News-Anzeige
"Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Frieden muss gewagt werden, ist das eine große Wagnis, und lässt sich nie und nimmer sichern."
Dietrich Bonhoeffer
Dieser kurze Text von Dietrich Bonhoefer deutet an, worum es der Ökumenischen FriedensDekade in diesem Jahr gehen wird. Mit dem Motto »Frieden riskieren« wendet sich die FriedensDekade gegen ein zunehmendes Denken, mit Gewalt Sicherheit herstellen zu können. Die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan, den palästinensischen Gebieten oder im Irak aber zeigen, dass Waffengewalt nicht zu Sicherheit für die Menschen geführt hat. Die FriedensDekade verweist stattdessen auf historische Beispiele und Projekte gewaltfreier Konfliktbearbeitung, auf Situationen, in denen Menschen Frieden riskiert und erst so wahren Frieden erreicht haben.
Der Begriff der „menschlichen Sicherheit“, der auch von der UNO definiert wurde und soziale Gerechtigkeit im weitesten Sinne mit einschließt, wird eine zentrale Bedeutung in der diesjährigen FriedensDekade einnehmen. „Frieden ist weitaus mehr als die Abwesenheit von Krieg oder Gewalt. Frieden ohne soziale Gerechtigkeit ist nicht der Frieden, von dem im Johannes-Evangelium die Rede ist“, so Jan Gildemeister von der Ökumenischen FriedensDekade. Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), die gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Frankfurt den Trägerkreis der FriedensDekade bildet, verweist damit auf den diesjährigen zentralen biblischen Bezugsrahmen der Ökumenischen FriedensDekade in Johannes 14, 27: »Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.«

