Zum 5. Dezember: Junge Menschen melden sich zur Wehrpflicht zu Wort
Diesen Freitag, den 5. Dezember, steht im Bundestag die mögliche Beschlussfassung über die neue Wehrpflicht an. Als Reaktion darauf haben Schüler*innen in über 100 Städten in ganz Deutschland dezentrale Schulstreiks und Protestaktionen organisiert. Unterstützt vom Netzwerk Friedenskooperative.
Die zentrale Botschaft der Streikenden ist klar: „Wir wollen nicht ein halbes Jahr unseres Lebens in Kasernen eingesperrt sein, zu Drill und Gehorsam erzogen werden und töten lernen. Krieg ist keine Zukunftsperspektive und zerstört unsere Lebensgrundlage.“ Die Proteste sind ein Ausdruck des Widerstands gegen die Militarisierung der Gesellschaft und ein Plädoyer dafür, dass die Betroffenen, die junge Generation, in dieser Debatte gehört werden. „Niemand fragt uns, was wir wollen. Niemand will wissen, was wir dazu denken. Dabei sind wir die Betroffenen! Es sind unsere Leben, über die sie diskutieren und bestimmen wollen.“
Haltung zeigen heißt: zuhören, ernst nehmen, ins Gespräch kommen
Die Ökumenische FriedensDekade begleitet gesellschaftliche Debatten rund um Krieg, Frieden und Gewaltfreiheit seit vielen Jahren. Sie organisiert keine Proteste und ruft nicht zu bestimmten Aktionsformen auf. Zugleich hält sie es für unverzichtbar, dass junge Menschen in Fragen, die ihre Zukunft unmittelbar betreffen, gehört werden. Couragiert widerständig zu handeln kann viele Formen haben:
öffentliches Protestieren,
kritisches Nachfragen,
Gewissensentscheidungen treffen,
oder Räume für Dialog eröffnen.
Gerade weil die Diskussion um Wehrdienst und Sicherheitspolitik häufig von Generationen geführt wird, die selbst nicht mehr betroffen sind, braucht es Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven respektvoll aufeinandertreffen.
Informationen zu den geplanten Aktionen
Die Schulstreiks und Kundgebungen am 5. Dezember finden dezentral in vielen Städten statt und werden von lokalen Gruppen organisiert. (dezentral organisiert)
Aktuelle Informationen zu Orten, Zeiten und Hintergründen stellt das Netzwerks Friedenskooperative zur Verfügung:
Für eine Debatte, die dem Frieden dient
Die FriedensDekade versteht sich als Teil einer Zivilgesellschaft, die militärische Antworten nicht als alternativlos hinnimmt. Sie setzt sich dafür ein, dass Fragen von Sicherheit, Verantwortung und Frieden offen, differenziert und gewaltfrei verhandelt werden.
Couragiert widerständig heißt für uns: nicht wegzuschauen, nicht zu vereinfachen und nicht zu verstummen.
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