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Schlagwort: Friedensimpuls

Das Fundament für 2026: Warum wir heute „couragiert widerständig“ sein müssen

Ein Impuls von Lars Blume, zur Ausrichtung unseres Onlinematerials für die FriedensDekade.

Das Motto der kommenden FriedensDekade, „couragiert widerständig“, ist kein leeres Schlagwort. Es ist eine Antwort auf eine Zeit, in der die Sprache der Aufrüstung lauter wird und die Hoffnung auf diplomatische Lösungen oft im Lärm der Konflikte untergeht. Wir haben uns entschieden, dieses Jahr ein digitales Fundament zu bauen, das zeigt: Widerstand für den Frieden ist möglich, er hat Tradition und er ist tief in der menschlichen Seele verwurzelt.

Ihre Stimme zählt: Gestalten Sie mit!

Dieser Artikel ist ein erster Impuls – kein fertiges Konzept. Bis Ende Januar läuft unsere Umfrage, in der Sie den inhaltlichen Rahmen unserer digitalen Arbeit 2026 aktiv mitbestimmen können. Welche Themen und Formate wünschen Sie sich? Welche Schwerpunkte sind Ihnen wichtig?

Ihre Erfahrungen, Ihre Ideen, Ihre Schwerpunkte sind gefragt. Nur gemeinsam können wir Material schaffen, das wirklich trägt, in Gemeinden, in der Bildungsarbeit, in sozialen Medien.

Drei zentrale Säulen für 2026

Unsere Onlineredaktion wird das Motto im kommenden Jahr durch drei zentrale Säulen beleuchten, deren Ausgestaltung Sie noch bis Ende Januar mitbestimmen können:

1. Friedenszeugen: Wenn Courage den Lauf der Dinge ändert

Oft wird behauptet, man könne gegen die „große Politik“ nichts ausrichten. Unsere Serie zu historischen Beispielen beweist das Gegenteil. Wir blicken auf Momente, in denen Menschen durch ihren Mut Kriege verhinderten, verkürzten oder den Weg zum Frieden ebneten.

Der Protest in der Rosenstraße 1943, wo Berliner Frauen die Freilassung ihrer jüdischen Männer erzwangen. Der weltweite Widerstand gegen den Vietnamkrieg, der eine Supermacht zum Umdenken zwang. Die Friedliche Revolution in Deutschland, die ohne einen Schuss Mauern zum Einsturz brachte. Das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“, das Ost und West verband, lange bevor die Mauer fiel.

Diese Geschichten sollen uns daran erinnern: Wir sind nicht ohnmächtig. Gewaltfreier Widerstand hat Geschichte geschrieben und kann es wieder tun.

Welche Beispiele fehlen aus Ihrer Sicht? Welche Momente sollten wir unbedingt erzählen? Schreiben Sie uns gerne unter kontakt@friedensdekade.de

2. Worte, die bleiben: Klassiker der Friedensbewegung

„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“ Solche Sätze sind mehr als Slogans, sie sind das konzentrierte Gewissen einer Gesellschaft. In einer minimalistischen Serie speziell für soziale Medien beleuchten wir die großen Friedensaufrufe und Sprüche, die heute Klassiker sind.

Wir fragen: Was bedeutet dieser Satz heute? Wie wurde er zum Symbol einer couragiert widerständigen Haltung? Diese reduzierten Grafiken und prägnanten Texte sollen dazu einladen, die schlichte, aber radikale Wahrheit hinter diesen Worten neu zu entdecken und sie in die digitale Welt von heute zu tragen, teilbar, merkfähig, wirksam.

Welche Friedensworte haben Sie geprägt? Welche Sätze sollten nicht vergessen werden? Teilen Sie Ihre Vorschläge per E-Mail mit uns: kontakt@friedensdekade.de

3. Biographien: Menschen, die vorangingen

In unserer dritten Säule rücken wir Menschen in den Fokus, die durch ihr Leben Zeugnis für den Frieden ablegten. Von Bertha von Suttner, der ersten Friedensnobelpreisträgerin, über Martin Luther King bis hin zu weniger bekannten Friedensstifterinnen und -stiftern: Wir erzählen von Menschen, die couragiert widerständig waren, oft gegen alle Widerstände, oft unter persönlichen Opfern.

Diese Biographien sollen inspirieren und ermutigen: Wenn sie es konnten, können wir es auch. Friedensarbeit hat Gesichter, Namen, Geschichten; sie ist menschlich, nahbar, möglich.

Wessen Lebensgeschichte sollte erzählt werden? Welche Friedenspioniere fehlen in der öffentlichen Wahrnehmung? Senden Sie uns Ihre Vorschläge: kontakt@friedensdekade.de

 

Jetzt mitmachen – bis Ende Januar!

Dieser Artikel ist der erste Schritt auf dem Weg zum Jahresmotto 2026. Die konkrete Ausrichtung unserer digitalen Arbeit liegt noch nicht fest – sie entsteht im Dialog mit Ihnen. Bis Ende Januar haben Sie die Möglichkeit, durch unsere Umfrage aktiv mitzugestalten:

  • Welche thematischen Schwerpunkte sind Ihnen wichtig?
  • Sollten wir 2026 eine Serie zu spirituellen Wurzeln des Widerstands entwickeln?
  • Wie können wir das Material so gestalten, dass es in Ihrer Arbeit wirklich hilfreich ist?

Ihre Expertise, Ihre Erfahrungen aus der Friedensarbeit, Ihre theologischen Perspektiven, all das möchten wir einfließen lassen. Nur so entsteht Material, das wirklich trägt und inspiriert.

Zur Umfrage: Link

Konkrete Vorschläge für historische Momente, Friedenszitate oder Biographien? Wenn Sie bestimmte historische Situationen, Friedenssprüche oder Namen von Friedenspionieren vorschlagen möchten, wenden Sie sich gerne direkt per E-Mail an: kontakt@friedensdekade.de

Unser Ziel für 2026

Wir wollen Material schaffen, das nicht nur informiert, sondern ermutigt. Material, das in Gemeinden geteilt wird, das in der Bildungsarbeit Impulse gibt, das in sozialen Medien Hoffnung verbreitet. Material, das zeigt: Eine Gesellschaft, die couragiert widerständig für den Frieden eintritt, ist die stärkste Kraft der Welt.

Lassen Sie uns gemeinsam dieses digitale Fundament bauen: mit Ihren Ideen, Ihrer Erfahrung, Ihrem Mut.

Couragiert widerständig. Gemeinsam gestalten wir 2026!

Ökumenische FriedensDekade 2025 beginnt am 9. November

PRESSEMITTEILUNG

Ökumenische FriedensDekade 2025 beginnt am 9. November

„Komm den Frieden wecken“ – Friedensbewegung steht auf breiter gesellschaftlicher Basis

Bonn, 4. November 2025.  Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ beginnt am 9. November die diesjährige Ökumenische FriedensDekade. Bis zum 19. November stellen sich Menschen in Kirchen, Schulen, Vereinen, Kommunen und Initiativen den Fragen von Frieden und Gerechtigkeit. In ihrem 45. Jahr ist die Ökumenische FriedensDekade zu einem starken Zeichen für den Frieden über konfessionelle, gesellschaftliche und politische Grenzen hinweg geworden. Bereits vor der Wiedervereinigung verband sie Menschen in Ost und West, die gemeinsam an eine friedliche Zukunft glaubten.

„Die FriedensDekade ruht auf einer breiten gesellschaftlichen Basis“, sagt Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenischen FriedensDekade e. V. und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. „Durch eine Vielfalt an verschiedenen Aktionen werden im ländlichen Bereich, in Dörfern und Städten in diesen 10 Tagen zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt. Jede einzelne Aktion entzündet einen Funken Hoffnung und zusammen bilden sie ein deutliches Zeichen für die Möglichkeit und Notwendigkeit, Frieden zu gestalten.“

Der zentrale bundesweite Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade wird am 12. November 2025 in Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025, gefeiert. Chemnitz steht für Transformation, Aufbruch und Geschichte. An diesem Ort soll mit Musik, Gebet und künstlerischen Beiträgen ein Signal der Versöhnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts gesetzt werden.

„Frieden wecken heißt, Vertrauen wachsen zu lassen über Grenzen, Generationen und Religionen hinweg“, sagt Pastor Jens Haverland, Referent der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und Geschäftsführer des Gesprächsforums der Ökumenischen FriedensDekade. „Gerade in Zeiten wachsender Polarisierung sind Begegnung und gemeinsames Handeln Zeichen der Hoffnung, die unserer Gesellschaft guttun.“

 

Pressekontakt:
Jan Gildemeister
Vorsitz Ökumenische FriedensDekade e.V./ AGDF
E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Tel.: 0228 / 24 999 -13

„Komm, Frieden lass dich wecken“ Eugen Eckert schenkt der FriedensDekade 2025 ein Lied

Das neue Lied zur FriedensDekade 2025

Wenn Worte fehlen und Argumente verhärten – dann kann Musik Türen öffnen, Brücken bauen und Herzen berühren.

Zur FriedensDekade 2025 ist ein neues Lied entstanden, das tief bewegt und Mut macht. Sein Refrain lautet:

„Komm, Frieden, lass dich wecken“ – ein eindringlicher Ruf, der sich wie ein Gebet, eine Klage und eine Vision durch das ganze Lied zieht.

Text: Eugen Eckert
Melodie: Go Tell It on the Mountain (Spiritual)

Ein Lied mit Tiefe und Resonanz

Das Lied besteht aus mehreren Strophen und einem sich wiederholenden Refrain. Es folgt der klassischen Spiritual-Melodie von „Go tell it on the mountain“ – einer Melodie, die in ihrer Einfachheit, Klarheit und spirituellen Tiefe sofort ins Ohr geht. Sie ist leicht zu lernen und eignet sich gut für gemeinsames Singen – in Gottesdiensten, Friedensgebeten, Schulandachten oder auf der Straße.

Das Lied besteht aus mehreren Strophen und einem sich wiederholenden Refrain. Es folgt der bekannten Spiritual-Melodie von „Go Tell It on the Mountain“ – eingängig, kraftvoll, spirituell. Die Melodie ist leicht zu lernen und eignet sich hervorragend für das gemeinsame Singen – in Gottesdiensten, Friedensgebeten, Schulandachten oder auf der Straße.

Jede Strophe greift aktuelle Erfahrungen und Herausforderungen auf:

Krieg, Leid und Angst – Ausdruck globaler Erschöpfung und Sorge.

Zerstörung und Trümmer – sinnbildlich für zerbrochene Verhältnisse, auch zwischen Menschen.

Flucht und Vertreibung – eine zentrale humanitäre Realität unserer Zeit.

Technologischer Krieg – etwa durch Drohnen, die Entmenschlichung im Konflikt sichtbar machend.

Machtmissbrauch und Selbstgerechtigkeit – mit Blick auf die Leidtragenden.

Zwischen den Strophen kehrt immer wieder der Refrain ein – wie ein kollektives Innehalten, ein Aufatmen:

Komm, Frieden, lass dich wecken
Hilf uns heraus aus Krieg und Leid
Beende allen Streit

Das Lied bleibt nicht bei der Klage stehen. Es lädt ein, Hoffnung zu säen, Veränderung zu wagen und dem Gott der Versöhnung zu vertrauen.

Das Lied endet nicht in Resignation. Es will nicht nur klagen – sondern ermutigen: Hoffnung säen, auf Veränderung setzen, auf den Gott der Versöhnung vertrauen.

Ein geistlicher Impuls

Der Liedtext ist theologisch geprägt, ohne belehrend zu sein. Die Hoffnung auf Frieden wird nicht als bloße Sehnsucht formuliert, sondern als konkreter Auftrag: durch Gebet, Handeln, Vergebung, Zuhören. Es ist ein Lied, das berührt – und bewegt.

Material und Begleitangebote

Da das Lied auf einer öffentlichen Melodie basiert, sind passende Notenformate weit verbreitet. Ein Gitarrenarrangement in D-Dur findet sich beispielsweise auf Plattformen wie SheetMusicPlus oder MuseScore. Den Liedtext finden Sie hier zum download genau wie die MP3-Aufnahme zum Reinhören und Üben

Das Video zum Lied Komm Frieden lass dich wecken von Eugen Eckert finden Sie auf Youtube.

Der Autor: Eugen Eckert

Eugen Eckert, geboren 1954 in Frankfurt, ist evangelischer Pfarrer, Sozialpädagoge und einer der wichtigsten Liedermacher des Neuen Geistlichen Liedes im deutschsprachigen Raum. Er hat über 1.000 Liedtexte verfasst, viele davon mit der Band Habakuk eingespielt. Seine Texte sind geprägt von Tiefe, gesellschaftlicher Verantwortung und spiritueller Offenheit.

Mit „Komm, Frieden, lass dich wecken“ gelingt ihm eine berührende Verbindung von biblischer Vision, gesellschaftlichem Realismus und musikalischer Zugänglichkeit.

Warum dieses Lied – und warum jetzt?

Weil es Zeit ist.
Weil unsere Welt Stimmen braucht, die den Frieden wachrufen.
Weil Musik dort verbindet, wo Worte oft trennen.
Weil Singen gegen das Verstummen hilft.

„Komm, Frieden, lass dich wecken“ – dieses Lied ist Einladung, Ausdruck, Klage und Vision zugleich. Machen Sie es zum Teil Ihrer FriedensDekade 2025.

Jetzt mitmachen und den Frieden wecken!

Die FriedensDekade lebt vom Mitmachen. Sie wird getragen von engagierten Menschen, Gruppen und Gemeinden. Werden auch Sie Teil davon!

Materialien entdecken → www.friedensdekade.de/shop

Egal ob Friedenslied, Gebetsabend, Banneraktion, Podcast oder Straßentheater – jede Aktion zählt. Zeigen Sie Haltung, geben Sie Hoffnung weiter, setzen Sie ein Zeichen für Verständigung und Gewaltfreiheit. Gerade in unruhigen Zeiten braucht es Menschen, die mutig und kreativ aufstehen.

Starten Sie am besten gleich – mit Musik!

Unsere erste Mitmach-Empfehlung richtet sich an Chöre und Musikgruppen: Singen Sie Komm, Frieden, lass dich wecken in Ihren Gemeinden, bei Konzerten oder öffentlichen Aktionen. Das Lied eignet sich ideal für gemeinsames Singen – kraftvoll, eingängig und hoffnungsvoll. Friedensarbeit beginnt mit einem Lied. Lassen Sie es laut werden. Machen Sie mit – und helfen Sie, den Frieden zu wecken. Alle Mitmachtipp zur FriedensDekade finden Sie im nachstehenden Artikel: 

Mitmachen bei der FriedensDekade 2025 – „Komm den Frieden wecken“

 

FriedensDekade Mitglied Church and Peace bekräftigt weltweite Friedensaufrufe des ÖRK-Zentralausschusses

Als friedenskirchliches Netzwerk war Church and Peace in diesem Jahr durch Vorstandsmitglied Anja Vollendorf beim Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) vertreten, der vom 18. bis 24. Juni in Johannesburg tagte. In einer Welt, die an zahlreichen Orten unter eskalierender Gewalt und Krieg leidet, sendet der ÖRK ein starkes Signal: Krieg ist unvereinbar mit dem Willen Gottes – Frieden ist eine Aufgabe für die weltweite Gemeinschaft.

Globale Friedensbedrohungen – klare Worte des ÖRK

In seiner Erklärung „Bedrohungen für den Frieden und die Sicherheit der Menschen: Ein Kairos-Moment für den gerechten Frieden“ verurteilt der ÖRK-Zentralausschuss militärische Aggressionen, die Missachtung des Völkerrechts und den Einsatz religiöser Narrative zur Rechtfertigung von Gewalt. Stattdessen ruft er zu einem sofortigen globalen Waffenstillstand auf, fordert konkrete Schritte zur Friedenskonsolidierung sowie die Anerkennung und Förderung gewaltfreier Widerstandsformen.

Mit Nachdruck lehnt die Erklärung die Doktrin der nuklearen Abschreckung ab: Diese sei „irrational und zutiefst unmoralisch“. Staaten, die den UN-Vertrag über das Verbot von Atomwaffen bisher nicht unterzeichnet haben, werden zur Unterzeichnung aufgerufen.

Friedenslogik statt Gewaltspirale

Die Konflikte in der Ukraine, in Gaza, im Sudan, im Iran, in Kolumbien und weiteren Regionen zeigen: Eine gerechte, friedliche Welt erfordert mehr als militärische Macht. Der ÖRK betont die Bedeutung von Dialog, internationalem Recht und gemeinsamer Menschlichkeit. Dabei wird auch die Verantwortung christlicher Kirchen deutlich: Sie sind aufgerufen, Brücken zu bauen – im Gebet, im öffentlichen Diskurs und im konkreten Handeln.

Anlässlich der dramatischen Lage in Gaza formuliert die Erklärung zum Konflikt in Palästina und Israel klare Forderungen: die Anerkennung der Apartheid-Realität, das Einfordern von Rechenschaft und die Unterstützung friedlicher, gleichberechtigter Perspektiven für alle Menschen in der Region – unter Wahrung der Menschenrechte und im Geist der Versöhnung.

Church and Peace – Stimme der Gewaltfreiheit

Als aktives Mitglied der Friedensbewegung begrüßt Church and Peace die klare Positionierung des Zentralausschusses und unterstreicht die Bedeutung gewaltfreier Wege zu Gerechtigkeit und Frieden.

Antje Heider-Rottwilm, Vorsitzende von Church and Peace, erklärt:

„Wir sehen uns in der Verantwortung, die Friedenslogik in allen Bereichen des Lebens zu stärken – auch im Zusammenhang mit der Klimakrise. Krieg zerstört nicht nur Leben, sondern auch Lebensgrundlagen.“

Bereits im Dezember 2024 hatte Church and Peace bei einer eigenen Fachtagung den Zusammenhang von Klimagerechtigkeit und Frieden beleuchtet. Dass der ÖRK nun die Ökumenische Dekade für Klimagerechtigkeit (2025–2034) mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet hat, ist ein wichtiges Signal. Der pazifistische Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung gehört in den Mittelpunkt christlicher Verantwortung.

„Ein Kairos-Moment für den gerechten Frieden“

Die Delegierte Anja Vollendorf beschreibt die Begegnungen in Johannesburg als tiefgehend und ermutigend:

„Die ökumenischen Gespräche, Besuche und Gebete waren ein Geschenk. Es ist wichtig, das Leid, die Hoffnung und die Spiritualität der Geschwister aus aller Welt wahrzunehmen – und gemeinsam konkrete Schritte für eine gerechtere Zukunft zu entwickeln.“

Church and Peace unterstreicht die Stellungnahmen des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen

https://www.oikoumene.org/resources/documents/statement-on-threats-to-peace-and-peoples-security-a-kairos-moment-for-just-peace

Die FriedensDekade 2025 – Frieden gemeinsam gestalten

Die FriedensDekade 2025 steht unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ – und lädt dazu ein, sich weltweit mit kleinen und großen Aktionen, Andachten und Projekten für eine friedensfähige Gesellschaft einzusetzen.

Machen auch Sie mit – bestellen Sie Materialien, werden Sie aktiv vor Ort oder unterstützen Sie die FriedensDekade mit Ihrer Spende. Alle Infos unter: www.friedensdekade.de

 

 

Friedenszeichen setzen – Kirchengemeinden engagieren sich für die FriedensDekade 2025

Gemeinsam den Frieden wecken – Mitmach-Tipps der FriedensDekade

Die FriedensDekade 2025 ruft auf: „Komm den Frieden wecken!“
In sechs Etappen geben wir konkrete Impulse, wie Sie als Gruppe, Einrichtung oder Einzelperson ein sichtbares Friedenszeichen setzen können – mit Ihrer Stimme, Ihrer Kreativität, Ihrer Präsenz vor Ort. Nach Chören und Musikgruppen stehen nun Kirchengemeinden im Mittelpunkt – denn der Frieden braucht gelebte Gemeinschaft.

Friedensarbeit in Kirchengemeinden – Glauben und Handeln verbinden

In Zeiten von Unsicherheit und gesellschaftlicher Spaltung sind Kirchengemeinden zentrale Orte der Hoffnung, des Dialogs und der Verantwortung. Sie bieten Räume für Stille und Aussprache, für Gebet und Aktion, für Erinnerung und Zukunftsvisionen.

Die FriedensDekade 2025 lädt alle Gemeinden ein, sich aktiv am Motto „Komm den Frieden wecken“ zu beteiligen – mit eigenen Formaten, kleinen Gesten oder größeren Aktionen vor Ort. Denn jede Kirchengemeinde kann ein sichtbares Zeichen für den Frieden setzen – auf dem Dorfplatz genauso wie in der Großstadt.

Mitmachen – Ideen für Kirchengemeinden zur FriedensDekade 2025

1. Themengottesdienste und Friedensandachten – gemeinsam innehalten, gemeinsam aufbrechen

Nutzen Sie den liturgischen Raum Ihrer Kirchengemeinde, um die FriedensDekade 2025 zu einem spirituellen Erlebnis zu machen. Der Gottesdienst wird dabei zum Resonanzraum: für Sorgen, Sehnsüchte und die Hoffnung auf Frieden – im Großen wie im ganz Persönlichen.

Vertiefungsideen:

Rituale des Friedens: Lassen Sie Menschen symbolisch einen Friedensstein, eine Kerze oder eine Blüte zum Altar bringen – als Zeichen ihrer Friedensbitte.

Dialogpredigt oder gestaffelte Liturgie: Gestalten Sie die Predigt als Gespräch zwischen Generationen oder Stimmen der Gemeinde. Oder lassen Sie den Gottesdienst in Etappen ablaufen – z. B. „Klage – Hoffnung – Aufbruch“.

Persönliches Zeugnis statt klassischer Predigt: Ein Friedensbotschafter aus Ihrer Gemeinde berichtet von seinem/ihrem Engagement oder einer berührenden Erfahrung.

Verbindung zu den Friedensbot*innen 2025: Integrieren Sie Gedanken oder Auszüge aus den Texten von Heidrun Kisters oder Marcus Vetter, z. B. als Lesung oder Impuls.

Ein solcher Gottesdienst kann auch bewusst offen gestaltet sein: Als Friedensmeditation mit Musik, Stille und wenigen Texten – oder als generationenübergreifender Segnungsgottesdienst, bei dem Kinder, Jugendliche und Ältere gemeinsam das Friedenslicht weitergeben.

2. Friedensspaziergänge oder Stationenwege – den Frieden gehen, sehen, spüren

Ein Stationenweg lädt dazu ein, den Gedanken des Friedens buchstäblich zu begehen – mit Körper, Geist und Herz. Solche Wege sprechen alle Sinne an und bieten Raum für Begegnung, Reflexion und Verbundenheit über Gemeindegrenzen hinweg.

Vertiefungsideen:

Stationen mit interaktiven Elementen:

1. „Was bedeutet Frieden für dich?“ – Aufhängung für Kärtchen oder kleine Kreidetafeln

2. „Was brauchst du, um Frieden zu finden?“ – Impulsfrage mit Mitnahmesteinen oder Samenpäckchen

3. „Wem willst du Frieden wünschen?“ – Ein Ort zum Schreiben oder Anzünden einer Kerze

Orte mit Bedeutung einbinden: Kriegerdenkmal, Friedhof, Rathausplatz, Schule, Flüchtlingsunterkunft, Bahnhofsviertel, Naturort

Ökumenisch & interreligiös öffnen: Laden Sie Menschen anderer Konfessionen oder Religionen zur Gestaltung einzelner Stationen ein

Spirituelle Wegbegleitung: Ein kleines Booklet, ein Podcast oder Audiowalk mit Impulsen für jede Station kann den Spaziergang individuell vertiefen

Ein solcher Weg kann dauerhaft eingerichtet oder an einem bestimmten Tag geführt angeboten werden – z. B. im Anschluss an einen Gottesdienst oder als Teil eines Friedenssonntags. Auch eine digitale Version (z. B. über QR-Codes an den Stationen) kann jüngere Menschen einbinden und den Weg niederschwellig erlebbar machen.

3. Friedenszeichen im öffentlichen Raum – als Kirche sichtbar werden

Kirche wirkt weit über ihre Mauern hinaus – gerade, wenn sie im Alltag Präsenz zeigt. Friedenszeichen im öffentlichen Raum können stille Botschaften oder kreative Statements sein, die Menschen im Vorübergehen berühren und zum Nachdenken anregen.

Vertiefungsideen:

Friedensbanner oder Segensworte am Kirchturm, Gemeindehaus oder Zaun – gut sichtbar und gerne handgemacht von der Gemeindejugend oder im Senior*innenkreis.

Friedensschriften an Fenstern – Bibelverse, Zitate oder Gebete mit Kreidestiften oder Papierinstallationen an Fenstern der Gemeinde.

Friedenslicht-Station vor der Kirche – mit Kerzen, kurzen Impulstexten und der Einladung, ein Licht zu entzünden für einen friedlichen Gedanken.

Klanginstallation oder Glockenaktion – eine bestimmte Glockenfolge täglich um dieselbe Zeit, verbunden mit einem Gebetsimpuls, kann ein starkes Zeichen setzen.

Gemeinden in ländlichen wie städtischen Räumen können so deutlich machen: Wir sind da. Wir beten für den Frieden – und wir handeln dafür.

4. Friedensarbeit mit Kindern & Jugendlichen – Räume für Mitgestaltung öffnen

Gerade junge Menschen spüren oft intuitiv, wo Unfrieden herrscht – in ihrer Klasse, in der Welt, im Miteinander. Die FriedensDekade bietet Gelegenheit, diese Wahrnehmung ernst zu nehmen und zu stärken.

Vertiefungsideen:

Friedens-Workshop oder Kreativtag: „Was bedeutet Frieden für mich?“ – z. B. mit Friedenscollagen, Liedern, Texten oder Theater-Szenen. Das Ergebnis kann im Gottesdienst präsentiert werden.

Briefe oder Botschaften für den Frieden – Kinder schreiben Wünsche oder Gebete für Frieden in die Welt. Diese können in die Gemeinde getragen, verschickt oder digital geteilt werden.

Patenschaften oder Friedensfreundschaften – Kinder oder Jugendliche interviewen Menschen, die sich für den Frieden einsetzen: in der Gemeinde, im Ort oder weltweit (z. B. per Zoom).

Friedensrituale im Kindergottesdienst – ein eigenes Licht, eine „Friedensblume“ oder eine kleine Bewegung, die das Thema durch die Wochen der Dekade begleitet.

So wird Friedensarbeit nicht zur Pflicht, sondern zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit – und die Gemeinde zeigt: Die Stimmen der Jüngsten sind uns wichtig.

5. Digitales Friedenszeichen setzen – Ihre Gemeinde vernetzt

Auch im digitalen Raum können Kirchengemeinden Teil der FriedensDekade werden. Online-Aktionen erreichen andere Zielgruppen, schaffen neue Zugänge und verbinden weit über den eigenen Ort hinaus.

Vertiefungsideen:

Friedensimpulse via Social Media oder Website – kurze Zitate, Gebete, Friedenskerzen aus der Gemeinde, z. B. täglich oder wöchentlich mit dem Hashtag #friedensdekade2025.

Friedensandacht als Livestream oder Podcast – auch ein kleiner Impuls mit Musik und Segen reicht, um andere Menschen digital zu berühren.

Gemeindepostkarten-Aktion online gedacht – Motive oder Botschaften der Konfis, Kinder oder Gruppen gestalten und digital verbreiten: als Download, E-Postkarte oder Insta-Story.

Online-Kooperation mit Partnergemeinden – z. B. gegenseitiger Friedensgruß per Video oder gemeinsam gestalteter Gottesdienst über Kontinente hinweg.

Die FriedensDekade lebt von der Vielfalt – analog und digital. Gerade in Zeiten globaler Unruhe sind vernetzte, kreative Zeichen ein wertvoller Ausdruck gelebten Glaubens.

 

Warum das Engagement Ihrer Kirchengemeinde zählt

Kirchengemeinden sind nicht nur spirituelle Orte – sie sind auch soziale Räume, in denen Menschen aller Generationen zusammenkommen, Verantwortung übernehmen und Hoffnung teilen.

Die FriedensDekade erinnert uns daran: Friedensarbeit beginnt im Alltag. Im Gebet, im Zuhören, im Mut, Position zu beziehen.
Ihr Beitrag als Gemeinde macht den Unterschied – im Kleinen wie im Großen.

Materialien & Unterstützung für Ihre Friedensaktion

Die FriedensDekade stellt umfangreiche Materialien zur Verfügung:

  • Materialheft mit Andachten, Gottesdienstvorschlägen, Hintergrundtexten

  • Plakate, Postkarten, Aufkleber, Banner

  • Texte und Vorlagen zur Öffentlichkeitsarbeit

Alle Materialien stehen im Shop bereit: www.friedensdekade.de/shop

Materialien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit finden Sie unter www.friedensdekade.de/download  Einen Textvorschlag für Ihren Gemeindebrief oder Ihre lokale Zeitung können sie hier herunterladen und auf Ihre Bedürfnisse und Formate anpassen.

Gemeinsam Friedenszeichen setzen – so geht’s:

1. Idee wählen – Was passt zu Ihrer Gemeinde?

2. Material nutzen – Inspiration & praktische Unterstützung finden Sie bei uns.

3. Aktion melden – Schreiben Sie uns für den Aktionskalender: kontakt@friedensdekade.de

4. Frieden sichtbar machen – Nutzen Sie #friedensdekade2025 auf Social Media.

Die FriedensDekade 2025 bietet Raum für vielfältige, dezentrale Friedensaktionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – von Schule über Gemeinde bis Verwaltung. Jede einzelne Aktion macht sichtbar, dass es Menschen gibt, die sich nicht mit Kriegsrhetorik abfinden. Viele kleine Zeichen werden zu einem starken Ruf nach Frieden – für Sie, für Gemeinden, für unsere Gesellschaft.

Die FriedensDekade 2025 lebt vom Engagement vieler. Ihre Kirchengemeinde ist Teil dieser Bewegung – lokal verankert, gemeinsam verbunden, hoffnungsvoll ausgerichtet.

Komm den Frieden wecken – in deiner Kirche, deiner Nachbarschaft, deiner Welt.

Jetzt mitmachen und Frieden wecken:
Material entdecken → www.friedensdekade.de/shop

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