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Monat: Dezember 2024

Neue Serie: Geschichten der FriedensDekade 2024 – Rückblick auf eine bewegende Zeit

Neue Serie: Geschichten der FriedensDekade 2024 – Rückblick auf eine bewegende Zeit

Die Ökumenische FriedensDekade 2024 war eine Zeit voller lebendiger, kreativer und hoffnungsvoller Aktionen. Unter dem Motto „Erzähl mir vom Frieden“ luden Kirchengemeinden, Schulen und Gruppen in ganz Deutschland dazu ein, den Frieden gemeinsam zu gestalten und zu erleben. Mit unserer neuen Serie „Rückblick FriedensDekade 2024“ werfen wir ab heute einen Blick auf die inspirierendsten Momente, Aktionen und Begegnungen, die die FriedensDekade in diesem Jahr geprägt haben.

Jede Woche wird eine dieser Geschichten erzählt – von kleinen lokalen Initiativen bis zu größeren Veranstaltungen, die über ihre Gemeinden hinaus gewirkt haben. Die Serie zeigt, wie vielfältig und kreativ der Ruf nach Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt beantwortet wurde.

Ein bewegender Höhepunkt für Deutschland 

Die FriedensDekade 2024 war geprägt von einer beeindruckenden Anzahl an Veranstaltungen: Hunderte Friedensgebete, Gottesdienste, Konzerte, Workshops und Aktionen fanden bundesweit statt und machten deutlich, wie stark der Wunsch nach Frieden und Gemeinschaft in unserer Gesellschaft verankert ist.

Besonders das Jahresmotto „Erzähl mir vom Frieden“ regte viele Menschen dazu an, persönliche Geschichten und kreative Ansätze einzubringen. Von Friedensspaziergängen und Lichtinstallationen bis hin zu Schulprojekten und Theaterstücken: Überall wurden neue Wege gefunden, den Wunsch nachFrieden sichtbar und die Hoffnung spürbar zu machen.

Frieden in Geschichten statt Zahlen messen

Der Erfolg der FriedensDekade 2024 liegt nicht in Zahlen, sondern in den Geschichten, die sie hervorgebracht hat. In einer Zeit, die von Kriegen, Krisen und Spaltungen geprägt ist, haben die Aktionen ein starkes Signal gesetzt: Frieden ist nicht abstrakt – er wird gelebt, gestaltet und geteilt.

 Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade, fasst es treffend zusammen: „Angesichts der permanenten Meldungen über Konflikte und Krisen wächst das Bedürfnis nach positiven Geschichten. Frieden fängt im Kleinen an, und diese FriedensDekade hat gezeigt, wie viel Hoffnung in gelebten Gemeinschaften steckt.“

Ein Vorgeschmack auf die Serie  

In der ersten Folge der Serie steht eine beeindruckende Aktion von Schülerinnen und Schülern des Evangelischen Domgymnasiums Brandenburg an der Havel im Fokus. Sie gestalteten die Fenster der Friedenswarte mit Begriffen wie „Freiheit“, „Liebe“ und „Hoffnung“. Diese Worte leuchteten über der Stadt und regten zum Nachdenken über Frieden und Zusammenhalt an.

 Jede Woche folgen weitere Geschichten: Von musikalischen Beiträgen über Friedensgebete bis hin zu kreativen Projekten, die das Motto „Erzähl mir vom Frieden“ auf einzigartige Weise zum Leben erweckten.

 Ein Blick voraus: FriedensDekade 2025

Die Vorbereitungen für die FriedensDekade 2025 laufen bereits auf Hochtouren. Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ werden im kommenden Jahr wieder deutschlandweit Aktionen stattfinden, die Menschen zum Mitmachen und Gestalten einladen.

Wer sich aktiv einbringen möchte, kann bereits im Februar 2025 bei der Schreibwerkstatt teilnehmen. Hier entstehen Texte, Gebete und kreative Impulse, die das Motto für das nächste Jahr prägen werden.

 Gemeinsam vom Frieden erzählen  

Folge uns auf Facebook und Instagram, um alle Geschichten der Serie und Einblicke in die Friedensbewegung zu entdecken. Teile deine eigenen Highlights und Aktionen der FriedensDekade 2024 mit uns – entweder per E-Mail an kontakt@friedensdekade.de oder direkt über die sozialen Medien.

„Wir müssen mal was vom Gelingen erzählen.“ Dieses Zitat von Joachim Gauck, Bundespräsident a.D., spiegelt die Essenz der neuen Artikelserie der FriedensDekade wider: Gemeinsam Geschichten erzählen, die Mut machen und Hoffnung schenken.

Ausgebucht: Schreibwerkstatt Friedensgebete 2025: Gemeinsam den Frieden wecken

Schreibwerkstatt für die Friedensgebete 2025 – Ausgebucht!

Die Anmeldefrist für die Schreibwerkstatt zur Gestaltung der Friedensgebete 2025 ist nun abgelaufen. Wir freuen uns sehr, dass die Teilnehmerzahl erreicht wurde und die Veranstaltung ausgebucht ist! Vom 7. bis 9. Februar 2025 wird auf Burg Bodenstein gemeinsam an Gebeten, Meditationen und Kurzandachten zum Motto „Komm den Frieden wecken“ gearbeitet. In einer kreativen und inspirierenden Atmosphäre entstehen Texte, die einen wichtigen Beitrag zu den Friedensgebeten im November 2025 leisten.

Die fertigen Werke werden nicht nur Teil des Gebets-Leporellos 2025, sondern auch in der peace and pray App zu finden sein. Damit wird die Arbeit der Teilnehmenden in einem deutschlandweiten Kontext sichtbar und bereichert die Friedensbewegung.

Wir sind bereits gespannt auf die Ergebnisse und die kreativen Impulse, die in der Schreibwerkstatt entstehen werden. Nach der Veranstaltung werden wir Eindrücke und Fotos auf unseren Social-Media-Kanälen teilen, insbesondere auf Instagram, um die entstandenen Texte und die Energie der Werkstatt mit allen Interessierten zu teilen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich angemeldet haben! Wir freuen uns auf eine inspirierende und friedvolle Zeit zusammen. Weitere Informationen und Eindrücke folgen bald.

Infos zur Schreibwerkstatt  über:
Wiltrud Rösch-Metzler
Telefon 07 11 – 2 62 67 20
Infos unter: friedensdekade@roesch-metzler.de

Komm den Frieden wecken – ja, wo schläft er denn? (von Jens Haverland)

Ein Impulstext zum Jahresmotto der Ökumenischen FriedensDekade in 2025

Komm den Frieden wecken – ja, wo schläft er denn?
von Jens Haverland

Grade komme ich zurück von der Tagung des Gesprächsforums und treffe eine Freundin am Bahnhof, der ich von der FriedensDekade berichte und ihr direkt das neue Motto mitteile: „Komm den Frieden wecken

Leere Blicke bei ihr und Schweigen. Und dann die kesse Nachfrage: „Dann sag mir doch, wo er schläft, wenn du es weißt!“

Hilflos zucke ich mit den Schultern – das weiß ich doch auch nicht. Wenn es so leicht wäre und der Frieden, wie eine Schlafmütze einfach nur mal ordentlich aufgescheucht werden müsste oder wie der Frühling von Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen aus seinem Winterschlaf aufgeweckt werden könnte, ach, dann sähe es doch bald ganz anders aus auf dieser Welt. Ich beginne zu ahnen, dass es mit dem „Frieden wecken“ sehr viel mehr braucht als laute Rufe oder hektisches Hin- und Herlaufen, in der Hoffnung irgendwo den Frieden aufzustöbern.

Und nun: Es ist Advent! Für viele ist die Vorweihnachtszeit zum hektischen Eilen zwischen Weihnachtsgeschenke sichern, Weihnachtsfeiern abhaken und letzte Dinge in diesem Jahr erledigen geworden. Komm den Frieden wecken – komm, den Frieden entdecken. Vielleicht gelingt es mir in diesem Jahr, die Adventszeit wirklich mal als Vorbereitungszeit und besinnliche Zeit zu erleben. Mich frei zu machen von dem Lichterrausch und Vorweihnachtstrubel. Mein Herz wirklich zu öffnen, dass der Friedefürst bei mir einziehen kann. „Komm, o mein Heiland Jesus Christ, mein Herzenstür dir offen ist.“

Komm den Frieden wecken, bedeutet für mich in dieser Adventszeit, innezuhalten und einen Gang zurückschalten, um auf die leisen Töne zu hören; mein Herz und mein Gemüt vorzubereiten, dass der Friedefürst auch bei mir einziehen kann.

Ach, zieh mit Deiner Gnade ein, dein‘ Freundlichkeit auch mir erschein‘ und weck den Frieden in mir.

 

———————– (Erstveröffentlichung im Dezember 2024)

Pastor Jens D. Haverland, Evangelischer Referent der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), stellv. Vorsitz Gesprächsforum ökumenische FriedensDekade

„Komm den Frieden wecken“ – Ökumenische FriedensDekade legt Motto für 2025 fest

Bonn/Frankfurt/Fulda, 26. November 2024 – Das Motto der 45. Ökumenischen FriedensDekade 2025 steht fest: „Komm den Frieden wecken“. Es wurde in Fulda vom Gesprächsforum beschlossen und wird die FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025 prägen. In Gottesdiensten, Friedensgebeten, Konzerten, Informationsveranstaltungen und anderen Formaten im ganzen Land wird das Thema über das Jahr 2025 lebendig gemacht.

Das Motto „Komm den Frieden wecken“ lädt dazu ein, Frieden aktiv zu suchen und zu fördern – in persönlichen Beziehungen, in der Gesellschaft und weltweit. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus und trotz vieler Kriege und Konflikte in der Welt ruft es dazu auf, die Bedeutung von Frieden und Versöhnung nicht zu vergessen. Das Motto soll Mut machen, Ängsten zu trotzen und in Gemeinschaft Hoffnung zu finden.

„Komm den Frieden wecken“ fordert uns auf, hinzusehen und die Wege des Friedens zu erkennen“, sagt Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V. Das Motto mahnt, sich an die Lehren aus der Geschichte zu erinnern und das europäische Friedensprojekt zu stärken. Es stellt Abrüstung, gewaltfreie Konflikttransformation und internationale Kooperation in den Mittelpunkt.

Die biblischen Impulse zum Motto unterstreichen diese Botschaft. Römer 13,11-12 „Die Stunde ist da“ erinnert daran, wach und bereit für Veränderungen zu sein, während 1. Könige 19,1-8 mit „Du hast einen weiten Weg vor dir“ dazu aufruft, in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben, sondern Hoffnung und Kraft zu schöpfen.

„Es geht darum, die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit zu teilen und aktiv Verantwortung zu übernehmen“, betont Gildemeister. „Wir wollen mit dem Motto „Komm den Frieden wecken“ ein Zeichen der Hoffnung setzen, auffordern Polarisierungen zu überwinden und zum Hinterfragen von Feindbildern ermutigen.“

Wie in den Jahren zuvor lädt die Ökumenische FriedensDekade in den kommenden Wochen Grafiker*innen, Agenturen sowie kreative Menschen zur Teilnahme an einem Plakatwettbewerb ein, mit dem das Jahresmotto „Komm den Frieden wecken“ gestalterisch umgesetzt werden soll. Das ausgewählte Motiv wird ab März kommenden Jahres als zentrales visuelles Element sowohl als Plakat als auch auf allen Bildungs- und Aktionsmaterialien eingesetzt.

 

„Auf Wiedersehen““ – Thomas Oelerich verabschiedet sich

Liebe Freundinnen und Freunde der Ökumenischen FriedensDekade,

mit Ende dieses Jahres endet meine Mitarbeit bei der Ökumenischen FriedensDekade. Fast auf den Tag genau 20 Jahre lang habe ich den Bereich „Marketing und Öffentlichkeitsarbeit“ verantwortet. 20 Jahre, in denen viele von Ihnen unzählige NEWSLETTER, E-Mails oder Pressemeldungen von mir erhalten haben. 20 Jahre, auf die ich persönlich mit großer Dankbarkeit und Zufriedenheit zurückblicke.

Im Jahr 2005 übernahm ich die Aufgabe bei der Ökumenischen FriedensDekade in einer Krisenzeit, als die jährlichen Materialbestellungen kontinuierlich abnahmen und zu einer auch finanziell schwiergen Situation geführt hatten. In einer gemeinsamen Anstrengung von Verein, Gesprächsforum und Teilzeitkräften ist es uns gelungen, die Ökumenische FriedensDekade aus dieser Krise herauszuführen. Heute steht sie auf stabilen finanziellen Füßen, die Anzahl der Bestellungen von Arbeits- und Aktionsmaterial hat sich auf einem hohen Niveau eingependelt.

Ein guter Zeitpunkt also, um „Auf Wiedersehen!“ zu sagen und die Aufgabe in jüngere Hände zu übergeben. So verabschiede ich mich heute, nicht ohne mich bei Ihnen und allen, die die FriedensDekade schon lange Jahre begleiten und mitgestalten, ganz herzlich für Ihr Vertrauen in unsere und meine Arbeit zu bedanken.

Mein ganz besonderer Dank gilt all denjenigen, die über die Jahre hinweg die FriedensDekade mit einer Spende oder Kollekte unterstützt haben. Denn ohne diese Unterstützung wäre die Arbeit der Ökumenischen FriedensDekade gar nicht denkbar. DANKE!

Die Kommunikation und der Kontakt mit Ihnen war auch für mich persönlich immer eine große Ermutigung, in unserem gemeinsamen Engagement für den Frieden nicht nachzulassen. Auch für diese Vergewisserung, dass sich unzählige Gemeinden, Initiativen und Privatpersonen in der FriedensDekade gegen Gewalt, gegen Rassismus, gegen soziale Ungerechtigkeit und gegen die Umweltzerstörung engagieren, danke ich Ihnen sehr.

Ob die Welt friedlicher geworden ist in den letzten 20 Jahren? Daran gibt es sicherlich berechtigte Zweifel, nicht erst seit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine oder dem eskalierten Nahost-Konflikt. Mich persönlich haben immer drei Zitate begleitet (als Ermutigung, als Trost, als Vergewisserung), an denen ich mich aufrichten konnte, wenn sich der Eindruck verstärkte, dass unser Engagement für Frieden nicht wirklich erfolgreich schien.

Ermutigung: das erste Zitat stammt von Rosa Luxemburg. Unter dem Titel „Proteste“ schrieb sie: „Auch wenn sie in der Sache wirkungslos geblieben sind. Sie sind in den Gesamthaushalt eingegangen. Sie haben unsere Hirne wacher und unsere Herzen wärmer gemacht.“

Trost: das zweite Zitat stammt von Vaclav Havel. Es lautet: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Vergewisserung: und schließlich folgender Satz einer Postkarte, die ich vor Jahren entworfen habe: „Dem Frieden die Hand reichen heißt, mehr Träume zu haben, als die Wirklichkeit zerstören kann.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen warme Herzen, das Festhalten an der Hoffnung auf eine besssere Welt und die Überzeugung, dass unsere Träume vom Frieden die Wirklichkeit verändern können.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und danke Ihnen nochmals für Ihr Vertrauen und Ihre Zuneigung der letzten Jahre. Bleiben Sie mit der Ökumenischen FriedensDekade verbunden, das wäre mein Wunsch. Der Einsatz für den Frieden ist wichtiger denn je!

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Oelerich

3. Dezember 2024

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