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Monat: Juli 2022

„Schwerter zu Pflugscharen“ – Mit Nachdruck

Wir laden Sie herzlich ein, sich an dem Projekt „Schwerter zu Pflugscharen – Mit Nachdruck“ zu beteiligen, das von den Kirchengemeinden Buckow und Glienicke initiiert wurde. Machen Sie dieses Projekt auch zu Ihrem Anliegen. In Kooperation mit der Ökumenischen FriedensDekade bringen wir den Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“ mit Nachdruck unter die Menschen, um eine friedliche Lösung des Konflikts um die Ukraine einzufordern. „Denn Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“ (Vollversammlung des ÖRK 1948).

Unser Angebot – Machen Sie mit!
Das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ hat in der öffentlichen Diskussion um die „Nachrüstung“ und die Militarisierung der Gesellschaft bereits in der Vergangenheit eine nicht kontrollierbare, eigenständige Wirkung entfaltet. Es hat Menschen motiviert und geschult, für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Es hat so dazu beigetragen, eine Gesellschaft friedlich zu verändern.

Wir sind noch lange nicht am Ziel unserer Hoffnungen.
Krieg ist, Gerechtigkeit und Wahrheit werden mit Füßen getreten und die Schöpfung wird zerstört. So dürfen wir unseren Kindern die uns anvertraute Welt nicht übergeben!

Was können Sie tun?
Machen wir uns sichtbar als Verbündete der Hoffnung und stellen uns denen zur Seite, die mutig fragen, suchen und zweifeln und nicht auf Gewalt und Militarisierung setzen! Verbreiten Sie den Aufnäher in Ihrem Umfeld. Nehmen wir uns selber in die Pflicht! Diese Welt ist eine veränderbare und wir sind es auch.

Bestellungen auf www.friedensdekade.de

Bösartige Fallen (von Peter Herrfurth, Magdeburg)

Anastasia hat zuhause in der Ukraine englische Sprache studiert, ihr Plan: Lehrerin werden. Doch dann kam alles ganz anders. Anastasia lernt jetzt als Freiwillige Minen suchen und entschärfen. Mit Helm und blauem
Schutzanzug trainiert sie in einem Ausbildungslager im Kosovo. Vorsichtig führt sie die Sonde des Metalldetektors über das Gras. Hier war in den 1990er Jahren Krieg. Bis heute gibt es vermintes Gelände. Felder, Wiesen, Wälder, die man nicht betreten darf. Lebensgefahr! Versteckt im Boden lauern die bösartigen Fallen auf Opfer. Bei leichter Erschütterung explodieren sie.
Anastasia ist nicht allein. Sie sind acht Frauen aus der Ukraine zusammen mit einem Ausbilder. Sie hat gelernt, dass weltweit etwa 80% der Verletzten oder durch Minen Getöteten Zivilisten sind, die Hälfte davon Kinder. Sie verlieren Füße, Beine, das Leben. Es piept! Der Detektor hat angeschlagen. Schweiß tritt Anastasia auf die Stirn. Vorsichtig legt sie die Mine frei und entschärft sie. Der Ausbilder klopft ihr anerkennend auf die Schulter. Eine Mine weniger, die Menschen erwischen kann auf der Flucht oder bei der Heimkehr in die Heimat, wenn der Krieg eigentlich schon vorbei ist. Jetzt wird kein Kind beim Spielen mehr darauf treten.
Minen liegen auch zuhause in der Ukraine. Anastasia ist wütend. Wie können Menschen nur so etwas Furchtbares tun?! „Du sollst nicht töten!“ heißt es doch in der Bibel. Sie wischt sich den Schweiß ab und klappt das Visier wieder runter. Dann greift sie nach dem Detektor und macht weiter.
Es sind nicht die Minen, die töten – es sind Regierungen, die sie benutzen.

Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg, Mitglied im Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade

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