Schreibwerkstatt 2026: Wenn Friedensgebete im Schnee entstehen
Wie bereits im Februar die liturgische Grundlage für die FriedensDekade im November gelegt wird
Die FriedensDekade wird Jahr für Jahr im November sichtbar, wenn bundesweit Friedensaktionen gefeiert werden. Doch die Arbeit dafür beginnt viel früher. Bereits jetzt, im Februar, wird die liturgische Basis für die zehn Tage vom 8. bis 18. November gelegt. In der Schreibwerkstatt entstehen die Texte, die später in Kirchen und Gemeindehäusern gebetet werden. Die Texte aus den vergangene Jahren sind als Friedenskompass 2026 für die unterjährige Friedensgebete bereits verfügbar. Parallel arbeiten andere Kreise am Materialheft, der Vorsitzende schreibt seinen Leitartikel, das Gewinnermotiv für 2026 steht fest. Die FriedensDekade ist längst in vollem Gang.
Ein Wochenende im verschneiten Norden
von Wiltrud Rösch-Metzler (Redaktionsleitung ökumenische FriedensDekade)
Rund ein Dutzend friedensbewegte Autorinnen und Autoren sind Ende Januar einer Einladung des Vereins der Ökumenischen FriedensDekade zu einer Schreibwerkstatt für Friedensgebete gefolgt. In den tief verschneiten, gastfreundlichen Evangelischen Gästehäusern Sandkrug in Hatten bei Oldenburg tauschten sie sich ein Wochenende lang zum Motto der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“ aus.
Im wunderschönen Ambiente verfassten sie Impulstexte und stellten die elf neuen Friedensgebete für die diesjährige bundesweite FriedensDekade zusammen. In der Regel werden diese in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag (in diesem Jahr vom 8. bis 18. November) in Kirchen und Gemeindehäusern gebetet.
Zum Ablauf des Wochenendes gehört auch eine kleine, zum Motto passende Exkursion, die in diesem Jahr aufgrund der Wetterlage umgeplant werden musste. Die Gruppe ließ sich für ihre Andachtstexte von einem Reisebericht über die Kairos-Palästina Konferenz im November 2025 in Bethlehem und die Situation in Bethlehem und den umliegenden Dörfern sowie vom Film „Das trojanische Pferd“ über den Widerstand gegen das Stuttgarter Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 inspirieren.
Friedensarbeit braucht viele Hände und einen langen Atem
Was in der Schreibwerkstatt entsteht, ist nur ein Teil eines größeren Ganzen. Während die einen an liturgischen Texten feilen, arbeiten andere am Materialheft, an pädagogischen Impulsen, an Grafiken und Plakaten. Der Vorsitzende schreibt seinen Leitartikel, das Redaktionsteam plant die kommenden Friedensbriefe, das Gewinnermotiv von Olaf Warburg ist bereits im Einsatz.
All das geschieht Monate vor dem November, damit Sie vor Ort gut vorbereitet sind, wenn die zehn Tage der FriedensDekade beginnen. Friedensarbeit braucht Zeit, Planung und Menschen, die sich einbringen. Die Schreibwerkstatt ist ein schönes Beispiel dafür, wie aus gemeinsamer Arbeit etwas entsteht, das trägt.
Nächstes Jahr wieder dabei sein?
Die Ökumenische FriedensDekade lädt auch im nächsten Jahr wieder zu einer Schreibwerkstatt ein. Wenn Sie Interesse haben, vorbeizukommen und mitzuschreiben, merken Sie sich den Termin schon jetzt vor.