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Monat: August 2025

Blauer Hintergrund, mit einem roten Kreis in der rechten oberen Ecke, darauf steht Komm den Frieden wecken. Zu sehen ist ein aus einer Linie gezeichnetes Haus, dessen Wand aus vier Puzzleteilen besteht. Darunter steht Mitmach-Tipps für Kommen und öffentliche Verwaltungen.

Mitmach-Tipps für Kommunen und öffentliche Verwaltungen – FriedensDekade 2025 sichtbar gestalten

Gemeinsam den Frieden wecken – Kommunen und öffentliche Verwaltung als starke Akteure für die FriedensDekade

Die FriedensDekade 2025 lädt unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ dazu ein, klare Zeichen für Verständigung, Erinnerungskultur und eine friedliche Zukunft zu setzen. Kommunen sind hierbei zentrale Akteure: Sie gestalten öffentliche Räume, fördern Begegnung und unterstützen lokale Friedensinitiativen. In Zeiten globaler Herausforderungen und gesellschaftlicher Spannungen können Städte und Gemeinden den Wert des Friedens nachhaltig verankern.

Dieser Leitfaden bietet Kommunen fünf konkrete Mitmach-Tipps, um die FriedensDekade 2025 wirkungsvoll und sichtbar zu gestalten. Die Vorschläge sind praxistauglich, fördern die Bürgerbeteiligung und stärken die lokale Gemeinschaft.

1. Friedenspreis der Kommune – Lokales Engagement würdigen

Zeichnen Sie während der FriedensDekade ein lokales Projekt, einen Verein oder eine Initiative aus, die sich für Verständigung und ein friedliches Miteinander einsetzt.
Vorteil: Eine Auszeichnung schafft hohe Sichtbarkeit, motiviert weitere Akteure und stärkt das Bewusstsein für Friedensarbeit in Ihrer Kommune.
Umsetzung: Organisieren Sie eine feierliche Verleihung im Rathaus oder auf einem öffentlichen Platz, um die Botschaft der FriedensDekade 2025 zu verbreiten.

2. Friedensbaum pflanzen – Ein Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt

Pflanzen Sie einen „Friedensbaum“ in einem öffentlichen Park oder auf einem zentralen Platz – idealerweise gemeinsam mit Bürger*innen aller Generationen, Schulen und Vereinen.
Vorteil: Der Baum wird zu einem dauerhaften Zeichen für Frieden und Wachstum. Ein Schild mit dem Motto „Komm den Frieden wecken“ erklärt die Aktion und verweist auf die FriedensDekade.
Umsetzung: Planen Sie eine Pflanzaktion mit einer kurzen Zeremonie, die die Gemeinschaft einbindet und mediale Aufmerksamkeit erzeugt.

3. Straßenname auf Zeit – Frieden im Alltag sichtbar machen

Verleihen Sie einer zentralen Straße oder einem Platz während der FriedensDekade 2025 symbolisch einen Zusatz wie „Platz des Friedens“ oder „Straße der Hoffnung“.
Vorteil: Eine temporäre Umbenennung lenkt die Aufmerksamkeit der Bürger*innen auf die Bedeutung von Frieden und integriert das Thema in den Alltag.
Umsetzung: Gestalten Sie eine öffentliche Einweihungszeremonie mit Schildern und kommunizieren Sie die Aktion über lokale Medien und Social Media.

4. Friedensrat der Kommune – Dialogräume schaffen

Berufen Sie während der FriedensDekade einen symbolischen Friedensrat ein. Laden Sie Vertreter*innen aus Schulen, Kirchen, Vereinen, migrantischen Communities, Seniorengruppen und dem Jugendparlament ins Rathaus ein.
Vorteil: Der Austausch fördert Vernetzung und erarbeitet konkrete Ideen für mehr Frieden in Ihrer Kommune.
Umsetzung: Verabschieden Sie eine gemeinsame Resolution mit Antworten auf die Frage: „Was braucht unsere Kommune für ein friedliches Miteinander?“

5. Friedenszeitkapsel – Verantwortung für die Zukunft

Lassen Sie Bürger*innen, insbesondere Kinder und Jugendliche, Wünsche und Hoffnungen für eine friedliche Zukunft formulieren. Diese werden in einer Zeitkapsel gesammelt, vergraben oder im Rathaus deponiert und erst in 10–20 Jahren geöffnet.
Vorteil: Die Zeitkapsel symbolisiert langfristige Verantwortung und verbindet Generationen im Engagement für Frieden.
Umsetzung: Organisieren Sie eine öffentliche Veranstaltung zur Versiegelung der Kapsel, um die Botschaft der FriedensDekade zu verstärken.

Warum das Engagement Ihrer Kommune zählt

Kommunen sind Orte der Begegnung, an denen Menschen Verantwortung übernehmen und sichtbare Zeichen setzen können. Durch die Teilnahme an der FriedensDekade 2025 können Sie:

  • Zeichen setzen: Machen Sie Ihre Kommune zu einem Resonanzraum für Frieden.
  • Gemeinschaft stärken: Binden Sie alle Generationen – von Kindern bis Senior*innen – aktiv ein.
  • Erinnerungskultur lebendig halten: Schaffen Sie Orte, die Vergangenheit und Zukunft verbinden.

Mit kreativen Aktionen machen Sie Friedensarbeit in Ihrer Kommune erlebbar – auf Plätzen, in Schulen, Parks und Rathäusern.

Materialien und Unterstützung für Kommunen

Die FriedensDekade stellt Ihnen zahlreiche Ressourcen zur Verfügung, um Ihre Aktionen professionell umzusetzen:

  • Plakate, Banner und Infotexte für öffentliche Räume
  • Vorlagen für Pressearbeit und Social-Media-Kampagnen
  • Impulstexte und Arbeitshilfen für die Planung

Alle Materialien finden Sie unter: www.friedensdekade.de/shop
Melden Sie Ihre Aktion an: kontakt@friedensdekade.de

Fazit: Komm den Frieden wecken – in Ihrer Kommune

Die FriedensDekade 2025 bietet Kommunen die Chance, Friedensarbeit sichtbar, inklusiv und zukunftsorientiert zu gestalten. Mit den vorgestellten Mitmach-Tipps setzen Sie klare Impulse, stärken die Gemeinschaft und tragen dazu bei, Frieden lokal und nachhaltig zu verankern.

Komm den Frieden wecken – in Ihrer Kommune, in Ihrer Nachbarschaft, in unserer Gesellschaft.

Zu sehen ist Eugen Eckert, wie er aus einem weißen Kreis schaut. AUf blauem Hintergrund steht Frieden im Dialog mit Eugen Eckert. Musik als Brücke für Frieden und Gerechtigkeit

Frieden im Dialog 2025: Eugen Eckert über Musik, Gemeinschaft und „Komm, Frieden, lass dich wecken“

Frieden im Dialog: Musik als Brücke für Frieden und Gerechtigkeit

In unserer Serie „Frieden im Dialog“ stellen wir die Menschen und Ideen hinter der ökumenischen FriedensDekade vor, die seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eintritt. In regelmäßigen Gesprächen teilen Akteure aus dem Gesprächsforum, Redaktionskreis oder anderen Netzwerken ihre Visionen und geben Einblicke in die lebendige Arbeit der FriedensDekade. Heute sprechen wir mit Eugen Eckert, Liedermacher, Theologe und langjähriger Friedensarbeiter, über die Kraft der Musik, die Bedeutung von Gemeinschaft und das Motto „Komm den Frieden wecken“ für die FriedensDekade 2025.

Im Gespräch: Eugen Eckert und Lars Blume

Lars Blume: Herzlich willkommen zu unserem Gespräch „Frieden im Dialog“. Heute freue ich mich sehr, Eugen Eckert bei uns zu haben – Liedermacher, Theologe und seit Jahrzehnten engagierter Friedensarbeiter. Eugen, schön, dass du hier bist. Vielleicht fangen wir gleich persönlich an: Wer ist Eugen Eckert, abseits der Lieder, die so viele Menschen kennen?

Eugen Eckert: Vielen Dank, Lars. Ich wurde religiös und musikalisch durch die evangelisch-methodistische Gemeinde in Frankfurt geprägt. Dort, in unserer Nachbarschaft, war das Singen ein lebendiger Teil des Glaubens. Später, unter dem Einfluss der Studentenbewegung, habe ich mich von der konservativen Frömmigkeit entfernt und die politische Dimension der Theologie entdeckt. Der Wechsel in die progressive hessen-nassauische Landeskirche war folgerichtig, besonders im Hinblick auf Friedensfragen. Musik blieb für mich ein lebenswichtiger Ausdruck, auch wenn das damalige Evangelische Kirchengesangbuch eher nüchtern war. Ereignisse wie die Zerschlagung des Prager Frühlings 1968 oder persönliche Erlebnisse mit der Bundeswehr haben mich zusätzlich geprägt. Der Kirchentag 1975 in Frankfurt öffnete mir Türen, um theologischen Tiefgang, musikalische Kreativität und friedensbewegte Positionen zu verbinden.

Lars Blume: Du begleitest Singkreise und bringst Menschen durch Musik zusammen. Wie hast du selbst die Kraft des gemeinschaftlichen Singens erlebt?

Eugen Eckert: Für mich ist das gemeinsame Singen eine universale Sprache. Sie überwindet Konflikte, Hindernisse und Missverständnisse. In unseren Singkreisen spüre ich die enorme Energie, Freude und Verbundenheit, die entsteht, wenn Menschen zusammenkommen. Wir singen nicht auf, wir erfahren Gemeinschaft und damit eine Art von Frieden, den wir miteinander teilen.

Lars Blume: Eugen Eckert, du hast seit Jahrzehnten Lieder geschrieben, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen. Was bewegt dich persönlich so stark, diese Themen musikalisch zu begleiten?

Eugen Eckert: 1982 haben wir mit der Band HABAKUK die Ökumenische Messe „Aus Liebe zum Menschen“ für den Frieden geschrieben. Begegnungen mit Augenzeugen der Atombombenabwürfe oder tragische Ereignisse wie der Tod der Familie Jürges durch einen Flugzeugabsturz haben mich zutiefst erschüttert. Außerdem habe ich im Theologiestudium gelernt, dass die Zukunft der Menschheit von Lösungen in den Bereichen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung abhängt. Musik wurde für mich ein Werkzeug, um all das in einer verständlichen, erfahrbaren Form zu verbinden.

Lars Blume: Was bedeutet für dich persönlich Frieden, gerade im Kontext der jungen Generation, die wir mit der FriedensDekade erreichen wollen?

Eugen Eckert: Für mich heißt es, das Friedensfeuer nicht nur für uns zu entfachen, sondern für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, damit sie in einer Welt ohne Waffengewalt aufwachsen. Es ist wichtig, dass wir ihnen zeigen: Frieden ist möglich und lebbar. Die aktuelle Diskussion um die Wehrpflicht in Deutschland zeigt, wie wichtig das Engagement der FriedensDekade 2025 ist. Es erinnert uns daran, dass Demokratie und Frieden ständige Aufmerksamkeit brauchen.

Lars Blume: Du hast viele Lieder geschrieben, Eugen. Wie ist dein neues Lied „Komm, Frieden, lass dich wecken“ entstanden?

Eugen Eckert: Die Melodie ist vielen aus dem Gospel „Go, tell it on the mountain“ vertraut. Sabine Müller-Langsdorf, unsere Friedenspfarrerin, gab mir das Thema „Komm den Frieden wecken“ für die FriedensDekade 2025. Ich wollte einen packenden Refrain mit nachdenklichen, manchmal provozierenden Strophen verbinden. Ich denke, das ist gelungen.

Lars Blume: Du bist oft dabei, wenn Lieder einstudiert werden. Welche Wirkung siehst du, wenn Menschen gemeinsam singen?

Eugen Eckert: Die Wirkung ist enorm. Sicherlich nicht so kraftvoll wie bei der „Singenden Revolution“ in Estland, Lettland und Litauen: Zwei Millionen Menschen hielten 1989 eine 600 Kilometer lange Menschenkette von Tallinn über Riga nach Vilnius und sangen gegen Unterdrückung. In unseren Singkreisen entsteht ein kleineres, aber spürbares Friedensfeld. Die Freude, das Miteinander und die Verbundenheit sind deutlich spürbar.

Lars Blume: Welche Reaktionen hast du bisher auf „Komm, Frieden, lass dich wecken“ bekommen?

Eugen Eckert: Die erste Reaktion kam von Sabine Müller-Langsdorf selbst: Sie sang den Text laut zur Melodie und war begeistert. Auch auf YouTube gab es positive Rückmeldungen. Ich bin gespannt, was noch folgt.

Lars Blume: Welche Tipps würdest du Chören und Gemeinden geben, die das Lied einüben möchten?

Eugen Eckert: Mit Spaß und Begeisterung singen, niemals verbissen. Nicht jeder Ton muss perfekt sein, es geht darum, frei aus dem Herzen zu singen und zu spüren. Im übertragenen Sinne können wir auch von Fußballfans lernen, wie kraftvoll und ansteckend gemeinsames Singen sein kann. Es geht darum, die Freude weiterzugeben und gemeinsam ein Friedenssignal zu setzen.

Lars Blume: Eugen, gibt es ein Lied, das dich persönlich am stärksten berührt, wenn es um Frieden geht?

Eugen Eckert: Am meisten berührt mich „War“ von Edwin Starr. Es beschreibt die zerstörerische Kraft von Krieg, die Tränen unzähliger Mütter und das Leid Unschuldiger – eine klare, unmissverständliche Friedensbotschaft.

Lars Blume: Was wünschst du dir, dass nach dem letzten Refrain von „Komm, Frieden, lass dich wecken“ bleibt?

Eugen Eckert: Eine Vision jenseits der weltweiten Aufrüstung. Ein „Gleichgewicht des Schreckens“ ist keine Friedensvision. Ich wünsche mir, dass Menschen die Hoffnung auf eine neue, friedliche Welt bewahren, wie der Prophet Jesaja es beschreibt: Freude über das, was geschaffen wird, kein Weinen, kein Klagen, Häuser, Weinberge, Früchte – ein Leben in Frieden.

Lars Blume: Vielen Dank, Eugen Eckert, für diesen lebendigen Dialog und die Einblicke in deine Arbeit. Die FriedensDekade lebt von genau diesem Austausch – von Musik, Gemeinschaft und dem Mut, Frieden wachzurufen. Ich hoffe, dass wir alle inspiriert werden, unser eigenes Friedensfeuer weiterzutragen.

Zum Weiterlesen und Mitgestalten

  • Weitere Beiträge der Serie „Frieden im Dialog“ finden Sie hier.
  • Materialien der FriedensDekade: Entdecken Sie unsere Angebote im Online-Shop.
  • Teilen Sie Ihre Geschichten: Senden Sie Ihre Aktionen an kontakt@friedensdekade.de.
  • Folgen Sie uns: Bleiben Sie über unseren Instagram-Account auf dem Laufenden.
  • Unterstützen Sie uns: Jede Spende hilft, die Friedensarbeit zu stärken.

Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Frieden im Dialog: Die Serie der FriedensDekade 2025

Die Serie „Frieden im Dialog“ ist ein zentraler Bestandteil der FriedensDekade 2025, die seit über 45 Jahren Menschen dazu ermutigt, Frieden aktiv zu fördern. In regelmäßigen Gesprächen mit Akteurinnen der Friedensbewegung, Künstlerinnen, Theolog*innen und engagierten Einzelpersonen beleuchten wir die Kraft kleiner Schritte, die Bedeutung von Vernetzung und die Rolle von Spiritualität in der Friedensarbeit. Die Dialoge bieten Raum für persönliche Geschichten, gesellschaftliche Analysen und kreative Ansätze, um Frieden in einer von Krisen geprägten Welt zu wecken. Unser Ziel: Menschen inspirieren, sich einzubringen – sei es durch Friedensgebete, Kunstprojekte, Workshops oder Dialoge vor Ort.

Die FriedensDekade steht für Hoffnung, Mut und die Überzeugung, dass jede Stimme zählt. Mit „Frieden im Dialog“ möchten wir diese Botschaft verstärken und Menschen dazu ermutigen, Teil einer Bewegung zu werden, die Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung miteinander verbindet.

Alle Beiträge der Serie „Frieden im Dialog“

Claus-Jörg Richter über Militärseelsorge, Verantwortung und „Friedenstüchtigkeit“

Militärpfarrer Claus-Jörg Richter gibt Einblicke in seine Arbeit mit Soldatinnen und Soldaten, spricht über Verantwortung, Gewissen und Versöhnung – und fragt, wie wir „friedenstüchtig“ werden können.

Eugen Eckert über Musik, Gemeinschaft und „Komm, Frieden, lass dich wecken“

Liedermacher und Theologe Eugen Eckert erzählt, wie Musik Frieden erfahrbar macht und wie sein Lied „Komm, Frieden, lass dich wecken“ die FriedensDekade 2025 bereichert.

Heidrun Kisters über Friedenslogik, Vernetzung und das Motto „Komm den Frieden wecken“

Friedensbotschafterin Heidrun Kisters spricht über die Kraft der Friedenslogik, die Bedeutung von Vernetzung und wie das Motto „Komm den Frieden wecken“ Menschen inspiriert, Frieden im Alltag zu gestalten.

Miriam Meyer über neue Stimmen und gelebte Spiritualität

Miriam Meyer, Vertreterin von „Church and Peace“, verbindet lokale Friedensarbeit mit spirituellen Impulsen und zeigt, wie junge Stimmen die FriedensDekade bereichern.

Sebastian Schmidt über Kunst als Weckruf

Sebastian Schmidt, Gewinner des Motivwettbewerbs 2025, spricht über die Entstehung des Plakatmotivs mit der Friedenstaube und dem Megafon und die Kraft von Kunst in der Friedensarbeit.

Wiltrud Rösch-Metzler über Engagement, Gespräche und Veränderung

Wiltrud Rösch-Metzler, Leiterin des Redaktionskreises, diskutiert, wie die FriedensDekade gesellschaftliche Spaltung überwindet und Menschen ermutigt, aktiv zu werden.

Warum „Frieden im Dialog“?

In einer Welt, die von Konflikten, Polarisierung und Krisen geprägt ist, bietet „Frieden im Dialog“ einen Raum für Hoffnung, Austausch und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die Serie zeigt, wie vielfältig Friedensarbeit sein kann – von Musik über Kunst bis hin zu spirituellen und gesellschaftlichen Ansätzen. Die FriedensDekade 2025 unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ ruft dazu auf, wachsam zu bleiben und Frieden aktiv zu gestalten – lokal, national und international.

Jede Begegnung, jede Aktion, jede Stimme zählt. Lassen Sie uns gemeinsam den Frieden wecken!

Blauer Hintergrund, ein weisses Sybol einer Kirche. Dazu der Text Zentraler Gottesdienst der FriedensDekade 2025 in Chemnitz

„Komm den Frieden wecken“ – Zentraler Gottesdienst der FriedensDekade 2025 in Chemnitz

PRESSEMITTEILUNG

Zentraler Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade 2025 in Chemnitz – im 45. Jahr ein starkes Zeichen für Frieden.

Chemnitz, 18. August 2025. Der zentrale Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade 2025 findet am Mittwoch, 12. November 2025, um 18:00 Uhr in der Jakobikirche Chemnitz statt. Damit wird einer der Höhepunkte der Ökumenischen FriedensDekade in der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 gefeiert, ein Ort, der in diesem Jahr wie kaum ein anderer für kulturelle Begegnung und Verständigung steht.

Die Ökumenische FriedensDekade begeht 2025 ihr 45-jähriges Bestehen. Seit 1980 bringt sie Menschen zusammen, die sich für Gewaltfreiheit, Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen. Das Motto des Jubiläumsjahres „Komm den Frieden wecken“ lädt ein, in einer von Krisen geprägten Zeit mutige Hoffnungszeichen zu setzen.

„Mitten in einer Zeit, in der Kriegsrhetorik wieder lauter wird, wollen wir zeigen: Frieden ist keine Illusion, sondern ein Auftrag für jede und jeden von uns“, betont Jan Gildemeister, Vorstandsvorsitzender des Vereins Ökumenischen FriedensDekade e.V.

Der Ökumenische Gottesdienst wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam mit der Stadtökumene Chemnitz und der ACK in Sachsen vorbereitet. Im Anschluss an den Gottesdienst wird im Rahmen des Ökumenepreises der ACK 2025 der Jurypreis an das Projekt „BRÜCKENBAUER CHEMNITZ – Harmonie der Menschlichkeit“ verliehen. Mit dem Jurypreis wird das Engagement im interreligiösen Bereich gewürdigt, das in besonderer Weise den ökumenischen Gedanken fördert und ein friedensstiftendes Miteinander in der Gesellschaft stärkt.

„Der Gottesdienst und die Preisverleihung sind ein starkes Doppelzeichen. Wir feiern den gemeinsamen Glauben und würdigen zugleich das Engagement vieler Menschen, die mit ihren Ideen und Projekten Brücken bauen“, sagt Pastor Jens Haverland, Referent der ACK in Deutschland und Geschäftsführer des Gesprächsforums der Ökumenischen FriedensDekade.

Die Ökumenische FriedensDekade findet in diesem Jahr vom 9. bis 19. November 2025 statt. Sie ist ein Raum für Gebet, Engagement und öffentliche Aktionen gegen Gewalt und Krieg und ein Ort der Ermutigung, gerade dann, wenn Frieden fern scheint.

Weitere Informationen: www.friedensdekade.de

Pressekontakt:
Jan Gildemeister
Vorsitz FriedensDekade / AGDF
E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Tel.: 0228 / 24 999 -13

Die Termine zur FriedensDekade 2025 in Chemnitz: Komm den Frieden wecken!

Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St.Andreas Chemnitz/Gablenz lädt zu folgenden Terminen ein:

Sonntag, 09. November
Familienkirche mit Eröffnung der FriedensDekade
10 Uhr Andreaskirche

Montag, 10. November
Friedensgebet
8 Uhr Andreaskirche

Dienstag, 11. November
Martinsfest mit Friedensgebet
17 Uhr Andreaskirche

Mittwoch, 12. November
zentraler Gottesdienst zur FriedensDekade
18 Uhr Jakobikirche

Donnerstag, 13. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Freitag, 14. November
Gemeindeabend zur FriedensDekade
19 Uhr Saal der Andreasgemeinde

Samstag, 15. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Sonntag, 16. November
Gottesdienst mit Friedensgebet
10 Uhr Andreaskirche

Montag, 17. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Dienstag, 18. November
Friedensgebet
18 Uhr Andreaskirche

Mittwoch, 19. November
Buß-und Bettagsgottesdienst mit Abschluss der FriedensDekade
10 Uhr Trinitatiskirche (Hilbersdorf)

 

Komm den Frieden wecken – Militärlogik überwinden, Friedenslogik stärken.

Vor 80 Jahren wurde Hiroshima zerstört – ein Mahnmal für die Zerstörungskraft von Atomwaffen. In Mutlangen erinnerte Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) an die Opfer und daran, dass Frieden heute mehr denn je Dialog und Mut erfordert. Er forderte eindringlich ein politisches Umdenken:

Die Dominanz des Militärischen müsse eingehegt werden.

Mutlangen steht wie kaum ein anderer Ort in Deutschland für zivilen Widerstand gegen Atomwaffen. In den1980er Jahren ein Symbol des gewaltfreien Widerstands gegen Atomwaffen, steht heute für mutige Friedensarbeit. Angesichts weltweiter Aufrüstung und wachsender Spannungen, warnt der ehemalige badische Landesbischof vor einer Rückkehr zur Logik der Abschreckung:

„Politisch dominiert gegenwärtig die Überzeugung: Je größer unser militärisches Droh- und Vernichtungspotenzial, umso sicherer sind wir.“

Doch echte Sicherheit entsteht nicht durch Drohung, sondern durch Vertrauen, Rechtsstaatlichkeit und zivile Konfliktlösungen. Die AGDF fordert daher:

  • eine klare Absage an Atomwaffen, Streubomben und Landminen

  • eine defensive Ausrichtung des Militärs

  • die Stärkung von Diplomatie, Entwicklungspolitik und Ziviler Konfliktbearbeitung

Frieden sichtbar machen – im Gespräch, im Handeln, im Alltag

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt“, so Cornelius-Bundschuh. Frieden bedeutet ein Leben in Würde, in Sicherheit, mit funktionierenden Institutionen und mit Raum für Dissens. Er ruft dazu auf, gerade auch im Streit um kontroverse Themen wie Ukraine oder Gaza Friedensarbeit aktiv zu gestalten:

„Wir müssen wieder lernen, über Frieden zu streiten – zivil, respektvoll, im Gespräch mit Andersdenkenden.“

Der Blick auf Hiroshima und auf die „Hibakusha“, die Überlebenden des Atombombenabwurfs, lenkt den Fokus auf das einzelne Schicksal:

Jedes Leben zählt. Jeder Mensch verdient Schutz, Würde und Gehör.

Jetzt ist die Zeit – Komm den Frieden wecken in der FriedensDekade 2025

Die FriedensDekade 2025 findet vom 9. bis 19. November 2025 statt. Sie lädt dazu ein, Friedenslogik im Alltag sichtbar zu machen – in Schulen, Gemeinden, Gruppen und Netzwerken. Erzählen Sie von mutigem Dialog, zeigen Sie Haltung, schaffen Sie Räume für neues Denken und verlässliches Miteinander. Materialien, Plakate und Impulse zur Gestaltung sind in unserem Shop erhältlich.

👉 Weitere Beiträge und Ideen zum Mitmachen unter: www.friedensdekade.de

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