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Schlagwort: Leymah Gbowee

Neue Ausstellung der Ökumenischen FriedensDekade: „Frauen des Friedens“ geht nach erfolgreicher Startphase in Produktion

Bonn/Berlin, 19.08.2026 – Die Ökumenische FriedensDekade veröffentlicht im Vorfeld der diesjährigen FriedensDekade das neue dezentrale Ausstellungs-Set „Frauen des Friedens“. Bereits am ersten Tag nach der Ankündigung wurde das gesteckte Mindestziel an Vorbestellungen erreicht. Damit steht fest: Das Projekt wird realisiert und im Herbst bundesweit an zahlreichen Orten zu sehen sein.

Seit über 45 Jahren steht die Ökumenische FriedensDekade für Gerechtigkeit, gerechten Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Angesichts der weltweiten Herausforderungen setzt die neue Plakatreihe ein Zeichen für ziviles Engagement und stellt das Wirken herausragender Friedensstifterinnen in den Mittelpunkt.

„Dass bereits innerhalb von zehn Stunden genügend Vorbestellungen eingegangen sind, zeigt das große Interesse in den Gemeinden an konkreten Beispielen für gewaltfreien Widerstand“, erläutert Lars Blume, Initiator des Ausstellungs-Konzepts. „Durch den frühen Rücklauf können wir direkt in die finale Gestaltung und redaktionelle Ausarbeitung einsteigen.“

15 Plakattafeln mit multimedialem Zugang

Die zeitlos angelegte Ausstellung porträtiert auf 15 Tafeln zwölf prägende Persönlichkeiten aus verschiedenen Epochen und Kontinenten; darunter Bertha von Suttner, Sophie Scholl, Wangari Maathai, Malala Yousafzai und Leymah Gbowee.

Um den Aufwand vor Ort gering zu halten, setzt das Projekt auf eine digitale Drucklizenz: Ausstellende laden die Vorlagen herunter und lassen sie direkt vor Ort drucken. Ergänzt werden die visuellen Porträts (Gestaltung: Karla Ritter) durch Kurzvideos (Reels) via QR-Code, eine pädagogische Handreichung sowie eine Vorlage zur Einbindung regionaler Friedensstifterinnen aus der eigenen Gemeindegeschichte.

Der vergünstigte Presale-Preis von 42,00 Euro für die digitale Drucklizenz gilt auf friedensdekade.de/shop weiterhin bis zum 6. September 2026 (danach 49,00 Euro).

Spende ermöglicht Freilizenzen und Druckkostenzuschüsse 

Zusätzlich erhielt das Projekt eine Großspende. Diese Mittel werden gezielt eingesetzt, um finanziell schwächer aufgestellten Einrichtungen, Schulen, Jugendgruppen oder kleinen Gemeinden die Nutzung der Ausstellung zu ermöglichen. Interessierte Gruppen können sich ab sofort um eine geförderte Freilizenz oder einen Druckkostenzuschuss bewerben.

Interessierte Kirchengemeinden, Schulen und Initiativen finden alle Informationen sowie die Möglichkeit zur Bestellung unter: www.friedensdekade.de

Pressebild-Hinweis: Ein hochauflösendes Entwurfs- und Visualisierungsfoto der Ausstellung zur redaktionellen Nutzung steht unter www.friedensdekade.de/downloads zum Download bereit. Bildnachweis: Ökumenische FriedensDekade / KI-Visualisierung

 

Über die Ökumenische FriedensDekade Die Ökumenische FriedensDekade ist eine bundesweite Aktionszeit der Kirchen und Friedensinitiativen. Sie findet jedes Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag im November statt und bringt seit 1980 Menschen unterschiedlicher Konfessionen im gemeinsamen Friedens-Engagement zusammen. Kirchengemeinden, Initiativen und Gruppen laden in dieser Zeit zu Gottesdiensten, Friedensgebeten, Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen ein.

 

Pressekontakt:
Jan Gildemeister
Vorsitz Ökumenische FriedensDekade e.V./ AGDF
E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Tel.: 0228 / 24 999 -13

Starkes Zeichen vor Ort: Machen Sie „Frauen des Friedens“ zu Ihrer FriedensDekade Ausstellung 2026!

Von Bertha von Suttner bis Malala Yousafzai – Jetzt vorbestellen und die Veröffentlichung sichern.

In den Rückmeldungen zum Friedensbrief taucht seit Monaten ein Wunsch immer wieder auf: Könnte man die „Frauen des Friedens“ nicht als Ausstellung vor Ort zeigen? Nicht nur digital lesen, sondern im Gemeindehaus, in der Schule oder im Foyer davor stehen bleiben, ins Gespräch kommen und Haltung zeigen. Diese Idee stammt direkt aus Ihrer Leserschaft. Wir wollen sie gemeinsam umsetzen.

Ehrlich gesagt ist das ein Experiment: Wir gehen erst dann in die finale Gestaltung und Produktion, wenn wir wissen, dass die Idee getragen wird. Mit Ihrer Vorbestellung entscheiden Sie mit, ob es diese Ausstellung im November geben wird. Die Vorbestellung läuft getrennt von unseren übrigen Shop-Artikeln und erfolgt risikofrei auf Rechnung. Kommt bis Mitte September nicht die nötige Mindestanzahl zusammen, verfällt Ihre Bestellung automatisch. Es entstehen keinerlei Kosten. Erreichen wir das Ziel, geht die Ausstellung sofort in Produktion.

Wir wollen dieses Wagnis eingehen, aber dafür brauchen wir jetzt Ihre Vorbestellung!

Ob aus der Idee eine fertige Ausstellung wird, liegt in Ihren Händen. Wir bitten Sie daher: Bestellen Sie schon jetzt, um das Projekt überhaupt erst zu ermöglichen.

Die Bestellung läuft getrennt von unseren übrigen Shop-Artikeln und erfolgt völlig risikofrei auf Rechnung:

  1. Kein Risiko: Kommt bis Mitte September nicht die nötige Mindestanzahl zusammen, verfällt Ihre Bestellung automatisch. Es entstehen Ihnen keinerlei Kosten.

  2. Bei Erfolg: Erreichen wir das Ziel, geht die Ausstellung sofort in Produktion. Sie erhalten Ihre Drucklizenz sowie die pädagogische Handreichung rechtzeitig vor November.

Am einfachsten und schnellsten bestellen Sie die Ausstellung im Vorverkauf separat, ohne weitere Artikel im Warenkorb. So ist eine reibungslose Zuordnung für die spätere Rechnungsstellung garantiert.

Verwenden Sie dafür einfach unseren Direkt-Link:

Jetzt Ausstellungs-Set direkt in den Warenkorb legen & vorbestellen

(Der Vorverkaufs-Rabatt von 42,00 € statt 59,00 € wird automatisch berücksichtigt. Sollte das Mindestziel nicht erreicht werden, stornieren wir die Bestellung kostenfrei.)

15 Tafeln, dezentral und flexibel als digitale Drucklizenz

Aus den zwölf Biografien entsteht ein flexibles Ausstellungs-Set als digitale Drucklizenz. Keine schweren Kisten, kein Logistikaufwand. Sie drucken die Plakate vor Ort, vom Gemeindedrucker in A3 bis zur lokalen Druckerei in A1. Die Druckkosten liegen erfahrungsgemäß bei ca. 50 bis 70 Euro für ein A1-Ganzset.

Das Set enthält neben Intro- und Outro-Tafel eine Vorlage für eine 13. Tafel, die Sie beliebig oft gestalten können: für Frauen aus Ihrer Region, Ihrer Kirchengemeinde oder Stadtgeschichte. Dazu eine pädagogische Handreichung mit Bausteinen für Gottesdienste, Schulstunden, Raum-Tipps und Pressemitteilungen.

Diese zwölf Frauen warten auf Ihren Einsatz

Pionierinnen brechen Tabus:
Bertha von Suttner (Österreich), Sophie Scholl (Deutschland), Petra Kelly (Deutschland)

Frieden ist unteilbar:
Wangari Maathai (Kenia), Leymah Gbowee (Liberia), Rigoberta Menchú Tum (Guatemala)

Standhaftigkeit im Alltag leben:
Rosa Parks (USA), Betty Williams (Nordirland), Bärbel Bohley (DDR)

Hoffnungskraft praktizieren:
Dorothy Day (USA), Dorothee Sölle (Deutschland), Malala Yousafzai (Pakistan)

Die Drucklizenz ist bis Anfang September zum Vorverkaufspreis von 42 Euro erhältlich, danach 49 Euro. Am einfachsten bestellen Sie die Ausstellung separat, ohne weitere Artikel im Warenkorb.

Am einfachsten und schnellsten bestellen Sie die Ausstellung im Vorverkauf separat, ohne weitere Artikel im Warenkorb. So ist eine reibungslose Zuordnung für die spätere Rechnungsstellung garantiert.

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Was Sie mit der Bestellung erhalten:
Eine dauerhafte digitale Nutzungslizenz für einen Standort inklusive 15 hochauflösender Druckvorlagen und pädagogischer Handreichung. Die Ausstellungstafeln selbst werden nicht mit der Lizenz geliefert, sondern von Ihnen vor Ort auf eigene Kosten gedruckt.

Frauen des Friedens Leymah Gbowee

Leymah Gbowee – Frieden beginnt auf dem Marktplatz

Biographie einer Friedenspionierin

Zum Jahresmotto 2026 der ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“

„We must continue to unite in sisterhood to turn our tears into triumph, our despair into determination and our fear into fortitude.“ (Wir müssen uns weiterhin in Schwesternschaft vereinen, um unsere Tränen in Triumph zu verwandeln, unsere Verzweiflung in Entschlossenheit und unsere Angst in Stärke.)

Leymah Gbowee (Liberia, geboren 1972) sprach aus Erfahrung. Sie kannte Tränen, Verzweiflung und Angst. Sie hatte jahrelang in einem Land gelebt, das sich selbst zerfleischte. Und dann stand sie auf. Und mit ihr standen Tausende Frauen auf.

 

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In unserer Reihe „Frauen des Friedens“ zur ökumenischen FriedensDekade 2026 stellen wir Pionierinnen mutiger Widerständigkeit vor. Die ersten drei Frauen zum thematischen Schwerpunkt Aufbruch waren von Suttner, Scholl und Kelly. Mit Maathai und nun Gbowee vertiefen wir den Schwerpunkt Schöpfung & Gerechtigkeit. Leymah Gbowee zeigt: Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg. Frieden ist die Anwesenheit von Gerechtigkeit.

2026 leben wir in einer Welt, die auf militärische Hierarchien setzt, auf Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Leymah Gbowee zeigt uns einen anderen Weg: Frieden kommt nicht von den Verhandlungstischen der Mächtigen, sondern von den Marktplätzen der Frauen. Von der horizontalen Macht der Gemeinschaft.

Wenn Gott im Traum ruft

Leymah Roberta Gbowee wurde 1972 in Monrovia geboren. 1989 brach der erste liberianische Bürgerkrieg aus. Milizführer kämpften um Macht und Bodenschätze. Kindersoldaten wurden mit Drogen an die Front geschickt. Vergewaltigungen waren Kriegswaffe.

Leymah war 17, als der Krieg begann. Sie floh, wurde Mutter, lebte in einer gewalttätigen Beziehung. Sie arbeitete mit traumatisierten Kindersoldaten. Jeden Tag sah sie, was Krieg aus Menschen macht.

2002 hatte Leymah einen Traum. Sie hörte eine Stimme: „Versammle die Frauen, um für Frieden zu beten.“¹ Wie sollte sie, eine einzelne Frau ohne Macht, Frauen versammeln? Wie sollten Gebete einen Krieg beenden?

Aber die Stimme ließ sie nicht los. Leymah erkannte: Das war ein Auftrag. Gott rief sie nicht, weil sie mächtig war, sondern weil sie bereit war. Sie vertraute darauf, dass eine Kraft größer war als ihre Ohnmacht. Sie betete, um „den Teufel zurück in die Hölle zu treiben“.²

 

Spendenaufruf FriedensDekade 2026
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Die Kraft der weißen T-Shirts

Leymah begann, Frauen zu versammeln. Zunächst Christinnen. Dann geschah etwas Radikales: Sie sprach auch muslimische Frauen an. In einem Land, das entlang religiöser Linien zerrissen war, war das gewagt. Die muslimischen Frauen erkannten: Unsere Söhne sterben genauso. Krieg kennt keine Religion. Warum sollte Frieden Religion trennen?

So entstand „Women of Liberia Mass Action for Peace“ – eine interreligiöse Frauenbewegung. Christinnen und Musliminnen trugen weiße T-Shirts. Weiß für Frieden, weiß für Einheit. Sie besetzten öffentliche Plätze. Sie saßen in der prallen Sonne auf dem Fischmarkt in Monrovia, Tag für Tag. Sie beteten, sie forderten. Sie verweigerten ihren Männern Sex, bis Frieden geschlossen wurde.³

Aber wichtiger war ihre Präsenz. Sie waren da. Sie ließen sich nicht vertreiben.

Präsident Charles Taylor konnte sie nicht ignorieren. Tausende Frauen in weißen T-Shirts forderten: Verhandelt. Beendet den Krieg.

Ghana 2003: Als Frauen Milizführer einsperrten

2003 begannen Friedensverhandlungen in Accra, Ghana. Die Milizführer verhandelten halbherzig, zogen die Gespräche in die Länge. Draußen warteten die Frauen in weißen T-Shirts.

Im August 2003 wollten die Milizführer den Saal verlassen, ohne Ergebnis. Leymah und ihre Frauen blockierten die Türen. Sie ließen niemanden raus.⁴

Die Milizführer drohten mit Verhaftung. Leymah drohte zurück: „Wir haben keine Angst mehr. Wir sind bereit, für das zu sterben, woran wir glauben.“⁴ Dann begann sie, ihr T-Shirt auszuziehen. In der liberianischen Kultur eine tiefe Schande, ein Fluch.

Die Milizführer erstarrten. Das war ihr Moment des Mutes: Die Frauen riskierten öffentliche Demütigung, Verhaftung, Gewalt. Aber sie standen da. Unbewegt.

Die Milizführer blieben. Sie verhandelten weiter. Wenige Wochen später wurde Frieden geschlossen. Der Krieg war vorbei.

Heilige Wut als Kraft

Leymah war wütend. Wütend auf Milizführer, die Kindersoldaten rekrutierten. Wütend auf die Welt, die zusah.

Aber diese Wut machte sie stark. Leymah lehrte: Eure Wut ist heilig. Aber wir verwandeln sie nicht in Gewalt, sondern in Handeln. Wir organisieren uns. Wir besetzen Räume.

2011 erhielt Leymah den Friedensnobelpreis für ihren „gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen“.⁵ In ihrer Rede sagte sie: „Ich bin das Gesicht der Frauen, die ihr nicht seht.“⁵

Was Leymah uns heute sagt

Frieden beginnt bei den Betroffenen. Frieden kommt von den Marktplätzen, nicht von Verhandlungstischen. Wer Frieden will, muss denen zuhören, die am meisten leiden.

Gemeinschaft überwindet Grenzen. Leymah vereinte christliche und muslimische Frauen. Unser Leid ist größer als unsere Unterschiede.

Wut ist eine Kraft für Gerechtigkeit. Friede bedeutet nicht, nett zu sein. Friede bedeutet, heilige Wut in Handeln umzuwandeln.

Leymah Gbowee zeigt: Auch wenn du arm bist, auch wenn du keine Macht hast, auch wenn du Angst hast – du bist Werkzeug für einen größeren Frieden.


Couragiert widerständig, wie Leymah Gbowee. Für eine Welt, in der Frieden von unten wächst.


Quellen und zum Weiterlesen:

¹ Leymah Gbowee: „Mighty Be Our Powers: How Sisterhood, Prayer, and Sex Changed a Nation at War“ (2011), Kapitel 8

² Dokumentarfilm: „Pray the Devil Back to Hell“ (Regie: Gini Reticker, 2008)

³ Gbowee (2011), Kapitel 10

⁴ Dokumentiert in „Pray the Devil Back to Hell“ (2008); Gbowee (2011), Kapitel 14

⁵ The Nobel Peace Prize 2011, Nobelprize.org

Gbowee Peace Foundation: www.gboweepeacefoundation.org

Ziviler Einsatz statt Gewaltlogik: Leymah Gbowee machte mit der Frauenfriedensbewegung in Liberia deutlich, dass Frieden von unten wächst – durch zivilen Mut, gemeinsames Handeln und die bewusste Entscheidung gegen Gewalt. Ihr Engagement stellt bis heute die Frage, wie Menschen Verantwortung für Frieden übernehmen können, ohne Teil militärischer Eskalation zu werden. Diese Frage greift auch der Beitrag Freiwillige Dienste oder Wehrpflicht?“ im Materialheft zur FriedensDekade 2025 auf Seite 40 auf. Sichern Sie sich diese praxisnahen Entwürfe im Materialheft 2025 zum Aktionspreis oder Bestellen Sie schon heute das Gesamtpaket im Abo für die Erstlieferung im Juni diesen Jahres.

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