News-Anzeige

"Gewaltfrei streiten für einen gerechten Frieden"

AGDF, Trägerorganisation der Ökumenischen FriedensDekade, stellt Buch mit Alternativen zur militärischen Gewalt vor

Pünktlich zum zweiten Internationalen Tag der Gewaltfreiheit erscheint das von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden herausgegebene Buch „Gewaltfrei streiten für einen gerechten Frieden“. Das Buch zeigt Alternativen zu militärischen Einsätzen und gibt Akteuren aus Politik und Kirche konkrete Handlungsempfehlungen zur Stärkung des zivilen Umgangs mit Konflikten. Bei der Präsentation des Buches anlässlich des 40. Jubiläums der AGDF am vergangenen Sonntag betonte der neue Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Pastor Renke Brahms: „Der „Vorrang ziviler Konfliktbearbeitung“, wie er in der Denkschrift der EKD „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ formuliert ist, ist kein traumtänzerischer Ausflug in eine andere Welt, die der Wirklichkeit nicht standhalten können! Dieser Vorrang ist lebbar und erreichbar und ist an vielen Stellen schon erreicht worden und erfolgreich gewesen.“

Erfolgreiche Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung machen Mut, sich gewaltfrei, auch in potentiell gewaltsamen Kontext, einzusetzen. Viele solcher Beispiele werden in dem Buch erzählt und analysiert: Wie haben Freiwilligendienste zur Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland beigetragen? Wie unterstützte die evangelische Kirche in Ostdeutschland den gewaltfreien Verlauf der Wende 1989? Wie konnten in Mosambik Kriegsparteien für einen Friedensprozess gewonnen werden? Gleichzeitig werden die Grenzen und Chancen heutiger Politik in Deutschland und Europa beschrieben und Empfehlungen gegeben. Es wird aufgezeigt, dass der Einsatz militärischer Gewalt die Chancen für eine positive wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung verbaut. Die Herausgeber kommen zu dem Schluss, dass Interventionen von außen sich an den Betroffenen vor Ort und den Menschenrechten orientieren und konfliktsensibel sein müssen sowie Mandat und Interessen der Intervenierenden benennen. Für eine gewaltfreie Transformation der Konflikte ist ein konsequentes, an dem Vorrang der Gewaltfreiheit orientiertes Friedenshandeln von internationalen Institutionen, den einzelnen Staaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren notwendig.

Das Buch ist im Rahmen des im Jahr 2006 von der AGDF gestarteten Projektes „Vorrang für Gewaltfreiheit“ entstanden. Das Projekt richtet sich mit der Aufforderung an Kirchen aktiver für einen Politikwechsel einzutreten. Unterstützt wird das Projekt von der Evangelischen Akademie zu Berlin, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Herausgeber: Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) Gewaltfrei streiten für einen gerechten Frieden.
Plädoyer für zivile Konflikttransformation.

Redaktion und Koordination: Hagen Berndt, Bernd Rieche

Mit Beiträgen von:
Ulrich Frey, Andreas Buro, Hagen Berndt, Wolfgang Kaiser, Markus A. Weingardt, Bernd Rieche, Tilman Evers, Elvin Hülser, Ruth Mischnick, Inge Remmert-Fontes, Christian Staffa, Ute Finckh

Oberursel, Publik-Forum Verlagsgesellschaft mbH, September 2008, 318 Seiten
ISBN: 978-3-88095-176-1, Preis: 15,80 Euro

Bestellungen über: Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V.
Blücherstr. 14, 53177 Bonn
agdf@friedensdienst.de
Tel. 0228 249990
Fax 0228 2499920