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"Endlich die aktuellen Mauern überwinden"

Pressemitteilung der Ökumenischen FriedensDekade vom 5.10.09.

(Bonn/Fankfurt, den 5. Oktober 2009). Vor dem Hintergrund der zahlreichen Feierlichkeiten anlässlich des Falls der Mauer vor 20 Jahren ruft die Ökumenische FriedensDekade dazu auf, den Blick auch auf die bestehenden Mauern weltweit zu richten. Mauern, die auch heute Menschenrechte missachten und Menschen ausgrenzen und isolieren.  

Als Beispiele für real existierende Mauern nennt die Ökumenische FriedensDekade die Mauer zwischen dem besetzten Westjordanland und Israel, die Mauern und Zäune zwischen den USA und Mexiko, zwischen Nord- und Südkorea, auf Zypern oder auch in der Westsahara. Aber auch auf die unsichtbaren Mauern an den Grenzen Europas, durch die Flüchtlinge und Hilfesuchende abgehalten werden, weist die Ökumenische FriedensDekade hin. „Mauern müssen und dürfen nicht bleiben. Das hat uns die Geschichte des deutschen Mauerfalls vor 20 Jahren gezeigt“, heißt es in einem Appell der Ökumenischen FriedensDekade, deren Aktivitäten in diesem Jahr unter dem Motto „Mauern überwinden“ stehen. Schon vor dem Mauerfall spielte die Ökumenische FriedensDekade eine nicht unerhebliche Rolle bei der Formierung des gewaltfreien Widerstandes in der ehemaligen DDR.

 

Seit 30 Jahren wird die Ökumenische FriedensDekade an den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag durchgeführt, in diesem Jahr vom 8.-18. November. In mehreren Tausend Gottesdiensten, Friedensgebeten und Informationsveranstaltungen wird in diesem Jahr das Motto „Mauern überwinden“ aufgegriffen werden. Unter der Trägerschaft der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wurde umfangreiches Arbeitsmaterial für Kirchengemeinden und Friedensgruppen erstellt. „Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach Aktionsmaterialien in diesem Jahr besonders hoch ist“, so Jan Gildemeister, Geschäftsführer der AGDF mit Sitz in Bonn. „Wenn es uns gelingt, den Blick auch auf andere, noch bestehende Menschen verachtende Mauern zu lenken, wäre das ein erster Schritt, auch diese Mauern zu überwinden.“