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Schlagwort: Frieden gestalten

Bildungsformate: Kaffee, Schokolade und Frieden erleben.

Was haben Ihr Morgenkaffee oder ein Stück Schokolade mit Frieden zu tun? Die Antwort liegt in ihren Geschichten: vom Anbau über Ernährungssicherheit und gerechte Löhne bis hin zu globalen Konflikten. Um dies spürbar und verständlich zu machen, starten wir in diesem Herbst gemeinsam mit dem Ostdeutschen Förderkreis von Oikocredit ein Pilotprojekt und Sie können dabei sein.

Schon am 5. September haben wir in Jena-Lobeda den Auftakt gefeiert. 20 junge Teilnehmende erlebten, wie Kakao als ein Symbol globaler Ungleichheit wirkt. Jetzt geht es weiter: bis März 2026 erproben wir gemeinsam, wie Bildung, Dialog und Erlebnisformate eine Haltung des friedenschaffenden Konsums fördern können.

Erlebnisformat „Ressourcen, Konflikt & Flucht“

Dieses interaktive Format macht sichtbar, wie Ressourcenknappheit, globaler Handel und Konflikte zusammenhängen – und welche Verantwortung wir tragen. Es eignet sich als kraftvoller Einstieg in Diskussionsabende in Gemeinden, Schulen, Initiativen. Wenn Sie mitmachen möchten, bieten wir Ende September und Anfang Oktober zwei Online‐Workshops an. Dort bekommen Sie alle Materialien und Anleitung an die Hand, um das Format selbst durchzuführen. Melden Sie sich gerne vorab an unter kontakt@friedensdekade.de.

Walk & Talk in Berlin im Herbst 2025

Kommen Sie mit uns auf Spurensuche – mitten in der Stadt:

Berlin-Moabit – Spur der Schokolade: 15. Oktober 2025, Start mit Meditation um 19:00 Uhr, dann Walk & Talk
Reformations-Campus e.V., Wiclefstraße 32, 10551 Berlin
Anmeldung: kontakt@friedensdekade.de oder spontan dazukommen

Berlin-Marzahn – Spur des Kaffees: 25. Oktober 2025, 15:00 Uhr
Ev. Kirchengemeinde Marzahn, Alt Marzahn 61, 12685 Berlin
Anmeldung: kontakt@friedensdekade.de oder einfach hingehen

Berlin-Tempelhof – Spur der Schokolade: 12. November 2025, 18:00 Uhr
Ev. Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg, Götzstraße 24 b, 12099 Berlin
Anmeldung: kontakt@friedensdekade.de oder spontan mitmachen

Einladung an Gemeinden 2026

Sie möchten eines dieser Bildungsformate auch in Ihrer Gemeinde oder Schule umsetzen? Von Februar bis März 2026 suchen wir Orte und Gruppen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die das Format vor Ort erproben und mitgestalten möchten. Später möchten wir weitere Bundesländer dazugewinnen, vielleicht bald auch Sie. Melden Sie sich, wir freuen uns auf Ihre Ideen: kontakt@friedensdekade.de.

Machen Sie mit – Frieden braucht Sie

Ob Erlebnisformat oder Walk & Talk – jede Aktion setzt ein Zeichen. Nutzen Sie unsere Mitmachtipps auf der Website oder stärken Sie Ihr Format mit Materialien aus dem Webshop der FriedensDekade.

Gemeinsam wecken wir den Frieden; nachhaltig, erfahrbar, bewegend.

Jetzt das Gesamtpaket der FriedensDekade 2025 sichern: „Komm den Frieden wecken“

Die ökumenische FriedensDekade 2025 rückt näher, und das neue Materialheft ist bereits Ende Juli an alle Abonnent*innen des Gesamtpakets versandt worden! Unter dem kraftvollen Motto „Komm den Frieden wecken“ bietet das Heft vielfältige Impulse für Ihre Friedensarbeit in Gemeinden, Schulen oder Gruppen.

Noch kein Heft erhalten? Bestellen Sie jetzt schnell vor Ihrem Urlaub und freuen Sie sich auf viele inspirierende Anregungen für Ihre Aktion vor Ort. Unser Versandteam der Caritas-Werkstätten ist aktuell im Urlaub und nimmt den regulären Versand ab Mitte August (dann auch täglich) wieder auf.

Ein erster Blick ins Materialheft 2025

Das Heft ist ein Schatz für alle, die Frieden aktiv gestalten möchten. In fünf Kapiteln finden Sie Inspirationen für Gottesdienste, Workshops, Diskussionen und mehr:

Kapitel 1: Anstöße zum Motto
Lernen Sie unsere Friedensbotschafter*innen 2025, Heidrun Kisters und Marcus Vetter, kennen, entdecken Sie die Bildmeditation zum Plakatmotiv, singen Sie das Themenlied „Komm, Frieden, lass dich wecken“ oder nutzen Sie die Bausteine für einen Friedensgottesdienst am 9. November. Besonders empfehlen wir den Film „War and Justice“ von unserem Friedensbotschafter Marcus Vetter, der eindrucksvoll zeigt, wie Gerechtigkeit und Frieden Hand in Hand gehen.

Kapitel 2: Frieden mit Jugendlichen und Erwachsenen
Von Konfi-Einheiten über Planspiele wie „UN im Klassenzimmer“ bis hin zu Debatten über soziale Verteidigung – hier finden Sie Ideen, um junge Menschen und Erwachsene einzubinden.

Kapitel 3: Weckrufe aus Geschichte und Gegenwart
Tauchen Sie ein in die Geschichte der Täuferbewegung, der Bauernkriege, der Ostermärsche oder des Friedensrufs der Ökumenischen Friedenssynode 2025 in Hannover.

Kapitel 4: Welchen Frieden wecken?
Aktuelle Themen wie Aufrüstung, Wehrpflicht, EU-Militarisierung und Friedensmüdigkeit werden kritisch beleuchtet, mit Impulsen für Diskussionen und Aktionen.

Kapitel 5: Anhang
Finden Sie Medienempfehlungen, einen Rückblick auf die FriedensDekade 2024, Infos zu Spenden und den Inhalt des USB-Sticks 2025.

Ergänzende Materialien für Ihre Friedensarbeit

Neben dem Materialheft bieten wir im Shop zahlreiche Begleitmaterialien, die Ihre Aktionen bereichern: Mutmacherkarten, Glückwunschkarten, Aufkleber, Gebetsleporellos und vieles mehr. Der USB-Stick, der dem Gesamtpaket beiliegt oder einzeln bestellt werden kann, enthält zusätzliche Inhalte für Ihre Arbeit vor Ort. Mit praktischen QR-Codes und Links (z. B. via tinyurl.com) gelangen Sie schnell zu ergänzenden Online-Materialien.

Warum jetzt bestellen?

Das Materialheft ist Ihr Begleiter für die FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025. Mit den vielfältigen Begleitmaterialien gestalten Sie Ihre Aktionen noch sichtbarer und inspirierender. Bestellen Sie jetzt, um rechtzeitig vorbereitet zu sein, denn der Versand startet ab Mitte August wieder täglich!

Gemeinsam für den Frieden

Mit Heidrun Kisters und Marcus Vetter als Friedensbotschafter*innen 2025 setzen wir starke Zeichen für eine friedliche Zukunft. Lassen Sie sich von ihren Impulsen und dem Film „War and Justice“ inspirieren, teilen Sie Ihre Veranstaltungen unter kontakt@friedensdekade.de und folgen Sie uns auf Instagram für aktuelle Anregungen.

Im November wecken wir gemeinsam den Frieden und zeigen, wie viele Menschen und Regionen sich für eine friedliche Zukunft einsetzen!

Frieden im Dialog 2025: Heidrun Kisters über Friedenslogik, Vernetzung und das Motto „Komm den Frieden wecken“

Frieden im Dialog: Friedenslogik und gelebtes Engagement

Ein Gespräch mit Heidrun Kisters und Lars Blume über Friedensarbeit, Vernetzung und die Kraft kleiner Schritte für eine friedensfähige Welt.

Perspektiven für eine friedensfähige Welt

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ möchten wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade sichtbar machen. In regelmäßigen Gesprächen kommen Personen aus dem Gesprächsforum, Redaktionskreis oder anderen Netzwerken zu Wort, teilen ihre Perspektiven und geben Einblicke in die Arbeit, die die FriedensDekade so lebendig macht. Ob persönliche Geschichten, Visionen oder die Auseinandersetzung mit dem Wandel in der Friedensarbeit, dieser Dialog lädt ein, gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie Frieden gestaltet werden kann.

Heute im Gespräch: Heidrun Kisters, Friedensbotschafterin der FriedensDekade 2025, und Lars Blume, der die Öffentlichkeitsarbeit der ökumenischen FriedensDekade gestaltet. Heidrun engagiert sich seit den 1980er Jahren für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, inspiriert durch die Proteste gegen die Stationierung von Atomraketen im Hunsrück. Gemeinsam sprechen sie über die Kraft der Friedenslogik, die Bedeutung von Vernetzung und wie das Motto „Komm den Frieden wecken“ 2025 Menschen inspirieren kann.

Die Rolle der Friedensbotschafterin

Lars: Heidrun, du bist Friedensbotschafterin der FriedensDekade 2025. Was bedeutet das für dich persönlich?

Heidrun: Ich sehe mich in einer Reihe vieler Mitstreiter*innen, die seit vielen Jahren in der Friedensarbeit aktiv sind. Durch Öffentlichkeit und Präsenz können wir uns gegenseitig stärken und Mut machen.

Lars: Das klingt nach einer großen Verantwortung, aber auch nach einer Chance, andere zu inspirieren.

Heidrun: Genau, es ist eine Möglichkeit, Menschen zu zeigen, dass Friedensarbeit im Alltag beginnt. Lars, wie erlebst du diese Rolle der FriedensDekade, Menschen zusammenzubringen und sichtbar zu machen, was möglich ist?

Lars: Für mich ist die FriedensDekade eine Plattform, die Vielfalt und Kreativität in der Friedensarbeit sichtbar macht. Durch unsere Materialien, die regionalen Veranstaltungen in den Gemeinden und Gemeinschaften, unsere Präsenz auf den Kirchentag oder die peace-and-pray-App schaffen wir Räume, in denen Menschen ihre Ideen einbringen können. Es geht darum, Hoffnung und Handlungsmöglichkeiten zu verbinden.

Heidrun: Das klingt spannend! Wie schafft ihr es, diese Vielfalt an Menschen und Ideen unter ein Motto wie „Komm den Frieden wecken“ zu bringen?

Lars: Das Motto ist so kraftvoll, weil es offen ist. Es lädt ein, Frieden aktiv zu gestalten, sei es durch Gebete, Aktionen oder Dialoge. Wir versuchen, mit Materialien und Formaten wie Workshops und den verschiedenen Materialien Menschen zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden.

Das Motto „Komm den Frieden wecken“

Lars: Apropos Motto: Was weckt der Satz „Komm den Frieden wecken“ in dir?

Heidrun: In einer Gesellschaft, die sich zunehmend militarisiert, wird es immer schwieriger, die Friedenslichter zu erkennen. Dort, wo sie erloschen sind, müssen wir sie wieder anzünden.

Lars: Dieses Bild des „Anzündens“ ist stark. Für mich ist es ein Aufruf, Hoffnung und Handeln zu verbinden.

Heidrun: Absolut. Ich sehe es als Einladung, wachsam zu bleiben. Lars, wie plant ihr in der FriedensDekade, dieses „Anzünden“ konkret zu fördern, besonders in einer Zeit, in der viele Menschen von Krisen überwältigt sind?

Lars: Wir setzen auf konkrete, zugängliche Formate: Friedensgebete, Schreibwerkstätten. Als FriedensDekade schaffen wir einen deutschlandweiten Rahmen, der vor Ort und durch viele eigenständige Initiativen und Aktionen in der Zeit der FriedensDekade und darüber hinaus gefüllt wird. Unsere Materialien sind so gestaltet, dass Gemeinden, Schulen oder Einzelpersonen sie leicht nutzen können. Es geht darum, Menschen zu zeigen, dass sie mit kleinen Schritten etwas bewirken können.

Heidrun: Das ist wichtig, diese Niedrigschwelligkeit. Es ermutigt Menschen, anzufangen.

Friedenslogik versus Sicherheitslogik

Lars: Du sprichst oft von einer Friedenslogik als Gegenmodell zur Sicherheitslogik. Was heißt das konkret für dein Denken und Handeln?

Heidrun: Für mich heißt das konkret, dass ich im Konflikt nicht auf Stärke und Durchsetzung baue, sondern versuche, die Interessen meines Gegenübers im Blick zu haben und eine einvernehmliche Lösung zu suchen.

Lars: Das ist eine klare Abgrenzung zur oft dominierenden Sicherheitslogik, die auf Abschreckung setzt.

Heidrun: Genau. Friedenslogik bedeutet, Vertrauen zu schaffen statt Misstrauen. Lars, wie versucht die FriedensDekade, diese Friedenslogik in ihren Projekten sichtbar zu machen?

Lars: Wir setzen auf Dialog und Begegnung. Unsere Materialien fördern gewaltfreie Ansätze, etwa durch Workshops zu Konflikttransformation oder Gebete, die Verbundenheit schaffen. Aktuell prüfen wir, wie wir mit einem kleinen Bildungsangebot die Strukturen vor Ort noch mehr unterstützen können.

Die Diskussion um „Kriegstüchtigkeit“

Lars: Die aktuelle gesellschaftliche Diskussion dreht sich oft um „Kriegstüchtigkeit“. Wie bewertest du das, und welche Alternativen möchtest du sichtbar machen?

Heidrun: Diese Terminologie macht mir Angst. Wir dürfen uns nie daran gewöhnen. Stattdessen sollten wir alles daran setzen, durch Diplomatie Krisen und Kriege zu beenden. Auch in unseren Köpfen darf sich das Freund-/Feind-Denken nicht festsetzen. Gesellschaftliche Prozesse der Versöhnungsarbeit und Völkerverständigung müssen gestärkt werden, anstatt in diesen Bereichen immer mehr finanzielle Mittel einzusparen.

Lars: Diese Angst teile ich. Die FriedensDekade versucht, solche Alternativen sichtbar zu machen.

Heidrun: Das ist so wichtig. Lars, wie geht ihr in eurer Öffentlichkeitsarbeit mit dieser militaristischen Sprache um? Wie schafft ihr es, eine positive Botschaft dagegenzusetzen?

Lars: Wir versuchen, die Narrative zu ändern, indem wir Geschichten von gewaltfreier Arbeit teilen; sei es auf friedensdekade.de, bei Veranstaltungen oder über soziale Medien. Das Motto „Komm den Frieden wecken“ ist unser Gegenentwurf: Es ruft zur aktiven Gestaltung von Frieden auf, statt sich in Angst oder Abschreckung zu verlieren.

Heidrun: Das ist ein starker Ansatz. Es geht darum, Hoffnung sichtbar zu machen.

Die Kraft der Vernetzung

Lars: Deine Arbeit ist tief vernetzt in lokale Gruppen wie ATTAC, Omas gegen Rechts oder das Frauenforum. Warum ist Vernetzung so wichtig für den Frieden?

Heidrun: Friedensarbeit ist sehr komplex. Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung sind untrennbar miteinander verbunden. Ein solidarisches Miteinander ist Voraussetzung für eine resiliente demokratische Gesellschaft. Wenn sich hier Hass und Hetze festsetzen, hat auch der Frieden nach außen keine Chance.

Lars: Diese Verbindung von Themen ist zentral für die FriedensDekade.

Heidrun: Genau. Lars, wie nutzt ihr in der FriedensDekade Netzwerke, um diese Themen zusammenzubringen? Arbeitet ihr auch mit  anderen Bewegungen?

Lars: Ja, wir suchen aktiv die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Bewegungen und sind in der Friedensbewegung, auch aufgrund unser 45 jährigen Tradition tief verwurzelt. Beim Kirchentag 2025 in Hannover zum Beispiel habe ich mit internationale Partner über die Verbindung von Frieden und Klimagerechtigkeit diskutiert. Netzwerke wie „Church and Peace“ helfen uns, diese Themen international zu verankern.

Heidrun: Das klingt nach einem guten Ansatz. Vernetzung schafft Synergien, die uns alle stärker machen.

Erfahrungen aus den 1980er Jahren

Lars: Dein Engagement begann in den 1980er Jahren mit den Protesten gegen die Atomraketen im Hunsrück. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit prägen dich bis heute?

Heidrun: Friedensarbeit braucht einen langen Atem, gute Vernetzung und immer wieder Austausch mit Mitstreiter*innen. Die Situation in den 80er Jahren war hier im Hunsrück sehr besonders. In dieser ländlichen Gegend bleibt politisches und gesellschaftliches Engagement nicht anonym. Das ist eine große Chance auch heute noch.

Lars: Diese Nähe und Persönlichkeit der Arbeit ist inspirierend.

Heidrun: Ja, sie gibt Kraft. Lars, wie schafft ihr es in der FriedensDekade, diese persönliche Ebene zu bewahren, obwohl ihr vor allem dezentral agiert aber zentral aufgestellt seid?

Lars: Wir setzen auf lokale Aktionen, die von Gemeinden oder Einzelpersonen gestaltet werden. Unsere Materialien sind so flexibel, dass sie an lokale Kontexte angepasst werden können. Gleichzeitig nutzen wir Plattformen wie den Kirchentag oder unsere Website, um diese lokalen Geschichten im DACH-Raum zu teilen.

Heidrun: Das ist eine gute Balance. Es zeigt, dass globales Engagement immer bei den Menschen vor Ort beginnt.

Hoffnung und Kraft trotz Rückschläge

Lars: Woher nimmst du die Hoffnung und Kraft, dich trotz Rückschlägen weiter zu engagieren?

Heidrun: Es gibt immer wieder Phasen der Resignation in dieser bedrohlichen weltpolitischen Situation. Und dann entdecke ich immer wieder, dass ich nicht alleine da stehe. Der Kontakt und Austausch mit „Gleichgesinnten“ gibt mir dann Kraft und neuen Mut.

Lars: Dieser Austausch ist so wertvoll.

Heidrun: Ja, er ist lebensnotwendig. Lars, wie schafft ihr es in der FriedensDekade, Menschen in solchen Momenten der Resignation zu erreichen und zu ermutigen?

Lars: Wir versuchen, Begegnungsräume zu schaffen, sei es durch Veranstaltungen, gemeinsam Schweigen aber auch durch digitale Formate wie dieses hier. Diese Räume geben Menschen die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu merken, dass sie Teil einer größeren Bewegung sind.

Heidrun: Das klingt ermutigend. Solche Räume sind essenziell, um nicht aufzugeben.

Wünsche an junge Menschen

Lars: Was wünschst du dir von jungen Menschen oder kommenden Generationen mit Blick auf Frieden und Gerechtigkeit?

Heidrun: Ich würde mir zunächst mal für junge Menschen wünschen, dass wir ihnen eine lebenswerte Welt hinterlassen und ihre Zukunft nicht durch Kriege und Klimakatastrophe bedroht wird. Von den jungen Menschen wünsche ich mir, dass sie sich nicht blenden lassen von der „Heil versprechenden“ Konsumwelt und achtsam mit den Sozialen Medien umgehen. Auch hier ist die Gesellschaft gefordert, mehr in die Bildung zu investieren, um soziale Werte zu vermitteln.

Lars: Das ist ein starker Aufruf. Wir versuchen, junge Menschen durch Workshops oder unsere Onlinepräsenz einzubinden.

Heidrun: Das ist ein guter Anfang. Lars, wie erreicht ihr junge Menschen konkret, und wie stellt ihr sicher, dass sie sich in der FriedensDekade gehört fühlen?

Lars: Wir setzen auf Formate, die niedrigschwellig sind, wie Kunstprojekte, Diskussionen in Schulen oder unsere Social-Media-Kanäle. Mit dem Versuch in 2025 Bildungsformate zu etablieren, die wir zunächst in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt testen, hoffen wir auch vor Ort direkt mit Menschen ins Gespräch zu kommen und so eine unterstützende Stimme zu der Arbeit vor Ort leisten zu können. Wichtig ist, ihnen zu zeigen, dass jede Stimme zählt.

Heidrun: Das ist entscheidend. Junge Menschen brauchen das Gefühl, dass sie etwas bewegen können.

Ein Sinnbild für Hoffnung

Lars: Gibt es ein Zitat, ein Bild oder eine Erfahrung, das für dich zum Sinnbild für Hoffnung oder friedliche Veränderung geworden ist?

Heidrun: Folgendes Zitat ist für mich in den letzten Jahren sehr wichtig geworden: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.“ Václav Havel (1936-2011).

Lars: Das ist ein unglaublich kraftvolles Zitat.

Heidrun: Ja, es gibt mir Orientierung. Lars, gibt es ein Zitat oder eine Erfahrung, die dich in deiner Arbeit für die FriedensDekade antreibt?

Lars: Für mich ist es die Erfahrung, wie Menschen bei den Veranstaltungen in den 10 Tagen der FriedensDekade zusammenkommen und spüren, dass sie Teil von etwas Größerem sind. Ein Satz, der mich begleitet, ist von Dietrich Bonhoeffer: „Der Friede muss gewagt werden.“ Er erinnert mich daran, dass Friedensarbeit Mut braucht.

Heidrun: Das passt perfekt zu unserem Anliegen. Es geht darum, diesen Mut immer wieder aufzubringen.

Den Einzelnen ermutigen

Lars: Zum Abschluss: Was würdest du Menschen sagen, die das Gefühl haben: „Ich allein kann doch eh nichts bewirken“?

Heidrun: Mit dieser Aussage werde ich tatsächlich oft konfrontiert. Dazu fällt mir dann das obige Zitat ein. Letztendlich muss sich jede und jeder dann den eigenen Weg suchen und dies mit den eigenen Ansprüchen und dem Gewissen vereinbaren.

Lars: Das ist ein starker Gedanke.

Heidrun: Ja, es geht um den eigenen Weg. Lars, wie ermutigt ihr in der FriedensDekade Menschen, diesen ersten Schritt zu machen, auch wenn sie sich klein fühlen?

Lars: Wir zeigen, dass jeder Schritt zählt,  sei es ein Gebet, eine kleine Aktion oder ein Gespräch. Unsere Materialien bieten konkrete Anleitungen, und unsere Plattformen wie friedensdekade.de oder Instagram zeigen Geschichten von Menschen, die mit kleinen Taten Großes bewirken. Es geht darum, zu zeigen: Du bist nicht allein.

Heidrun: Das ist genau die Botschaft, die wir brauchen. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass „Komm den Frieden wecken“ 2025 eine Bewegung wird!

Zum Weiterlesen und Mitgestalten

Materialien der FriedensDekade: Entdecken Sie unsere Angebote im Online-Shop.

Teilen Sie Ihre Geschichten: Senden Sie Ihre Aktionen oder Pläne für 2025 an kontakt@friedensdekade.de.

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Unterstützen Sie uns: Jede Spende hilft, die Friedensarbeit zu stärken.

Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

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