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Schlagwort: Dialog

Justice.Peace.Imagination – Eine digitale Ausstellung zur FriedensDekade 2025

Ein Stapel leerer Sketchbooks, darauf der Titel der digitalen Ausstellung justice.Peace.Imagination

Justice.Peace.Imagination

Eine digitale Ausstellung zur FriedensDekade 2025

Kunst kann sagen, was Worte oft nicht können.
Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ lädt die FriedensDekade 2025 dazu ein, den eigenen Blick auf Frieden, Gerechtigkeit und Verantwortung zu schärfen. Das künstlerische Sketchbook-Projekt „Justice.Peace.Imagination“ greift diese Einladung auf und verwandelt sie in gelebte, sichtbare Kreativität. 

Während der Ökumenischen FriedensDekade werden wir zehn Werke aus dem Projekt präsentieren. Von März bis November 2026 ist die komplette Sketchbook-Ausstellung auf Tour durch Ostdeutschland.

Über 300 Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten gestalten ihr eigenes Sketchbook. Ein leeres Buch, das Raum bietet für Gedanken, Farben, Linien, Visionen. Es ist eine persönliche Auseinandersetzung mit zwei zentralen Fragen:

Wo begegnen dir Gerechtigkeit und Frieden in deiner Lebenswelt und wo nicht?
Und wie könnte eine Welt aussehen , die gerecht und friedlich ist?

Jedes Sketchbook erzählt eine Geschichte. Zusammen bilden sie eine wachsende Bibliothek künstlerischer Stimmen, die zeigen, wie vielfältig und zugleich verbunden unsere Vorstellungen von Frieden sind.

Die Sketchbooks laden ein zu einem lebendigen Dialog zwischen Kunst, Spiritualität und gesellschaftlichem Engagement. Ein Raum, in dem wir gemeinsam beginnen können, den Frieden zu wecken.

Justice.Peace.Imagination

Justice.Peace.Imagination ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Landeskirchen in Mitteldeutschland und Sachsen. Mehr Infos zum Projekt und zur Teilnahme gibt es hier oder auf dem Instagram-Kanal justice.peace.imagination.

  • Das Bild zeigt einen ziemlich verworrenen Weg, der an manchen Stellen sehr eng ist, an anderen in Sackgassen endet, sich im Kreis dreht, mal in leuchtenden Farben, mal eher düster. Parallel zum Weg sind Worte zur (fehlenden) Gendergerechtigkeit zu lesen.

    Tag 1

    „Die Stunde ist da“ (Römer 13,11). Es ist Zeit aufzuwachen, den Frieden zu suchen und zu wecken. Das erste Bild der digitalen Ausstellung zur FriedensDekade 2025  von Sandy Körner macht sichtbar, dass dieser Weg kein einfacher ist: Er schlängelt sich, verzweigt sich, führt in Sackgassen und wieder hinaus. Für manche ist er leicht, für andere steinig. Doch genau in diesem Unterwegssein beginnt der Frieden – in der Auseinandersetzung, im Dranbleiben, im Versuch, gerecht zu leben.

    Mein Buch hat insgesamt zum Motto, dass es ein sehr langer Weg zu Frieden und Gerechtigkeit ist. Für die einen ist es leicht, für andere ein ziemlich steiniger Weg. Und ein wirkliches Ankommen am Ziel gibt es vielleicht auch gar nicht. Möglicherweise muss die Freiheit und die Gerechtigkeit an manchen Punkten auch mit Gewalt verteidigt werden?! 

    Der Weg zu Frieden und Gerechtigkeit wird sich sichtbar durch mein gesamtes Buch ziehen und durch Schlagworte und kurze Gedankenschnipsel ergänzt werden. 

    Die Doppelseite zeigt einen ziemlich verworrenen Weg, der an manchen Stellen sehr eng ist, an anderen in Sackgassen endet, sich im Kreis dreht, mal in leuchtenden Farben, mal eher düster. Parallel zum Weg sind Worte zur (fehlenden) Gendergerechtigkeit zu lesen.

    – Sandy Körner

     

  • Eine Kerze in einer herbstlichen Landschaft.

    Tag 2

    „Komm, den Frieden wecken“ Mit einer Kerze, die Wärme verspricht, wo noch Dunkel ist. In Gabi Herbsts Beitrag wird das Warten auf Frieden zum Warten auf die Sonne: ein leises Vertrauen, dass Licht und Liebe bleiben, auch wenn sie schon im Aufbruch waren.

    auf die sonne warten

    auf das grosse versprechen

    dass man nicht

    erfrieren wird heute

    und morgen auch nicht

    dass licht da sein wird

    an allen ecken und enden

    und die liebe den koffer

    noch einmal auspackt

    mit dem zu fliehen sie

    vorhatte

    – Gabi Herbst

  • Sonne der Gerechtigkeit

    Tag 3

    „Komm, den Frieden wecken“. Dieser Ruf der FriedensDekade 2025 klingt in vielen Tönen. Manchmal leise und hoffnungsvoll, manchmal rau und schmerzhaft ehrlich.
    Das heutige Werk, „Sonne der GERECHTIGKEIT“, stammt von einer Jugendlichen, die Worte und Farben für das findet, was schwer auszuhalten ist: Ungerechtigkeit, Schweigen, Verlust von Vertrauen.

    In kräftigen Linien und schmerzlicher Klarheit zeigt sie, dass Frieden nicht entstehen kann, wo Unrecht verdrängt wird. Das Bild erinnert uns daran, dass Frieden auch Wahrheit braucht und den Mut, hinzusehen.


    Sonne der GERECHTIGKEIT
              (G., eine Jugendliche)

    So gerne 
    würde ich das singen; 
    hoffnungsvoll 
    und
    hoffnungsfroh.

    „in unserer Zeit“
    NEIN. Nicht mal in unserer Zeit.
    NEIN. Trotz ForuM Studie.
    NEIN. Trotz angekündigtem Kulturwandel.

    Unser Damals 
    bleibt JETZT.
    Ohne Sonne.
    Ohne Gerechtigkeit.

    „Brich in deiner Kirche an…“
    NEIN. Sie schützt sich lieber selbst.
    NEIN. Sie versteckt sich lieber hinter „unabhängigen“ Kommissionen.
    NEIN. Sie schenkt uns lieber keinen Glauben.

    Erbarm dich Gott.

    ___________________________________

    Dies ist die erste Seite aus einem Sketchbook des Projekts ich.und.ICH.und.wir. Gemalt und geschrieben von einer unserer Jugendlichen, die so sehr damit ringt, dass Kirche ihr Zuhause war/ist und sie erleben muss, wie andere von uns in ihren Gewalterfahrungen durch Kirche allein gelassen werden, wie ihnen nicht geglaubt wird, dass sie sexualisierte, organisierte und rituelle Gewalt durch Pfarrer erlebt haben.

    Material: Ölpastellkreide, Gouache, Acryl

  • Unser langer Weg - Lutz Olaf Walter

    Tag 4

    „Komm, den Frieden wecken“ erinnert daran, dass Frieden kein Ziel ist, das man einmal erreicht, sondern ein Weg, der immer weiterführt.
    Das Werk „Unser langer Weg“ von Lutz-Olaf Walter zeigt diese Bewegung eindrucksvoll: eine Reise durch Dunkelheit und Licht, durch das Chaos der Welt und das Aufblitzen von Hoffnung.

    In den Tiefen des Schwarz verbirgt sich ein zartes, aber beständiges Leuchten. Es erzählt von dem Mut, trotz Unsicherheit weiterzugehen, von der Kraft, das Licht zu suchen, wo Schatten sind.

    Frieden entsteht unterwegs . Schritt für Schritt, inmitten der Ungewissheit.

  • Das Bild Bärbel Benkerts zeigt einen Baum, eine Pistole, sowie eine goldene Rüstung.

    Tag 5

    Das aussdrucksstarke Bild von Bärbel Benkert spricht von einem tiefen, stillen Wandel, vom Ablegen der Schwere und vom Hineinwachsen in etwas Lebendiges.
    „Die Rüstung ablegen“ heißt hier: sich dem Frieden anvertrauen, nicht als Flucht, sondern als bewusste Entscheidung, nicht länger im Widerstand, sondern in Verbindung zu leben.
    So wird der Lebensbaum zum Gegenbild der Waffe. Er steht für Verwurzelung statt Verteidigung, für das leise, beharrliche Wecken des Friedens in uns selbst.
    Ein innerer Akt der Entwaffnung, der den Mut der Liebe sichtbar macht.

  • Tag 6

    Frieden beginnt oft dort, wo wir ihn am wenigsten suchen: in uns selbst. Das Werk von Fanny Oehmichen lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten, den Blick nach innen zu richten und den Frieden nicht als Zustand, sondern als tägliche Entscheidung zu begreifen.
    In ihrem Werk spiegelt Fanny Oehmichen den inneren Raum, aus dem Frieden erwachsen kann.
    Ihre warmen Linien und sanften Farben erinnern daran, dass jeder neue Tag eine Einladung zur Achtsamkeit, zur Sanftheit mit uns selbst und zu einer Haltung ist, die Frieden nicht fordert, sondern nährt.
    Der Titel „Jeden Morgen“ verweist auf diese tägliche Verantwortung: Wie wollen wir uns und anderen begegnen? Mit welcher inneren Haltung betreten wir den Tag?

    In meinem Sketchbook geht es um den Frieden, der zuerst in uns selbst beginnt.

    Der Titel heißt „Jeden Morgen“ und verweist auf die Verantwortung, die wir alle dafür tragen wie wir mit uns selbst und anderen umgehen – und jeden Morgen eine neue Entscheidung treffen können und müssen, wie wir den neuen Tag begrüßen wollen. Damit aus dem inneren Frieden auch Frieden mit Anderen werden kann – und wir auch Frieden in die Welt tragen können!

  • Tag 7

    Peggy Einickes leuchtende Komposition fragt direkt: „Do you like what you see?“
    Sie fordert uns heraus, über Wahrnehmung, Verantwortung und schöpferische Kraft nachzudenken. Ihre Arbeit ist ein Weckruf an die Vorstellungskraft. An die Fähigkeit, die Welt neu zu sehen, sie mitzugestalten und das innere Feuer der Hoffnung zu entfachen. 

    Wenn wir unseren Imaginations-Muskel stärken, öffnen wir den Raum, in dem Frieden wachsen kann.
    So wird aus dem Motto „Komm den Frieden wecken“ ein kreativer Auftrag: den Mut zu haben, neue Bilder von Zukunft zu entwerfen und sie Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.

  • Tag 8

    Christiane Thiels vielschichtiges Werk verbindet Intimität, Ritual und Verletzlichkeit zu einer stillen, aber eindringlichen Meditation über Frieden im eigenen Alltag. Eine Badewanne, Werkzeuge, Teekanne und die in Blau getauchte Figur treten in eine irritierende Spannung: Pflege und Gefahr, Wärme und Verletzbarkeit, Trost und Erschöpfung liegen dicht nebeneinander.

    Ihr Bild erinnert daran, wie oft Frieden dort beginnt, wo wir Selbsterhalt und Selbstfürsorge ernst nehmen. Ein ehrlicher Blick auf unsere Wunden, in der Reinigung von dem, was uns schwer macht, und im mutigen Schritt hin zu Klarheit und Lebendigkeit.

    Der darunter stehende Gundermann-Vers „Sing an gegen die Stille des Todes aus Gier und Trug“ eröffnet einen zweiten Resonanzraum: Frieden ist kein Zustand, der von allein kommt, sondern ein bewusstes Gegen-Anstimmen gegen das, was uns stumpf oder sprachlos macht.

    So schließt das Werk den Kreis zum Motto „Komm den Frieden wecken“: Es ist eine Einladung, im eigenen Inneren anzufangen: im Badewasser, im Atemzug, im Gesang, im kleinen Widerstand gegen das Verstummen.

  • Tag 9

    Das Werk des Kindes bringt auf berührende Weise auf den Punkt, was uns Erwachsenen manchmal verloren geht: klare, mutige Wahrheit. „Wer an Frieden glaubt, tut das Richtige“. Ausgeschnittene Buchstaben, Farbfelder, ein leuchtendes Peace-Symbol. Kein Zögern, kein Konjunktiv, kein vielleicht.

    Es zeigt, dass Frieden nicht kompliziert beginnt. Kinder verstehen intuitiv, dass Glauben an Frieden eine Haltung ist, die das eigene Handeln verändert.

    In seiner spielerischen Klarheit erinnert dieses Bild daran, was die FriedensDekade immer wieder betont: Frieden wächst dort, wo wir ihn ernst nehmen.
    So lädt dieses Werk uns ein, den Frieden wach zu halten. Gerade weil Kinder ihn so selbstverständlich sehen können.

  • Tag 10

    Was tun mit dem geschenkten Frieden?

    In Gisela Wicherns Arbeit liegt ein leiser, aber kraftvoller Moment der Menschlichkeit: Das grob angedeutete Kleid aus Papier wirkt wie eine Hülle, die fehlt, fast so als wäre jemand nicht nur ohne Kleidung, sondern auch ohne Schutz und ohne Stimme in dieser Welt dagestanden.

    Doch im Zentrum des Bildes geschieht etwas Unerwartetes: Zwei Hände, die ein Herz anbieten. Nicht als possessive Geste, sondern als Einladung. Das Herz steht hier nicht nur für Mitgefühl, sondern für Beziehung. Für das, was zwischen Menschen entsteht, wenn wir uns einander ehrlich zuwenden.

    Vielleicht erzählt dieses Bild weniger von Demütigung und mehr von Wiederherstellung. Von dem Moment, in dem jemand, der zu lange unsichtbar war, wieder ins Licht geholt wird. Als würde das Kleid nicht nur den Körper, sondern die Identität zurückgeben.

    Unter dieser Perspektive wird die Arbeit zu einer Frage an uns alle:
    Wie oft laufen wir an Menschen vorbei, die darauf warten mit Respekt und mit Aufmerksamkeit „angezogen“ zu werden?

    Frieden wecken heißt dann: nicht nur Strukturen verändern, sondern Beziehungen heilen.

    Es heißt, sich berühren zu lassen.
    Dem anderen wieder Gewicht geben.
    Die Würde eines Menschen nicht als abstrakten Wert, sondern als Geschenk zu behandeln.

    „Friede“ kommt aus dem Lateinischen und umschreibt die „Pax Romana“, die römische Rechtsordnung. Frieden bedeutet hier „Ordnung“ und gleichzeitig die Abwesenheit von Krieg!

    Aus Gottes Frieden leben –
    – für gerechten Frieden sorgen! Eine Denkschrift des Rates der EKD 2007 –

    Friede + Gerechtigkeit interpretieren sich wechselseitig…

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Ökumenische FriedensDekade 2025 endet mit starkem Zeichen für Frieden

PRESSEMITTEILUNG

„Komm den Frieden wecken“ Ein Weckruf, der weiterklingt

Die Ökumenische FriedensDekade 2025 ist mit dem Buß- und Bettag zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ haben vom 9. bis 19. November Zehntausende Menschen in Gemeinden, Schulen, Initiativen und kirchlichen Einrichtungen ein kraftvolles Zeichen gesetzt: Frieden ist möglich, Frieden ist nötig – und Frieden beginnt bei uns.

Trotz gesellschaftlicher Spannungen und lauter Debatten über Wehrpflicht, Sicherheitspolitik oder geopolitische Konflikte zeigte sich in diesen Tagen deutlich die tiefe Sehnsucht nach einem solidarischen, gewaltfreien Miteinander. Menschen kamen ins Gespräch, suchten Annäherung, entwickelten gemeinsame Ideen und trugen Verantwortung füreinander.

„Komm den Frieden wecken‘ war mehr als ein Motto – es war ein Weckruf“, sagt Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade. „Und dieser Weckruf hallt weit über die zehn Tage hinaus.“

Ein kraftvoller Auftakt und bewegende Höhepunkte

Mit über 200 Eröffnungsgottesdiensten am 9. November wurde sichtbar, wie breit der Wunsch ist, sich für Frieden einzusetzen. Ein besonderer Höhepunkt war der zentrale Gottesdienst am 12. November in der Jakobikirche Chemnitz, gestaltet von der ACK und der Stadtökumene. In der Kulturhauptstadt Europas 2025 entstand ein eindrucksvolles Zeichen für Versöhnung, Zukunftsvertrauen und gesellschaftliche Zusammenarbeit.

Während der gesamten Dekade formten sich überall im Land vielfältige Räume des Friedens: tägliche Friedensgebete, Lichterwege, Andachten, Diskussionsrunden, Workshops, Schulaktionen und musikalische Formate. In vielen Orten erinnerten Gedenk- und Kunstaktionen an die Schrecken vergangener Kriege und an die Bedeutung gewaltfreier Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig beteiligten sich Chöre, Jugendgruppen und Gemeinden mit kreativen Friedensimpulsen – und das Friedenslied „Komm, Frieden, lass dich wecken“ von Eugen Eckert klang wie ein verbindender Ton über viele dieser Begegnungen.

Diese Vielfalt machte deutlich, dass Menschen sich nach Miteinander, Vergebung, gemeinsamer Gestaltungskraft und friedlichen Perspektiven sehnen – und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Die digitale Ausstellung justice.peace.imagination begleitete die FriedensDekade mit täglich neuen Werken aus einem bundesweiten Sketchbook-Projekt. Über 300 Teilnehmende setzten sich darin kreativ mit der Frage auseinander, wo ihnen Frieden und Gerechtigkeit begegnen und wo sie fehlen. Die Ausstellung geht ab März 2026 auf Tour durch Ostdeutschland.

Das Plakatmotiv von Sebastian Schmidt – eine weiße Taube, die aus einem roten Megafon fliegt – zeigte eindrücklich: Frieden braucht eine Stimme. Ergänzt wurde es durch das historische Zeichen „Schwerter zu Pflugscharen“, das seit seinen Anfängen in der DDR-Friedensbewegung als Symbol für gewaltfreien Wandel, Gerechtigkeit und Versöhnung steht. Beide Motive prägten die diesjährige FriedensDekade sichtbar und stärkten die Kontinuität des friedensethischen Engagements.

Zeitgeist trifft Weckruf

Inmitten politischer Unsicherheiten und zunehmend polarisierter Debatten wurde die FriedensDekade zu einem Gegenbild: ein Raum für Dialog statt Fronten, für Zuversicht statt Resignation.

Der Landesbischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter des Rates der EKD und Landesbischof der EKM, beschreibt dieses Anliegen so: „‚Komm den Frieden wecken‘ – das Motto der diesjährigen FriedensDekade ist ein Weckruf im wahrsten Sinne des Wortes: Er will uns in Bewegung setzen, damit wir bei uns und anderen die Bereitschaft wecken, am gerechten Frieden mitzuarbeiten.“

Genau diese Bewegung war während der Zehn Tage deutlich spürbar, in großen Aktionen ebenso wie in leisen Momenten. Es sind diese Augenblicke der Verbundenheit, in denen spürbar wird, wie sich starre Herzen öffnen und ein stilles Lächeln den Weg zurück ins Leben findet.

Kurz nach Abschluss der FriedensDekade tritt das Gesprächsforum Ende November in Fulda zusammen, um das Jahresmotto für 2026 festzulegen. Gleichzeitig beginnt ein strategischer Blick auf die kommenden fünf Jahre – bis zum 50-jährigen Jubiläum der Ökumenischen FriedensDekade im Jahr 2030, das bereits jetzt in Vorbereitung genommen wird.

 

Pressekontakt:
Jan Gildemeister
Vorsitz Ökumenische FriedensDekade e.V./ AGDF
E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Tel.: 0228 / 24 999 -13

Komm den Frieden wecken – Ein ungewöhnliches Gespräch über inneren Frieden und Menschlichkeit

Podcasttipp zur FriedensDekade 2025.

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält.“ Dieser Satz aus Goethes Faust I beschreibt treffend, worum es in der neuen Podcastfolge vom Fotograf und Podcaster Sven Andreas Hagolani geht. Mit seinem Format „SAH & KI“ hat Sven ein neues Gesprächsformat entwickelt, das berührt und nachhallt. Ein Mensch spricht mit einer Künstlichen Intelligenz. Nicht über Algorithmen, sondern über das, was uns im Innersten bewegt. In dem innovativen Podcastformat „SAH & KI führt Sven einen schriftlichen Dialog mit einer KI, deren Antworten später von einem Menschen eingesprochen werden, während er selbst seine eigenen Gedanken spricht. So entsteht ein außergewöhnliches Zwiegespräch zwischen Mensch und Maschine, das die Grenzen zwischen Technik und Empathie, zwischen Denken und Fühlen, auf faszinierende Weise verschwimmen lässt.

Komm den Frieden wecken: Frieden in uns und in der Welt

In der aktuellen Folge 8 „Was für ein Genuss: Über Frieden in uns und in der Welt“ spricht Sven über Stille, Wahrnehmung und Verantwortung. Über die Bedeutung des Zuhörens und die Kraft, im gegenwärtigen Moment Frieden zu finden. Die KI antwortet mit erstaunlicher Sensibilität und erinnert daran, dass Frieden oft dort beginnt, wo wir uns selbst und anderen mit offenem Herzen begegnen.

Das Gespräch führt in eine Tiefe, die so von einer künstlichen Intelligenz nicht zu erwarten ist. Es geht um die Fähigkeit, Spannungen auszuhalten, um Vertrauen, um den Mut, die eigene Verletzlichkeit zu zeigen. Es geht um die Frage, wie aus innerem Frieden eine Haltung entsteht, die auch in der Welt Frieden stiften kann.

Dieser Gedanke verbindet die Podcastfolge mit der Ökumenischen FriedensDekade 2025, die unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ steht. Auch hier geht es darum, Frieden nicht nur zu fordern, sondern zu leben und erfahrbar zu machen, in Schulen, Kirchengemeinden, Gemeinschaften und im eigenen Alltag.

Svens Dialog zeigt eindrucksvoll, dass neue Technologien nicht zwangsläufig eine Gefahr für Kreativität und Menschlichkeit bedeuten. Wenn sie bewusst eingesetzt werden, können sie vielmehr Räume eröffnen, in denen Fragen neu gestellt und Perspektiven erweitert werden.

Wer die Folge hört, erlebt ein Experiment, das Mut macht: Mensch und KI begegnen sich in einem echten Gespräch und zwar achtsam und respektvoll und irgendwie auch mit Neugier. Es ist eine Einladung, innezuhalten, zuzuhören und den Frieden in sich selbst zu entdecken.

🎧 Hörtipp:
Die vollständige Episode „SAH & KI #08 – Was für ein Genuss: Über Frieden in uns und in der Welt ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Am besten mit etwas Zeit, einem offenen Herzen und der Bereitschaft, sich berühren zu lassen.

Frieden im Dialog: Militärpfarrer Claus-Jörg Richter über Friedenstüchtigkeit und seelsorgerliche Verantwortung

Ein Gespräch zwischen Militär und Friedensethik

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ stellen wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade vor, die seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eintritt. In regelmäßigen Gesprächen teilen Akteure aus dem Gesprächsforum, dem Redaktionskreis und weiteren Netzwerken ihre Erfahrungen, Visionen und Impulse. Dieses Mal trifft Lars Blume auf Militärpfarrer Claus-Jörg Richter. Ein Gespräch, das im Spannungsfeld zwischen Militär und Friedensethik steht und seltene Einblicke in die seelsorgerliche Begleitung von Soldatinnen und Soldaten gibt – geprägt von Verantwortung, Gewissen und der Suche nach Sinn.

Claus-Jörg Richter und Lars Blume im Dialog

In der Reihe Frieden im Dialog treffen sehr unterschiedliche Stimmen aufeinander. Dieses Mal ist es ein Gespräch, das in einem besonderen Spannungsfeld steht: Frieden und Militär. Militärpfarrer Claus-Jörg Richter begleitet Soldatinnen und Soldaten in Auslandseinsätzen, er hört ihre Ängste, ihre Zweifel, ihre Hoffnungen. Seine Antworten auf unsere Fragen geben einen seltenen Einblick in die seelsorgerliche Perspektive innerhalb der Bundeswehr.

Im Dialog mit Lars Blume wird deutlich, wie sehr die Themen Verantwortung, Gewissen und die Suche nach Sinn die Arbeit eines Militärpfarrers prägen. Lars bringt seine eigenen friedensethischen Fragen und Erfahrungen ein. So entsteht ein Gespräch, das keine einfachen Antworten gibt, sondern den Raum für ehrliche Auseinandersetzung öffnet.

 

Lars Blume: Herr Richter, das Motto der FriedensDekade 2025 lautet „Komm den Frieden wecken“. Was bedeutet es für Sie als Militärpfarrer?

Claus-Jörg Richter: „Als Militärpfarrer verstehe ich mich als Seelsorger. Eingebunden bin ich in die Militärseelsorge, die mit ca. 100 Dienststellen im Inland und 4 Dienststellen im Ausland für die Soldaten und deren Angehörigen da sein will. Nachdem das Wort ‚Kriegstüchtigkeit‘ aufgetaucht ist, bewegt mich vielmehr auch der Gedanke: Wie können wir ‚friedenstüchtig‘ sein bzw. werden?“

Lars Blume: Das finde ich sehr spannend. In meiner Arbeit in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in 8 Kohleregionen in verschiedenen Ländern habe ich erfahren dürfen, wie zentral es ist, Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Erst wenn Vertrauen da ist, haben Worte und Taten Gewicht, ein Punkt, den Sie mit Ihrer Frage nach „Friedenstüchtigkeit“ berühren. Wie erleben Sie Friedensarbeit in einem militärischen Umfeld?

Claus-Jörg Richter: „Ich kann jetzt nur von meinem Umfeld in Sigonella/Sizilien sprechen. Wir sind hier Gast in einem europäischen Land. Auf der einen Seite gibt es einen sog. militärischen Auftrag, eingebunden in die Zusammenarbeit mit anderen Nationen der NATO. Auf der anderen Seite ist Sizilien im Vergleich zu Norditalien sehr arm. Diese Armut ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Um diese Not ein wenig zu lindern, rufen wir vom Evangelischen Militärpfarramt zweimal jährlich zu einer Lebensmittelspendenaktion auf. Ebenso nehmen wir Kleiderspenden entgegen. Diese Spenden liefern wir an eine kirchliche Sozialstation. Das ist der Beitrag der Soldaten und ihrer Angehörigen. Wir nehmen teil an und richten auch aus die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag oder an den Tagen, an denen die jeweiligen Nationen ihre Gedenktage der Gefallenen der beiden letzten Kriegen begehen. Das tun wir unter Einbeziehung der jeweiligen einheimischen Bevölkerung. Soldaten stellen da immer eine Abordnung bereit. In meinen Ansprachen nehme ich auch immer Bezug auf den friedensethischen Aspekt. Bei den sich anschließenden Zusammenkünfte finden wertvolle und wertschätzende Begegnungen statt zwischen Menschen, deren Großväter sich bekämpften.“

Lars Blume: Diese Begegnungen zwischen den Generationen erinnern mich an meine Arbeit in Vietnam, wo ich gelernt habe: Erst muss Vertrauen wachsen, dann können Worte und Handlungen Wirkung entfalten. Auch hier zeigt sich: Friedensarbeit braucht Zeit, Geduld und oft kleine Schritte im Alltag. Welche Rolle spielt Ihr eigener Glaube in dieser Arbeit?

Claus-Jörg Richter: „Diese Frage lässt mich ein wenig schmunzeln und ich erinnere mich an die 80-er Jahre und die Friedensbewegung. Was war ich ein glühender Verfechter, angetrieben von den Gedanken von Martin Luther King und Mahatma Gandhi. Dorothe Sölle und Franz Alts Buch über die Bergpredigt hatten mich sehr inspiriert.“

Lars Blume: Ich kann das gut nachvollziehen. In meiner Zeit in der Entwicklungszusammenarbeit habe ich erfahren, wie wichtig eine innere Haltung ist; Geduld, Achtsamkeit, die Bereitschaft zuzuhören. Das finde ich, übertragbar auf Ihre Arbeit, sehr wertvoll.

Sie haben viel vom Dialog gesprochen. Gab es Situationen, in denen Sie erlebt haben, dass Dialog tatsächlich Frieden ermöglicht hat?

Claus-Jörg Richter: „Frieden kann nur im Dialog mit dem fremden Gegenüber (Bereitschaft und Interesse bei beiden Seiten vorausgesetzt) gesucht und auch gefunden werden. So paradox das klingt: Erst wenn der Frieden (auch militärisch) gesichert ist, können diese Gespräche stattfinden. Ich sage das auf dem Hintergrund meiner Erfahrung als Seelsorger in Afghanistan. In einem gesicherten Umfeld konnte ich respektvolle Gespräche mit muslimischen Geistlichen auch über den Frieden führen.“

Lars Blume: Genau das habe ich in Asien und Afrika erlebt: Ohne einen sicheren Rahmen gibt es keine echten Begegnungen. Und selbst wenn dieser Rahmen da ist, bleibt es komplex und vielschichtig, es ist ein ständiges reflektieren, zuhören und die Bereitschaft das eigene Handeln anzupassen.

Wie gestalten Sie den Alltag, um Friedensimpulse zu setzen, auch wenn Spannungen auftreten?

Claus-Jörg Richter: „Wie in jedem anderen Zusammenleben und Zusammenarbeiten auch, treten manchmal Meinungsunterschiede und Spannungen auf. Da verstehe ich mich als Mediator, Vermittler, dass zwei Parteien wieder zusammenfinden können. Dieses Zusammenfinden wird beschlossen mit: Jetzt reicht einander wieder die Hand. Das ist ein offenes Zeichen für die christliche Botschaft der gegenseitigen Vergebung und Versöhnung, auch wenn das manchmal nicht so bewusst ist.“

Lars Blume: Ich kenne das aus Transformationsprozessen in Kohleregionen: Kleine Zeichen der Versöhnung, gemeinsame Rituale oder einfache Gesten können enorme Wirkung entfalten. Selbst in angespannten Situationen ist es oft ein Perspektivwechsel, der den Dialog ermöglicht. Wie kann man Friedensimpulse auch dort setzen, wo Gewalt und Krisen präsent sind?

Claus-Jörg Richter: „Pausen. Tief durchatmen. Kühlen Kopf bewahren. Das Gebet.“

Lars Blume: Das ist ein inspirierender Ansatz und wenn ich darüber nachdenke sehr wertvoll. In der Natur und beim bewussten Durchatmen finde ich häufig Lösungen, die friedlicher und nachhaltiger sind, als wenn ich sofort handel.

Wie nehmen die Soldaten die Verantwortung für Frieden wahr?

Claus-Jörg Richter: „Im sog. Lebenskundlichen Unterricht wird auch die friedensethische Frage behandelt. Den Soldaten ist es sehr bewusst, dass sie sich auch unter Einsatz des Lebens für friedenserhaltende und friedensfördernde Maßnahmen einsetzen. Über das sog. ‚scharfe Ende‘ wird auch gesprochen. Ein Soldat brachte es einmal auf den Punkt: ‚Auch unter Einsatz militärischer Mittel stehe ich ein für die Durchsetzung und Aufrechterhaltung eines vorläufigen Friedens, der dann mit diplomatischen Mitteln weiter vorangetrieben wird. Dabei sehe ich manchmal das Dilemma, ein größeres Übel mit einem kleineren Übel zu bekämpfen.‘“

Lars Blume: Das zeigt die Komplexität, die wir in vielen relevanten Fragen zur Zeit erleben: Entscheidungen sind selten schwarz-weiß, schwierige Abwägungen begleiten jede friedensethische Handlung. Und trotzdem schöpfen Sie Hoffnung, woher kommt sie?

Claus-Jörg Richter: „Ich bin getragen von Gottes Zusage, ‚die Welt nicht mehr zu verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.‘ (Genesis 8,21) Leider bereiten Statements und Aktionen mancher Staatenlenker Kopfschütteln. Ich halte dem entgegen: ‚Ihr habt nicht das letzte Wort.‘ Ferner, schon vor Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine habe ich eingeladen zu einem wöchentlichen Friedensgebet. Das ist im Zusammenhang zu sehen mit der Friedensspiritualität, von der auch der erwähnte Debattenbeitrag spricht. Hoffnung schöpfe ich aus dem nicht nachlassenden Gebet und der Hoffnung, dass Gottes unverfügbare Geistkraft Menschen zum Frieden bewegen kann.“

Lars Blume: Für mich ist das ein schönes Bild: Hoffnung entsteht durch konstante Praxis, sei es Gebet, Zuhören oder Engagement in Gemeinschaften und sie kann weit über die eigene Handlung hinaus wirken. Was möchten Sie Menschen mitgeben, die glauben, sie könnten nichts für Frieden tun?

Claus-Jörg Richter: „Eine Person alleine kann die Welt nicht retten. Dazu braucht es eine Bewegung sehr vieler Gleichgesinnter. Und wenn ich alleine die Welt nicht retten kann, so kann ich doch in meinem nächsten Umfeld versuchen, mit jedem Menschen in Frieden zusammenzuleben. Einer der Hauptschlüssel sind Vergebung und Versöhnung. Vorgeschaltet ist das große Wort der Gnade. Also gnädig mit sich selbst und dem anderen umgehen. Ich bin überzeugt, dass das dann weitere Kreise zieht.“

Lars Blume: Herzlichen Dank, Herr Richter. Gerade jetzt, wo über Wehrpflicht und ‚Kriegstüchtigkeit‘ debattiert wird, ist es entscheidend, die Frage zu stellen: Wie werden wir ‚friedenstüchtig‘? Die FriedensDekade 2025 kann dafür Räume eröffnen – für Dialog, Diplomatie und die Kraft der Worte. Frieden braucht mehr als Waffen: er braucht Begegnung, Zuhören und gegenseitige Anerkennung.

Frieden im Dialog: Stimmen, Aktionen und Materialien der FriedensDekade entdecken

Zum Weiterlesen und Mitgestalten laden wir Sie herzlich ein: Entdecken Sie weitere Beiträge der Serie „Frieden im Dialog“, stöbern Sie in den Materialien der FriedensDekade in unserem Online-Shop und teilen Sie Ihre eigenen Geschichten und Aktionen mit uns unter kontakt@friedensdekade.de. Folgen Sie uns auf Instagram und melden Sie sich für den Newsletter an, um aktuelle Impulse zu erhalten, und unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende – jeder Beitrag stärkt die Friedensarbeit.

Denn: Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Gemeinsam können wir den Frieden wecken!

Komm den Frieden wecken: Mitmach-Tipps für Einzelpersonen – Kleine Zeichen mit großer Wirkung

Die FriedensDekade 2025 zeigt: Kleine Gesten, große Wirkung für Frieden.

Die FriedensDekade 2025 lädt unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ dazu ein, auch im Alltag sichtbare Zeichen für Verständigung, Respekt und eine friedliche Zukunft zu setzen. Nicht nur Kommunen oder Initiativen tragen dazu bei – jede und jeder Einzelne kann durch kleine Gesten und kreative Ideen den Frieden stärken.

Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie als Einzelperson die FriedensDekade 2025 konkret mitgestalten können. Die Vorschläge sind alltagsnah, leicht umsetzbar und entfalten durch ihre Symbolkraft eine große Wirkung.

1. Friedensgruß in die Nachbarschaft – Freundlichkeit wirkt ansteckend

Nehmen Sie sich während der FriedensDekade vor, täglich bewusst freundlich zu begegnen – ob Nachbarn, Kolleginnen oder Fremden.
Ein Lächeln, ein Gruß oder ein gutes Wort können Barrieren abbauen und ein Klima der Verbundenheit schaffen. So wächst Frieden direkt vor der eigenen Haustür.

2. „HÖR“-Methode im Alltag – Konflikte neu gestalten

Hören – Öffnen – Rückfragen.
In Streitgesprächen bewusst innezuhalten und einmal die HÖR-Methode anzuwenden, verändert die Dynamik: Zuhören statt vorschnell reagieren, Fragen statt Urteile. So entsteht Dialog statt Eskalation, und somit ein konkreter Beitrag zu mehr Frieden im Alltag.

3. Friedensminute täglich um 18:00 – Verbundenheit spüren

Stellen Sie sich jeden Tag einen Wecker um 18:00 Uhr.
Eine Minute Stille, ein Atemgebet oder ein kurzes Lied und schon entsteht eine gemeinsame Friedensminute. Teilen Sie den Impuls mit Freund*innen oder Nachbarn, um das Gefühl der Verbundenheit zu verstärken. Kleine Routinen tragen Frieden in die Gesellschaft.

4. Mini-Friedensbotschaften in der Stadt – Überraschende Begegnungen

Schreiben Sie kleine Zettel oder bemalen Sie Steine mit positiven Botschaften.
„Frieden beginnt mit einem Lächeln“ oder „Hör zu, statt zu streiten“, oder gemalte Friedenszeichen: verstecken Sie diese Botschaften in Büchern, Parks, Bushaltestellen oder Cafés. Solche unerwarteten Funde berühren und regen zum Nachdenken an.

5. Friedens-Samenbomben verteilen – Hoffnung wachsen lassen

Gestalten Sie kleine Samenbomben mit Sonnenblumensamen oder anderen Friedensblumen.
Verteilen Sie sie an Freund*innen oder in der Nachbarschaft, gepaart mit einer kleinen Notiz: „Pflanze Frieden – lass ihn wachsen.“ Eine kreative und nachhaltige Art, Frieden sichtbar zu machen und gleichzeitig der Natur etwas zurückzugeben.

Ihr persönliches Engagement weckt den Frieden.

Frieden entsteht dort, wo Menschen bewusst hinschauen und handeln. Jede Geste, ob ein Gruß, ein stiller Moment oder eine kreative Botschaft, trägt dazu bei, dass das Motto der FriedensDekade 2025 sichtbar wird: „Komm den Frieden wecken.“

Als Einzelperson können Sie kleine Impulse setzen, die große Wirkung entfalten, Verbundenheit im Alltag spürbar machen und so Erinnerung und Hoffnung kreativ weitertragen.

Materialien und Unterstützung für ihr Friedensengagement

Die FriedensDekade bietet Ihnen vielfältige Materialien, wie Plakate, Postkarten und kreative Arbeitshilfen um Ihr persönliches Zeichen für den Frieden zu verstärken. Alle Materialien finden Sie im Online-Shop: www.friedensdekade.de/shop
Teilen Sie Ihr Engagement mit uns auf Instagram.

Fazit: Komm den Frieden wecken – im Alltag, in Ihrer Nachbarschaft, in unserer Gesellschaft

Die FriedensDekade 2025 macht sichtbar: Frieden wächst, wenn wir ihn denken, gestalten und teilen. Auch kleine Schritte können Großes bewegen. Werden Sie Teil dieser Bewegung und setzen Sie Ihr Zeichen für Verständigung, Hoffnung und Frieden.

Mit diesen fünf Tipps endet unsere Reihe „Mitmach-Tipps zur FriedensDekade 2025“. Zuvor haben wir gezeigt, wie Kirchengemeinden, Schulen, Chöre, Vereine und Initiativen, sowie Kommunen und Verwaltungen den Frieden wecken können. Alle Beiträge finden Sie hier.

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