Peacewalk erreicht Deutschland: Wenn der längste Friedenspfad der Welt durch Berlin führt
Von Finisterre nach Jerusalem: Eine internationale Friedensbewegung auf dem Weg – und Sie können mitgehen
Anfang Mai 2026 wird es in Berlin besonders sein: Der Peacewalk, eine internationale Friedenspilgerschaft von den entlegensten Enden Europas nach Al-Quds/Jerusalem, erreicht die deutsche Hauptstadt. Was am 31. Januar 2026 in Finisterre, Spanien, begann, ist längst mehr als eine Wanderung – es ist eine wachsende Bewegung für Frieden, Dialog und Versöhnung.
Was ist der Peacewalk?
Der Peacewalk folgt dem Jerusalem Way, dem längsten Friedenspfad der Welt. Menschen aus verschiedenen Ländern pilgern gemeinsam – manche für eine Stunde, andere für einen Tag, eine Woche oder die gesamte Strecke bis nach Jerusalem. Die Initiative reagiert auf die Hilflosigkeit angesichts der Lage in Palästina und Israel und der Spaltung, die dieser Konflikt weltweit verursacht.
Das Besondere: Diese Pilgerschaft ist kein stiller Rückzug, sondern aktives Lernen. Unterwegs treffen die Teilnehmenden auf Friedensstiftende, Expertinnen und Aktivistinnen. Es geht darum, von palästinensischen und israelischen Versöhnungsinitiativen zu lernen und ihre Arbeit zu unterstützen. „So wie der Krieg die Welt spalten kann, können Friedensstiftende die Welt vereinen“, heißt es im Aufruf der Organisator*innen.
Ein Jahr Friedensschule auf dem Weg
Der Peacewalk ist zugleich Friedensfest, Friedensschule und Spendenaktion:
Friedensfest: Musik, Events und Begegnungen unterwegs schaffen Räume der Gemeinschaft.
Friedensschule: Teilnehmende treffen friedensstiftende Persönlichkeiten und lernen von Führungskräften der Versöhnung.
Spendenaktion: Unterwegs werden Mittel für palästinensisch-israelische Friedensbemühungen gesammelt.
Inspiriert von mutigen Vorbildern
Die Initiative steht in der Tradition großer Friedensmärsche: vom Civil March for Aleppo über die französischen Schweigeproteste bis zu Martin Luther Kings Bürgerrechtsmärschen. Inspiriert wurde sie von Menschen wie Maoz Inon und Aziz Abu Sarah, Hamze Awawde und Magen Inon, von Women of the Sun und Women Wage Peace – Menschen, die trotz persönlicher Verluste nicht aufhören, Brücken zu bauen.
Mitmachen in Berlin und darüber hinaus
Wenn der Peacewalk Anfang Mai durch Berlin zieht, sind alle eingeladen mitzugehen – für eine Stunde, einen Nachmittag oder länger. Das Tempo ist bewusst so gewählt, dass alle mitkommen können: 15 bis 25 Kilometer pro Tag. Jede*r Teilnehmende ist selbst für den eigenen Weg verantwortlich, wird aber von Länderteams und anderen Pilgernden unterstützt.
Frieden ist eine Fähigkeit, die man lernen kann
Der Peacewalk lädt ein:
- In Frieden zu investieren – durch Versöhnung und Diplomatie
- Lokale Stimmen anzuerkennen – Friedensbemühungen der Basis zu unterstützen
- Frieden zu praktizieren – als erlernbare Fähigkeit
Die Route durch Deutschland wird auf der Website des Peacewalk veröffentlicht. Dort finden Sie auch alle Informationen, wie Sie sich beteiligen können – ob als Mitgehende, Gastgebende oder Unterstützende.
Mehr Informationen und aktuelle Route:
www.peacewalk.info
Über den Peacewalk:
Der Peacewalk wird organisiert von der Stichting PopUpWerk (Leitung: Rikko Voorberg), dem JERUSALEMWAY-Team (Leitung: Johannes Aschauer) und dem Glocalspirit-Team. Die Pilgerschaft startete am 31. Januar 2026 in Finisterre, Spanien, und führt über verschiedene Routen durch Europa nach Jerusalem.