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"andere achten" heißt das neue Motto
Ökumenische FriedensDekade legt Thema für 2007 fest
(Bonn, den 30. November 2006). Gerade erst wurde die diesjährige Ökumenische FriedensDekade mit dem Buß- und Bettag abgeschlossen, da hat der Trägerkreis der FriedensDekade Anfang dieser Woche auf einer Sitzung in Fulda schon das Motto für das Jahr 2007 beschlossen. „andere achten“ ist das zentrale Motto im kommenden Jahr, mit dem das Gesprächsforum als Trägerkreis der Ökumenischen FriedensDekade das Thema politischer, kultureller und religiöser Toleranz sowie die Forderung nach uneingeschränkter Anerkennung des anders Denkenden ins Zentrum seiner Arbeit stellen will.
Getragen wird die im kommenden Jahr zum 28sten Mal durchgeführte FriedensDekade von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Bonn und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Frankfurt. Wie in diesem Jahr erhoffen sich die Verantwortlichen auch für Jahr 2007 im ganzen Bundesgebiet die Durchführung von über 2.000 Gottesdiensten, Veranstaltungen und Gebeten für den Frieden, die traditionell in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag stattfinden.
„Mit dem neuen Motto möchte die FriedensDekade der biblischen Forderung nach der Achtung gegenüber allen Menschen, sei es in unserer eigenen Gesellschaft oder auch im Ausland, sei es anderer Religionen, Weltanschauungen oder Kulturen, Nachdruck verleihen. Menschen werden in vielfältiger Weise missachtet, manchmal im direkten Kontakt, aber auch dadurch, dass die einen die anderen gar nicht erst wahrnehmen“, so Jan Gildemeister, Geschäftsführer der AGDF in Bonn.
Wo und wie dies geschieht, darauf will die nächste Ökumenische FriedensDekade im kommenden Jahr vom 11.-21. November aufmerksam machen. Dabei wird auch die Forderung nach verstärkten zivilen statt militärischen Lösungsansätzen von Konflikten eine Rolle spielen. Der neutestamentarische Text aus dem Philipperbrief (Kapitel 2, Verse 3-4) bildet – zusammen mit Genesis 13 - den biblischen Bezugsrahmen zum Motto. Dort heißt es: „.Nichts geschehe aus Streitsucht oder eitler Ruhmsucht, vielmehr achte in Demut jeder den andern höher als sich selbst. Jeder sei nicht nur auf das Eigene bedacht, sondern auch auf das der Anderen.“
Im Jahr 2006 war das Arbeitsmaterial der Ökumenischen FriedensDekade erneut von unzähligen Kirchengemeinden, Jugendgruppen und Friedensinitiativen aufgegriffen worden. Im Gesprächsforum der FriedensDekade wirken neben der AGDF und der ACK-Deuschland u.a. die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF), die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), der Evangelische Entwicklungsdienst (EED), Pro Asyl und die katholische Organisation Pax Christi Deutschland mit.
