News-Anzeige
Motto 2009: "Mauern überwinden"
Trägerkreis der Ökumenischen FriedensDekade legte Thema fest
Bonn/Frankfurt, 9.12.2008. „Mauern überwinden“, so lautet das Motto der 30. Ökumenischen FriedensDekade, die im kommenden Jahr vom 8.-18. November traditionsgemäß in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag durchgeführt wird. Auf der Sitzung des Trägerkreises der FriedensDekade in Kassel wurde mit dem Motto „Mauern überwinden“ ein Thema ausgewählt, das mit Blick auf den 20. Jahrestag des Mauerfalls (9.11.1989) auf die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR Bezug nimmt.
„Das Motto „Mauern überwinden“ will aber nicht nur auf die gewaltfreie Wende in Deutschland vor 20 Jahren aufmerksam machen. Vielmehr wollen wir die Gelegenheit nutzen, um unser Augenmerk auf die vielen Mauern zu lenken, die noch heute Menschen voneinander trennen,“ erläutert Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), die neben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die Ökumenischen FriedensDekade koordiniert. So stünden Mauern zwischen Nord- und Südkorea, zwischen den USA und Mexiko oder im von Israel besetzten Palästina. Mauern würden gegenüber Flüchtlingen errichtet, die in Europa Zuflucht suchen, Reiche schotteten sich mittlerweile auch bei uns in Wohngebieten durch Mauern und Zäune ab, Soldaten mauerten sind in Auslandseinsätzen wie in Afghanistan zunehmend ein.
Gleichzeitig sei nach Ansicht des Trägerkreises der Ökumenischen FriedensDekade in unserer Gesellschaft immer stärker spürbar, dass Menschen innere Mauern gegenüber ihren Mitbürgern und Mitbürgerinnen aufbauen, die sich durch eine andere Kultur, Religion oder Tradition unterscheiden. „Wie auch diese inneren Mauern überwunden werden können, das möchten wir im Jahr 2009 während der FriedensDekade gerne erlebbar machen“, so Marina Kiroudi, Vertreterin der bundesweiten ACK in Frankfurt in der FriedensDekade.
Im Rahmen der Friedensdekade wollen die Organisatoren auf positive Beispiele hinweisen, die zur Überwindung von Gewalt schon heute beitragen. So z.B. die Münchner „save me“-Kampagne für eine Ansiedlung von Flüchtlingen aus Anlass des 800jährigen Bestehens der Stadt, die Initiative „Combatants for Peace“ von ehemals bewaffneten Kämpfern beider Seiten in Israel und Palästina oder die Aussöhnung unter ehemals verfeindeten Kriegsveteranen aus Serbien und Kroatien.
Die Befreiung des Saulus aus dem Gefängnis in Damaskus (Apg. 9,24f.) und der Fall der Mauer in Jericho (Josua 6, 1-5) bilden die biblische Grundlage für die Gottesdienste und Andachten der FriedensDekade 2009.

