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Jahr: 2021

Friedensfragen im Mittelpunkt – Bundesweiter Start der zehntägigen Ökumenischen FriedensDekade mit Gottesdiensten und Friedensgebeten

Bonn, 08.11.2021. Am gestrigen Sonntag wurde mit zahlreichen Gottesdiensten, Friedensgebeten und Veranstaltungen die diesjährige Ökumenische FriedensDekade begonnen. In den zehn Tagen bis zum Buß- und Bettag (7. -17. November) widmen sich bundesweit Kirchengemeinden, Initiativen und Aktionsgruppen dem Friedensthema. Unter dem Jahresmotto „REICHWEITE FRIEDEN“ wird es Impulse, Anregungen und Forderungen geben, wie ein Beitrag zu mehr weltweitem Frieden, sozialer Gerechtigkeit und zur Bewahrung der Schöpfung geleistet werden kann.

Das Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade, getragen von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF/Bonn) und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK/Frankfurt), hat für die Kirchengemeinden und Friedensgruppen auch in diesem Jahr umfangreiches Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt. In ganz Deutschland wird vom 7. bis zum 17. November unter dem Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ zu Veranstaltungen, Konzerten, Ausstellungen, Andachten und Gottesdiensten anlässlich der FriedensDekade eingeladen.

„Wir sind optimistisch, dass auch in diesem Jahr in ganz Deutschland viele Gemeinden und Gruppen in den zehn Tag der FriedensDekade das Thema Frieden in Hunderten von Veranstaltungen aufgreifen werden. Gerade in der heutigen Zeit, in der das Friedensthema in den Hintergrund zu rücken scheint, ist das wichtiger denn je“, sagt Jan Gildemeister, Geschäftsführer der AGDF und Vorsitzender des Ökumenischen FriedensDekade e.V.

 Unter dem Jahresmotto „REICHWEITE FRIEDEN“ legt die FriedensDekade in diesem Jahr den Fokus darauf, dass Frieden weitaus mehr bedeutet als nur die Abwesenheit von Krieg. Frieden widerstehe jeglichen nationalistischen und rassistischen Tendenzen, fördere und fordere soziale Gerechtigkeit und schließe den dringend erforderlichen Klimaschutz mit ein. „Besonders wichtig ist uns – gerade nach dem Scheitern des militärischen Einsatzes in Afghanistan –, auf die zahlreichen zivilen Alternativen im Umgang mit Konflikten aufmerksam zu machen und von der Bundesregierung mehr finanzielle Ressourcen für diese präventiven Friedensansätze einzufordern“, macht Jan Gildemeister deutlich. Dies sei auch der Grund dafür, warum die Ökumenische FriedensDekade in diesem Jahr Unterschriften für die Zachäus-Kampagne für Steuergerechtigkeit sammelt, die u.a. vom Ökumenischen Rat der Kirchen angeregt wurde.

Erstmals bietet die Ökumenische FriedensDekade mit einer eigenen App (Peace and pray) auf den Social-Media-Kanälen die Möglichkeit an, sich an jedem Tag der Dekade bis zum 17. November einen Gedanken- und/oder Gebetsimpuls herunterzuladen. Dieses neue Angebot geht auf eine Initiative der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zurück, finanziell gefördert durch den Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland).

Der Organisatoren rechnen auch in diesem Jahr mit mehreren tausend Veranstaltungen im Kontext der Ökumenischen FriedensDekade. Neben den zahlreichen lokalen Angeboten findet am 17. November der zentrale Gottesdienst der diesjährigen FriedensDekade, gestaltet von Vertreter*innen verschiedener Kirchen – evangelisch, katholisch, neuapostolisch, orthodox und reformiert – in der Evangelischen Stadtkirche Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Ausführliche Informationen zur Ökumenischen FriedensDekade finden sich im Internet unter www.friedensdekade.de.

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Das diesjährige Jahresmotiv kann im Internet (www.friedensdekade.de) in druckfähiger Qualität heruntergeladen werden.

Oder Sie fordern eine druckfähige Vorlage als jpg- oder pdf-Datei unter thomas.oelerich[at]friedensdekade.de an.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jan Gildemeister (AGDF), 0228/24 999 -13, E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de

Thomas Oelerich, Tel. 0173/81 58 627 E-Mail: thomas.oelerich@friedensdekade.de

Peace and pray – Handy-App zur Ökumensichen FriedensDekade seit Mitte Oktober online

Die FriedensDekade auf dem Handy oder Tablet: zum Hören, Lesen, Mitbeten, Teilen, Engagieren. Damit Frieden weiter reicht. Die App steht kostenfrei für Android und IOS zum Download zur Verfügung.

Jeden Tag ein Impuls zum Nachdenken als Push-Nachricht und ein Aktionsvorschlag. Dazu eine komplette Liturgie für ein Friedensgebet im Gesprächskreis, der Mitarbeiter*innenandacht bei Diakonie, Kirchenverwaltung oder Schule, wie auch bei den Aktionen im Rahmen der FriedensDekade.

Materialien zur Friedensdekade können unter www.friedensdekade.de bestellt werden. Das bekannte Gesamtpaket mit Arbeitsheft, Gottesdienstvorlagen, Andachtsleporello, Aufklebern, Plakat und Stick ist für 25,80 € bei erhältlich. Einzelbestellungen sind auch möglich.

In der FriedensDekade kommen seit mehr als 40 Jahren Menschen verschiedener Konfessionen zusammen, verbinden sich für zehn Tage im Gebet für den Frieden, machen Friedenshandeln sichtbar.

Die App zur FriedensDekade ist eine Initiative der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS) und der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM). Ermöglicht wurde die Entwicklung und Bereitstellung dieser App durch eine finanzielle Förderung durch den Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD.

Zentraler Gottesdienst in der Stadtkirche Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern)

Ludwigslust (22.20.2021,cme). „Reichweite Frieden“ – unter diesem Motto lädt die Ökumenische FriedensDekade zum bundesweit zentralen Gottesdienst am Mittwoch, 17. November 2021, um 17.30 Uhr in die Evangelische Stadtkirche Ludwigslust nach Mecklenburg-Vorpommern ein.

„Unser diesjähriges Motto wirft die Frage auf, welche gesellschaftlichen und politischen Veränderungen zum biblischen Friedensgedanken auf Erden notwendig sind. Und damit ebenso die ganz konkrete Frage, in welcher Welt wir eigentlich leben wollen, wenn wir es ernst nehmen, Friedensstifter*innen zu sein“, sagt Dr. Marina Kiroudi. Die Theologin aus Frankfurt am Main vertritt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK Deutschland) im Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade, das diese Aktion jährlich vorbereitet.

„Die Predigt wird Pastorin Christine Oberlin halten. Sie ist Gemeindepastorin der Evangelisch-reformierten Kirche in Bützow und beruflich als NDR-Radiopastorin tätig“, so Pastor Albrecht Lotz, der für die Stadtkirchengemeinde Ludwigslust den besonderen Gottesdienst mitgestaltet. „Musikalisch begleiten unsere Kantorin Annegret Böhm und der Jugendchor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde die Bittstunde um Frieden.“

Überhaupt wird der Ökumenische Gottesdienst durch Vertreter*innen verschiedener Kirchen – evangelisch, katholisch, neuapostolisch, orthodox und reformiert – gestaltet. „Uns allen ist es, angesichts von gesellschaftlicher Polarisierung, der Bedrohung von Lebensgrundlagen sowie anhaltender verbaler wie militärischer Konflikte im internationalen Kontext ein Anliegen, gemeinsam um Frieden zu beten“, so Julika Koch, Referentin für Friedensbildung in der evangelischen Nordkirche, die herzlich nach Ludwigslust einlädt. Der Präsident der Stadtvertretung, Helmut Schapper, werde zudem im Anschluss an den Gottesdienst ein Grußwort halten.

„Zehn Tage am Ende des Kirchenjahres für den Frieden zu beten, über die Wege zum Frieden nachzudenken und Denkanstöße für die Gesellschaft zu geben – das ist bereits seit 40 Jahren das Anliegen der Ökumenischen FriedensDekade“, erinnert Priester Dirk Oertel von der neuapostolischen Gemeinde Ludwigslust. Im Jahr 1980 sei diese von engagierten Christen ins Leben gerufen worden, um für eine Umkehr zum Frieden zu werben und zu zeigen, wie militärische und kriegerische Gewalt Schritt für Schritt überwunden werden kann.

In ganz Deutschland wird vom 7. bis zum 17. November unter dem Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ zu Veranstaltungen, Konzerten, Ausstellungen, Andachten und Gottesdiensten anlässlich der FriedensDekade eingeladen. Raphaela Hellwig von der Katholischen Kirchengemeinde Ludwigslust betont: „Die zehn Tage sollen einen Beitrag zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses leisten und zur friedenspolitischen Willensbildung in Kirchen, Gemeinden und Gesellschaft beitragen.“

„Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“ Micha 4.3

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(den vollständigen Pressetext des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreiess Mecklenburg auch hier als pdf-Datei)

 

 

 

 

Friedensappell “Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!”

Im September 2022 kommt die Welt nach Deutschland: Zum ersten Mal wird die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Deutschland stattfinden. In Karlsruhe treffen sich dann die Delegierten von rund 350 ÖRK-Mitgliedskirchen. Sie vertreten über 500 Millionen Christinnen und Christen aus mehr als 120 Ländern.

Zu den Erstunterzeichnenden des Friedensappells gehören die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Margot Käßmann, der Liedermacher Konstantin Wecker und der langjährige ÖRK-Generalsekretär Prof. Dr. Konrad Raiser. Initiiert wurde der Appell von der Friedensorganisation Ohne Rüstung Leben, zahlreiche weitere Organisationen und christliche Institutionen, darunter auch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), eine Trägerorganisation der Ökumenischen FriedensDekade, unterstützen ihn!

Hier finden Sie den vollständigen Appell und die Namen und Institutionen der Erstunterzeichnenden.

 

 

 

Global Prayer!

Eine tolle Aktionsidee wurde von Anke-Maria Büker-Mamy, Pfarrerin der Martinskirche, gemeinsam mit Ehrenamtlichen in Bottrop entwickelt und umgesetzt. Nachdem in der Gemeinde bereits ein Antependium mit dem Symbol der Ökumenischen FriedensDekade für ein den Altar erstellt wurde, hat die Martinsgemeinde im Rahmen einer kulturellen Woche unter dem Motto “Global Prayer” ein spannende Veranstaltung durchgeführt.

Vielleicht eine Anregung für alle, die noch nach Formen und Möglichkeiten suchen, das Jahresmotto “REICHWEITE FRIEDEN”  im Kontext der Ökumenischen FriedensDekade aufzugreifen. Ein Video von der Veranstaltung in Bottrop finden Sie hier.

 

 

 

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