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Landesbischöfin Margot Käßmann und "Prinzen"-Frontmann Sebastian Krumbiegel werben für FriedensDekade

Motiv des Jahresmottos "Frieden riskieren" in Hannover vorgestellt

Hannover/Bonn, 20.08.2008. Bereits im vergangenen Jahr sind sich die Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche von Hannover, Margot Käßmann, und der Leadsänger der Popgruppe „Die Prinzen“, Sebastian Krumbiegel, zugleich Schirmherr der Ökumenischen FriedensDekade, zum ersten Mal begegnet. Sie gestalteten gemeinsam einen Gottesdienst zum Abschluss der Ökumenischen FriedensDekade in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Was beide Personen verbindet, ist ihr unterschiedliches Engagement für Frieden und Gerechtigkeit und die Überzeugung, dass es sich lohnt, dafür öffentlich einzutreten.

Nun trafen sie sich erneut im Amtssitz der Bischöfin, um gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Jan Gildemeister, das neue Plakatmotiv für die diesjährige FriedensDekade vorzustellen. Unter dem Motto „Frieden riskieren“ ruft der Trägerkreis der Ökumenischen FriedensDekade dazu auf, sich in Gottesdiensten, Friedensgebeten, Informationsveranstaltungen und Mahnwachen für die Stärkung ziviler Maßnahmen der Friedenssicherung einzusetzen. Das zentrale Motiv zeigt einen stilisierten gefährlichen Drahtseilakt ohne Fangnetz.

„Das Dekademotto ‚Frieden riskieren’ macht deutlich, dass es Mut braucht, zivile Methoden der Konfliktbearbeitung zur Förderung von sozialer Gerechtigkeit, von Vergebung und Versöhnung engagiert einzusetzen. Wahrscheinlich sogar mehr Mut als militärische Befriedungsversuche.“, sagte Bischöfin Margot Käßmann im Gespräch mit Sebastian Krumbiegel. Sie freue sich, dass gerade in einer Zeit, in der das Friedensthema zunehmend an Interesse in der Öffentlichkeit verliere, die Ökumenische FriedensDekade dieses wichtige Thema zumindest für eine zeitlang auf die Tagesordnung setzt und in das Bewusstsein der Menschen tragen würde. Ihr liege besonders daran, das Thema „Rüstungsexporte“ aufzugreifen.

Sebastian Krumbiegel, schon im vergangenen Jahr als Schirmherr der Ökumenischen FriedensDekade aktiv, berichtete im Gespräch mit der Bischöfin von seiner Reise im Juli nach Vietnam, wo er im Rahmen seines Engagements für das Aktionsbündnis landmine.de Rehabilitations- und Minenräumprojekte besuchte. „Frieden riskieren, das tun die Menschen, die ihr Leben bei der Minenräumung aufs Spiel setzen. Unsere Aufgabe ist es, gegen die Produktion und den Export von mörderischen Waffen wie Landminen, Streumunition oder auch Uranmunition unsere Stimme zu erheben. Alles, was wir dabei riskieren, ist vielleicht, dass man uns als „Friedensspinner“ zu denunzieren versucht. Aber wenigstens diesen Mut sollten wir aufbringen und gegenüber Politik und Gesellschaft Rüstungsexporte als das kritisieren, was sie sind: Ein dreckiges Geschäft mit dem Tod“, so Sebastian Krumbiegel, dem die Betroffenheit über sein Zusammentreffen in Vietnam mit Opfern von Landminen immer noch anzumerken war.

Mit der Vorstellung des zentralen Plakatmotivs wollten sie die Menschen ermutigen, sich an der diesjährigen FriedensDekade zu beteiligen, so die Bischöfin und der Pop-Sänger. Vom 9.-19. November, in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag, wird die FriedensDekade traditionell bundesweit durchgeführt. Jan Gildemeister machte für den Trägerkreis darauf aufmerksam, dass das Arbeits- und Aktionsmaterial der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade gerade fertig gestellt wurde und die ersten der bereits über 1.300 vorliegenden Bestellungen für die Auslieferung vorbereitet werden. Man rechne auch in diesem Jahr mit über 2.000 Bestellungen und bundesweit mit der Durchführung von mehreren tausend Veranstaltungen.

Im Internet unter www.friedensdekade.de finden sich ausführliche Informationen zur Ökumenischen FriedensDekade sowie eine Online-Bestellmöglichkeit für alle angebotenen Materialien.  

Rückfragen und Fotowünsche bitte an:

Thomas Oelerich (Mobil 0173 – 81 86 27)   

E-Mail: thomas.oelerich@friedensdekade.de