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Schlagwort: ökumenische FriedensDekade 2026

Frauen des Friedens – Pionierinnen mutiger Widerständigkeit

Biographien von Friedensstifterinnen | Eine Serie der ökumenischen FriedensDekade 2026

Wenn die Weltordnung neu geformt wird

Wir leben in einer Zeit, in der die Tektonik der Weltordnung nicht mehr nur bebt, sondern sich bereits neu formiert hat. Der Nahe Osten eskaliert, Venezuela kämpft um demokratische Perspektiven, in Deutschland wird über die Wiedereinführung der Wehrpflicht debattiert, hundert Milliarden Sonderschulden werden für Rüstung bewilligt.

In dieser Situation stellt das Jahresmotto der ökumenischen FriedensDekade 2026 eine existenzielle Frage: Couragiert widerständig zu sein bedeutet nicht, naive Hoffnung zu verkünden. Es bedeutet zu fragen: Wo finden wir Halt, wenn alte Ordnungen zerbrechen?

Warum gerade Frauen? Warum gerade jetzt?

Diese Serie bittet zwölf außergewöhnliche historische Frauen ins Licht. Menschen, die ihre Lebenezeit ihr Leben als Zeugnis für den Frieden gelebt haben.

Von Bertha von Suttner, die 1889 mit ihrem Roman „Die Waffen nieder!“ Europa erschütterte, über Sophie Scholl, deren Widerstand gegen die NS-Diktatur sie das Leben kostete, bis zu Malala Yousafzai, die heute Bildung als stärkste Waffe gegen Gewalt versteht.

Frauen waren und sind Trägerinnen der Friedensbewegung: als Theologinnen, als Aktivistinnen, als Organisatorinnen, als Visionärinnen. Oft aus einer doppelten Widerständigkeit heraus: gegen Krieg und gleichzeitig gegen patriarchale Strukturen, die ihnen keine Stimme geben wollten.

Das Reimschema verstehen, um anders zu handeln

Diese Biographien sind keine Heldinnenverehrung. Sie zeigen Menschen mit Zweifeln, Brüchen und Widersprüchen. Und sie zeigen eine unerschütterliche Überzeugung, dass Frieden möglich ist, auch wenn alle Zeichen auf Krieg stehen.

Die Frauen dieser Serie fanden Halt in ihrem Glauben, in ihrer Gemeinschaft, in der Überzeugung, dass Gott auf der Seite der Unterdrückten steht. Sie verstanden ihr Handeln als geistlichen Dienst.

Spirituelle Wurzeln in tektonischen Zeiten

Die ökumenische FriedensDekade lädt 2026 ein, diese Verbindung wiederzuentdecken: zwischen Glauben und Handeln, zwischen Spiritualität und Widerstand, zwischen Gebet und Protest.

Wir brauchen Gemeinschaften, die tragen. Wir brauchen Geschichten, die ermutigen. Wir brauchen Vorbilder, die zeigen: Es ist möglich. Auch unter schwierigsten Bedingungen. Auch wenn der Ausgang ungewiss ist.

Für wen ist diese Serie gedacht?

Diese Biographien sind für Gemeinden, Frauengruppen, feministische Friedensinitiativen und Bildungsarbeit zu Gender, Frieden und Gerechtigkeit.

Für alle, die sich fragen: Wo waren die Frauen in der Friedensgeschichte? Hier sind sie.

Monatliche Veröffentlichung durch das Jahr 2026

Jeden Monat porträtieren wir eine Frau, die couragiert widerständig für den Frieden eintrat. Zwölf Lebensgeschichten, die zeigen: Frauen haben Geschichte geschrieben.

Jede Biographie ist eigenständig lesbar und bietet Material für Gemeindearbeit, Frauenkreise, Bildungsveranstaltungen und persönliche Inspiration.

Erstes Quartal: Pionierinnen brechen Tabus

Januar: Bertha von Suttner (1843–1914, Österreich)
Bertha von Suttner – Die Waffen nieder!

Februar: Sophie Scholl (1921–1943, Deutschland)
Sophie Scholl – So ein herrlicher sonniger Tag

März: Petra Kelly (1947–1992, Deutschland)
Petra Kelly – Die grüne Rebellin des Friedens

Zweites Quartal: Frieden ist unteilbar

April: Wangari Maathai (1940–2011, Kenia)
Wangari Maathai – Bäume pflanzen für den Frieden

Mai: Leymah Gbowee (Liberia)
Leymah Gbowee – Frieden beginnt auf dem Marktplatz

Juni: Rigoberta Menchú (Guatemala)
Rigoberta Menchú Tum – Stimme der Geächteten und Hüterin der Erde

Drittes Quartal: Standhaftigkeit im Alltag leben

Juli: Rosa Parks (1913–2005, USA)
August: Betty Williams (1943–2020, Nordirland)
September: Bärbel Bohley (1945–2010, DDR)

Viertes Quartal: Radikale Hoffnung praktizieren

Oktober: Dorothy Day (1897–1980, USA)
November: Dorothee Sölle (1929–2003, Deutschland)
Dezember: Malala Yousafzai (Pakistan)

Spendenaufruf FriedensDekade 2026

Teil der ökumenischen FriedensDekade 2026

Diese Biographien sind Teil unseres digitalen Fundaments zum Jahresmotto 2026. Sie zeigen: Couragiert widerständig waren und sind vor allem auch Frauen.

Halten Sie sich fest an diesen Geschichten, an Ihrer Gemeinschaft, an Ihrem Glauben. Werden Sie selbst zur Friedensstifterin, zum Friedensstifter in einer Zeit, die nach Waffen ruft.

Mehr zur FriedensDekade 2026 finden Sie unter friedensdekade.de oder schreiben Sie uns: kontakt@friedensdekade.de

Der Salzmarsch (1930): Eine Handvoll Wahrheit

Friedenszeugen – Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert | Folge 4

Aus der Serie „Friedenszeugen – Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert“ zur Ökumenischen FriedensDekade zum Jahresmotto 2026 „couragiert widerständig“.
Das vollständige Porträt steht als PDF zum Download bereit.

Der Salzmarsch (1930): Eine Handvoll Wahrheit

Wie Gandhi eine Weltmacht mit 385 Kilometern und einem Strandkorn Salz herausforderte

Es ist der Abend des 11. März 1930. Im Sabarmati-Ashram bei Ahmedabad hält ein 61-jähriger Mann seine letzte Gebetsversammlung vor dem Aufbruch. Morgen früh wird er losgehen. 385 Kilometer zu Fuß, bis ans Meer. Mit 78 Gefährten. Gegen das mächtigste Kolonialreich der Welt.

Am nächsten Morgen sagt Gandhi zu seinen Anhängern: „Lasst nicht zu, dass jemand im Zorn unüberlegt Handlungen begeht. Wir haben beschlossen, alle Reserven für die Verfolgung eines ausschließlich gewaltlosen Kampfes einzusetzen.“¹

Dann gehen sie los.

24 Tage später, am 6. April 1930, bückt sich Gandhi am Strand von Dandi, hebt eine Handvoll Salz aus dem Sand und bricht damit das Gesetz der britischen Krone. Es ist eine der kleinsten Gesten der Weltgeschichte. Und eine der wirkungsmächtigsten.

Diese Episode gehört zu unserer Serie „Friedenszeugen – Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert“, in der wir historische Momente beleuchten, in denen gewaltfreier Widerstand Großes bewirkte. Der Salzmarsch von 1930 ist vielleicht das klarste Beispiel: Hier wurde eine der mächtigsten Kolonialherrschaften der Geschichte nicht mit Waffen herausgefordert, sondern mit Wahrheit, Geduld und einem Strandkorn Salz.

Das Monopol und die Armen

Um zu verstehen, warum Salz, muss man verstehen, was Salz bedeutete. Es war kein Luxusgut. Es war das Lebensnotwendigste: zum Konservieren von Nahrung, zum Überleben in der Hitze Indiens, zur täglichen Zubereitung des Grundnahrungsmittels Reis. Und genau dieses Salz hatte die britische Kolonialverwaltung mit einem Monopol belegt.² Es war verboten, Salz selbst zu gewinnen, selbst wenn man am Meer lebte, selbst wenn man neben Salzvorkommen wohnte. Man musste es kaufen, teuer, vom Staat, dem fremden Staat.

Das Salzmonopol war nicht nur eine Steuer. Es war Kontrolle über das Lebensnotwendige. Wer das Salz kontrolliert, kontrolliert die Menschen.

Gandhi verstand das genau. Und er verstand noch etwas anderes: Dieses Gesetz war so offensichtlich ungerecht, dass selbst diejenigen, die dem britischen Empire gegenüber loyal waren, es nicht verteidigen konnten, ohne sich selbst zu beschämen.

Satyagraha: Festhalten an der Wahrheit

Gandhi nannte seine Methode Satyagraha, wörtlich: Festhalten an der Wahrheit.³ Es war kein Konzept der Schwäche. Es war eine Disziplin, strenger als jede militärische Ausbildung. Wer am Salzmarsch teilnahm, verpflichtete sich: keine Gewalt, unter keinen Umständen. Auch nicht wenn Polizisten schlugen. Auch nicht wenn Verhaftungen drohten.

Satyagraha hat nichts mit Passivität zu tun. Sie verlangt eine weit größere Stärke als Gewalt. Sie setzt die Bereitschaft voraus, für eine gerechte Sache zu leiden – und dabei die Würde des Gegners nicht anzutasten.⁴

Was folgte, war eines der erstaunlichsten Phänomene der modernen Geschichte. Die Bilder gingen um die Welt: Inder, die friedlich Salz schöpften und dafür geschlagen wurden. Männer, die ohne Gegenwehr zu Boden gingen. Frauen, die die Reihen der Verhafteten sofort wieder schlossen. Die Brutalität der Kolonialherrschaft und die Würde des Widerstands auf einem einzigen Foto.

Die Weltpresse berichtete. Die britische Öffentlichkeit war erschüttert. Das Empire hatte sein Gesicht verloren, nicht durch Niederlage, sondern durch das Spiegelbild seiner eigenen Gewalt.

Das Gebet als politischer Akt

Gandhi betete täglich. Nicht als Nebenbeschäftigung, sondern als Grundlage. Jeder Marschtag begann mit einer Gebetsversammlung, jeder Abend endete damit. Das war keine Inszenierung. Das war Überzeugung: Gewaltlosigkeit als spirituelle Praxis, nicht als politische Taktik.

Er schrieb vor dem Marsch an den britischen Vizekönig: „Mein Ehrgeiz besteht in nichts Geringerem als darin, das englische Volk durch Gewaltlosigkeit zu bekehren und zu der Erkenntnis zu führen, welches Unrecht es Indien angetan hat.“⁵

Der Vizekönig antwortete nicht persönlich.

Diese Verbindung von Gebet und Widerstand ist der Kern, den die ökumenische FriedensDekade im Salzmarsch erkennt: Frieden ist keine politische Strategie allein. Er wächst aus einer inneren Haltung, aus der Überzeugung, dass die Würde des anderen unantastbar ist, auch die Würde des Gegners. Das unterscheidet Satyagraha von allem, was wir heute unter politischem Druck verstehen.

Was uns das heute sagt

Wer kontrolliert heute das Lebensnotwendige? Die Frage ist alt. Die Antworten verschieben sich.

1930 war es Salz. Heute sind es Lieferketten, Energieversorgung, Rohstoffe. Wer sie kontrolliert, kontrolliert Abhängigkeiten, das gilt für Staaten genauso wie für Menschen. Der Iran-Konflikt 2026 ist auch ein Konflikt um Öl-Lieferrouten, um Energiesicherheit, um wirtschaftliche Einflusssphären. Das sagt niemand so direkt. Aber es stimmt.

Und innenpolitisch? Wir erleben gerade, wie die Debatte über Sicherheit sehr schnell sehr eng wird. Aufrüstung hier, Wehrpflicht dort. Ob es daneben noch Raum gibt für die Frage, was zivile Sicherheit bedeutet, Bildung, soziale Stabilität, Konflikttransformation, das ist offen. „Wir als FriedensDekade stellen diese Frage. Nicht weil wir die Antwort haben. Sondern weil wir glauben, dass sie gehört werden sollte.“

Gandhi hat 1930 keinen Masterplan gehabt. Er hatte eine Überzeugung und einen Strand. Ob seine Methode auf 2026 übertragbar ist, vollständig, eins zu eins, das glauben wir ehrlich gesagt nicht. Die Welt ist komplizierter geworden. Aber der Kern bleibt: Wer das Lebensnotwendige als Druckmittel einsetzt, hat die Legitimation verloren. Und wer schweigt, macht mit.

Die Schülerinnen und Schüler, die am 8. Mai 2026 auf die Straße gingen, bewusst am Jahrestag des Kriegsendes, erinnern uns daran, dass diese Fragen nicht akademisch sind. Sie sind generational. Was wir heute entscheiden, tragen andere aus.

Eine letzte Wahrheit

Der Salzmarsch hat Indien nicht sofort befreit. Gandhi wurde verhaftet. Die Unabhängigkeit kam erst 1947, 17 Jahre später. Das ist die nüchterne Wahrheit.

Und doch: Der Marsch hat die Welt verändert. Er hat gezeigt, dass ein Volk, das seine Würde nicht aufgibt, letztlich stärker ist als eine Armee. Er hat Bewegungen inspiriert, die nach ihm kamen: die Bürgerrechtsbewegung in den USA, die Friedensbewegung in Europa, den gewaltfreien Widerstand in der DDR, deren Jugendliche ihren Aufnäher trugen wie Gandhi sein Salz, ein kleines Zeichen, das eine große Wahrheit trägt.

Was von 1930 bleibt: Widerstand braucht keine Waffen. Er braucht Wahrheit, Geduld und die Bereitschaft, dafür einzustehen. Das ist unbequem. Es ist auch das Einzige, was dauerhaft etwas verändert.

Couragiert widerständig, wie Gandhi und die Satyagrahi auf dem Weg nach Dandi. Für eine Welt, in der das Lebensnotwendige nicht als Druckmittel dient, und Frieden nicht nur denen gehört, die Waffen haben.

Reflexionsfragen

  1. Welches „Salzmonopol“ begegnet Ihnen in Ihrem Alltag: Wer kontrolliert, was als alternativlos gilt?
  2. Satyagraha bedeutet leiden ohne Gegengewalt. Wo stoßen Sie persönlich an die Grenzen dieser Haltung?
  3. Was wäre heute ein Äquivalent zur Handvoll Salz: eine kleine, konkrete Geste, die eine große Wahrheit sichtbar macht?

Gebet

Gott,
gib uns den Mut der kleinen Geste.
Dass wir aufstehen, auch wenn niemand zusieht.
Dass wir schweigen können, wo Worte verletzen,
und sprechen, wo Schweigen schuldig macht.
Amen.

Quellenangaben

¹ Gandhi, Mohandas K.: Gebetsansprache, Sabarmati-Ashram, 11. März 1930. Zit. nach: ernaehrungsdenkwerkstatt.de/fileadmin/user_upload/EDWText/TextElemente/Lebensmittel/Salz_Politik_Salzmarsch_Indien_Gandhi_Infos.pdf

² Salzmarsch. Wikipedia

³ Satyagraha. Wikipedia

keinegewalt.com: Satyagraha in Theorie und Praxis. 

⁵ Gandhi an Vizekönig Lord Irwin, März 1930. Zitat nach dadalos-d.org/deutsch/Vorbilder/Vorbilder/gandhi/salzmarsch.htm

Rigoberta Menchú Tum – Stimme der Geächteten und Hüterin der Erde

Biographie einer Friedenspionierin

Zum Jahresmotto 2026 der ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“

„Peace is not only the absence of war; as long as there is poverty, racism, discrimination and exclusion, we could hardly achieve a world of peace.“ (Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg; solange es Armut, Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung gibt, können wir schwerlich eine Welt des Friedens erreichen.)

Rigoberta Menchú Tum (Guatemala, geboren 1959) sprach aus bitterer Erfahrung. Ihr Vater starb 1980 beim Brand der spanischen Botschaft in Guatemala-Stadt, ihre Mutter und ihr Bruder wurden vom Militär ermordet. Das Schicksal ihrer Familie war kein Einzelschicksal. Es war das kollektive Trauma des Maya-K’iche‘-Volkes, das eine Militärdiktatur mit systematischer Gewalt verfolgte.

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In unserer Reihe „Frauen des Friedens“ zur ökumenischen FriedensDekade 2026 stellen wir Pionierinnen mutiger Widerständigkeit vor. Mit Wangari Maathai haben wir im April gezeigt, dass Schöpfungsbewahrung Friedensarbeit ist. Mit Leymah Gbowee im Mai, dass Frieden von unten wächst. Rigoberta Menchú Tum scließen wir den Schwerpunkt „Schöpfung & Gerechtigkeit Wer die Erde raubt, raubt auch das Leben.

Das Buch, das die Welt aufweckte

Im Exil in Mexiko erkannte Rigoberta Menchú: Das wirksamste Mittel des Unrechts ist das Schweigen der Weltöffentlichkeit. 1982 diktierte sie der Anthropologin Elisabeth Burgos ihre Lebensgeschichte. Das daraus entstandene Buch „Ich heiße Rigoberta Menchú und so entstand mein Gewissen“ gab dem namenlosen Sterben in den Bergen Guatemalas erstmals ein Gesicht.

Als indigene Frau, der die koloniale Gesellschaft jegliches Recht auf Sprache abgesprochen hatte, brach sie das Schweigen, das die Diktatur ihren Opfern auferlegt hatte. Jahre später stellte ein Anthropologe einzelne Angaben des Buches in Frage. Menchú räumte ein, Erlebnisse anderer in ihre eigene Erzählung eingewoben zu haben, um das kollektive Schicksal ihres Volkes sichtbar zu machen. Sie ließ sich davon nicht beirren. Die Massaker hatten stattgefunden. Die Erde war geraubt worden. Die Menschen waren tot.

Sie reiste von Land zu Land, sprach vor den Vereinten Nationen, organisierte den gewaltfreien Widerstand aus dem Exil. 1992, genau 500 Jahre nach der Ankunft von Christoph Kolumbus in Amerika, erhielt sie den Friedensnobelpreis.

 

 

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Schöpfung als Lebensgrundlage

Für das Volk der Maya ist die Erde kein Spekulationsobjekt. Sie ist spirituelle Heimat und Lebensgrundlage. Der Raub des Landes durch Großgrundbesitzer war deshalb nicht nur wirtschaftliches Unrecht. Es war ein Angriff auf die Würde eines ganzen Volkes und auf die Schöpfung selbst.

Menchú zeigt: Umweltzerstörung, Rassismus und Gewalt sind eng verbunden. Wer den Boden ausbeutet, beutet auch die Menschen aus, die auf ihm leben. Diese Erkenntnis verbindet sich mit dem biblischen Auftrag aus Genesis 2,15: die Erde bebauen und bewahren, nicht ausbeuten und zerstören.

Inmitten von Verlust und Bedrohung bewahrte sie den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2. Timotheus 1,7). Sie verfiel nicht der Spirale der Gegengewalt, sondern setzte auf das Wort, auf das Recht, auf die Hoffnungskraft einer besseren Zukunft.

 

Was Rigoberta uns heute sagt

Weltweit werden Umweltaktivistinnen und Aktivisten sowie indigene Gemeinschaften bedroht, wenn sie sich der Ausbeutung der Natur entgegenstellen. Rigobertas Botschaft bleibt dringend: Frieden entsteht nicht durch militärische Absicherung allein. Frieden setzt Gerechtigkeit voraus, die Bewahrung der Schöpfung und den Respekt vor der Würde des Nächsten.

Ihr Leben fordert uns auf, das Schweigen zu brechen, wo Unrecht geschieht, und unseren eigenen Wohlstand zu hinterfragen.

Fragen zur Reflexion:

Rigoberta Menchú sieht den Frieden gefährdet, solange Armut, Diskriminierung und Umweltzerstörung existieren. Wo sehen Sie in Ihrem Alltag den Zusammenhang zwischen ökologischer Zerstörung und gesellschaftlichem Unfrieden?

Menchú brach das Schweigen über die Verbrechen in ihrem Heimatland unter Lebensgefahr. In welchen Bereichen Ihrer Gemeinde nehmen Sie ein lähmendes Schweigen wahr, das durch couragierten Widerstand gebrochen werden müsste?

Trotz des Verlusts ihrer engsten Angehörigen lehnte Menchú die Logik der Rache ab. Was gibt uns die Kraft, in Konflikten nicht mit Gegengewalt zu reagieren, sondern für das Recht einzutreten?

 

Gebet: Gott der Gerechtigkeit, danke für Menschen wie Rigoberta Menchú, die das Schweigen brachen und für die Würde ihres Volkes eintraten. Gib uns Mut, die Schöpfung zu bewahren und die Stimme zu erheben, wo Unrecht geschieht. Amen.

 


Couragiert widerständig, wie Rigoberta Menchú Tum.
Für eine Welt, in der die Würde aller Völker geachtet und die Schöpfung bewahrt wird.


Quellen und zum Weiterlesen:

Rigoberta Menchú / Elisabeth Burgos: „Ich heiße Rigoberta Menchú und so entstand mein Gewissen“ (1983)
Rigoberta Menchú: „Die Enkel der Maya. Das Überleben der indigenen Kulturen Guatemalas“ (1998)
Fundación Rigoberta Menchú Tum: www.menchutum.org

 

 

Frauen des Friedens Leymah Gbowee

Leymah Gbowee – Frieden beginnt auf dem Marktplatz

Biographie einer Friedenspionierin

Zum Jahresmotto 2026 der ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“

„We must continue to unite in sisterhood to turn our tears into triumph, our despair into determination and our fear into fortitude.“ (Wir müssen uns weiterhin in Schwesternschaft vereinen, um unsere Tränen in Triumph zu verwandeln, unsere Verzweiflung in Entschlossenheit und unsere Angst in Stärke.)

Leymah Gbowee (Liberia, geboren 1972) sprach aus Erfahrung. Sie kannte Tränen, Verzweiflung und Angst. Sie hatte jahrelang in einem Land gelebt, das sich selbst zerfleischte. Und dann stand sie auf. Und mit ihr standen Tausende Frauen auf.

 

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In unserer Reihe „Frauen des Friedens“ zur ökumenischen FriedensDekade 2026 stellen wir Pionierinnen mutiger Widerständigkeit vor. Die ersten drei Frauen zum thematischen Schwerpunkt Aufbruch waren von Suttner, Scholl und Kelly. Mit Maathai und nun Gbowee vertiefen wir den Schwerpunkt Schöpfung & Gerechtigkeit. Leymah Gbowee zeigt: Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg. Frieden ist die Anwesenheit von Gerechtigkeit.

2026 leben wir in einer Welt, die auf militärische Hierarchien setzt, auf Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Leymah Gbowee zeigt uns einen anderen Weg: Frieden kommt nicht von den Verhandlungstischen der Mächtigen, sondern von den Marktplätzen der Frauen. Von der horizontalen Macht der Gemeinschaft.

Wenn Gott im Traum ruft

Leymah Roberta Gbowee wurde 1972 in Monrovia geboren. 1989 brach der erste liberianische Bürgerkrieg aus. Milizführer kämpften um Macht und Bodenschätze. Kindersoldaten wurden mit Drogen an die Front geschickt. Vergewaltigungen waren Kriegswaffe.

Leymah war 17, als der Krieg begann. Sie floh, wurde Mutter, lebte in einer gewalttätigen Beziehung. Sie arbeitete mit traumatisierten Kindersoldaten. Jeden Tag sah sie, was Krieg aus Menschen macht.

2002 hatte Leymah einen Traum. Sie hörte eine Stimme: „Versammle die Frauen, um für Frieden zu beten.“¹ Wie sollte sie, eine einzelne Frau ohne Macht, Frauen versammeln? Wie sollten Gebete einen Krieg beenden?

Aber die Stimme ließ sie nicht los. Leymah erkannte: Das war ein Auftrag. Gott rief sie nicht, weil sie mächtig war, sondern weil sie bereit war. Sie vertraute darauf, dass eine Kraft größer war als ihre Ohnmacht. Sie betete, um „den Teufel zurück in die Hölle zu treiben“.²

 

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Die Kraft der weißen T-Shirts

Leymah begann, Frauen zu versammeln. Zunächst Christinnen. Dann geschah etwas Radikales: Sie sprach auch muslimische Frauen an. In einem Land, das entlang religiöser Linien zerrissen war, war das gewagt. Die muslimischen Frauen erkannten: Unsere Söhne sterben genauso. Krieg kennt keine Religion. Warum sollte Frieden Religion trennen?

So entstand „Women of Liberia Mass Action for Peace“ – eine interreligiöse Frauenbewegung. Christinnen und Musliminnen trugen weiße T-Shirts. Weiß für Frieden, weiß für Einheit. Sie besetzten öffentliche Plätze. Sie saßen in der prallen Sonne auf dem Fischmarkt in Monrovia, Tag für Tag. Sie beteten, sie forderten. Sie verweigerten ihren Männern Sex, bis Frieden geschlossen wurde.³

Aber wichtiger war ihre Präsenz. Sie waren da. Sie ließen sich nicht vertreiben.

Präsident Charles Taylor konnte sie nicht ignorieren. Tausende Frauen in weißen T-Shirts forderten: Verhandelt. Beendet den Krieg.

Ghana 2003: Als Frauen Milizführer einsperrten

2003 begannen Friedensverhandlungen in Accra, Ghana. Die Milizführer verhandelten halbherzig, zogen die Gespräche in die Länge. Draußen warteten die Frauen in weißen T-Shirts.

Im August 2003 wollten die Milizführer den Saal verlassen, ohne Ergebnis. Leymah und ihre Frauen blockierten die Türen. Sie ließen niemanden raus.⁴

Die Milizführer drohten mit Verhaftung. Leymah drohte zurück: „Wir haben keine Angst mehr. Wir sind bereit, für das zu sterben, woran wir glauben.“⁴ Dann begann sie, ihr T-Shirt auszuziehen. In der liberianischen Kultur eine tiefe Schande, ein Fluch.

Die Milizführer erstarrten. Das war ihr Moment des Mutes: Die Frauen riskierten öffentliche Demütigung, Verhaftung, Gewalt. Aber sie standen da. Unbewegt.

Die Milizführer blieben. Sie verhandelten weiter. Wenige Wochen später wurde Frieden geschlossen. Der Krieg war vorbei.

Heilige Wut als Kraft

Leymah war wütend. Wütend auf Milizführer, die Kindersoldaten rekrutierten. Wütend auf die Welt, die zusah.

Aber diese Wut machte sie stark. Leymah lehrte: Eure Wut ist heilig. Aber wir verwandeln sie nicht in Gewalt, sondern in Handeln. Wir organisieren uns. Wir besetzen Räume.

2011 erhielt Leymah den Friedensnobelpreis für ihren „gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen“.⁵ In ihrer Rede sagte sie: „Ich bin das Gesicht der Frauen, die ihr nicht seht.“⁵

Was Leymah uns heute sagt

Frieden beginnt bei den Betroffenen. Frieden kommt von den Marktplätzen, nicht von Verhandlungstischen. Wer Frieden will, muss denen zuhören, die am meisten leiden.

Gemeinschaft überwindet Grenzen. Leymah vereinte christliche und muslimische Frauen. Unser Leid ist größer als unsere Unterschiede.

Wut ist eine Kraft für Gerechtigkeit. Friede bedeutet nicht, nett zu sein. Friede bedeutet, heilige Wut in Handeln umzuwandeln.

Leymah Gbowee zeigt: Auch wenn du arm bist, auch wenn du keine Macht hast, auch wenn du Angst hast – du bist Werkzeug für einen größeren Frieden.


Couragiert widerständig, wie Leymah Gbowee. Für eine Welt, in der Frieden von unten wächst.


Quellen und zum Weiterlesen:

¹ Leymah Gbowee: „Mighty Be Our Powers: How Sisterhood, Prayer, and Sex Changed a Nation at War“ (2011), Kapitel 8

² Dokumentarfilm: „Pray the Devil Back to Hell“ (Regie: Gini Reticker, 2008)

³ Gbowee (2011), Kapitel 10

⁴ Dokumentiert in „Pray the Devil Back to Hell“ (2008); Gbowee (2011), Kapitel 14

⁵ The Nobel Peace Prize 2011, Nobelprize.org

Gbowee Peace Foundation: www.gboweepeacefoundation.org

Ziviler Einsatz statt Gewaltlogik: Leymah Gbowee machte mit der Frauenfriedensbewegung in Liberia deutlich, dass Frieden von unten wächst – durch zivilen Mut, gemeinsames Handeln und die bewusste Entscheidung gegen Gewalt. Ihr Engagement stellt bis heute die Frage, wie Menschen Verantwortung für Frieden übernehmen können, ohne Teil militärischer Eskalation zu werden. Diese Frage greift auch der Beitrag Freiwillige Dienste oder Wehrpflicht?“ im Materialheft zur FriedensDekade 2025 auf Seite 40 auf. Sichern Sie sich diese praxisnahen Entwürfe im Materialheft 2025 zum Aktionspreis oder Bestellen Sie schon heute das Gesamtpaket im Abo für die Erstlieferung im Juni diesen Jahres.

15. Februar 2003: Die Welt sagt Nein– Über Mut, Gewissen und die Grenzen des Gehörtwerdens

Friedenszeugen – Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert | Folge 3

Aus der Serie „Friedenszeugen – Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert“ zur Ökumenischen FriedensDekade zum Jahresmotto 2026 „couragiert widerständig“.
Das vollständige Porträt steht als PDF zum Download bereit.


15. Februar 2003: Die Welt sagt Nein

Über Mut, Gewissen und die Grenzen des Gehörtwerdens

Es ist Samstag, der 15. Februar 2003. In Berlin ist es kalt. Die Veranstalter hatten mit 80.000 gerechnet, vielleicht 150.000. Es kommen 500.000.¹ Ein Querschnitt, den es so selten gibt: Junge und Alte, Linke und Konservative, Schulklassen und Gewerkschaftsgruppen, Müllwerker und Hochschullehrer, Deutsche und in Deutschland lebende US-Amerikaner. Vom Podium spricht der Theologe Friedrich Schorlemmer: „Wir stehen hier in der großen Ökumene des Friedens.“²

An diesem Tag gehen weltweit zwischen sechs und zehn Millionen Menschen auf die Straße, in über 600 Städten, auf allen Kontinenten. Es ist der 15. Februar 2003. Die größte koordinierte Friedensdemonstration, die die Welt je gesehen hat.³

Fünf Wochen später beginnt der Angriff auf den Irak.

Die Weigerung zu schweigen

Keine zentrale Organisation, keine Führung. Was es gab: eine wachsende Überzeugung, dass dieser Krieg falsch war, und die Bereitschaft, das sichtbar zu machen. Menschen, die noch nie demonstriert hatten. Menschen, die wussten, dass sie wahrscheinlich nichts ausrichten würden, und die trotzdem kamen.

Das ist das Wesen von Zivilcourage: nicht die Gewissheit des Erfolgs, sondern die Weigerung zu schweigen.

Viele trugen eine Erinnerung mit sich, die größer war als der Tag selbst. Der 8. Mai 1945, das Kriegsende, die Befreiung, war für eine Generation noch keine Schulbucherinnerung. Es war die Geschichte ihrer Eltern, ihrer Großeltern. Das „Nie wieder“ hatte gerade in Deutschland eine andere Wucht. Weil die Erinnerung noch körperlich war.

Der Spiegel der Politik

Es gab Regierungen, die Nein sagten. Bundeskanzler Schröder hatte im August 2002 eine klare Linie gezogen. Am Vorabend des Angriffs bekräftigte er in einer Fernsehansprache: „Meine Antwort in diesem Fall war und ist: Nein.“⁴ Frankreichs Präsident Chirac drohte im UN-Sicherheitsrat mit einem Veto. War es Überzeugung? Politisches Kalkül? Wahrscheinlich beides. Diese Frage bleibt offen, und sie ist ehrlicher als jede Glorifizierung.

Auf der anderen Seite standen Geheimdienstberichte, die dem UN-Sicherheitsrat als gesicherte Beweise präsentiert wurden: Massenvernichtungswaffen im Irak. US-Außenminister Colin Powell trug sie vor, mit Satellitenbildern und Abhörprotokollen. Großbritanniens Premier Blair, wie Schröder Sozialdemokrat, stellte sein Land hinter diese Begründung, obwohl eine Million Menschen in London demonstriert hatten.

Was später festgestellt wurde: Die Belege waren falsch.⁵ Powell nannte seine Rede vor den Vereinten Nationen Jahre später den Schandfleck seiner Karriere. Konsequenzen für die Entscheidung selbst? Keine. Zwischen 275.000 und 306.000 Zivilisten starben bis 2019 infolge der Gewalt.⁶

Die Frage, was internationale Rechtsordnung wert ist, wenn Mächtige sie übergehen, stellte sich damals. Sie stellt sich 2026 dringlicher denn je.

Was Gewissen bedeutet, wenn die Stunde kommt

Die Bibel kennt diese Erschöpfung: Menschen, die reden und nicht gehört werden. Jeremia rief zur Umkehr, jahrzehntelang. Jerusalem fiel trotzdem. Aber er sagte es trotzdem. Weil Zeugnis nicht davon abhängt, ob es Erfolg hat. Weil der gerechte Friede eingefordert werden muss. Auch wenn die Mächtigen nicht hören. Gerade dann.

Was uns das heute sagt

Am 8. Mai 2026 gehen Schülerinnen und Schüler bundesweit auf die Straße. Bewusst an diesem Datum: dem Jahrestag des Kriegsendes 1945. Sie sagen Nein zur Wehrpflicht, Nein zu einer Politik, die Milliarden in Aufrüstung lenkt, während Bildung und Zukunft ihrer Generation zur Verhandlungsmasse werden.⁷ Andere Themen als 2003. Eine andere Generation. Dieselbe Geste.

Und ringsum: Kriege in der Ukraine, in Gaza, im Nahen Osten. Seit Ende Februar 2026 werden Militärschläge geflogen, begründet mit einem Atomprogramm, kurz nachdem die zuständige internationale Behörde erklärte, es gebe auf Basis der vorliegenden Informationen keinen Beweis dafür.⁸ Die Parallelen ziehen sich von selbst.

Was Europa antwortet? Vorsichtige Statements. Diplomatische Formeln. Haltung zu zeigen kostet mehr als 2003. Das stimmt. Aber Unübersichtlichkeit war noch nie ein Grund, zu schweigen.

Eine letzte Wahrheit

Der 15. Februar 2003 hat den Krieg nicht verhindert. Und doch haben die Millionen, die damals aufstanden, etwas hinterlassen: einen Maßstab, eine Erinnerung daran, dass es möglich ist, Nein zu sagen, laut, öffentlich, gewaltfrei. Dass es Menschen gab, die nicht geschwiegen haben. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist Zeugnis. Das ist Vermächtnis.

Gerade heute, in einer Welt, in der so viele gleichzeitig Haltung brauchen, brauchen wir diese Erinnerung. Nicht als Erfolgsgeschichte. Als Zeugnis.

Couragiert widerständig, wie die Millionen auf den Straßen vom 15. Februar 2003. Für eine Welt, in der kein Krieg mit falschen Belegen beginnt, und kein Friede mit Schweigen endet.

Quellenangaben

¹ Wissenschaft & Frieden / Universität Antwerpen: Sozialwissenschaftliche Befragung der Berliner Friedensdemonstration vom 15. Februar 2003. wissenschaft-und-frieden.de/artikel/die-friedensdemonstranten/

² Friedensratschlag: Dokumentation der bundesweiten Demonstration gegen den Irakkrieg, 15. Februar 2003. ag-friedensforschung.de/bewegung/15-02-2003/Welcome.html

³ German History in Documents and Images: Demonstration gegen den Irakkrieg (15. Februar 2003). germanhistorydocs.org/de/ein-neues-deutschland-1990-2023/demonstration-gegen-den-irakkrieg-15-februar-2003

⁴ Schröder, Gerhard: Fernsehansprache vom 18. März 2003. Zit. nach: germanhistory-intersections.org

⁵ evangelisch.de: Colin Powells „Schandfleck“-Rede vor 20 Jahren. Januar 2023. evangelisch.de/inhalte/211125/23-01-2023/falschinformationen-zum-irak-colin-powells-schandfleck-rede-vor-20-jahren

⁶ Watson Institute, Brown University: Costs of War Project. watson.brown.edu

⁷ Berliner Zeitung / Netzwerk Friedenskooperative: Schulstreiks gegen Wehrpflicht am 8. Mai 2026. berliner-zeitung.de/article/demonstration-gegen-die-wehrpflicht-tausende-schueler-streiken-am-8-mai-10034940 sowie friedenskooperative.de/aktion/schulstreiks-gegen-die-wehrpflicht-am-8-5

⁸ Bundeszentrale für politische Bildung: Chronik Irans Atomprogramm. Stand April 2026. bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/576705/chronik-irans-atomprogramm/

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