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Schlagwort: Friedensbewegung.

Europäische Friedensarbeit im Blick: Church & Peace Rundbrief 1/2026

Von Georgien bis Serbien, von Wehrpflicht-Debatten bis zur zivilen Verteidigung: Unser Mitglied Church & Peace berichtet aus einem bewegten Europa

Während in Deutschland über Wehrpflicht und Aufrüstung diskutiert wird, protestieren Menschen in Serbien seit über einem Jahr gewaltfrei gegen Korruption, stehen Georgier*innen für ihren EU-Beitritt ein und ringen Friedensaktive europaweit um Räume für zivilen Widerstand. Der aktuelle Rundbrief 1/2026 von Church & Peace, unserem Mitglied im Trägerkreis der Ökumenischen FriedensDekade, gibt einen eindrucksvollen Einblick in die Vielfalt europäischer Friedensarbeit. Den vollständigen Rundbrief 1/2026 von Church & Peace können Sie auf der Website des Netzwerks lesen:

Gewaltfreier Widerstand in Serbien und Georgien

Marija Parnicki und Marijana Ajzenkol berichten von den anhaltenden Protesten in Serbien: „In Serbien ereignet sich seit einem Jahr der größte gewaltfreie Widerstand in Europa.“ Hunderte wurden verprügelt und verhaftet – doch der Widerstand bricht nicht. Auch in Georgien gehen seit Oktober 2024 Tausende auf die Straße, gegen manipulierte Wahlen und autoritären Kurswechsel. Mikheil Elizbarashvili schildert, wie Protestierende trotz Tränengas und Wasserwerfern nicht aufgeben.

„Stop ReArm Europe“ – Ein anderer Sicherheitsbegriff

Michel Monod aus der Schweiz plädiert für die wachsende Bewegung „Stop ReArm Europe“: „Wir brauchen keine weiteren Waffen … Was wir brauchen, ist ein völlig anderer Plan: echte, soziale, ökologische und gemeinsame Sicherheit für Europa und für die Welt.“ Er erinnert an erfolgreiche Beispiele zivilen Widerstands – von Gandhi über die Berliner Mauer bis zu den gewaltfreien Befreiungen in der DDR, Tschechien und Litauen.

Kroatien: „Welche Würde verteidigen wir?“

Ana Raffai berichtet aus Kroatien von einer Gesellschaft, in der nationalistische Gewalt zunimmt. Gleichzeitig gibt es hoffnungstragende Haltestellen: Die Konferenz „Gläubige für den Frieden“ in Omiš versammelte 60 Teilnehmende aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien. „Die Vorträge waren gut, aber das Beste waren die Gespräche in Kleingruppen, am Esstisch“, beschreibt eine Teilnehmerin. Dialog als Werkzeug der Mutigen.

Niederlande: Wenn links rechts wird

Geke van Vliet analysiert die politische Entwicklung in den Niederlanden: Nach den Parlamentswahlen 2025 ist die Linke kleiner denn je, während sich rechte Kräfte neu sortiert haben. Ihre Diagnose: „Von einer Wende kann hier keine Rede sein“ – eher eine kontinuierliche Verschiebung nach rechts.

Vielfalt und Vernetzung

Der Rundbrief stellt auch den neuen Vorstand vor, berichtet von der Europäischen Konferenz in Herrnhut unter dem Motto „Du lass dich nicht verhärten“ und gibt Einblicke in die Arbeit von Church & Peace in verschiedenen europäischen Ländern. Die scheidende Generalsekretärin Juliane Prüfert verabschiedet sich mit den Worten: „Ihr schafft eine Gegen-Gegenwart, eine Realität, die zeigt, wie Sicherheit durch Vertrauen und Mut entsteht.“

Friedensarbeit kennt keine Grenzen

Der Rundbrief macht deutlich: Friedensarbeit ist europäisch, vielfältig und konkret. Sie findet in Gesprächen am Küchentisch statt, in Workshops zur gewaltfreien Kommunikation, in mutigen Protesten auf den Straßen und in der geduldigen Begleitung von Kriegsdienstverweigerern.

Den vollständigen Rundbrief 1/2026 von Church & Peace können Sie auf der Website des Netzwerks lesen

 

Über Church & Peace:
Church & Peace ist ein europäisches ökumenisches Netzwerk von Friedenskirchen, friedenskirchlich orientierten Gemeinden, Kommunitäten und Friedensdiensten. Als Mitglied im Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade verbindet es friedensbewegte Menschen quer durch Europa.

Friedenspolitische Einordnung | Teil 2: Harte Zeiten für Friedensarbeit

Warum wir jetzt Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Mut brauchen

Von Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenische FriedensDekade e.V. und Geschäftsführer der AGDF (redaktionell aufbereitet für die FriedensDekade)

 

Bei der letzten Vorstandssitzung der AGDF haben wir uns intensiv mit den aktuellen Entwicklungen in der Welt und in Deutschland befasst. Abgesehen von einigen Lichtblicken sind es harte Zeiten für zivilgesellschaftliches Engagement für Gerechtigkeit und Frieden weltweit und sie könnten noch härter werden. Was wir dort besprochen haben, betrifft nicht nur AGDF-Mitglieder, sondern die gesamte deutsche Friedenslandschaft, auch die Ökumenische FriedensDekade.

Wenn treue Partner wegbrechen

Die EKD-Friedensdenkschrift hinterlässt den Eindruck, als ob die Friedensarbeit kaum gesehen und nicht wertgeschätzt wird. Sind wir dabei, einen „treuen Partner“ und Unterstützer zu verlieren und angesichts notwendiger Einsparungen auch dessen finanzielle Förderung?

Das betrifft nicht nur einzelne Organisationen. Es betrifft alle, die in Deutschland für Frieden arbeiten: Gemeinden, die Friedensgebete feiern. Friedensdienste, die in Konfliktregionen vermitteln. Bildungsträger, die gewaltfreie Kommunikation lehren. Die gesamte Infrastruktur ziviler Konfliktbearbeitung steht unter Druck.

Die Arbeit geht weiter – in der Defensive

Trotz der immensen Herausforderungen gibt es unverändert eine kontinuierliche, langfristig angelegte, professionelle und insgesamt erfolgreiche Arbeit der AGDF-Mitglieder und anderer Friedensorganisationen. Sie ist allerdings in der Defensive, muss sich um den Erhalt von Finanzen oder neue Quellen kümmern, Resilienz und Schutz vor Angriffen verstärken, mit massiver Unsicherheit umgehen.

Was das konkret bedeutet? Friedensfachkräfte werden aus Projekten abgezogen. Bildungsprogramme müssen reduziert werden. Gemeinden bekommen weniger Material und Unterstützung. Die Expertise von Jahrzehnten droht verloren zu gehen – genau dann, wenn sie am meisten gebraucht wird.

Was jetzt zu tun ist

Insofern stehen wir vor mehreren Herausforderungen: Wie können wir die Friedensarbeit und ihren Wert stärker in die (kirchliche) Öffentlichkeit bringen und Entscheidungsträger*innen überzeugen, für sie weiterhin finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen? Wie können die Akteure der Friedensarbeit gestärkt und ermutigt werden, wie gemeinsam Perspektiven entwickeln?

Denn sie werden gebraucht, damit Konflikte konstruktiv bearbeitet, gewalttätige Auseinandersetzungen deeskaliert, Schwache empowert, Versöhnungsprozesse erfolgreich aufgesetzt werden und der Einfluss autoritärer Kräfte zurückgedrängt wird.

Es sind harte Zeiten für Friedensarbeit in Deutschland. Aber genau deshalb braucht es jetzt Menschen, die couragiert widerständig daran festhalten: Frieden ist möglich. Frieden braucht professionelle Arbeit. Und Frieden braucht Unterstützung.


Serie „Friedenspolitische Einordnung“: In dieser monatlichen Reihe ordnet Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenische FriedensDekade e.V. und Geschäftsführer der AGDF, aktuelle Entwicklungen aus friedenspolitischer Perspektive ein. Der Text basiert auf seinem Editorial im monatlichen AGDF-Newsletter.

Bertha von Suttner – Die Waffen nieder!

Biographie einer Friedenspionierin

Zum Jahresmotto 2026 der ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“

„Die Waffen nieder!“ Dieser Ruf hallte 1889 durch Europa, als Bertha von Suttner (Österreich-Ungarn, 1843-1914) ihren gleichnamigen Roman veröffentlichte. Eine 46-jährige mittellose Adlige, die gegen alle Konventionen lebte, wurde zur Pionierin der organisierten Friedensbewegung. 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis. Das vollständiges Porträt als PDF zum Download und drucken finden Sie hier Bertha von Suttner Folge1 Frauen des Frieden.

Mit dieser Biographie beginnen wir unsere Reihe „Frauen des Friedens“ zur ökumenischen FriedensDekade 2026. Jeden Monat stellen wir eine Pionierin mutiger Widerständigkeit vor. Bertha von Suttner steht am Anfang, weil sie zeigte: Eine einzelne Stimme kann die Welt verändern. Ein Roman kann mächtiger sein als Armeen. Haltung zeigen, wenn alle schweigen, das ist der Kern couragierten Widerstands.

2026 erleben wir eine Zeit, die Berthas Epoche ähnelt. Damals rüsteten die Großmächte auf den Ersten Weltkrieg zu. Heute explodieren Militärausgaben, die Wehrpflicht-Debatte tobt, Rüstungskontrollverträge laufen aus. Wer für Abrüstung eintritt, gilt schnell als naiv. Genau wie Bertha von Suttner, die als „Friedensfurie“ verspottet wurde.

Eine aristokratische Rebellin

Geboren 1843 als Gräfin Kinsky in Prag, wuchs Bertha in einer Welt auf, in der Kriege als normal galten und Frauen als unpolitisch. Ihre Familie verarmte. Sie arbeitete als Gouvernante, eine Demütigung für eine Adlige. 1876 heiratete sie heimlich Arthur von Suttner gegen den Willen seiner Familie. Das Paar floh nach Georgien, lebte neun Jahre im Exil.

Diese Erfahrungen prägten sie grundlegend. Sie kannte die Brüchigkeit gesellschaftlicher Ordnungen, die Notwendigkeit, selbst zu denken. Anders als ihre Zeitgenossen nahm sie nichts als gottgegeben hin, auch nicht den Krieg. Berthas Mut zeigte sich im beharrlichen Durchhalten gegen Konventionen. Als mittellose Adlige, die eine Liebesheirat einging, hatte sie bereits bewiesen: Ich lasse mir mein Leben nicht von anderen diktieren.

spenden aufruf

Ein Roman als Waffe

„Die Waffen nieder!“ zeigt Krieg nicht als heroisches Abenteuer, sondern als sinnloses Gemetzel: verstümmelte Körper, weinende Witwen, zerrissene Familien. Was heute selbstverständlich klingt, war 1889 revolutionär. Eine Frau, die öffentlich gegen Krieg schrieb, brach ein fundamentales Tabu.

Kaiser Wilhelm II. nannte sie die „Friedensfurie“. Militärkreise boykottierten sie, Salons luden sie aus. Bertha wusste, was sie riskierte. Ihre Hände zitterten vielleicht, als sie das Manuskript abgab. Aber sie tat es trotzdem. Das ist Mut: nicht die Abwesenheit von Angst, sondern das Handeln trotz der Angst.

Das Buch wurde in 16 Sprachen übersetzt und erschütterte das Selbstverständnis einer kriegsverherrlichenden Gesellschaft. Aber Bertha begnügte sich nicht mit Schreiben. Sie organisierte. 1891 gründete sie die Österreichische Friedensgesellschaft, 1892 die Deutsche Friedensgesellschaft mit. Sie reiste durch Europa, vernetzte Friedensgruppen, gab die Zeitschrift „Die Waffen nieder!“ heraus.

Haltung zeigen gegen alle Widerstände

Obwohl von Suttner keine explizit christliche Friedenstheologin war, lässt sich ihre Arbeit in biblischer Tradition verstehen. Wie die Propheten stellte sie sich gegen den Mainstream. Wie Jesaja und Micha verkündete sie eine Vision der Abrüstung.

25 Jahre lang arbeitete Bertha von Suttner für den Frieden gegen Spott, Gleichgültigkeit und Widerstand. 1905 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Doch 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, starb sie. Sie erlebte nicht mehr, wie ihre schlimmsten Befürchtungen wahr wurden.

War ihre Arbeit vergeblich? Nein. Sie hatte eine Bewegung geschaffen, die später Völkerbund, Vereinte Nationen und modernes Völkerrecht möglich machte. Sie hatte eine Sprache geschaffen, in der über Frieden gesprochen werden konnte. Friedensarbeit misst sich nicht am sofortigen Erfolg, sondern am langen Atem.

Ihr Vermächtnis für 2026

Haltung zeigen bedeutet: gegen den Strom schwimmen. In einer Zeit massiver Aufrüstung brauchen wir Menschen, die diese Rolle übernehmen. Organisieren und vernetzen. Friedensarbeit braucht Strukturen. Einzelne ändern wenig, Bewegungen können Geschichte schreiben. Nicht aufgeben. 25 Jahre arbeitete sie für den Frieden. Der Erste Weltkrieg kam trotzdem. Aber ohne Menschen wie sie wäre die Welt ärmer.

„Die Waffen nieder!“ war nicht nur ein Romantitel. Es war ihr Vermächtnis. Ein Aufruf, der bis heute gilt.

Couragiert widerständig, wie Bertha von Suttner. Für eine Welt, in der die Waffen endlich schweigen.

Friedensbotschafterinnen heute: Suttner war die erste große Stimme der Bewegung. Wie Menschen heute zu Botschaftern werden, zeigen die Porträts von Heidrun Kisters und Marcus Vetter (S. 6-7). Vertiefen Sie diese Inspirationen mit dem Materialheft 2025, jetzt zum Sonderpreis im Shop!


Fragen zur Reflexion:

  • Bertha von Suttner brach mit den Konventionen ihrer Zeit. Welche Konventionen hindern Sie daran, für Ihre Überzeugungen einzustehen?
  • Bertha wurde jahrzehntelang verspottet, blieb aber ihrer Überzeugung treu. In welchen Situationen fällt es Ihnen schwer, Haltung zu zeigen?
  • Bertha wusste, dass ihr Roman sie zur Zielscheibe machen würde. Was würde Ihnen helfen, trotz Angst das Richtige zu tun?

Gebet: Gott des Friedens, danke für Menschen wie Bertha von Suttner, die nicht aufgaben. Gib uns ihren Mut, ihre Beharrlichkeit, ihre Hoffnung. Lass uns Friedensstifter sein. Amen.


Zum Weiterlesen:

  • Brigitte Hamann: „Bertha von Suttner. Ein Leben für den Frieden“ (1986)
  • Bertha von Suttner: „Die Waffen nieder!“ (1889)
  • Bertha von Suttner Friedensbibliothek, Wien

Das Fundament für 2026: Warum wir heute „couragiert widerständig“ sein müssen

Ein Impuls von Lars Blume, zur Ausrichtung unseres Onlinematerials für die FriedensDekade.

Das Motto der kommenden FriedensDekade, „couragiert widerständig“, ist kein leeres Schlagwort. Es ist eine Antwort auf eine Zeit, in der die Sprache der Aufrüstung lauter wird und die Hoffnung auf diplomatische Lösungen oft im Lärm der Konflikte untergeht. Wir haben uns entschieden, dieses Jahr ein digitales Fundament zu bauen, das zeigt: Widerstand für den Frieden ist möglich, er hat Tradition und er ist tief in der menschlichen Seele verwurzelt.

Ihre Stimme zählt: Gestalten Sie mit!

Dieser Artikel ist ein erster Impuls – kein fertiges Konzept. Bis Ende Januar läuft unsere Umfrage, in der Sie den inhaltlichen Rahmen unserer digitalen Arbeit 2026 aktiv mitbestimmen können. Welche Themen und Formate wünschen Sie sich? Welche Schwerpunkte sind Ihnen wichtig?

Ihre Erfahrungen, Ihre Ideen, Ihre Schwerpunkte sind gefragt. Nur gemeinsam können wir Material schaffen, das wirklich trägt, in Gemeinden, in der Bildungsarbeit, in sozialen Medien.

Drei zentrale Säulen für 2026

Unsere Onlineredaktion wird das Motto im kommenden Jahr durch drei zentrale Säulen beleuchten, deren Ausgestaltung Sie noch bis Ende Januar mitbestimmen können:

1. Friedenszeugen: Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert

Oft wird behauptet, man könne gegen die „große Politik“ nichts ausrichten. Unsere Serie zu historischen Beispielen beweist das Gegenteil. Wir blicken auf Momente, in denen Menschen durch ihren Mut Kriege verhinderten, verkürzten oder den Weg zum Frieden ebneten.

Der Protest in der Rosenstraße 1943, wo Berliner Frauen die Freilassung ihrer jüdischen Männer erzwangen. Der weltweite Widerstand gegen den Vietnamkrieg, der eine Supermacht zum Umdenken zwang. Die Friedliche Revolution in Deutschland, die ohne einen Schuss Mauern zum Einsturz brachte. Das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“, das Ost und West verband, lange bevor die Mauer fiel.

Diese Geschichten sollen uns daran erinnern: Wir sind nicht ohnmächtig. Gewaltfreier Widerstand hat Geschichte geschrieben und kann es wieder tun.

Welche Beispiele fehlen aus Ihrer Sicht? Welche Momente sollten wir unbedingt erzählen? Schreiben Sie uns gerne unter kontakt@friedensdekade.de

2. Worte, die bleiben: Klassiker der Friedensbewegung

„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“ Solche Sätze sind mehr als Slogans, sie sind das konzentrierte Gewissen einer Gesellschaft. In einer minimalistischen Serie speziell für soziale Medien beleuchten wir die großen Friedensaufrufe und Sprüche, die heute Klassiker sind.

Wir fragen: Was bedeutet dieser Satz heute? Wie wurde er zum Symbol einer couragiert widerständigen Haltung? Diese reduzierten Grafiken und prägnanten Texte sollen dazu einladen, die schlichte, aber radikale Wahrheit hinter diesen Worten neu zu entdecken und sie in die digitale Welt von heute zu tragen, teilbar, merkfähig, wirksam.

Welche Friedensworte haben Sie geprägt? Welche Sätze sollten nicht vergessen werden? Teilen Sie Ihre Vorschläge per E-Mail mit uns: kontakt@friedensdekade.de

3. Biographien: Menschen, die vorangingen

In unserer dritten Säule rücken wir Menschen in den Fokus, die durch ihr Leben Zeugnis für den Frieden ablegten. Von Bertha von Suttner, der ersten Friedensnobelpreisträgerin, über Martin Luther King bis hin zu weniger bekannten Friedensstifterinnen und -stiftern: Wir erzählen von Menschen, die couragiert widerständig waren, oft gegen alle Widerstände, oft unter persönlichen Opfern.

Diese Biographien sollen inspirieren und ermutigen: Wenn sie es konnten, können wir es auch. Friedensarbeit hat Gesichter, Namen, Geschichten; sie ist menschlich, nahbar, möglich.

Wessen Lebensgeschichte sollte erzählt werden? Welche Friedenspioniere fehlen in der öffentlichen Wahrnehmung? Senden Sie uns Ihre Vorschläge: kontakt@friedensdekade.de

 

Jetzt mitmachen – bis Ende Januar!

Dieser Artikel ist der erste Schritt auf dem Weg zum Jahresmotto 2026. Die konkrete Ausrichtung unserer digitalen Arbeit liegt noch nicht fest – sie entsteht im Dialog mit Ihnen. Bis Ende Januar haben Sie die Möglichkeit, durch unsere Umfrage aktiv mitzugestalten:

  • Welche thematischen Schwerpunkte sind Ihnen wichtig?
  • Sollten wir 2026 eine Serie zu spirituellen Wurzeln des Widerstands entwickeln?
  • Wie können wir das Material so gestalten, dass es in Ihrer Arbeit wirklich hilfreich ist?

Ihre Expertise, Ihre Erfahrungen aus der Friedensarbeit, Ihre theologischen Perspektiven, all das möchten wir einfließen lassen. Nur so entsteht Material, das wirklich trägt und inspiriert.

Zur Umfrage: Link

Konkrete Vorschläge für historische Momente, Friedenszitate oder Biographien? Wenn Sie bestimmte historische Situationen, Friedenssprüche oder Namen von Friedenspionieren vorschlagen möchten, wenden Sie sich gerne direkt per E-Mail an: kontakt@friedensdekade.de

Unser Ziel für 2026

Wir wollen Material schaffen, das nicht nur informiert, sondern ermutigt. Material, das in Gemeinden geteilt wird, das in der Bildungsarbeit Impulse gibt, das in sozialen Medien Hoffnung verbreitet. Material, das zeigt: Eine Gesellschaft, die couragiert widerständig für den Frieden eintritt, ist die stärkste Kraft der Welt.

Lassen Sie uns gemeinsam dieses digitale Fundament bauen: mit Ihren Ideen, Ihrer Erfahrung, Ihrem Mut.

Couragiert widerständig. Gemeinsam gestalten wir 2026!

Eine Fotocollage mit Momenten der FriedensDekade2025 Komm den Frieden wecken

Machen Sie den Frieden sichtbar! Werden Sie Teil des „Netz des Friedens“ und knüpfen Sie am Mosaik

Motto 2025: Komm den Frieden wecken

Die FriedensDekade 2025 ist vorbei: Das Engagement lebt weiter!

Zehn Tage lang, unter dem verbindenden Motto „Komm den Frieden wecken“, haben Sie im November 2025 in Ihren Gemeinden, Schulen und Gruppen ein starkes Zeichen gesetzt. Wir danken Ihnen von Herzen für jede Kerze, jedes Gebet und jede Aktion, die Sie in dieser Zeit ins Leben gerufen haben.

Die FriedensDekade ist mehr als eine zehntägige Kampagne – sie ist Ausdruck eines tief verwurzelten Wunsches nach Gerechtigkeit und Frieden. Die wahre Stärke dieser Bewegung liegt in der Vielfalt und der Vielzahl der lokalen Initiativen.

Einige Lichtblicke aus 2025, wie haben Sie den Frieden geweckt?

Auch im Jahr 2025 gab es beeindruckende Aktivitäten, die Mut machen und inspirieren:

  • Begegnungen vor Ort: Viele Gemeinden organisierten interreligiöse Friedensgebete, die Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zusammenbrachten.

  • Politisches Engagement: Es gab zahlreiche Lesungen und Diskussionsabende, die sich kritisch mit aktuellen Konflikten auseinandersetzten.

  • Bildung und Jugend: Schulen nutzten die Dekade, um Projekttage zur Gewaltprävention oder zum Thema Zivilcourage anzubieten und so die nächste Generation zu sensibilisieren.

Diese vielen, oft im Stillen geleisteten Beiträge dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Sie verdienen mehr Sichtbarkeit, um andere zu inspirieren!

Ihre Dokumentation ist gefragt: Knüpfen Sie mit uns das „Netz des Friedens“!

Wir haben in diesem Jahr das „Netz des Friedens“ vorsichtig erprobt. Es ist unsere Vision einer zentralen Plattform, die die gesammelte Friedensarbeit in Deutschland abbildet. Leider stellen wir fest, dass viele Gemeinden ihre wichtigen Aktionen noch nicht einsenden oder eintragen.

Deshalb rufen wir Sie jetzt dringend auf: Helfen Sie uns, aus Ihren lokalen Aktionen das beeindruckende „Mosaik des Friedens“ zu erschaffen!

Ihr Beitrag macht den Unterschied und zeigt der Öffentlichkeit, wie stark und vielfältig das Friedensengagement in unserem Land ist.

Was Sie uns einsenden können Wichtige Hinweise
Fotos (von Kerzen, Friedensbannern, Aktionen) Bitte senden Sie nur Bilder, für die Sie die Veröffentlichungsrechte haben (Datenschutz beachten).
Videos (kurze Statements, Eindrücke der Veranstaltung) Kurze Clips (max. 60 Sekunden) sind besonders gut geeignet.
Geschichten & Texte (Predigtauszüge, Erfahrungsberichte, Pressemitteilungen) Wir nutzen diese für unsere Features und als Inspiration für das kommende Jahr.

Jetzt aktiv werden: Senden Sie uns Ihre Dokumentation zur FriedensDekade 2025 mit dem Betreff „Mosaik 2025“ an

Für 2026: Wir suchen Botschafter des Friedens 

Um das „Netz des Friedens“ im kommenden Jahr noch dichter knüpfen zu können, möchten wir die lokale Präsenz und die Vernetzung vor Ort gezielt stärken.

Dafür suchen wir Sie, als Botschafter für Frieden!

Wir suchen engagierte Menschen in den Regionen, die das Friedensanliegen das ganze Jahr über in ihrer Region verankern und die FriedensDekade 2026 aktiv begleiten.

Ihre konkreten Aufgaben als Botschafter (persönlich, vor Ort):

  • Veranstaltungen: Kontakte zu Kirchengemeinden und regionalen Initiativen aufbauen und pflegen.

  • Thematische Schirmherrschaft: Thematisch passende Veranstaltungen in der Region identifizieren und darauf hinwirken, dass diese Termine gezielt unter dem Schirm der FriedensDekade laufen.

  • Fokussierte Themen: Gezielte Bewerbung und Durchführung von wichtigen Informationsveranstaltungen, z.B. zur Kriegsdienstverweigerung, insbesondere in der Zeit der FriedensDekade.

Interessiert? Dann nutzen Sie die Gelegenheit!

Bewerbungen bitte an: kontakt@friedensdekade.de Wir freuen uns darauf, das Engagement für den Frieden gemeinsam mit Ihnen weiterzutragen.

Unterstützen Sie die Friedensbewegung: Spenden und Materialbestellung

Die FriedensDekade lebt von Ihrem Engagement, aber auch von einer soliden Basis, die es uns ermöglicht, jedes Jahr neue Materialien zu entwickeln und das „Netz des Friedens“ weiter auszubauen.

Mit jedem Kauf von Materialen, aus unserem Webshop, sei es die Jahreslosung, Plakate oder Aktionshilfen, unterstützen Sie nicht nur Ihre lokale Arbeit, sondern leisten einen direkten Beitrag zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der gesamten FriedensDekade.

Darüber hinaus sind wir auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen:

Ihre Spende ist aktive Friedensarbeit! Jede Spende ermöglicht es uns, überkonfessionell und unabhängig zu bleiben, unsere Netzwerkarbeit zu stärken und auch im nächsten Jahr die Botschaft des Friedens in die Öffentlichkeit zu tragen.

Spendenkonto: Ökumenische FriedensDekade
IBAN: DE21 3506 0190 1014 4230 08
Verwendungszweck: Frieden

Oder direkt online: Spenden

Vielen Dank für Ihre Solidarität und Ihre tatkräftige Unterstützung!

Die FriedensDekade 2025 hat uns gezeigt: Der Frieden ist weckbar! Nun ist es an uns, dieses Erwachen sichtbar zu machen. Senden Sie uns Ihre Beiträge und gestalten Sie aktiv das Netz des Friedens mit.

Kommen Sie den Frieden wecken – und sorgen Sie dafür, dass Ihr Beitrag nicht ungehört bleibt!

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