27. Oktober 2014

AGDF kritisiert EKD-Stellungnahme zum UN-Mandat gegen IS-Terror

Stellungnahme der AGDF

Die Diskussion um Waffenlieferungen und militärisches Eingreifen gegen die Truppen des Islamischen Staats (IS) im Nordirak und Nordsyrien setzt sich fort. Nun hat die AGDF, selbst eng mit der evangelischen Kirche verbunden und eine der Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade, den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für ihre Stellungnahme zum UN-Mandat im Kampf gegen den IS kritisiert. Die EKD habe die Chance vergeben, „in der Friedensfrage wertorientiert Profil zu zeigen“, so der AGDF-Vorstand in dem nun veröffentlichten Papier.

Vorausgegangen war die friedensethische Stellungnahme der EKD Ende September, in der der Rat zu dem Schluss kam, dass nach Prüfung wesentlicher friedensethischer Kriterien „ein militärisches Eingreifen zum unmittelbaren Schutz der bedrohten Bevölkerung legitim“ sei. Dem widerspricht der AGDF-Vorstand nun scharf und prüft seinerseits die Argumente der EKD. Unter anderem wird kritisiert, dass die Lieferung von Waffen nicht in ein politisches Gesamtkonzept eingefügt ist und die Staaten in der Region nicht in die Verantwortung genommen würden. So sei kein abgestimmtes Vorgehen möglich. Gelobt wird hingegen die hohe Bedeutung des Flüchtlingsschutzes für die EKD.

Die gesamte Stellungnahme der AGDF sowie friedensethische Stellungnahme der EKD finden Sie hier:

PDF 1: presse_2014_AGDF_Eeinsatz_gegen_IS-terror

PDF 2: presse_2014_Friedensethische_Stellungnahme_EKD

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