Pressemitteilungen 2003
Fragen des Friedens nicht der Politik überlassen - Beginn der Ökumenischen FriedensDekade 2003
Bonn, 06. November 2003 – Mit Eröffnungsgottesdiensten in zahlreichen Landeskirchen beginnt am kommenden Sonntag, den 9. November 2003 die diesjährige Ökumenische Friedensdekade. Der bundesweite Gottesdienst zur Eröffnung findet am 10. November 2003 im Kirchsaal der Herrnhuter Brüdergemeine in Neuwied statt. Im unmittelbar an den Gottesdienst anschließenden Informationsteil geben EIRENE, das Ökumenische Netz Rhein Mosel Saar und die Nachbarschaftshilfe Heddesdorf Beispiele aus ihrer Arbeit zur Überwindung von Teufelskreisen. (Informationen: www.eirene.org).
Das Interesse für die Friedensdekade und die ökumenische Friedensarbeit ist auch im Jahr 2003 hoch. Indizien dafür geben die gute Bestellung der Materialien, die Zahl der gemeldeten Veranstaltungen und die steigenden Zugriffszahlen auf die neu gestaltete Website www.friedensdekade.de. Eine gestiegene Nachfrage nach der 80-seitigen Materialmappe weist daraufhin, dass mehr Gemeinden sich längerfristig und intensiver mit der Thematik „Teufelskreise verlassen“ beschäftigen wollen.
Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), bei der die Federführung für die FriedensDekade liegt, erklärte: „Es ist erfreulich, dass täglich ca. 2500 Anfragen auf der Website der Friedensdekade registriert werden. Wir hoffen, das Interesse nach Beendigung der diesjährigen Dekade durch die Veröffentlichung aktueller Informationen hoch zu halten.“
Das Gesprächsforum lädt alle Beteiligte ein, Berichte über ihre Veranstaltungen zu schreiben und an die Friedensdekade zu schicken. Durch die Veröffentlichung auf der Website werden die Aktionsberichte und Ideen einem größeren Publikum zugänglich gemacht und dokumentieren ebenfalls die Vielfalt der Aktivitäten unter dem Dach der Friedensdekade. Detaillierte Informationen finden sich unter www.friedensdekade.de.
Kontakt für weitere Informationen:
Jan Gildemeister, AGDF, Fon: 0228-24999-13, E-Mail: gildemeister[at]friedensdienst.de
Relaunch der Internet-Seite
Bonn/Berlin, 23. September 2003 – Mit einer umfassenden Überarbeitung ihres Internet-Auftritts unter www.friedensdekade.de startet das Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade in den Endspurt zur FriedensDekade 2003, die bundesweit unter dem Motto „Teufelskreise verlassen“ zwischen dem 09. und dem 19. November stattfindet. Die Website hat viele neue Online-Features erhalten, mit der die Seite benutzerfreundlicher und informativer geworden ist. So wurden beispielsweise die Online-Bestellmöglichkeiten für das FriedensDekade-Material professionalisiert und den Möglichkeiten angepasst, die das Internet mittlerweile bietet.
Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), bei der die Federführung für die FriedensDekade liegt, erläutert: „Die Neugestaltung des Internet-Auftritts der Ökumenischen FriedensDekade war uns schon lange ein Anliegen. Denn das Internet ist eine wichtige Kommunikationsplattform, die wir dazu nutzen wollen, den Austausch über die ökumenische Friedensarbeit zu unterstützen und den Zusammenhalt der an der Ökumenischen FriedensDekade beteiligten Gemeinden und Gruppen zu stärken. Wir haben bei der Überarbeitung viele Anregungen von Nutzerinnen und Nutzern unserer Internet-Seiten aufgenommen und sind nun gespannt auf die Resonanz.“
Die Internet-Seite informiert über aktuelle und vergangene FriedensDekaden und gibt den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich über Orte und Termine von FriedensDekade-Veranstaltungen zu informieren und eigene Veranstaltungen der Internet-Gemeinde bekannt zu machen. Darüber hinaus ermöglichen die Hintergrundinformationen, Erfahrungsberichte, Fotogalerien und Linksammlungen einen hervorragenden interaktiven Austausch.
Konzeption und Design wurden im Rahmen eines Social Sponsoring von der Agentur pr-ide entworfen. Lediglich für die Programmierung und Anpassung der Bestellmöglichkeit erhielt die auf Online-Themen spezialisierte PR-Agentur eine geringe Aufwandsentschädigung. „Dieses Engagement für die Ökumenische FriedensDekade ist uns ein wichtiges Anliegen. Denn unsere unfriedliche Welt braucht Menschen, die sich für den Frieden einsetzen“, so die beiden Geschäftsführer der Agentur Philipp Sack und Martina Müller.
Das Prinzip des Social Sponsoring stellt für das Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade und die Agentur pr-ide eine innovative Form der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Non-Profit dar.
Kontakt für weitere Informationen:
Jan Gildemeister, AGDF, Fon: 0228-24999-13, E-Mail: gildemeister[at]friedensdienst.de
Materialien für die FriedensDekade 2003
Materialien erschienen: Zahl der Bestellungen bestätigt anhaltendes Interesse an der Ökumenischen Friedensdekade
Mit Teufelskreisen setzt sich die diesjährige Friedensdekade auseinander, mit ihren Hintergründen, aber auch Auswegen (aus ihnen). Konflikte in unserer Gesellschaft oder außerhalb unserer Landesgrenzen eskalieren, Krisen spitzen sich zu, die Armutsschere zwischen reichen und armen Ländern öffnet sich weiter , Kriege werden geplant und geführt, solche Entwicklungen zeigen Teufelskreise auf. "Teufelskreise verlassen" haben wir deshalb als Motto gewählt.
Das Materialheft
"Ich würde mir wünschen, dass sich kirchliche Friedensgruppen noch eindeutiger zum Pazifismus bekennen" sagt Konstantin Wecker im Interview zur Friedensdekade.
Im Materialheft geht es um Nahost, um Beispiele für Ausstiege aus Teufelskreisen, um Trauma und NS-Vergangenheit und um Wirtschaftsteufelskreise. Der Blick wird auf Ursachen der Teufelskreise gelenkt: auf Strukturen hinter den Teufelskreisen Gewalt und Vergeltung im Beitrag von Christina Thürmer-Rohr. Marc H. Ellis analysiert wie Schweigen gegenüber Israel den Nahostkonflikt verlängert und plädiert angesichts von Auschwitz für Treue, die sich dort zeigt, wo im Schrei der Leidenden und Hoffenden Geschichte und Gegenwart zusammen kommen.
Im zweiten Teil des Heftes finden sich Bibelarbeiten zu Frau Lot und zur Versuchung Jesu in der Wüste. Rohstoffexporte und der Krieg im Kongo, Unterhaltungsindustrie und Kriegspropaganda, Friedenssteuern sind u.a. Thema im Aktionsteil. Helga Breuninger beschreibt, wie Lerntherapie Teufelskreise, in die Schüler, Lehrer und Eltern verstrickt sein können, unterbrechen kann.
Verschiedene Beiträge setzen sich mit dem Irak-Krieg auseinander. Weder dem irakischen Volk noch der Staatengemeinschaft wurde durch den Krieg geholfen zu einer Friedensordnung zu finden. So wurde durch den Krieg zwar das irakische Regime beseitigt, dennoch ist er Teil eines Teufelskreises von Wirtschafts- und Hegemonialinteressen.
Der Photograph und Künstler Ulrich Mertens aus Bad Wünnenberg hat Bilder für das Materialheft zur Verfügung gestellt.
Das Plakatmotiv
Das Plakat wurde vom Berliner Grafiker Hermann Misersky entworfen. Eine Betrachtung dazu finden Sie in der Liturgie des Friedens-Bittgottesdienstes
Das Gebetsleporello
Für jeden Tag der Friedensdekade wurde eine Andacht entworfen. Diese Gebetshilfe ist der Renner unter den Materialien. Friedensandachten finden vor allem in den neuen Bundesländern statt.
Friedenskunstkalender 2004
Zusammen mit vier anderen Friedensorganisationen gibt die Friedensdekade einen Wandkalender heraus, für den verschiedene KünstlerInnen, darunter auch Günter Grass ein Blatt zur Verfügung gestellt haben. Der attraktive Kalender dient der Finanzierung der Friedensarbeit
Veranstaltungen
Veranstaltungen, die Gemeinden und Gruppen im Rahmen der Friedensdekade planen, finden Sie unter www.friedenskooperative.de.
Rezensionsexemplare
Helfen Sie uns, die Ökumenische Friedensdekade 2003 publik zu machen. Fordern sie ein kostenloses Rezensionsexemplar der Materialien an bei:
Knotenpunkt e.V. Bellerweg 6, 56290 Buch/Hunsrück
Tel. 067 62/22 61 Fax 067 62/29 95
e-mail: knotenpunkt[at]t-online.de
Weitere Informationen finden Sie unter www.friedensdekade.de
Die Homepage wird am 22. September komplett überarbeitet ins Netz gestellt!
Inhaltliche Fragen beantwortet Ihnen Jan Gildemeister (Tel. 0228-2499913).
Plakatmotiv 2003
Erkennungszeichen für diesjährige Friedensdekade "Teufelskreise verlassen" steht fest
Erkennungszeichen der diesjährigen bundesweiten Ökumenischen Friedensdekade mit dem Motto "Teufelskreise verlassen" vom 10.- 20. November ist ein Bildmotiv mit einer offenen Eisenkette. Aus über 50 Plakat-Entwürfen im Rahmen eines Plakatwettbewerbs entschied sich das Gesprächsforum Ökumenische Friedensdekade für ein Motiv des Berliner Grafikers Hermann Misersky. Als Plakat und Postkarte gedruckt wird das Motiv auf die von Friedensgruppen und Kirchengemeinden bundesweit durchgeführten Veranstaltungen und Gottesdienste hinweisen.
In ihren Materialien legt die Friedensdekade in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf den Gewalt- und Vergeltungskreislauf. Die böse monströse Tat rechtfertigt die böse monströse Antwort nicht. Am Beispiel des Nahostkonflikts werden Ausstiege aus Teufelskreisen vorgestellt. Weiter geht es um Nordkorea, um den Beitrag der Kirchen zu einer Friedenskultur, um alternative Wirtschaftskreisläufe und um Traumatisierungen.
Im Aktionsteil werden Kampagnen wie "Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun?" vorgestellt. Man findet Theater und Spiele zum Nachspielen, Filmtipps, Meditatives zum Thema Labyrinth und Hinweise, wie Lerntherapie schulische Teufelskreise unterbrechen kann.
Bestellt werden können: Materialheft, Plakat, Postkarten (vier verschiedene Motive), Andachtenleporello, Jugendandachten, Bildmeditation, CD Teufelskreise verlassen: Gewalt ist keinem Christen erlaubt, Friedenskunstkalender 2004 (u.a. mit einem Motiv von Günter Grass), Bestelladresse: Knotenpunkt e.V. Beller Weg 6, 56290 Buch/Hunsrück, Tel. 06762/ 2261, Fax 06762/ 2995, knotenpunkt[at]t-online.de , www.friedensdekade.de
Motto 2003 beschlossen
17. Dezember 2002 - Christliche Friedensbewegung gegen "Teufelskreise" von Gewalt und Krieg - Motto der Friedensdekade 2003 beschlossen
"Teufelskreise verlassen" heißt das neue Motto der nächsten bundesweiten Ökumenischen Friedensdekade vom 9. bis 19. November 2003. Darauf verständigten sich die im Gesprächsforum Ökumenische Friedensdekade zusammengeschlossenen Kirchen und christlichen Friedensorganisationen aus Ost- und Westdeutschland bei ihrer Jahrestagung in Kassel.
Die Mitglieder zeigten sich erfreut über die hohe Beteiligung an der diesjährigen 23. Friedensdekade, die am 20. November zu Ende ging. Auf besonders gute Resonanz stieß die Friedensdekade unter dem Thema "Warum habt ihr Angst?" in der bayrischen, württembergischen, badischen sowie der westfälischen Kirche. Zahlreiche Elbstädte und Gemeinden in den neuen Bundesländern hatten sich mit Gottesdiensten, Andachten und Informationsveranstaltungen an dieser gesamtdeutschen Initiative beteiligt.
Als "Teufelskreise" identifiziert das Gesprächsforum Situationen aus denen es scheinbar kein Entrinnen mehr gibt: Spiralen der Gewalt und der Vergeltung, die in Krieg münden, Strukturen der weltweiten Ausbeutung von Arbeitskräften und Kleinbauern, die in die Armut führen, aber auch Lebensumstände, denen sich Einzelne hilflos gegenüber sehen. Wer nur auf diese "Teufelskreise" starrt, ist in Gefahr, keinen Ausweg zu sehen und nicht mehr nach den Ursachen der verhängnisvollen Kette zu suchen. "Teufelskreise verlassen" ist ein Appell an Regierungen, sich nicht in Kriege hineinziehen zu lassen, an Kirchen, sich mutig von "Teufelskreisen" zu distanzieren, und an Einzelne, allein oder mit Hilfe von anderen aus "Teufelskreisen" auszusteigen. Die biblische Botschaft gibt Kraft nach vorne zu schauen, Vertrauen und Mitmenschlichkeit, Zivilcourage und Mut in vielen Formen zu entwickeln. Tauschringe, Friedensdienste oder fairer Handel sind Beispiele, die aus solchem Handeln entstehen.
Das Gesprächsforum Ökumenische Friedensdekade führt die Anfang der 80er Jahre entstandene Friedensdekade im Osten und die gleichzeitig im Westen entstandenen Friedenswochen fort. Im Gesprächsforum wirken mit: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, Arbeitsstelle Eine Welt Sachsen, Evangelischer Entwicklungsdienst, Pax Christi, Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Versöhnungsbund, Pro Asyl und die Redaktion zivil.
Trägergruppe "Ökumenische Dekade für Frieden in Gerechtigkeit"
Federführung:
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF)
Blücherstraße 14
D - 53115 Bonn
Telefon: 0228 / 24 999-0
Fax: 0228 / 24 999-20
e-mail: agdf[at]friedensdienst.de
Internet: www.friedensdienst.de
