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Prominente Unterstützung für Ökumenische FriedensDekade
Sänger Sebastian Krumbiegel von den Prinzen übernimmt diesjährige Schirmherrschaft
Bonn/Frankfurt/Leipzig, 30.01.2007. „Alle, die in unserem Land Ausländer raus schreien, wissen nicht, wovon sie reden. Wir sollten den Menschen, die zu uns kommen, zuhören. Sie haben ihre persönlichen Geschichten und machen hier Erfahrungen, aus denen auch wir etwas lernen können.“ Sebastian Krumbiegel, Sänger bei den Prinzen, einer der bekanntesten Popgruppen in Deutschland, macht mit dieser Aussage auf einen Aspekt aufmerksam, der sich mit dem diesjährigen Motto der Ökumenischen FriedensDekade „Andere achten“ verbindet.
„Wir freuen uns, dass sich Sebastian Krumbiegel bereit erklärt hat, in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Ökumenische FriedensDekade zu übernehmen“, sagt Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), neben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) eine der Träger der Ökumenischen FriedensDekade. „In seinem gesellschaftspolitischen Engagement macht Krumbiegel deutlich, um was es auch uns in der diesjährigen FriedensDekade geht.“ Sebastian Krumbiegel setzt sich seit Jahren gegen rechtsradikale Gewalt ein. Im Vorfeld einer bevorstehenden Lesereise, auf der er sein Buch „Hoffnung säen“ vorstellt, heißt es über ihn, er sei neugierig auf die Welt und ihre Menschen. Er setzt sich ein für eine Zivilgesellschaft, die tolerant und weltoffen sein soll. „Es verändert sich nichts, wenn man sich nicht einmischt“, sagt Krumbiegel, der Mitveranstalter des Leipziger „Courage zeigen“-Festivals ist und sich als Aktivist gegen Neonazis, als Unterstützer von Integrationsprojekten und als Autor engagiert.
In seinem Buch »Hoffnung säen« versammelt er Lebensgeschichten von Flüchtlingen aus Afghanistan, dem Iran, Irak, Serbien oder Syrien. Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und jetzt in Deutschland leben, erzählen über ihre Heimat, ihre Erfahrungen in Deutschland, ihre Ängste und die Anstrengungen, in der fremden Umgebung zu bestehen. Sie sprechen über ihre Träume und die Hoffnung, für sich und ihre Kinder Sicherheit, Bildung und Zukunftsperspektiven zu finden. Ihre Sichtweisen beeindrucken durch ihre Klarheit und Offenheit; ihre Geschichten rütteln wach, auch weil sie die Stereotypen „des Asylanten“ aufbrechen. Ein Buch über Flüchtlinge, Asylbewerber, Geduldete und Anerkannte.
Dieses Engagement war der Anlass dafür, Krumbiegel um die Schirmherrschaft für die FriedensDekade anzufragen, die in diesem Jahr zum 28-sten Mal durchgeführt wird. „Andere achten“, dieser Ruf nach Toleranz, nach Frieden und Gerechtigkeit, wie er im Motto der diesjährigen FriedensDekade zum Ausdruck kommt, verbindet die Anliegen der Dekade mit dem persönlichen Engagement von Sebastian Krumbiegel. Im vergangenen Jahr hatten sich bundesweit über 2.000 Kirchengemeinden und Friedensgruppen an der Ökumenischen FriedensDekade beteiligt.
Kontakt und weitere Informationen bei:
Jan Gildemeister, AGDF, Fon: 0228-24999-13, E-Mail: jan.gildemeister[at]friedensdekade.de
Thomas Oelerich, Fon: 0176-41107915, E-Mail: thomas.oelerich[at]friedensdekade.de
Das Buch von Sebastian Krumsiegel „Hoffnung säen - Lebensgeschichten von Flüchtlingen“ ist übrigens bei der edition Körber-Stiftung erschienen.
ISBN3-89684-046-0
240 Seiten, 14 Euro
www.edition-koerber-stiftung.de

