• Gebet für unsere Erde (Papst Franziskus in Enzyklika “Laudato si”)

    Gebet für unsere Erde
    (zum download)

    Allmächtiger Gott,
    der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist
    und im kleinsten deiner Geschöpfe,
    der du alles, was existiert,
    mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
    gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
    damit wir das Leben und die Schönheit hüten.
    Überflute uns mit Frieden,
    damit wir als Brüder und Schwestern leben
    und niemandem schaden.
    Gott der Armen,
    hilf uns,
    die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,
    die so wertvoll sind in deinen Augen,
    zu retten.
    Heile unser Leben,
    damit wir Beschützer der Welt sind
    und nicht Räuber,
    damit wir Schönheit säen
    und nicht Verseuchung und Zerstörung.
    Rühre die Herzen derer an,
    die nur Gewinn suchen
    auf Kosten der Armen und der Erde.
    Lehre uns,
    den Wert von allen Dingen zu entdecken
    und voll Bewunderung zu betrachten;
    zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind
    mit allen Geschöpfen
    auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.
    Danke, dass du alle Tage bei uns bist.
    Ermutige uns bitte in unserem Kampf
    für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.
    ____________________________________________________

    Schlussgebet aus der Enzyklika „Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ (2015) von Papst Franziskus zum Thema Umwelt und Entwicklung.

  • Hochzuckdrohne: Gedanken zum Plakatmotiv (von Peter Herrfurth)

    Friedensklima – Plakatmotiv – Hochzuckdrohne
    (zum Downlaod hier klicken)

    Mein Lieblingsversprecher im Fernsehen war in der Tagesschau: „Von Westen her setzt sich eine Hochzuckdrohne durch.“ Was für ein Lacher! Daran musste ich denken, als ich unser Plakatmotiv gesehen habe.

    Hochzuckdrohne – Damals habe ich bei „Drohne“ nur an die männliche Honigbiene gedacht. Sie sammelt keinen Honig, aber sie begattet die Königin. So hat es mir ein alter Imker erklärt. Die Drohne – oder vielleicht muss ich besser sagen: der Drohn – sorgt für Nachwuchs im Bienenstock und hat keinen Stachel. Wie friedlich! Den ganzen Tag lang Liebe machen, Leben schaffen und pazifistisch sein. Leider sind die Bienen und viele andere Insekten durch die industriell-technisierte Landnutzung und den Klimawandel inzwischen stark bedroht.

    Ganz anders ist es bei den Drohnen, die im Drohnenkrieg ferngesteuert mit einem explosiven Bombenstachel ihre Ziele erreichen und effektiv vernichten. Die haben rasanten Nachwuchs. Da redet man von „autonom-operierenden Drohnen-Schwärmen“. Doch es sind nicht die Drohnen, die planlos vor sich hin töten. Es sind die Menschen in den Militärzentren hinter den Monitoren. Sie sitzen mit zuckenden Augenlidern an den Steuergeräten. Vormittags sind sie mit Drohnenkrieg beschäftigt, nachmittags holen sie ihre süßen Kleinen aus dem Kindergarten ab.

    Ich wünsche mir, dass sich eine friedensklimatische Hochdruckzone durchsetzt. Dass wir mit hohem Druck für ein Friedensklima sorgen, in dem es keine bewaffneten Drohnen mehr gibt, sondern fröhliche Jahreszeiten, friedliche Menschen und summende Bienen. Und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. (Jes 2,4)

    Peter Herrfurth (4.02.2019)
    Landesjugendpfarrer der EKM

     


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