deutschland gefordert.

29. März: Demonstration in Wiesbaden
Protest gegen die US-Einsatzzentrale für neue Mittelstreckenwaffen, für ein Europa ohne neue Aufrüstung.

April 2025 – Ostermärsche und Friedenswege: Bewegung auf den Straßen

Der April gehört traditionell den Ostermärschen – zentralen Veranstaltungen der Friedensbewegung. In vielen Städten wird für Abrüstung und gewaltfreie Konfliktlösung demonstriert.

18.–21. April: Ostermärsche bundesweit
Kundgebungen, Demonstrationen und Veranstaltungen mit klarer Botschaft: Abrüstung jetzt!

19. April: Ulmer Ostermarsch
Start um 11 Uhr am NATO-Hauptquartier JSEC, Abschlusskundgebung auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz.

21. April: Internationaler Bodensee-Friedensweg in Bregenz
Unter dem Motto „Was Frieden schafft – Neugier statt Spaltung“ setzen Teilnehmende ein grenzüberschreitendes Zeichen.

26. April: Torgrau Friedensmarsch über die Brücke zum 80. Jahrestag der Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten.

Mai 2025 – Friedensimpulse auf dem Kirchentag und in Bewegung

Im Mai verbinden sich geistliches Engagement, politische Aktionen und friedenspolitische Wanderungen. Der Kirchentag steht 2025 klar im Zeichen des Friedens.

1.–3. Mai: Ökumenisches Friedenszentrum in Hannover (parallel zum Kirchentag)
In den ver.di-Höfen: Vorträge, Diskussionen, Workshops unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“.

3.–22. Mai: „Frieden in Bewegung“ – Friedenswanderung
Grenzüberschreitende Wanderung von Den Haag nach Bremen mit Aktionen entlang der Route.

07. Mai: Friedensdemonstration in Moabit Wir feiern 80 Jahre Kriegsende und fragen: Wie werden wir Friedensfest statt kriegstüchtig?

8. Mai: 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Veranstaltungen und Gedenkfeiern erinnern an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

9. Mai: Europe Rings for Peace – Wir läuten für den Frieden  18:00 Uhr; Europaweit. Am Europatag, mitten in der Europawoche der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025, wird ein kraftvolles Zeichen gesetzt: Glocken aller Art – von Kirchen, Rathäusern, Schulen, Schiffen oder Carillons – läuten gemeinsam für den Frieden in Europa. Ein Klang, der verbindet – über Grenzen, Sprachen und Religionen hinweg.

21. Mai: Friedenskonzert „Friedensfähig Statt Kriegstüchtig 20:00 Uhr Johanneskirche am Feuersee, Stuttgart. mit Konstantin Wecker, Daniela Dan und anderen

21. Mai: 17. Berliner Friedenslauf von Pro Peace 

29. Mai–1. Juni: Jahrestagung des Versöhnungsbundes in Bad Schussenried
Themenschwerpunkt: „Gefährdung der Menschheit – Atomwaffen und Klimakrise“

Juni 2025 – Proteste gegen US-Militärpräsenz in Deutschland

Im Juni richtet sich der Fokus auf Ramstein – mit einer Aktionswoche, die ein starkes Zeichen gegen Drohnenkriege und militärische Eskalation setzt.

22.–29. Juni: 10 Jahre Aktionswoche „Stopp Air Base Ramstein“
Friedenscamp, Mahnwachen und kreative Protestformen gegen den Einsatz der US-Basis für globale Kriegseinsätze.

Komm den Frieden wecken – Erinnerung an einen Meilenstein der Friedensgeschichte

Wenn wir heute sagen „Komm den Frieden wecken“, dann meinen wir nicht nur das persönliche Aufstehen gegen Gewalt und Ungerechtigkeit, sondern auch das kollektive Erinnern: an Ideen, die dem Frieden Raum gaben. An Prozesse, die Vertrauen wachsen ließen. An Abkommen, die aus Misstrauen Verständigung formten. Die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) von Helsinki gehört zu diesen Meilensteinen der Friedensgeschichte, gerade heute,  50 Jahre später. 

In einer Zeit erneuerter Spannungen in Europa erinnert Landesbischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter des Rates der EKD, an die historische Bedeutung dieses Vertragswerks. Am 1. August 1975, also vor einem halben Jahrhundert, wurde in Helsinki ein Dokument unterzeichnet, das die Grundlagen für friedliche Koexistenz in Europa stärkte.

„Dieses Dokument hat eine wichtige Rolle bei der Überwindung der deutschen und europäischen Teilung gespielt und auch zur Vertrauensbildung zwischen dem Westen und dem damaligen Ostblock beigetragen“, unterstreicht Landesbischof Kramer.

Was damals kaum vorstellbar schien, wurde Wirklichkeit: Die Mauer fiel, der Kalte Krieg endete, der Warschauer Pakt wurde aufgelöst. Kramer betont, wie wesentlich der Dialog zwischen den politischen Blöcken für diese Entwicklungen war – gerade weil er nicht auf Harmonie setzte, sondern auf Verbindlichkeit im Ungewissen. Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, so der Friedensbeauftragte, war „ein großes Friedensinstrument in einer spannungsvollen weltpolitischen Phase“.

Verhandelt wurde seit 1973 zwischen insgesamt 35 Staaten, vom NATO-Raum bis zum Warschauer Pakt. In der Schlussakte verpflichteten sich die Unterzeichner unter anderem zur Unverletzlichkeit bestehender Grenzen, zur friedlichen Streitbeilegung, zum Gewaltverzicht und zur Einhaltung von Menschenrechten und Grundfreiheiten. Eben diese Menschenrechte wurden später zur Bezugslinie für Bürgerrechtlerinnen und Dissidenten in vielen Ländern Osteuropas. Kramer erinnert an Persönlichkeiten wie Václav Havel oder Andrei Sacharow, an Bewegungen wie Charta 77 oder Solidarność, und an die Rolle der Schlussakte für die Friedens- und Umweltgruppen in der DDR.

„Die friedliche Revolution von 1989 wäre ohne die KSZE-Schlussakte möglicherweise so nicht geschehen“, sagt Kramer, der selbst in der DDR aufwuchs.

Heute blickt der Friedensbeauftragte auch mit Sorge auf die Gegenwart. Weder das Blutvergießen im ehemaligen Jugoslawien noch die gewaltsame Abtrennung des Kosovo konnte durch KSZE- bzw. OSZE-Prozesse verhindert werden. Auch der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der Bruch des Völkerrechts bei der Annexion der Krim, stellen die europäischen Friedensstrukturen massiv in Frage.

Und doch bleibt Kramer hoffnungsvoll: „Angesichts der großen Spannungen in Europa wäre eine solche Konferenz so wichtig und nötig. Ich hoffe, dass dafür auch wieder die Zeit kommen wird, auch wenn es derzeit nicht danach aussieht. Aber nach der Niederschlagung des Prager Frühlings hat auch keiner an eine KSZE-Schlussakte geglaubt – und nur wenige Jahre später war sie Realität.“

Gerade das macht die Erinnerung an Helsinki 1975 so wertvoll: Sie lädt ein, scheinbar Unmögliches zu denken – und im Kleinen wie im Großen Räume zu schaffen, in denen Frieden wachsen kann.

Den Impuls weitertragen – mitmachen bei der FriedensDekade 2025

„Komm den Frieden wecken“ ist mehr als ein Motto – es ist ein Aufruf, Friedenslogik im Alltag sichtbar zu machen. Die Geschichte der KSZE zeigt: Frieden entsteht, wo Vertrauen wächst. Wo Menschen sich zuhören, aushalten, widersprechen – und dennoch gemeinsam bleiben. Nutzen Sie den Impuls für die inhaltliche Gestaltung Ihrer Veranstaltungen im Rahmen der FriedensDekade. Erzählen Sie von mutigen Dialogen, setzen Sie Zeichen in Ihren Gemeinden, Gruppen oder Schulen.

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November 2025 statt. Materialien, Plakate und Vorschläge zur Gestaltung sind im Shop der FriedensDekade erhältlich.

Mehr zur Aktion, aktuelle Beiträge und Hinweise zum Mitmachen finden Sie auf
👉 www.friedensdekade.de

Die vollständige Pressemitteilung des EKD-Friedensbeauftragten Friedrich Kramer finden Sie hier.

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