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17. Mai 2022

Führen Waffenlieferungen zum Frieden? Hilfreiche Lesetipps für eine notwendige Debatte

In der medialen Debatte wird kaum noch Zweifel an der Notwendigkeit der Lieferung von Waffen an die Ukraine geäußert. Wer Zweifel formuliert, wird häufig als “Friedensspinner*in” abgekanzelt. Doch bringen Waffenlieferungen wirklich Frieden oder forcieren sie nur die Eskalation des Krieges und erhöhen die Zahl der Opfer?

Es ist an der Zeit, diese Frage zu stellen. Dazu braucht es Argumentationshilfen, die wir Ihnen anbieten möchten. Über Aktionen des nichtmilitärischen zivilen Widerstands in der Ukraine lesen wir in den Nachrichten kaum. Aber es gibt sie, wie die foglenden Leseempfehlungen zeigen. Die Beiträge erläutern darüber hinaus verständlich das Konzept zivilen Widerstands und diskutieren seine (mögliche) Wirksamkeit in der Ukraine.

Hier finden Sie interessante Veranstaltungen und Artikel, die sich mit der Frage

Ziviler Widerstand in der Ukraine

Kurz und leicht verständlich:
Die Friedensforscherin Véronique Dudouet von der Berliner Berghof Foundation im Interview mit der taz.

Friedensforscherin über den Ukrainekrieg: „Ziviler Widerstand ist effektiver“ – taz.de

Ausführlich und Analytisch:
Der Politologe und Vorstand des Bund für Soziale Verteidigung Ulrich Stadtmann schreibt über das Thema in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Wissenschaft und Frieden.

Nicht anerkennen, nicht kooperieren – Wissenschaft & Frieden (wissenschaft-und-frieden.de)

 

Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben

Die Friedensforscherin Dr. Martina Fischer (Brot für die Welt) erklärt ausführlich die Geschichte des Konflikts und zeigt Ansätze zur Beendigung des Krieges und langfristigen Einhegung des Konflikts auf. Der Beitrag ist in einem Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Dort finden Sie weitere Reflexionen über die Ursachen, den Verlauf und die Folgen von Russlands Krieg gegen die Ukraine 2022.

Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben | bpb.de

 

Sehenswerte Aufzeichnung: Wie weiter nach dem russischen Überfall auf die Ukraine?

Wie geht es weiter nach dem völkerrechtswidrigen russischen Überfall auf die Ukraine? Sind die nun beschlossenen Aufrüstungsmaßnahmen in Deutschland und Europa und die weitere Ausdehnung der NATO die richtigen Schritte? Oder sind ganz andere Maßnahmen nötig, um ein sicheres Haus Europa zu begründen?

Diese Fragen diskutierten der langjährige UN-Korrespondent der taz, Andreas Zumach, Peter Meiwald vom Hilfswerk Misereor und Katrin Beckedorf aus dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen am 1. Mai in Oldenburg auf Einladung der Werkstatt Zukunft. Die rund 90-minütige Aufzeichnung dieser Diskussionsveranstaltung ist wirklich sehenswert.

https://youtu.be/SW4dQSahMGw

 

“Solidarität mit der Ukraine” Reflexionen über einen omnipräsenten Begriff

Dr. Marcel Vondermaßen und Cora Bieß vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften an der Uni Tübingen beobachten in der aktuellen Debatte zur Ukraine eine Entleerung für den Begriff der Solidarität. Denn unter dem Begriff würden aktuell Verständnisse subsummiert, die einander widersprechen. Ein bestimmtes Verständnis von (militärischer) Solidarität werde massiv mit finanziellen Mitteln unterstützt, während andere (zivile) finanziell schlechter gestellt werden.

Außerdem geben die Autor*innen zu bedenken, dass unsere Solidarität selektiv ist. Die Opfer anderer aktueller Krieg in Syrien, im Jemen oder in Äthiopien erfahren deutlich weniger Solidarität. Selektive Solidarität hätte sich auch an der EU-Außengrenze zur Ukraine gezeigt, indem zum Beispiel vorrangig weißen Frauen und Kindern Zugang gewährt wird. Sie plädieren für eine „radikale Opferperspektive“ für den Solidaritätsbegriff.

Solidarität mit der Ukraine | Universität Tübingen (uni-tuebingen.de)

 

Noch mehr Lesestoff: Neue Ausgabe der Zeitschrift Wissenschaft & Frieden

Wissenschaft & Frieden ist die führende interdisziplinäre Wissenschaftszeitschrift für Friedensforschung, Friedenspolitik und Friedensbewegung. Die aktuelle Ausgabe enthält eine Reihe lesenswerter Artikel zum Krieg gegen die Ukraine und seine Folgen. Einige Beiträge sind auf der Seite freigeschaltet, wer das ganze Heft lesen möchte, kann es dort bestellen.

Ausgabe 2/2022 Kriegerische Verhältnisse (wissenschaft-und-frieden.de)

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Die Lesehinweise hat das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) zusammengetragen 

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