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Schlagwort: Transformation

Justice.Peace.Imagination – Eine digitale Ausstellung zur FriedensDekade 2025

Ein Stapel leerer Sketchbooks, darauf der Titel der digitalen Ausstellung justice.Peace.Imagination

Justice.Peace.Imagination

Eine digitale Ausstellung zur FriedensDekade 2025

Kunst kann sagen, was Worte oft nicht können.
Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ lädt die FriedensDekade 2025 dazu ein, den eigenen Blick auf Frieden, Gerechtigkeit und Verantwortung zu schärfen. Das künstlerische Sketchbook-Projekt „Justice.Peace.Imagination“ greift diese Einladung auf und verwandelt sie in gelebte, sichtbare Kreativität. 

Während der Ökumenischen FriedensDekade werden wir zehn Werke aus dem Projekt präsentieren. Von März bis November 2026 ist die komplette Sketchbook-Ausstellung auf Tour durch Ostdeutschland.

Über 300 Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten gestalten ihr eigenes Sketchbook. Ein leeres Buch, das Raum bietet für Gedanken, Farben, Linien, Visionen. Es ist eine persönliche Auseinandersetzung mit zwei zentralen Fragen:

Wo begegnen dir Gerechtigkeit und Frieden in deiner Lebenswelt und wo nicht?
Und wie könnte eine Welt aussehen , die gerecht und friedlich ist?

Jedes Sketchbook erzählt eine Geschichte. Zusammen bilden sie eine wachsende Bibliothek künstlerischer Stimmen, die zeigen, wie vielfältig und zugleich verbunden unsere Vorstellungen von Frieden sind.

Die Sketchbooks laden ein zu einem lebendigen Dialog zwischen Kunst, Spiritualität und gesellschaftlichem Engagement. Ein Raum, in dem wir gemeinsam beginnen können, den Frieden zu wecken.

Justice.Peace.Imagination

Justice.Peace.Imagination ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Landeskirchen in Mitteldeutschland und Sachsen. Mehr Infos zum Projekt und zur Teilnahme gibt es hier oder auf dem Instagram-Kanal justice.peace.imagination.

  • Das Bild zeigt einen ziemlich verworrenen Weg, der an manchen Stellen sehr eng ist, an anderen in Sackgassen endet, sich im Kreis dreht, mal in leuchtenden Farben, mal eher düster. Parallel zum Weg sind Worte zur (fehlenden) Gendergerechtigkeit zu lesen.

    Tag 1

    „Die Stunde ist da“ (Römer 13,11). Es ist Zeit aufzuwachen, den Frieden zu suchen und zu wecken. Das erste Bild der digitalen Ausstellung zur FriedensDekade 2025  von Sandy Körner macht sichtbar, dass dieser Weg kein einfacher ist: Er schlängelt sich, verzweigt sich, führt in Sackgassen und wieder hinaus. Für manche ist er leicht, für andere steinig. Doch genau in diesem Unterwegssein beginnt der Frieden – in der Auseinandersetzung, im Dranbleiben, im Versuch, gerecht zu leben.

    Mein Buch hat insgesamt zum Motto, dass es ein sehr langer Weg zu Frieden und Gerechtigkeit ist. Für die einen ist es leicht, für andere ein ziemlich steiniger Weg. Und ein wirkliches Ankommen am Ziel gibt es vielleicht auch gar nicht. Möglicherweise muss die Freiheit und die Gerechtigkeit an manchen Punkten auch mit Gewalt verteidigt werden?! 

    Der Weg zu Frieden und Gerechtigkeit wird sich sichtbar durch mein gesamtes Buch ziehen und durch Schlagworte und kurze Gedankenschnipsel ergänzt werden. 

    Die Doppelseite zeigt einen ziemlich verworrenen Weg, der an manchen Stellen sehr eng ist, an anderen in Sackgassen endet, sich im Kreis dreht, mal in leuchtenden Farben, mal eher düster. Parallel zum Weg sind Worte zur (fehlenden) Gendergerechtigkeit zu lesen.

    – Sandy Körner

     

  • Eine Kerze in einer herbstlichen Landschaft.

    Tag 2

    „Komm, den Frieden wecken“ Mit einer Kerze, die Wärme verspricht, wo noch Dunkel ist. In Gabi Herbsts Beitrag wird das Warten auf Frieden zum Warten auf die Sonne: ein leises Vertrauen, dass Licht und Liebe bleiben, auch wenn sie schon im Aufbruch waren.

    auf die sonne warten

    auf das grosse versprechen

    dass man nicht

    erfrieren wird heute

    und morgen auch nicht

    dass licht da sein wird

    an allen ecken und enden

    und die liebe den koffer

    noch einmal auspackt

    mit dem zu fliehen sie

    vorhatte

    – Gabi Herbst

  • Sonne der Gerechtigkeit

    Tag 3

    „Komm, den Frieden wecken“. Dieser Ruf der FriedensDekade 2025 klingt in vielen Tönen. Manchmal leise und hoffnungsvoll, manchmal rau und schmerzhaft ehrlich.
    Das heutige Werk, „Sonne der GERECHTIGKEIT“, stammt von einer Jugendlichen, die Worte und Farben für das findet, was schwer auszuhalten ist: Ungerechtigkeit, Schweigen, Verlust von Vertrauen.

    In kräftigen Linien und schmerzlicher Klarheit zeigt sie, dass Frieden nicht entstehen kann, wo Unrecht verdrängt wird. Das Bild erinnert uns daran, dass Frieden auch Wahrheit braucht und den Mut, hinzusehen.


    Sonne der GERECHTIGKEIT
              (G., eine Jugendliche)

    So gerne 
    würde ich das singen; 
    hoffnungsvoll 
    und
    hoffnungsfroh.

    „in unserer Zeit“
    NEIN. Nicht mal in unserer Zeit.
    NEIN. Trotz ForuM Studie.
    NEIN. Trotz angekündigtem Kulturwandel.

    Unser Damals 
    bleibt JETZT.
    Ohne Sonne.
    Ohne Gerechtigkeit.

    „Brich in deiner Kirche an…“
    NEIN. Sie schützt sich lieber selbst.
    NEIN. Sie versteckt sich lieber hinter „unabhängigen“ Kommissionen.
    NEIN. Sie schenkt uns lieber keinen Glauben.

    Erbarm dich Gott.

    ___________________________________

    Dies ist die erste Seite aus einem Sketchbook des Projekts ich.und.ICH.und.wir. Gemalt und geschrieben von einer unserer Jugendlichen, die so sehr damit ringt, dass Kirche ihr Zuhause war/ist und sie erleben muss, wie andere von uns in ihren Gewalterfahrungen durch Kirche allein gelassen werden, wie ihnen nicht geglaubt wird, dass sie sexualisierte, organisierte und rituelle Gewalt durch Pfarrer erlebt haben.

    Material: Ölpastellkreide, Gouache, Acryl

  • Unser langer Weg - Lutz Olaf Walter

    Tag 4

    „Komm, den Frieden wecken“ erinnert daran, dass Frieden kein Ziel ist, das man einmal erreicht, sondern ein Weg, der immer weiterführt.
    Das Werk „Unser langer Weg“ von Lutz-Olaf Walter zeigt diese Bewegung eindrucksvoll: eine Reise durch Dunkelheit und Licht, durch das Chaos der Welt und das Aufblitzen von Hoffnung.

    In den Tiefen des Schwarz verbirgt sich ein zartes, aber beständiges Leuchten. Es erzählt von dem Mut, trotz Unsicherheit weiterzugehen, von der Kraft, das Licht zu suchen, wo Schatten sind.

    Frieden entsteht unterwegs . Schritt für Schritt, inmitten der Ungewissheit.

  • Das Bild Bärbel Benkerts zeigt einen Baum, eine Pistole, sowie eine goldene Rüstung.

    Tag 5

    Das aussdrucksstarke Bild von Bärbel Benkert spricht von einem tiefen, stillen Wandel, vom Ablegen der Schwere und vom Hineinwachsen in etwas Lebendiges.
    „Die Rüstung ablegen“ heißt hier: sich dem Frieden anvertrauen, nicht als Flucht, sondern als bewusste Entscheidung, nicht länger im Widerstand, sondern in Verbindung zu leben.
    So wird der Lebensbaum zum Gegenbild der Waffe. Er steht für Verwurzelung statt Verteidigung, für das leise, beharrliche Wecken des Friedens in uns selbst.
    Ein innerer Akt der Entwaffnung, der den Mut der Liebe sichtbar macht.

  • Tag 6

    Frieden beginnt oft dort, wo wir ihn am wenigsten suchen: in uns selbst. Das Werk von Fanny Oehmichen lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten, den Blick nach innen zu richten und den Frieden nicht als Zustand, sondern als tägliche Entscheidung zu begreifen.
    In ihrem Werk spiegelt Fanny Oehmichen den inneren Raum, aus dem Frieden erwachsen kann.
    Ihre warmen Linien und sanften Farben erinnern daran, dass jeder neue Tag eine Einladung zur Achtsamkeit, zur Sanftheit mit uns selbst und zu einer Haltung ist, die Frieden nicht fordert, sondern nährt.
    Der Titel „Jeden Morgen“ verweist auf diese tägliche Verantwortung: Wie wollen wir uns und anderen begegnen? Mit welcher inneren Haltung betreten wir den Tag?

    In meinem Sketchbook geht es um den Frieden, der zuerst in uns selbst beginnt.

    Der Titel heißt „Jeden Morgen“ und verweist auf die Verantwortung, die wir alle dafür tragen wie wir mit uns selbst und anderen umgehen – und jeden Morgen eine neue Entscheidung treffen können und müssen, wie wir den neuen Tag begrüßen wollen. Damit aus dem inneren Frieden auch Frieden mit Anderen werden kann – und wir auch Frieden in die Welt tragen können!

  • Tag 7

    Peggy Einickes leuchtende Komposition fragt direkt: „Do you like what you see?“
    Sie fordert uns heraus, über Wahrnehmung, Verantwortung und schöpferische Kraft nachzudenken. Ihre Arbeit ist ein Weckruf an die Vorstellungskraft. An die Fähigkeit, die Welt neu zu sehen, sie mitzugestalten und das innere Feuer der Hoffnung zu entfachen. 

    Wenn wir unseren Imaginations-Muskel stärken, öffnen wir den Raum, in dem Frieden wachsen kann.
    So wird aus dem Motto „Komm den Frieden wecken“ ein kreativer Auftrag: den Mut zu haben, neue Bilder von Zukunft zu entwerfen und sie Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.

  • Tag 8

    Christiane Thiels vielschichtiges Werk verbindet Intimität, Ritual und Verletzlichkeit zu einer stillen, aber eindringlichen Meditation über Frieden im eigenen Alltag. Eine Badewanne, Werkzeuge, Teekanne und die in Blau getauchte Figur treten in eine irritierende Spannung: Pflege und Gefahr, Wärme und Verletzbarkeit, Trost und Erschöpfung liegen dicht nebeneinander.

    Ihr Bild erinnert daran, wie oft Frieden dort beginnt, wo wir Selbsterhalt und Selbstfürsorge ernst nehmen. Ein ehrlicher Blick auf unsere Wunden, in der Reinigung von dem, was uns schwer macht, und im mutigen Schritt hin zu Klarheit und Lebendigkeit.

    Der darunter stehende Gundermann-Vers „Sing an gegen die Stille des Todes aus Gier und Trug“ eröffnet einen zweiten Resonanzraum: Frieden ist kein Zustand, der von allein kommt, sondern ein bewusstes Gegen-Anstimmen gegen das, was uns stumpf oder sprachlos macht.

    So schließt das Werk den Kreis zum Motto „Komm den Frieden wecken“: Es ist eine Einladung, im eigenen Inneren anzufangen: im Badewasser, im Atemzug, im Gesang, im kleinen Widerstand gegen das Verstummen.

  • Tag 9

    Das Werk des Kindes bringt auf berührende Weise auf den Punkt, was uns Erwachsenen manchmal verloren geht: klare, mutige Wahrheit. „Wer an Frieden glaubt, tut das Richtige“. Ausgeschnittene Buchstaben, Farbfelder, ein leuchtendes Peace-Symbol. Kein Zögern, kein Konjunktiv, kein vielleicht.

    Es zeigt, dass Frieden nicht kompliziert beginnt. Kinder verstehen intuitiv, dass Glauben an Frieden eine Haltung ist, die das eigene Handeln verändert.

    In seiner spielerischen Klarheit erinnert dieses Bild daran, was die FriedensDekade immer wieder betont: Frieden wächst dort, wo wir ihn ernst nehmen.
    So lädt dieses Werk uns ein, den Frieden wach zu halten. Gerade weil Kinder ihn so selbstverständlich sehen können.

  • Tag 10

    Was tun mit dem geschenkten Frieden?

    In Gisela Wicherns Arbeit liegt ein leiser, aber kraftvoller Moment der Menschlichkeit: Das grob angedeutete Kleid aus Papier wirkt wie eine Hülle, die fehlt, fast so als wäre jemand nicht nur ohne Kleidung, sondern auch ohne Schutz und ohne Stimme in dieser Welt dagestanden.

    Doch im Zentrum des Bildes geschieht etwas Unerwartetes: Zwei Hände, die ein Herz anbieten. Nicht als possessive Geste, sondern als Einladung. Das Herz steht hier nicht nur für Mitgefühl, sondern für Beziehung. Für das, was zwischen Menschen entsteht, wenn wir uns einander ehrlich zuwenden.

    Vielleicht erzählt dieses Bild weniger von Demütigung und mehr von Wiederherstellung. Von dem Moment, in dem jemand, der zu lange unsichtbar war, wieder ins Licht geholt wird. Als würde das Kleid nicht nur den Körper, sondern die Identität zurückgeben.

    Unter dieser Perspektive wird die Arbeit zu einer Frage an uns alle:
    Wie oft laufen wir an Menschen vorbei, die darauf warten mit Respekt und mit Aufmerksamkeit „angezogen“ zu werden?

    Frieden wecken heißt dann: nicht nur Strukturen verändern, sondern Beziehungen heilen.

    Es heißt, sich berühren zu lassen.
    Dem anderen wieder Gewicht geben.
    Die Würde eines Menschen nicht als abstrakten Wert, sondern als Geschenk zu behandeln.

    „Friede“ kommt aus dem Lateinischen und umschreibt die „Pax Romana“, die römische Rechtsordnung. Frieden bedeutet hier „Ordnung“ und gleichzeitig die Abwesenheit von Krieg!

    Aus Gottes Frieden leben –
    – für gerechten Frieden sorgen! Eine Denkschrift des Rates der EKD 2007 –

    Friede + Gerechtigkeit interpretieren sich wechselseitig…

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Ökumenische FriedensDekade 2025 beginnt am 9. November

PRESSEMITTEILUNG

Ökumenische FriedensDekade 2025 beginnt am 9. November

„Komm den Frieden wecken“ – Friedensbewegung steht auf breiter gesellschaftlicher Basis

Bonn, 4. November 2025.  Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ beginnt am 9. November die diesjährige Ökumenische FriedensDekade. Bis zum 19. November stellen sich Menschen in Kirchen, Schulen, Vereinen, Kommunen und Initiativen den Fragen von Frieden und Gerechtigkeit. In ihrem 45. Jahr ist die Ökumenische FriedensDekade zu einem starken Zeichen für den Frieden über konfessionelle, gesellschaftliche und politische Grenzen hinweg geworden. Bereits vor der Wiedervereinigung verband sie Menschen in Ost und West, die gemeinsam an eine friedliche Zukunft glaubten.

„Die FriedensDekade ruht auf einer breiten gesellschaftlichen Basis“, sagt Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenischen FriedensDekade e. V. und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. „Durch eine Vielfalt an verschiedenen Aktionen werden im ländlichen Bereich, in Dörfern und Städten in diesen 10 Tagen zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt. Jede einzelne Aktion entzündet einen Funken Hoffnung und zusammen bilden sie ein deutliches Zeichen für die Möglichkeit und Notwendigkeit, Frieden zu gestalten.“

Der zentrale bundesweite Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade wird am 12. November 2025 in Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025, gefeiert. Chemnitz steht für Transformation, Aufbruch und Geschichte. An diesem Ort soll mit Musik, Gebet und künstlerischen Beiträgen ein Signal der Versöhnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts gesetzt werden.

„Frieden wecken heißt, Vertrauen wachsen zu lassen über Grenzen, Generationen und Religionen hinweg“, sagt Pastor Jens Haverland, Referent der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und Geschäftsführer des Gesprächsforums der Ökumenischen FriedensDekade. „Gerade in Zeiten wachsender Polarisierung sind Begegnung und gemeinsames Handeln Zeichen der Hoffnung, die unserer Gesellschaft guttun.“

 

Pressekontakt:
Jan Gildemeister
Vorsitz Ökumenische FriedensDekade e.V./ AGDF
E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Tel.: 0228 / 24 999 -13

FriedensDekade für den Bremer Friedenspreis 2026 nominiert

Die Ökumenische FriedensDekade ist für den Internationalen Bremer Friedenspreis 2026 in der Kategorie „Ermutigende Initiativen“ nominiert. Diese Auszeichnung der Stiftung die schwelle ist ein wichtiger Preis für Friedensarbeit in Deutschland. Schon die Nominierung ist für uns eine große Ehre und zugleich eine Ermutigung, den Weg konsequent weiterzugehen.

Entscheidung durch die Spendengemeinschaft

Besonders an diesem Preis ist: Nicht eine Jury allein entscheidet, sondern die Spenderinnen und Spender der Stiftung die schwelle. Nur durch ihre Stimmen hat die FriedensDekade eine Chance, den Preis zu gewinnen.

  • Alle, die im Jahr 2025 mindestens 30 Euro an die Stiftung die schwelle gespendet haben, dürfen mitwählen.

  • Im November 2025 wird die Auswahlliste mit allen nominierten Initiativen verschickt.

  • Bis zum 10. Januar 2026 können Stimmen abgegeben werden – per Post oder E-Mail an info@dieschwelle.de.

  • Die Preisverleihung selbst findet im Frühjahr 2026 in Bremen statt.

Warum die Stimme für die FriedensDekade wichtig ist

Seit 45 Jahren ist die FriedensDekade ein starkes Zeichen gegen Krieg und Gewalt. Mit Materialien, Gottesdiensten, Bildungsformaten und dem 10 tägigen Aktionszeitraum bringt sie Menschen in Gemeinden, Schulen, Vereinen, Chören und Kommunen zusammen und macht deutlich: Frieden beginnt im Alltag.

Ein gutes Abschneiden beim Bremer Friedenspreis wäre nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein deutliches Signal: Der Ruf nach Frieden findet Unterstützung und Resonanz.

So können Sie uns unterstützen

Wenn Sie bereits Spender*in der Schwelle sind: Bitte geben Sie Ihre Stimme der FriedensDekade.

Wenn Sie noch nicht dazugehören: Mit einer Spende ab 30 Euro bis Ende 2025 werden Sie Teil der Spendengemeinschaft – und können dann selbst für die FriedensDekade stimmen.

Spendenkonto der Stiftung die schwelle:
IBAN: DE67 4306 0967 4028 9726 00
BIC: GENODEM1GLS
GLS Bank

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Wir freuen uns sehr über die Nominierung aber noch mehr über jede Unterstützung, die uns hilft, beim Bremer Friedenspreis sichtbar zu werden. Denn nur gemeinsam mit der Spendengemeinschaft der schwelle kann die FriedensDekade diesen Preis für den Frieden nach Hause tragen.

Frieden im Dialog: Neue Stimmen, gelebte Spiritualität

Ein Gespräch mit Miriam Meyer und Lars Blume über junge Perspektiven, lokale Begegnungsorte und die Verbindung von Spiritualität und Friedensarbeit.

Frieden im Dialog: Perspektiven für ein gemeinschaftliches Engagement

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ möchten wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade sichtbar machen. In regelmäßigen Gesprächen kommen Personen aus dem Gesprächsforum, Redaktionskreis oder anderen Netzwerken zu Wort, teilen ihre Perspektiven und geben Einblicke in die Arbeit, die die FriedensDekade so lebendig macht. Ob persönliche Geschichten, Visionen oder die Auseinandersetzung mit dem Wandel in der Friedensarbeit – dieser Dialog lädt ein, gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie Frieden gestaltet werden kann.

Heute im Gespräch: Miriam Meyer, Vertreterin des europäischen Netzwerkes „Church and Peace“, und dem neuesten Mitgliede des Gesprächsforums der FriedensDekade. Miriam ist schöpferisch bei der REFO Moabit tätig, wo sie lokale Friedensarbeit mit spirituellen Impulsen verbindet. Sie trifft auf Lars Blume, der die Öffentlichkeitsarbeit der ökumenischen FriedensDekade gestaltet. Gemeinsam sprechen sie über die Kraft junger Stimmen, die Verbindung von Glauben und Aktion und wie das Motto „Komm den Frieden wecken“ 2025 in Europa und darüber hinaus lebendig werden kann.

Neue Perspektiven durch junge Stimmen

Lars: Miriam, als eines der jüngsten Mitglieder unseres Gesprächsforums und Vertreterin von „Church and Peace“ bringst du frische Perspektiven in die FriedensDekade. Was möchtest du aus deiner Arbeit bei der REFO Moabit und „Church and Peace“ einbringen?

Miriam: Ich bin Teil des Konvents der REFO Moabit, einer Gemeinschaft von rund 60 Personen in Berlin, die Mitglied im Netzwerk „Church and Peace“ ist. Wir gestalten den REFO Campus – bestehend aus Kirchgebäude, Kita, Wohnhäusern und Gemeinschaftsflächen – als offenen, lebendigen Ort für bis zu 600 Menschen, die täglich ein und aus gehen. Seit 2011 haben wir die einst leerstehende Reformationskirche zu einem vielfältigen Begegnungsort entwickelt, an dem Menschen aus Kunst, Bildung, Politik und Spiritualität zusammenwirken – darunter auch das Netzwerk Inklusiver Islam, ein Theater, die Cantorei und soziale Einrichtungen. Unsere Arbeit ist getragen von der Vision einer Kirche, die nachhaltig Beziehung lebt und zu einem friedlichen gesellschaftstransformierenden Miteinander beiträgt. In einem Projekt von „Church and Peace“ bin ich dort schöpferisch tätig, und diese Erfahrungen möchte ich in die FriedensDekade einbringen, ebenso wie den Austausch und die Begegnungen aus „Church and Peace“, wo wir europaweit voneinander lernen und um Themen ringen.

Lars: Das klingt nach einem echten Mikrokosmos für Frieden! Die FriedensDekade lebt von solchen Orten, wo Menschen zusammenkommen. Du hast gesagt, dass „Church and Peace“ auch junge Menschen begeistert. Wie gelingt euch das?

Miriam: Bei „Church and Peace“ kommen Menschen aus Europa und darüber hinaus zusammen, die sich nach Frieden, Gerechtigkeit und Gemeinschaft sehnen – Menschen jeden Alters. Es gibt viel Expertise und Erfahrungen, die geteilt werden, was das Netzwerk für jüngere Menschen so interessant macht. Ich selbst bin mit 33 Jahren eine der jüngeren Personen und finde es faszinierend, wie Menschen in Deutschland und Ländern wie Kroatien oder Serbien gewaltfreien Widerstand leisten und sich für eine friedliche Gesellschaft einsetzen. Das ermutigt mich sehr. Ich erlebe ein Netzwerk, in dem Fragen offen gestellt werden können, wo Menschen sich untereinander wahrnehmen und wertschätzen – egal wie jung oder alt, erfahren oder unerfahren sie sind. Durch Konferenzen und Austauschformate schaffen wir Räume, in denen Menschen Vertrauen, Spiritualität und Widerstand lernen können – auf Augenhöhe.

Miriam: Lars, du bist in der Öffentlichkeitsarbeit der FriedensDekade aktiv. Wie schafft ihr es, junge Menschen einzubinden, und was siehst du als die größte Stärke der FriedensDekade, um neue Stimmen zu fördern?

Lars: Die FriedensDekade lebt von ihrer offenen Struktur: Jede Person kann sie mit eigenen Inhalten füllen, sei es durch Friedensgebete, Kunstprojekte oder Diskussionen in Schulen. Unsere Materialien sprechen Gemeinden, Schulen, Universitäten und zivilgesellschaftliche Gruppen an, um Frieden lokal zu verankern. Für junge Menschen versuchen wir Räume zu schaffen in denen gelebtes Friedensarbeit wie deine aus der REFO Moabit gehört werden. Formate wie der Kirchentag 2025 in Hannover oder unsere peace-and-pray-App helfen uns, junge Stimmen zu erreichen und zu inspirieren. Die größte Stärke ist, dass wir Menschen ermutigen, nicht in Ohnmacht zu verharren, sondern aktiv zu werden – mit Hoffnung und Entschlossenheit. Dafür biete die ökumenische FriedensDekade in den 10 Tagen im November den Raum und die Materialien.

Verbindung von Spiritualität und Aktion

Lars: Du hast betont, wie wichtig die geistliche Verankerung für die Friedensarbeit ist. Warum ist das für dich so unverzichtbar?

Miriam: Als Christen und christliche Gemeinschaften sind wir beauftragt, Frieden zu stiften und kreativ an Gottes Schöpfungshandeln mitzuwirken. Eine veränderte, gerechte und friedliche Welt braucht die Transformation der Herzen und Systeme. Ich glaube, dass die Transformation der Herzen im Gebet und in der Beheimatung in Gott beginnt. Im Glauben und im Gebet wird mir die Verbundenheit mit Gott und meinen Mitmenschen bewusst. Meine Hoffnung auf ein transzendentes Mehr – auf etwas, das über diese Welt hinausreicht – wird gestärkt. Die Mystik weist auf die Verbundenheit allen Seins hin, und das verstehe ich als Grundlage des gewaltfreien Zusammenlebens, dem Ziel der Friedensarbeit.

Miriam: Lars, du hast oft von der Verbindung zwischen Spiritualität und gelebtem Glauben gesprochen, besonders in Bezug auf die Natur. Wie siehst du die Rolle von Spiritualität in der FriedensDekade, und wie spielt die Verbindung zu „Mutter Erde“ dabei eine Rolle?

Lars: Spiritualität ist für mich zentral, weil sie uns erdet und Hoffnung gibt. Frieden ist kein statischer Zustand, sondern ein aktiver Prozess, der im Kleinen beginnt – in unserem Umgang miteinander und mit der Schöpfung. Die Verbindung zu „Mutter Erde“ erinnert uns daran, dass Frieden auch Verantwortung für die Schöpfung bedeutet. Das Motto „Komm den Frieden wecken“ für 2025 ist ein Aufruf, wachsam zu sein, nicht nur für gesellschaftliche Konflikte, sondern auch für unsere Umwelt. Aktionen wie der Friedenslauf oder unsere Schreibwerkstatt zeigen, wie wir durch gemeinsames Handeln die Schöpfung ehren und neue Wege zu Gott finden können. Für mich persönlich ist die Natur ein Ort, an dem ich die Verbundenheit mit allem Leben spüre, was die Friedensarbeit stärkt.

Lars: Wie setzt ihr diese Verbindung bei der REFO Moabit oder „Church and Peace“ um? Gibt es konkrete Projekte, die Spiritualität und Aktion verbinden?

Miriam: Bei der REFO verbinden wir Spiritualität und Aktion durch Gottesdienste, die politische Themen aufgreifen, oder Veranstaltungen, die Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenbringen. Bei „Church and Peace“ schaffen wir in der PEACEBUILDING-Reihe Räume, wo spirituelle Impulse wie Gebete mit Workshops zu gewaltfreier Kommunikation oder Konflikttransformation kombiniert werden. Das ermöglicht es, Frieden praktisch zu erleben. Ich könnte mir vorstellen, solche Projekte oder Geschichten von Aktivistinnen und Aktivisten aus unserem Netzwerk während der FriedensDekade vorzustellen.

Lars: Das ist ein großartiges Angebot, Miriam! Die Idee, Projekte und Geschichten aus der PEACEBUILDING-Reihe oder von Aktivistinnen und Aktivisten von „Church and Peace“ in die FriedensDekade einzubringen, passt perfekt zu unserem Ziel, konkrete Beispiele gewaltfreier Arbeit sichtbar zu machen. Wir könnten solche Geschichten in unseren Materialien, auf friedensdekade.de oder beim Kirchentag 2027 in Düsseldorf teilen. Lass uns das unbedingt weiterverfolgen, um die FriedensDekade 2025 mit diesen Impulsen zu bereichern!

 

Frieden über Grenzen hinweg

Lars: Das Motto „Komm den Frieden wecken“ ruft 2025 dazu auf, aktiv zu werden. Du hast gesagt, dass „Church and Peace“ dabei helfen könnte, es international zu verbreiten. Wie genau?

Miriam: Das Motto ist eine Einladung an uns und andere, und es ist aktuell, weil viele Menschen in Europa und darüber hinaus sich mit Krieg und Frieden beschäftigen. Ein wichtiger Schritt wäre, das Motto und die Materialien der FriedensDekade in unseren Netzwerken zu streuen, die über den DACH-Raum hinausgehen – dafür wären Materialien in anderen Sprachen hilfreich. Wir könnten Kooperationen mit Kirchen, Gemeinden oder zivilgesellschaftlichen Bewegungen wie Seebrücke oder Fridays for Future eingehen, etwa für Veranstaltungen oder längerfristige Netzwerkarbeit. „Church and Peace“ hat Kontakte in ganz Europa, von Großbritannien bis Serbien. Das Motto und die Grafik der FriedensDekade sind hervorragend geeignet, um Menschen zu motivieren, sich mit Frieden und Gerechtigkeit zu befassen.

Miriam: Lars, wie plant die FriedensDekade, das Motto 2025 zu verbreiten, und welche Rolle spielen Netzwerke wie „Church and Peace“ dabei?

Lars: Das Motto „Komm den Frieden wecken“ ist für 2025 ein Aufruf, der Menschen anspricht, weil Krisen und Polarisierung global sind. Unser Fokus liegt zunächst auf dem deutschsprachigen Raum, wo wir die FriedensDekade überall sichtbar machen wollen – bisher ist unsere Präsenz nicht überall gleich stark. Dieses Jahr suchen wir gezielt nach internationalen Projekten und Partnern, und „Church and Peace“ könnte hier ein wichtiger Partner werden. Wir planen mit Netzwerken wie Church and Peace die internationale Perspektive mit der nationalen zu Verbinden und in den Austausch zu gehen. Der Kirchentag 2025 in Hannover war da bereits eine Plattform wo wir internationale Gäste und Perspektiven aufnehmen und einbinden konnten. Nach 2025 wird ein neues Motto folgen, aber dieses Jahr wollen wir „Komm den Frieden wecken“ so weit wie möglich tragen.

Lars: Du hast die kleinen Erfolge der gewaltfreien Arbeit erwähnt, die sichtbarer werden sollten. Kannst du ein Beispiel nennen, das dich inspiriert?

Miriam: Gewaltfreie Arbeit beginnt im Kleinen – im Aufeinanderzugehen, in Dialogen und Begegnungen. Neal Blough, der für „Church and Peace“ an der Konsultation zu gerechtem Frieden in Warschau teilgenommen hat, schrieb im Rundbrief: „Allein die Tatsache, dass sich Kirchen mit ihren unterschiedlichen Traditionen und Ansichten zur Frage des Krieges treffen und ernsthaft und mit gegenseitigem Respekt an die Sache herangehen, ist sehr wichtig – etwas, das ich als Zeichen der Hoffnung sehe.“ Solche Begegnungen, aber auch Demonstrationen, Predigten oder Konferenzen, die sich gewaltfrei mit Frieden und Gerechtigkeit auseinandersetzen, machen Hoffnung und sollten gefeiert werden.

Lars: Absolut, das sind starke Hoffnungszeichen! Zum Abschluss: Was ist dein Wunsch für die FriedensDekade 2025?

Miriam: Mein Wunsch ist, dass wir die vielen kleinen Erfolge gewaltfreier Arbeit sichtbar machen – sei es die Arbeit der REFO Moabit oder die Dialoge bei „Church and Peace“. Jede Begegnung, jede Aktion zählt. Ich wünsche mir, dass Menschen durch das Motto „Komm den Frieden wecken“ inspiriert werden, ihren eigenen Beitrag zu leisten – in ihrer Gemeinde, ihrem Umfeld oder im Netzwerk.

Lars: Das ist ein wunderbarer Aufruf! Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass „Komm den Frieden wecken“ 2025 nicht nur ein Motto bleibt, sondern eine Bewegung wird.

Zum Weiterlesen und Mitgestalten

  • Materialien der FriedensDekade: Entdecken Sie unsere Angebote im Online-Shop.
  • Church and Peace: Erfahren Sie mehr über das Netzwerk und die PEACEBUILDING-Reihe auf church-and-peace.org.
  • Teilen Sie Ihre Geschichten: Senden Sie Ihre Aktionen oder Pläne für 2025 an kontakt@friedensdekade.de.
  • Folgen Sie uns: Bleiben Sie über unseren Instagram-Account auf dem Laufenden.
  • Unterstützen Sie uns: Jede Spende hilft, die Friedensarbeit zu stärken.

Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt – lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

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