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Schlagwort: Rüstungskontrolle

Frauen des Friedens – Pionierinnen mutiger Widerständigkeit

Biographien von Friedensstifterinnen | Eine Serie der ökumenischen FriedensDekade 2026

Wenn die Weltordnung neu geformt wird

Wir leben in einer Zeit, in der die Tektonik der Weltordnung nicht mehr nur bebt, sondern sich bereits neu formiert hat. Der Nahe Osten eskaliert, Venezuela kämpft um demokratische Perspektiven, in Deutschland wird über die Wiedereinführung der Wehrpflicht debattiert, hundert Milliarden Sonderschulden werden für Rüstung bewilligt.

In dieser Situation stellt das Jahresmotto der ökumenischen FriedensDekade 2026 eine existenzielle Frage: Couragiert widerständig zu sein bedeutet nicht, naive Hoffnung zu verkünden. Es bedeutet zu fragen: Wo finden wir Halt, wenn alte Ordnungen zerbrechen?

Warum gerade Frauen? Warum gerade jetzt?

Diese Serie bittet zwölf außergewöhnliche historische Frauen ins Licht. Menschen, die ihre Lebenezeit ihr Leben als Zeugnis für den Frieden gelebt haben.

Von Bertha von Suttner, die 1889 mit ihrem Roman „Die Waffen nieder!“ Europa erschütterte, über Sophie Scholl, deren Widerstand gegen die NS-Diktatur sie das Leben kostete, bis zu Malala Yousafzai, die heute Bildung als stärkste Waffe gegen Gewalt versteht.

Frauen waren und sind Trägerinnen der Friedensbewegung: als Theologinnen, als Aktivistinnen, als Organisatorinnen, als Visionärinnen. Oft aus einer doppelten Widerständigkeit heraus: gegen Krieg und gleichzeitig gegen patriarchale Strukturen, die ihnen keine Stimme geben wollten.

Das Reimschema verstehen, um anders zu handeln

Diese Biographien sind keine Heldinnenverehrung. Sie zeigen Menschen mit Zweifeln, Brüchen und Widersprüchen. Und sie zeigen eine unerschütterliche Überzeugung, dass Frieden möglich ist, auch wenn alle Zeichen auf Krieg stehen.

Die Frauen dieser Serie fanden Halt in ihrem Glauben, in ihrer Gemeinschaft, in der Überzeugung, dass Gott auf der Seite der Unterdrückten steht. Sie verstanden ihr Handeln als geistlichen Dienst.

Spirituelle Wurzeln in tektonischen Zeiten

Die ökumenische FriedensDekade lädt 2026 ein, diese Verbindung wiederzuentdecken: zwischen Glauben und Handeln, zwischen Spiritualität und Widerstand, zwischen Gebet und Protest.

Wir brauchen Gemeinschaften, die tragen. Wir brauchen Geschichten, die ermutigen. Wir brauchen Vorbilder, die zeigen: Es ist möglich. Auch unter schwierigsten Bedingungen. Auch wenn der Ausgang ungewiss ist.

Für wen ist diese Serie gedacht?

Diese Biographien sind für Gemeinden, Frauengruppen, feministische Friedensinitiativen und Bildungsarbeit zu Gender, Frieden und Gerechtigkeit.

Für alle, die sich fragen: Wo waren die Frauen in der Friedensgeschichte? Hier sind sie.

Monatliche Veröffentlichung durch das Jahr 2026

Jeden Monat porträtieren wir eine Frau, die couragiert widerständig für den Frieden eintrat. Zwölf Lebensgeschichten, die zeigen: Frauen haben Geschichte geschrieben.

Jede Biographie ist eigenständig lesbar und bietet Material für Gemeindearbeit, Frauenkreise, Bildungsveranstaltungen und persönliche Inspiration.

Erstes Quartal: Pionierinnen brechen Tabus

Januar: Bertha von Suttner (1843–1914, Österreich)
Bertha von Suttner – Die Waffen nieder!

Februar: Sophie Scholl (1921–1943, Deutschland)
Sophie Scholl – So ein herrlicher sonniger Tag

März: Petra Kelly (1947–1992, Deutschland)
Petra Kelly – Die grüne Rebellin des Friedens

Zweites Quartal: Frieden ist unteilbar

April: Wangari Maathai (1940–2011, Kenia)
Wangari Maathai – Bäume pflanzen für den Frieden

Mai: Leymah Gbowee (Liberia)
Leymah Gbowee – Frieden beginnt auf dem Marktplatz

Juni: Rigoberta Menchú (Guatemala)
Rigoberta Menchú Tum – Stimme der Geächteten und Hüterin der Erde

Drittes Quartal: Standhaftigkeit im Alltag leben

Juli: Rosa Parks (1913–2005, USA)
August: Betty Williams (1943–2020, Nordirland)
September: Bärbel Bohley (1945–2010, DDR)

Viertes Quartal: Radikale Hoffnung praktizieren

Oktober: Dorothy Day (1897–1980, USA)
November: Dorothee Sölle (1929–2003, Deutschland)
Dezember: Malala Yousafzai (Pakistan)

Spendenaufruf FriedensDekade 2026

Teil der ökumenischen FriedensDekade 2026

Diese Biographien sind Teil unseres digitalen Fundaments zum Jahresmotto 2026. Sie zeigen: Couragiert widerständig waren und sind vor allem auch Frauen.

Halten Sie sich fest an diesen Geschichten, an Ihrer Gemeinschaft, an Ihrem Glauben. Werden Sie selbst zur Friedensstifterin, zum Friedensstifter in einer Zeit, die nach Waffen ruft.

Mehr zur FriedensDekade 2026 finden Sie unter friedensdekade.de oder schreiben Sie uns: kontakt@friedensdekade.de

Komm den Frieden wecken – Militärlogik überwinden, Friedenslogik stärken.

Vor 80 Jahren wurde Hiroshima zerstört – ein Mahnmal für die Zerstörungskraft von Atomwaffen. In Mutlangen erinnerte Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) an die Opfer und daran, dass Frieden heute mehr denn je Dialog und Mut erfordert. Er forderte eindringlich ein politisches Umdenken:

Die Dominanz des Militärischen müsse eingehegt werden.

Mutlangen steht wie kaum ein anderer Ort in Deutschland für zivilen Widerstand gegen Atomwaffen. In den1980er Jahren ein Symbol des gewaltfreien Widerstands gegen Atomwaffen, steht heute für mutige Friedensarbeit. Angesichts weltweiter Aufrüstung und wachsender Spannungen, warnt der ehemalige badische Landesbischof vor einer Rückkehr zur Logik der Abschreckung:

„Politisch dominiert gegenwärtig die Überzeugung: Je größer unser militärisches Droh- und Vernichtungspotenzial, umso sicherer sind wir.“

Doch echte Sicherheit entsteht nicht durch Drohung, sondern durch Vertrauen, Rechtsstaatlichkeit und zivile Konfliktlösungen. Die AGDF fordert daher:

  • eine klare Absage an Atomwaffen, Streubomben und Landminen

  • eine defensive Ausrichtung des Militärs

  • die Stärkung von Diplomatie, Entwicklungspolitik und Ziviler Konfliktbearbeitung

Frieden sichtbar machen – im Gespräch, im Handeln, im Alltag

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt“, so Cornelius-Bundschuh. Frieden bedeutet ein Leben in Würde, in Sicherheit, mit funktionierenden Institutionen und mit Raum für Dissens. Er ruft dazu auf, gerade auch im Streit um kontroverse Themen wie Ukraine oder Gaza Friedensarbeit aktiv zu gestalten:

„Wir müssen wieder lernen, über Frieden zu streiten – zivil, respektvoll, im Gespräch mit Andersdenkenden.“

Der Blick auf Hiroshima und auf die „Hibakusha“, die Überlebenden des Atombombenabwurfs, lenkt den Fokus auf das einzelne Schicksal:

Jedes Leben zählt. Jeder Mensch verdient Schutz, Würde und Gehör.

Jetzt ist die Zeit – Komm den Frieden wecken in der FriedensDekade 2025

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November 2025 statt. Sie lädt dazu ein, Friedenslogik im Alltag sichtbar zu machen – in Schulen, Gemeinden, Gruppen und Netzwerken. Erzählen Sie von mutigem Dialog, zeigen Sie Haltung, schaffen Sie Räume für neues Denken und verlässliches Miteinander. Materialien, Plakate und Impulse zur Gestaltung sind in unserem Shop erhältlich.

👉 Weitere Beiträge und Ideen zum Mitmachen unter: www.friedensdekade.de

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