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Autor: Thomas Oelerich

IN EIGENER SACHE

Stellungnahme des Gesprächsforums Ökumenische FriedensDekade zur missbräuchlichen Nutzung des Logos „Schwerter zu Pflugscharen“

Wir haben Anhaltspunkte dafür, dass rechtspopulistische, nationalistische und demokratiefeindliche Kreise das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ für ihre Zwecke missbräuchlich und ideologisch zweckentfremdet nutzen. Es gab Materialbestellungen für Fahnen und Aufkleber mit dem Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ von Personen, die dem rechts-nationalistischen Milieu zugeordnet werden können, und das Symbol wurde bei Demonstrationen verwendet, die Personen aus diesem Milieu organisiert haben.

„Schwerter zu Pflugscharen“ nimmt eine Vision des jüdischen Propheten Micha auf. Wir teilen mit ihm den Friedenstraum von einer Welt, in der jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist und in Frieden und Würde leben kann. Als Gesprächsforum interpretieren wir diese Vision auf vielfältige Weise als Orientierung, für unser persönliches, wie auch für kirchliches oder staatliches Handeln, auf dem Weg zu einem solidarischen Leben für alle Menschen in Frieden und Gerechtigkeit. Wir setzen uns ein für die Stärkung der Menschenrechte und den Schutz der Demokratie und fordern die Anerkennung des Völkerrechts.

Als Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade lehnen wir antidemokratische und menschenfeindliche Einstellungen ab. Wir haben die Marke „Schwerter zu Pflugscharen“ bereits vor Jahren schützen lassen, um ihre missbräuchliche Nutzung einzugrenzen. Wir werden gegen unrechtmäßigen Verkauf von Material, das mit unserem Logo versehen ist, rechtlich vorgehen.

17.01.2023

 

Ausschreibung Plakatwettbewerb

Ökumenische FriedensDekade sucht grafisches Motiv für 2023

Bonn, 09. Dezember 2022. Das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade hat einen Plakatwettbewerb für die Gestaltung des grafischen Motivs zum Motto 2022 ausgeschrieben. „sicher nicht – oder?“ lautet das neue Motto, unter dem im kommenden Jahr vom 12. – 22. November die 43. Ökumenische  FriedensDekade begangen wird.

Wie in den Vorjahren ist der Wettbewerb mit insgesamt 1.750 € für die besten drei ausgewählten Motive dotiert. Bis zum 5. Februar 2023 können Entwürfe zur grafischen Gestaltung des Jahresmottos eingereicht werden. Am 13. Februar wird die Jury des Gesprächsforums der Ökumenischen FriedensDekade die Auswahl vornehmen. „Wir hoffen wieder auf vielfältige Beteiligung am Plakatwettbewerb und sind zuversichtlich, auch für das Jahr 2023 zahlreiche ansprechende Entwürfe zu erhalten“, sagt Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V.

Grafiker*innen, Gestalter*innen und Agenturen ebenso wir Privatpersonen oder Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Rahmenvorgaben, die bei der Gestaltung der grafischen Entwürfe unbedingt zu berücksichtigen sind, sowie Hintergrundtexte zum ausgewählten Jahresmotto „sicher nicht – oder?“ finden sich auf den Internetseiten der Ökumenischen FriedensDekade unter www.friedensdekade.de.

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Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.friedensdekade.de.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Wiltrud Rösch-Metzler
Redaktion Ökumenische FriedensDekade
Telefon 07 11 – 2 62 67 20
plakatwettbewerb@friedensdekade.de

 

Ökumenische FriedensDekade legt Jahresmotto für 2023 fest

Pressemitteilung

„sicher nicht – oder?“

Bonn/Frankfurt, 30. November 2022. Das Motto der Ökumenischen FriedensDekade für das Jahr 2023 steht fest. Es lautet: „sicher nicht – oder?“. Auf seiner Sitzung in Kassel legte das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade das Motto für die zehn Tage vor dem Buß- und Bettag im kommenden Jahr fest (12-22. November 2023). Im gesamten Bundesgebiet werden unter dem Jahresmotto mehrere Tausend Gottesdienste, Friedensgebete und Informationsveranstaltungen stattfinden.

 Unter dem Motto „sicher nicht – oder?“ greifen die Trägerorganisationen die aktuellen Verunsicherungen auf, die in Gesellschaft, Kirche und Politik zu spüren sind. Nach über zwei Jahren Pandemiegeschehen, dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der damit verbundenen Energiekrise und dem großen Kaufkraftverlust aufgrund der immensen Inflation sind viele Menschen verunsichert, was ihre Zukunftsperspektiven betrifft. „Hinzu kommt die menschengemachte Klimakrise, deren dramatische Folgen immer deutlicher werden. All‘ das stellt eine ehemals gefühlte Grundsicherheit, ein Grundvertrauen in die Zukunft, infrage“, so Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V..

Viele Menschen verspürten eine generelle Unsicherheit. Bislang Selbstverständliches wird als nicht mehr sicher wahrgenommen, wie etwa das Zusammenleben in einem friedlichen Europa. Versprochen wird mehr Sicherheit durch verstärkten militärischen Schutz. „Aber ist Frieden durch Waffen, ist Frieden durch Aufrüstung wirklich langfristig sicherzustellen?“. Auch diese Fragestellung möchte die Ökumenische FriedensDekade im kommenden Jahr mit dem Motto „sicher nicht – oder?“ aufgreifen und Angebote machen, wie die Resilienz der Menschen angesichts eines Vertrauensverlustes in die Zukunft gestärkt werden kann.

 „Uns ist weiterhin wichtig, den Blick über den deutschen oder europäischen Tellerrand hinaus auch auf andere Krisen- und Konfliktregionen zu lenken, die für unzählige Menschen katastrophale Folgen mit sich bringen“, macht Jan Gildemeister deutlich und verweist darauf, dass weltweit immer mehr Menschen unter Hunger, den Folgen der Klimakrise und Kriegen leiden und deshalb flüchten oder auswandern müssen. .

 In ihren Angeboten wird sich die Ökumenische FriedensDekade nicht nur mit den Ursachen und Folgen der Krisen und einer Stärkung der Resilienz beschäftigen, sondern sie möchte auch Impulse setzen, wie Kirchen und Religionsgemeinschaften, aber auch Politik und Zivilgesellschaft einen Beitrag zu einem umfassenden Schalom leisten können. „Angesichts der gerade auch in der jungen Generation spürbaren Verunsicherung und der zunehmenden Krisen weltweit ist es überfällig, den Begriff der Sicherheit neu zu denken und von einer militärischen Sicherheitslogik auf eine zivile Friedenslogik umzuschwenken“, betont Jan Gildemeister, der auch Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ist. Die AGDF ist neben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) eine der Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade.

 Mit „sicher nicht – oder?“ haben sich die Organisatoren bewusst für ein Motto entschieden, das sich möglicherweise erst auf den zweiten Blick erschließt, das aber neugierig machen und zu Diskussionen und zum Nachdenken anregen möchte. „Ja, auch im Gesprächsforum verspüren wir auf dem Hintergrund des Ukraine-Krieges eine große Verunsicherung, wie Frieden in Zukunft ausgestaltet werden kann. Sicher nicht mit Maßnahmen, die zu einer neuen Aufrüstungsspirale führen und Ressourcen verschwenden, die an anderer Stelle dringend benötigt werden. Oder?“, räumt Jan Gildemeister ein.

 Als biblische Bezugsquellen zum Motto „sicher nicht – oder?“ wurden die Verse 3-11 aus Kapitel 5 des 1. Briefes des Apostels Paulus an die Thessalonicher (NT) und Jesaja 32,11-20 aus dem Alten Testament ausgewählt.

Wie in den Jahren zuvor lädt die Ökumenische FriedensDekade in den kommenden Wochen zur Teilnahme an einem Plakatwettbewerb ein, um Anfang Februar 2023 aus den eingesandten Entwürfen ein grafisches Motiv auszuwählen, mit dem das Jahresmotto „sicher nicht – oder?“ gestalterisch umgesetzt soll. Das ausgewählte Motiv wird als zentrales visuelles Element sowohl als Plakat und Postkarte als auch auf allen Bildungs- und Aktionsmaterialien im Jahr 2023 eingesetzt.

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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jan Gildemeister (AGDF), 0228/24999-13, E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de

Thomas Oelerich, Tel. 0173/81 58 627 E-Mail: thomas.oelerich@friedensdekade.de

Ökumenische FriedensDekade zieht erfreuliche Zwischenbilanz

Pressemitteilung

Deutliche Zunahme an Friedensaktivitäten

Bonn, 14.11.2022. Kurz vor Ende der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade (6.-16. November) ziehen die Organisatoren eine erfreuliche Zwischenbilanz. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde das Friedensthema in Kirchengemeinden und Friedensgruppen weitaus häufiger aufgegriffen.

„Die Bestellungen unserer angebotenen Materialien sind um fast 20% gestiegen und die Anzahl an Gottesdiensten, Friedensgebeten und Informationsveranstaltungen hat im gesamten Bundesgebiet deutlich zugenommen“, fasst Thomas Oelerich, zuständig für Marketing und Fundraising, die positive Entwicklung wenige Tage Ablauf der Ökumenischen FriedensDekade zusammen.

Diesen gesteigerten Zuspruch sehen die Organisatoren in zwei zentralen Punkten begründet. Einmal im Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine, in dessen Folge der Wunsch und die Hoffnung auf Frieden nicht zuletzt wegen der Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen gewachsen sind. Zum zweiten sei mit dem Motto „ZUSAMMEN:HALT“ ein zentrales Jahresmotto ausgewählt worden, das in der heutigen Zeit vielen Menschen am Herzen liegt. „Angesichts des Krieges in der Ukraine, wegen der daraus resultierenden Wirtschafts- und Energiekrise und auch wegen des zunehmenden Bewusstseins in der Bevölkerung darüber, dass die Klimakrise wie ein Damoklesschwert über allem schwebt, ist der Wunsch nach gesellschaftlichem Zusammenhalt deutlich gewachsen“, so Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade.

Mit einem zentralen Abschlussgottesdienst, der am 16.11., dem Buß- und Bettag, in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin stattfindet (18.00 Uhr), endet die diesjährige Ökumenische Friedensdekade. „Diese Feier ist ein Ort für unsere Sehnsucht nach Frieden“, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron. In dem Gottesdienst wolle man darum bitten, dass „Frieden keine Illusion bleibt, sondern Wirklichkeit werden kann.“

Bereits Ende November kommt das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade, zu dem Vertreter*innen aller Trägergruppen gehören, zu einem zweitägigen Planungstreffen in Kassel zusammen. Dort steht die Auswahl des Jahresmottos für das Jahr 2023 auf der Tagesordnung. „Für uns beginnt kurz nach Ende einer FriedensDekade bereits die Planung für die kommende FriedensDekade, die wir im Jahr 2023 zum 45sten Mal vorbereitend gestalten. Eine lange Tradition, auf die wir auch mit einem gewissen Stolz zurückblicken dürfen“, freut sich Jan Gildemeister.

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 Das  Jahresmotiv kann im Internet (www.friedensdekade.de) in druckfähiger Qualität heruntergeladen werden.

Oder Sie fordern eine druckfähige Vorlage  als jpg- oder pdf-Datei an unter: thomas.oelerich@friedensdekade.de.

 Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jan Gildemeister (AGDF), 0228/24 999 -13, E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de

Thomas Oelerich, Tel. 0173/81 58 627, E-Mail: thomas.oelerich@friedensdekade.de

 

Zentraler Abschlussgottesdienst der FriedensDekade in Berlin am Buß- und Bettag

Datum: 16.11.2022

Uhrzeit: 18.00 Uhr

Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin, Breitscheidplatz, 10789 Berlin

Frankfurt a.M./Berlin (epd). Der zentrale Gottesdienst im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade 2022 findet am Buß- und Bettag in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin statt. „Diese Feier ist ein Ort für unsere Sehnsucht nach Frieden“, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron, am Dienstag in Frankfurt am Main. In dem Gottesdienst wolle man darum bitten, dass „Frieden keine Illusion bleibt, sondern Wirklichkeit werden kann.“

Angesichts von aktuell mehr als vierzig stattfindenden kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit steht die diesjährige ökumenische Friedensdekade bis 16. November unter dem Motto „ZUSAMMEN:HALT“. Die Predigt hält den Angaben zufolge die Generalsekretärin des ökumenischen Netzwerkes Church and Peace, Lydia Funck. Die Liturgie soll von Gedächtniskirchen-Pfarrerin Kathrin Oxen, dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Monsignore Hansjörg Günther, und dem ACK-Vorsitzenden Erzpriester Miron gestaltet werden.

Trägerorganisationen der 1980 in West- und Ostdeutschland ins Leben gerufenen Ökumenischen Friedensdekade sind neben der ACK die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Zudem wirken Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und evangelischer Landeskirchen sowie evangelisch-freikirchliche und römisch-katholische Organisationen mit. Seit 1983 ist das aus der kirchlichen Friedensarbeit der DDR bekannte Logo „Schwerter zu Pflugscharen“ Erkennungssymbol der Ökumenischen Friedensdekade.

Die 1948 gegründete Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland repräsentiert etwa 50 Millionen Christen. Ihr gehören 18 Kirchen an, weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus.

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