DIE ENTWICKLUNG IN DER ALTEN BUNDESREPUBLIK

In Westdeutschland wurde ebenfalls 1980 zum ersten Mal zur Friedenswoche aufgerufen, und zwar bei dem von der Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste (ASF) www.asf-ev.de und der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) www.friedensdienst.de organisierten Festival der Friedensdienste. Das war die hohe Zeit der Friedensbewegung in der alten Bundesrepublik. Damals bildeten sich innerhalb der westdeutschen Friedensbewegung verschiedene Gruppierungen, die in ihrem gesellschaftlichen Umfeld für die Verbreitung der Ideen der Friedensbewegung sorgten. Es organisierten sich lose Gruppierungen der christlich orientierten Gruppen aus fast allen Kirchen, so auch zur Trägergruppe „Ökumenische Dekade für Frieden in Gerechtigkeit“

Demonstration gegen NATO-Nachrüstung - Bonner Hofgarten 1982

Demonstration gegen NATO-Nachrüstung – Bonner Hofgarten 1982

Schon vor der offiziellen „Wende“ im Jahre 1990 arbeiteten die Aktion Sühnezeichen (Berlin/Ost) und INKOTA (Berlin/Ost) bei der Trägergruppe „Ökumenische Dekade für Frieden in Gerechtigkeit“ mit, die Arbeitsstelle KDV und Friedensarbeit der Kirchenprovinz Sachsen ab dem Jahre 1992.

Störend wirkte sich nach der „Wende“ aus, dass es unterschiedliche Leitworte und Materialien für die FriedensDekade gab. Um der FriedensDekade ein Profil zu geben, beschlossen die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) www.oekumene-ack.de und die Mitglieder der Trägergruppe „Ökumenische Dekade für Frieden in Gerechtigkeit“ 1992, ein „Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade“ zu bilden, das die Initiativen und Kirchen aus Ost und West zusammenführen sollte.

Die Mitgliederversammlung der ACK entschied am 28./ 29.10.92 in Goslar:

„Es wird ein ,Gesprächsforum‘ gebildet, das die Aufgabe hat, ein gemeinsames, biblisch orientiertes Thema und einen Plakatentwurf festzulegen. Die ACK-Mitgliederversammlung und die Gruppen entsenden in dieses Gesprächsforum MitarbeiterInnen.“

Auf Seiten der ACK haben in dem Gesprächsforum ab 1993 mitgearbeitet: Vertreter der Evangelisch-Methodistischen Kirche, der Mittelstelle für Werk und Feier, Eberswalde (früheres Fachreferat der KKJ), der Berliner Geschäftsstelle der VELKD, der Römisch-Katholischen Kirche, der ACK, Frankfurt/ Main und Berlin, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend und der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.

Auf Seiten der Trägergruppe „Ökumenische Dekade für Frieden und Gerechtigkeit“ sind in dem Gesprächsforum die Vertreter und Vertreterinnen der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Bonn, der Arbeitsstelle KDV und Friedensarbeit der Kirchenprovinz Sachsen, Magdeburg, von Dienste in Übersee, Stuttgart, von Pax Christi, Bad Vilbel und von Pro Asyl, Frankfurt/ Main tätig. Seit 1993 gibt es ein gemeinsames Motto für die FriedensDekade, seit 1994 auch gemeinsames Material. Das Gesprächsforum hat seine Veröffentlichungen mit denen der Landeskirchen im evangelischen Bereich abgestimmt. Die Mittelstelle Werk und Feier, Eberswalde, die die Materialien bis zum Jahre 1995 hergestellt und versandt hat, wurde zum 31.12.1995 aufgelöst. Seit 1996 erstellt und vertreibt die Druckerei Knotenpunkt e.V., Buch/ Hunsrück, hervorgegangen aus dem Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung, die Materialien.