Komm den Frieden wecken – Friedensarbeit lebt von Freiwilligkeit, nicht von Pflicht
FriedensDekade setzt auf Freiwilligkeit statt Pflichtdienst
Die Diskussion um einen Pflichtdienst ist zurück auf der politischen Agenda. Doch statt über Zwangsdienste zu streiten, fordert die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ein anderes Umdenken: Freiwilligendienste müssen gestärkt werden – als echte Alternative und als Ausdruck von Friedenslogik.
Jan Gildemeister, Geschäftsführer der AGDF, macht deutlich:
„Die Bundesregierung denkt über Pflichtdienste nach, investiert aber nicht ausreichend in Freiwilligendienste. Dabei brauchen wir gerade jetzt mehr Räume für freiwilliges Engagement, nicht weniger.“
Die AGDF kritisiert, dass die Haushaltsmittel für 2025 und 2026 nicht ausreichen, um zugesagte Verbesserungen umzusetzen. Vor allem fehle der entscheidende Schritt: ein Rechtsanspruch auf Förderung eines Freiwilligendienstvertrages.
Freiwilligkeit statt Zwang. Warum das zählt.
Freiwilligendienste bieten jungen Menschen Orientierung, Kompetenzen und die Chance, etwas für die Gesellschaft zu tun. Besonders das Freiwillige Internationale Jahr sei ein starkes Zeichen für Dialog, Verständigung und Frieden über Grenzen hinweg.
„Freiwilligkeit entspricht dem Wunsch der meisten jungen Menschen, deren Stimmen in der Pflichtdienst-Debatte kaum gehört werden“, betont Gildemeister.
Gleichzeitig tragen Freiwilligendienste entscheidend zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Demokratie bei.
Die Alternative – eine Rückkehr zur Wehrpflicht – sei weder praktisch noch rechtlich tragfähig:
- Das Grundgesetz setzt hohe Hürden für staatliche Pflichtdienste.
- Die Bundeswehr benötigt aktuell nur einen Bruchteil eines Jahrgangs – Wehrgerechtigkeit wäre nicht gegeben.
- Strukturen für Hunderttausende Dienstleistende gibt es nicht.
„Echte Sicherheit entsteht nicht durch Zwang, sondern durch Vertrauen, Verantwortung und Engagement“, fasst die AGDF zusammen.
Frieden wecken durch Freiwilligkeit
Die Debatte um Pflichtdienst oder Freiwilligendienst berührt eine Grundfrage: Wie wollen wir Frieden gestalten?
Die FriedensDekade 2025 lädt dazu ein, genau hier anzusetzen: Frieden sichtbar machen im Alltag, Freiwilligkeit stärken und Räume schaffen, in denen Menschen Verantwortung übernehmen.
Jetzt ist die Zeit: Komm den Frieden wecken in der FriedensDekade 2025.
Sie findet vom 9. bis 19. November 2025 statt und ermutigt dazu, Friedenslogik in Schulen, Gemeinden, Vereinen und Netzwerken lebendig werden zu lassen. Materialien, Plakate und Impulse zur Gestaltung sind in unserem Shop erhältlich. Mit unseren Mitmach-Tipps für Kirchengemeinden, Schulen, Chöre, Vereine, Kommunen und Einzelpersonen zeigt die FriedensDekade 2025, wie Frieden im Alltag, im Miteinander und im gemeinsamen Gestalten sichtbar werden kann.“
Mehr Informationen und die ausführliche Pressemitteilung der AGDF finden Sie hier.

