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Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg
Ökumenische FriedensDekade kritisiert anlässlich des Internationalen Friedenstages (21.9.) die zunehmende Gewichtung von Friedenseinsätzen auf rein militärische Mittel
(Bonn, den 20. September 2006). Das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade nimmt den Internationalen Friedenstag am morgigen 21.September zum Anlass, um darauf aufmerksam zu machen, dass mit dem Wort „Frieden“ mehr verbunden ist als die Abwesenheit von Krieg. Das Gesprächsform äußert sich besorgt darüber, dass in der Frage von weltweiten Friedenseinsätzen die militärische Komponente eine immer wichtigere Rolle einnimmt.
„Angesichts des Bundeswehreinsatzes im Libanon machen wir darauf aufmerksam, dass mit der militärischen Sicherung einer Waffenruhe noch lange kein Frieden für die Menschen eingekehrt ist“, so Jan Gildemeister von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Bonn, neben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland Träger der Ökumenischen FriedensDekade. Das Gesprächsforum weist darauf hin, dass bereits in den bestehenden Einsatzfeldern der Bundeswehr wie in Afghanistan oder im Kongo mehr als deutlich würde, dass allein mit militärischen Mitteln wirklicher Frieden nicht zu erreichen ist. „Mit Sorge beobachten wir, dass die Bundesregierung und die Europäische Union mit enormen Finanzbeiträgen militärische Einsätze weltweit mittragen, gleichzeitig aber keine vergleichbaren Mittel in die mindestens ebenso wichtige Friedens- und Entwicklungsarbeit investiert werden“, so Gildemeister weiter.
Auch mit der Ökumenischen FriedensDekade, die vom 12.-22.November bundesweit durchgeführt wird, steht das Nachdenken über die eigentliche Bedeutung des Begriffs “Frieden“ im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Schon das Motto der diesjährigen FriedensDekade „… und raus bist du.“ deutet an, dass in den Aktionen, Gottesdiensten und Friedensgebeten die Frage nach der Zusammengehörigkeit von sozialer Gerechtigkeit und Frieden eine zentrale Rolle spielt. Bereits jetzt, so meldet das Gesprächsforum, seien über 1.500 Bestellungen von Arbeitsmaterialien eingegangen. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass wie in den vergangenen Jahren auch in diesem Jahr ca. 2.000 Veranstaltungen in ganz Deutschland im Rahmen der FriedensDekade durchgeführt werden. Informationen und Materialbestellungen zur FriedensDekade sind im Internet unter www.friedensdekade.de zu beziehen.
