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Dr. Margot Käßmann: FriedensDekade ist hochaktuell

Ökumenische FriedensDekade 2012 bietet umfangreiches Medienpaket an und kritisiert Waffenexporte

Bonn/Frankfurt, 02.08.2012. Ein imposantes Medienpaket bieten die Trägerorganisatoren auch zur diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade an, die vom 11.-21. November in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag durchgeführt wird. Das Gesamtangebot beeindruckt: Neben hilfreichen Aktionselementen enthält das Gesamtpaket ein Gebetsleporello sowohl für Jugendliche wie für Erwachsene, ein 68-seitiges umfangreiches Themenheft, ein Postkartenset und eine Dia-Meditation, eine CD-Rom mit Liedern, Texten und Bildern sowie einen Bittgottesdienst für den Frieden, der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erstellt wurde.

Dr. Margot Käßmann, Schirmherrin der Ökumenischen FriedensDekade, schreibt in ihrem Aufruf zum diesjährigen Motto „Mutig für Menschenwürde“: „Die FriedensDekade ermutigt uns, uns nicht zurückzuziehen hinter das Argument ´Ich kann doch nichts tun`, sondern Teil einer Gemeinschaft zu werden, die aufsteht gegen die Verletzung der Menschenwürde im eigenen Land und auf der Welt. Das diesjährige Thema zeigt: Die FriedensDekade ist hochaktuell!“.

So kritisiert die Ökumenische FriedensDekade die zunehmende Tendenz an Rüstungsexporten durch Deutschland. Die zuletzt genehmigten Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien und die aktuell in der Diskussion stehenden Waffenexporte nach Katar werden von den Trägerorganisationen der FriedensDekade, darunter die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), scharf kritisiert. „Deutschland ist heute weltweit bereits der drittgrößte Waffenexporteur. Dass nun sogar – trotz als Waffenexportrichtlinien und des Grundsatzes: keine Lieferung in Krisengebiete - wieder deutsche Waffen in Länder verkauft werden dürfen, in denen die Menschenwürde mit Füßen getreten wird, halten wir für untragbar“, so Jan Gildemeister, Geschäftsführer der AGDF.

Das Thema Menschenwürde steht im Zentrum des Medienpakets, das die Ökumenische FriedensDekade in diesem Jahr anbietet. Den Fokus legt das Material auf Beispiele, in denen sich Menschen – trotz aller Gefährdungen – mutig für die Würde von Menschen einsetzen. „Jeder und jede hat Möglichkeiten, sich für die Würde anderer einzusetzen. Je nach Situation bedarf es dafür mehr oder weniger Mut. Manche gehen einen radikaleren Weg und sind bereit, dafür zum Teil gravierende Konsequenzen auf sich zu nehmen. Sie brauchen die Unterstützung anderer“, so Jan Gildemeister.

So soll das umfassende Material der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade Anregung dafür sein, über die Frage nachzudenken, wo wir aus (christlicher) Verantwortung heraus aufgefordert sind, uns mit Überzeugung und Mut für die Würde des Menschen einzusetzen, sei es bei uns in Deutschland (Fremdenfeindlichkeit, Rassismus) oder weltweit (z.B. Freiheitsbewegungen im arabischen Raum oder für faire Produktionsbedingungen von Kleidung in Asien oder Lateinamerika). Auch der Entwurf für den Bittgottesdienst für den Frieden, der traditionell von der EKD erstellt wurde und dem Medienpaket beiliegt, widmet sich diesen Themenbereichen.

Insgesamt ein lohnendes Arbeitsmaterial, das kirchlichen wie nicht-kirchlichen Gruppen eine hervorragende Grundlage bietet, unter dem Motto „Mutig für Menschenwürde“ das Friedensthema in der Ökumenischen FriedensDekade aufzugreifen. Bestellmöglichen für das vor wenigen Tagen fertiggestellte Material finden sich unter www.friedensDekade.de.