• PSALM 126 anno Domini 2016 (Impuls von Gerhard Bemm Oktober 2016)

    Porträt Gerhard Bemm

    PSALM 126 anno Domini 2016

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    Wann werden wir sein

    wie die Träumenden

    und unser Mund voll Lachen?

     

    Wenn wir die Angst überwinden,

    mit der wir uns trennten

    von den Menschen nebenan?

     

    Wann werden wir sein

    wie die Jubelnden

    und unser Herz voll Freude?

     

    Wenn wir den Neid überwinden,

    mit dem wir uns trennten

    von den Menschen nebenan?

     

    Wann werden wir sein

    wie die Siegenden

    und unser Sinn voll Dank?

     

    Wenn wir den Hass überwinden,

    mit dem wir uns trennten

    von den Menschen nebenan?

     

    Dann werden wir sein

    wie die Träumenden,

    wenn wir nicht warten

    auf den Beginn nebenan.

     

    Gerhard Bemm

    1989

     

  • Friedensgebet von Bärbel Wartenberg-Potter (Impuls im August 2016)

    Wartenberg-PotterAm 18.09.2010, anlässlich der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Ökumenischen FriedensDekade im Augustinerkloster in Erfurt, beendete Frau Bärbel Wartenberg-Potter (Bischöfin em. Lübeck) ihre damalige Ansprache mit folgendem Gebet:

    Mit Franz von Assisi beten wir heute:

    Gott, mache mich zum Werkzeug deines Friedens
    Dass ich besser lerne  was dem Frieden dient
    dass ich mutig bin – wo der Stammtisch spricht
    dass ich einfach lebe – wo Verschwendung herrscht
    dass ich Demut lerne – ein Geschöpf mit allen
    dass ich mich entrüste – wo das Leben leidet.

    Gott, mache mich zum Werkzeug deines Friedens
    Dass ich demütig bezeuge – nicht im Mittelpunkt,
    nicht Hauptsache, Herrscher und Verfüger
    im Universum zu sein.
    Dass ich DICH, Gott, ehre, verstehe, in mir leben lasse
    DU BIST DA befähigend, schaffend, stärkend
    Quelle des Lebens
    Dass ich Tiere, Pflanzen, Elemente
    als deine Boten, als dein Gewand zu sehen lerne.
    Gott, mache micht zum Werkzeug deines Friedens,
    Frieden auf Erden und Frieden mit der Erde.

  • Spuren von und zu Kriegen in Deutschland

    Impuls von Jan Gildemeister (April 2016)

    Kontakte_Jan GildemeisterGedanken von Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenische FriedensDekade e. V. und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), eine der Trägerorganisation der Ökumenischen FriedensDekade, zum diesjährigen Jahresmotto “KRIEGSSPUREN”. In seinem Artikel zeigt Gildemeister Spuren von und zu Kriegen in Deutschland auf.

    “Kriegerische Gewalt hinterlässt Spuren – beispielsweise an Gegenständen, wie es auf dem Motiv zur Ökumenischen FriedensDekade 2016 zu sehen ist: Historische Stätten werden ebenso zerstört wie Wohn- und Krankenhäuser oder die Infrastruktur eines Landes. Auch die Natur wird in Mitleidenschaft gezogen. Erschreckender sind aber noch die Spuren bei Menschen, die in Kriegsregionen in Syrien, Libyen, Sudan, Mali oder Afghanistan überleben: Es sind vor allem Zivilistinnen und Zivilisten, die Angehörige und Freunde verlieren, selber verletzt werden und/oder Traumata erleiden.” …

    Den vollstänidgen Artikel finden Sie hier zum Download: Spuren von und zu Kriegen

  • Abschlussrede Ostermarsch Frankfurt

    Impuls von Wiltrud Rösch-Metzler (März 2016)

    Kontakte_Wiltrud Roesch_MetzlerRede von Wiltrud Rösch-Metzler, Bundesvorsitzende von pax christi Deutschland, auf der Abschlusskundgebung des Ostermarsches am 28.03.2016 in Frankfurt/M.

    “Wir stehen vor einer neuen Aufrüstungswelle. Das Kabinett will den Militärhaushalt 2017 um knapp 7% erhöhen!  Deutschland gibt in diesem Jahr 36 Milliarden Euro fürs Militär aus. Wir können unser Geld doch vernünftiger ausgeben, Flüchtlinge aufnehmen und integrieren, Schulen, Wohnungen und Infrastruktur verbessern, und weltweit zivile Strukturen und eine gerechte Wirtschaft unterstützen. Das ist doch in unserem Interesse! Ähnlich wie bei der Aufnahme der Flüchtlinge, die Menschen auf der ganzen Welt als humane Geste verstehen und gut finden, würde Deutschland damit ein Zeichen setzen für Verantwortung in der Welt.”

    Den vollstänidgen Artikel können Sie hier Rede_Ostermarschabschluss_Frankfurter Römerberg nachlesen.

  • Der pazifistische Dickkopf

    Impuls von Pfarrer Matthias Gürtler (Feb. 2016)

    Logo Schwerter zu Pflugscharen (RGB)Militärseelsorge: Pfarrer Matthias Gürtler kritisiert Kooperation zwischen Kirche und Staat

    In der Tageszeitung taz erschien am 24.02.2016 ein Artikel über den Pfarrer Matthiar Gürtler unter dem Titel “Der pazifistische Dickkopf”. Pfarrer Gürtler ist voller Stolz auf das am Dom von Greifswald aufgehängte zwei Mal zwei Meter große Logo der Ökumenischen FriedensDekade (Schwerter zu Pflugscharen). Im taz-Gespräch widerspricht der Pfarrer dem Militärbischof der Ev. Kirche in Deutschland, Sigurd Rink, der gesagt hatte: “Die Einsätze der Bundeswehr dienen dem Frieden in der Welt.”

    Den vollstänidgen Artikel können Sie unter taz-Artikel zu Militärseelsorge 24_02_2016 nachlesen.

  • Kritik an Bundeswehreinsatz in Syrien

    Dossier von MISEREOR (Januar 2016)

    In der Debatte zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr im Dezember 2015 warfen einige Politiker denjenigen, die sich gegen den Einsatz aussprachen, vor, dem Nichts-Tun das Wort zu reden. Nichthandeln und Zusehen hätte es lange genug gegeben. Innerhalb von nur einer Woche beschloss der Bundestag unter dem Eindruck der Terroranschläge in Paris einen Bundeswehreinsatz mit Tornado-Militärjets in Syrien. Seit dem 8. Januar fliegt die Bundeswehr “Aufklärungseinsätze” in Syrien.

    Das katholischen Hilfswerk MISEREOR kritisierte in einem Mitte Januar 2016 veröffentlichten Positionspapier unter dem Ttiel “Wer Frieden will,  muss vom Frieden her denken!”  MISEREOR-Positionspapier zum Bundeswehreinsatz in Syrien die Politik der Bundesregierung. In dem Papier heißt es u.a.:
    „Mit dem 11. September 2001 gewöhnen wir uns mehr und mehr daran, dass einzelne oder Gruppen von Staaten für sich das Recht in Anspruch nehmen, Krieg gegen andere Staaten, halbstaatliche Gruppen oder terroristische Vereinigungen zu führen, auch ohne explizites Mandat nach Kapitel VII der UN-Charta. … Immer wieder nutzen – man könnte auch sagen missbrauchen – einzelne Großmächte ihr Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat im eigenen macht- und geostrategischen Interesse. Statt sich an zweifelhaften internationalen Militäreinsätzen zu beteiligen, stünde es der deutschen Politik gut an, sich mit Nachdruck für eine Stärkung – statt der weiteren Schwächung – der UN einzusetzen und sich noch stärker als bisher diplomatisch und humanitär zu engagieren.“

    Das vollständige Positionspapier können Sie hier (MISEREOR Postionspapier Syrieneinsatz Bundeswehr) abrufen.


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